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Was genau sind Evangelikale und geht von denen eine Gefahr aus?

gefragt von schnabeltass am 23.05.2009 um 12:15 Uhr

Sind das christliche Fundamentalisten? Wer benennt die so? Woran erkennt man die? und geht von denen eine Gafhr für die Gesellschaft aus? was kann man dagegen unternehmen?


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holodeck
beantwortet von holodeck am 24. Mai 2009 12:31
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Hilfreichste Antwort

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Also, ich will mal so sagen ... im evangelischen Christentum gibt es die "Kuschelvariante" (das, was gemeinhin in der evangelischen Landeskirche abläuft) und die bibeltreue Variante. Bibeltreu heißt: die Bibel ist das unfehlbare göttlich inspirierte Wort. Die bibeltreuen Varianten des Glaubens werden mit evangelikal und oftmals auch mit fundamentalistisch gleichgesetzt. Hierzu gibt es sehr unterschiedliche Gruppierungen. Diese gehören zwar offiziell organisatorisch der evangelischen Landeskirche an, grenzen sich jedoch inhaltlich strikt von dieser ab. Man bezeichnet sich in diesen Kreisen auch als "nicht religiös" sondern als "freier Christ".
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Während sich die evangelische Landeskirche bereits von irgendwelchen Höllenszenarien und dem Teufel als Person verabschiedet hat, glauben die Evangelikalen noch immer an das personifizierte Böse und an Tore zur Unterwelt in das Reich der Dämonen. Für die sind die nicht etwa allegorisch sondern real existent. Denn so steht es in der Bibel. Das ist schon einmal ein gewaltiger Unterschied ... wenn ich an den Teufel glaube, dann werde ich das personifizierte Böse in der Welt natürlich an allen Ecken und Kanten nicht nur wahrnehmen sondern auch anprangern und bekämpfen.
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Inwieweit geht von der evangelikalen Glaubensauffassung Gefahr aus? Solange sie sich auf heimische Bibelkreise und Gottesdienste beschränkt sicherlich wenig. Soll jeder glauben, lobpreisen, Heilige Geister hören etc. wie er/sie lustig ist.
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Sobald jedoch das evangelikale Selbstverständnis darauf hinausläuft, die Sünde und das Böse öffentlich sowie aus- und nachdrücklich zu bekämpfen, wird es schnell politisch. Da genügt ein Blick über den großen Teich. George W. Bush war ein Präsident der evangelikalen Rechten. Das personifizierte Böse überall in der Welt, zuletzt im Irak. Der Bush Stratege Rumsfeld pflegte seine Lageberichte mit Bibelzitaten zu spicken, um immer wieder daran zu erinnern "Dieser Krieg ist der Wille Gottes". Dem Einfluss von Evangelikalen auf die Politik ist in Amerika auch zu verdanken, dass dort der Kreationismus offiziell an den Schulen unterrichtet wird.
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Extreme fundamentalchristliche Gruppierungen wie The Call weiten ihre Aktivitäten und die Verkündigung der Frohen Botschaft des Evangeliums inzwischen massivst weltweit aus. Der Begründer von The Call ist bekennender Hitlerfan. In Deutschland werden Tausende von jungen Leuten angeworben und für die Missionierung fit gemacht; so hört mensch mit Entsetzen junge Leute bibeltreu sagen "Homosexualität ist Sünde". Heterosex nur in der Ehe und vor der Ehe schon gar nicht.
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Gruppierungen wie The Call haben sich politische Einflussnahme auf die Fahnen geschrieben ... und zwar nicht nur in den Kirchengremien sondern auch in Staat und Gesellschaft. Dabei ist ihr Bild eines funktionierenden Gesellschaftssystems extrem rechtskonservativ. Nun könnte man sagen, lass sie doch .... es stecken jedoch enorme Summen hinter dieser Missionierungsarbeit, die gehen in die Hunderttausende.
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Allein für die Missionierung von Juden wenden amerikanische Evangelikale jährlich 640 Millionen US Dollar auf. Grund: sie meinen, wenn alle Juden bekehrt sind, kommt der Messias wieder. Da solcherart rechtskonservativ bekehrte Juden auch via "Operation Exodus" - kein Scherz, die gibt es wirklich als evangelikales Missionswerk - in den Hexenkessel Nahost exportiert werden, vermag man sich auch ohne große Phantasie in etwa vorzustellen, was für eine weltpolitische Brisanz das hat.
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Kurzum: wer weiter denkt, findet die extremen Auswüchse des Evangelikalismus alles andere als harmlos.
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Zur Info ein Link zu einer Arte Doku "Jesus junge Garde" (zum ersten von insgesamt 7 Teilen). Dieser Beitrag wird von Evangelikalen gerne als Diffamierung und Verleumdung bezeichnet. Eine andere Doku "Jesus Camp" jedoch bestätigt das Bild, das da gezeichnet wird.
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http://www.youtube.com/watch?v=9ao25QEkN2U
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Kommentar von friendlylion am 24. Mai 2009 14:36

Im schroffen Gegensatz zur Annahme der Gefährlichkeit rechter Evangelikaler steht die Leugnung von Verbrechen kommunistischer Staaten. Diese muss nach Ansicht der Thüringer Stasi-Beauftragten Hildigund Neubert unter Strafe gestellt werden: «Kommunistische Regime waren Unrechtssysteme.»

Kommentar von 36ea780fa5d85085cafc9a9842944636smallholodeck am 24. Mai 2009 14:43

???
Was will mir der Dichter mit dieser schrägen Logik sagen, die nicht mehr als ein miserabler Ablenkungstrick ist?
Vorausgesetzt mensch lernt aus der Geschite, Faschismus, Stalinismus, Militär Junten, dann hat mensch begriffen, dass jegliches dogmatische System tendenziell gefährlich ist.
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Was steht da im schroffen Gegensatz bitte?
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Kommentar von 36ea780fa5d85085cafc9a9842944636smallholodeck am 25. Mai 2009 22:57

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Ergänzung aus den "95 Thesen zur Situation von Kirche und Gesellschaft im Lutherjahr 1996" einer rechtsreformatorischen Erweckungsbewegung innerhalb der evangelischen Kirche .....
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Der Auftrag von Staat und Gesellschaft

83. Der Staat ist nicht identisch mit der Kirche (vgl. Johannes 18,36). Dennoch kann es ihm nur von Nutzen und zum Segen sein, wenn er grundlegende biblische Maßstäbe beachtet und befolgt, welche ihm durch die Kirchen eigentlich vermittelt werden sollten (was leider in vielen Staaten immer weniger geschieht).
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84. Solche grundlegenden biblischen Maßstäbe liegen insbesondere in Form der Zehn Gebote (2.Mose 20, 2-17) vor.
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85. Werden solche Maßstäbe nicht mehr ernstgenommen, dann treten Chaos und Anarchie ein.
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86. Manche gesellschaftlichen Gruppen und Parteien in zahlreichen Staaten fördern Chaos und Anarchie, indem sie die in den Zehn Geboten wiedergegebenen göttlichen Grundordnungen offen oder verdeckt bekämpfen.
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87. Die Heilige Schrift kennzeichnet solche Menschen mit folgenden Worten: "Das sollst du aber wissen, daß in den letzten Tagen böse Zeiten kommen werden. Denn die Menschen werden nur sich selbst, ihr Geld und ihre Ehre lieben. Sie werden sich selbst groß machen und Gott lästern. Sie werden ihren Eltern nicht gehorchen, undankbar sein und alles Heilige in den Schmutz ziehen. Sie werden sich anderen gegenüber lieblos und unversöhnlich, verleumderisch und unbeherrscht verhalten. Verräter sind sie, Frevler und eingebildete Narren. Sie lieben die Lüste mehr als Gott, täuschen Gottesfurcht vor und rechnen doch nicht mit seiner Macht... Sie sind mit Sünden beladen und von mancherlei Begierden getrieben. Immer sind sie auf neue Lehren aus und kommen nie zur Erkenntnis der Wahrheit" (2.Timotheus 3, 1-7).
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88. In vielen Staaten sitzen solche Menschen, die Vorläufer des "Menschen der Gesetzlosigkeit" (2.Thessallonicher 2, 3), bereits an den Schalthebeln der Macht oder streben danach. Sie bekommen immer mehr Einfluß in Politik, Rechtsprechung, Massenmedien, Hochschulen, Schulen und Kirchen.
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89. Politiker, Juristen, Journalisten, Lehrer und Kirchenleute sowie Menschen in aller Berufen sind aufgerufen, diesem "Marsch durch die Institutionen", dieser Unterwanderung, Widerstand zu leisten durch Gebet und Arbeit im biblisch-christlichen Sinn.
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Quelle: http://www.reformation-heute.de/online.html
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Der Marsch durch die Institutionen gehört also ganz offiziell zu den erklärten Zielen der Fundamentalisten.

Kommentar von 7bbbeea17466401292245a310432c017smalldaddysdearest am 26. Mai 2009 14:15

Das Bibelwort in Nr. 87 bestätigst Du sehr schön.

Kommentar von 36ea780fa5d85085cafc9a9842944636smallholodeck am 26. Mai 2009 14:17

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Das gefällt Dir, gelle?
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Kommentar von 7bbbeea17466401292245a310432c017smalldaddysdearest am 28. Mai 2009 10:15

Nein, das finde ich traurig.

Kommentar von 36ea780fa5d85085cafc9a9842944636smallholodeck am 28. Mai 2009 11:10

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Tja, so ist das, wenn man unter Verteidigungshaltung und rosaroten Brillen leidet. Wo ist Dein Problem? Ich denke, Du bist kein Fundamentalist? Aber dann leide Du mal ruhig weiter an einer Illusion. Ist ausgesprochen gut für die Gesundheit.
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Ganz abgesehen davon, dass Du meine berechtigte Fundamentalismuskritik verwechselst mit meinem seelisch geistigem Innen- und Außenleben. Weil es Dir schlichtweg unvorstellbar ist, dass die Bibel eben nicht das A und O aller heiligen Dinge ist. Und schon gar nicht politische Richtschnur.
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Kommentar von 7bbbeea17466401292245a310432c017smalldaddysdearest am 2. Juni 2009 16:05

"Illusion" ist genauso unangebracht wie "leiden". Auch wenn Du es gern so hättest - man darf anders denken als Du. Und hat immer noch ein Recht auf Respekt. Und darf sich sogar verteidigen, wenn man (ständig und grundlos) angegriffen wird.

Deine "berechtigte Fundamentalismuskritik" beruht auf nichts weiter als Vorurteilen - und offensichtlich auf Deiner Angst vor konsequent gelebtem Glauben, der über bloßes Theoretisieren hinausgeht.

Und was ich mir vorstellen kann, kannst Du erst recht nicht beurteilen.

Kommentar von 36ea780fa5d85085cafc9a9842944636smallholodeck am 2. Juni 2009 23:42

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Du betrachtest also unsere Presse als voreingenommen. Nun gut, dann erzähle doch einmal konkret, was an dieser Darstellung beispielsweise von The Call oder The Cause falsch ist. Ist der Begründer ein Hi.tler Fan oder ist er nicht? Hat sich der Verein politische Einflussnahme und den Gottesstaat auf die Fahnen geschrieben oder nicht? Missioniert der Verein in Deutschland massiv oder nicht? Und vergiss bitte nicht, Deine persönliche Einstellung zu diesen antidemokratischen Bestrebungen mit einzuflechten. Bekennst Du Dich zum Säkularismus, zur Trennung von Staat und Kirche?
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Wenden evangelikale Fundamentalisten der USA jährlich diese horrende Summe auf oder nicht? Verfolgen sie damit politische Ziele oder nicht? (Die Weltherrschaft eines Messias wäre damit gleichzusetzen) Werden Konflikte mit Juden und Arabern billigend in Kauf genommen oder nicht? Nehmen diese Missionierungsbestrebungen derart überhand, dass die Israelis sich genötigt sahen, ein Anti-Missionierungsgesetz zu verabschieden, oder nicht?
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Erzähle mir, welcher der Thesen zum Lutherjahr, die ja nicht von mir stammen sondern von fundamentalchristlichen Vereinigungen, Du nicht zustimmst. Der Link ist oben.
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Bis jetzt habe ich von Dir keine differenzierten Erfahrungen aus erster Hand erhalten, die das Bild, das die Weltpresse verschiedentlich zeichnet.
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Nie mehr als die Pauschalaussage "alles Verleumdung".
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Je nun .....


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daddysdearest
beantwortet von daddysdearest am 23. Mai 2009 12:27
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Es sind Menschen, deren Glaubensgrundlage das Evangeliums von Jesus Christus ist. Menschen, die die Liebe Gottes erfahren haben und sie anderen Menschen weitergeben. Wer das als gefährlich darstellt, ist entweder schlecht informiert oder lügt bewusst.

Kommentar von 46c14679cca793845b8cafd6d9659db9smallAngel84 am 27. Mai 2009 20:49

;-) darf ich wählen :-)

Kommentar von 87659cf9337b5f07a504a64cf70e0ad8smallSolipsist am 2. Juni 2009 15:36

:-)))) Der war gut!


anonym
beantwortet von MarieJensen am 24. Mai 2009 16:29
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Evangelikale sind evangelische Christen, die einfach konservativer sind. Sie lehnen Homosexualtität, Abtreibung, Sexualität vor der Ehe usw. ab. Evangelikale glauben auch an die Irrtumslosigkeit der Bibel. Ansonsten ist für sie die persönliche Beziehung zu Jesus Christus ganz wichtig und viele von ihnen bauen oft moderne Elemente in den Gottesdienst ein (englischsprachige Lobpreis-Lieder, Video-Beamer). Evangelikale gibt es in den Freikirchen aber auch in einigen Gemeinden der Ev. Landeskirchen. Ein Dachverband für evangelikale Christen ist die Evangelische Allianz. Auch viele Verlage oder Medien sind evangelikal (Idea, ERF oder Jesus.de).

Ob Evangelikale für die Gesellschaft gefährlich sind? Einige fundamentlistische Gruppen (die zum Beispiel Homosexualität völlig ablehnen) finde ich schon gefährlich.


Nachtflug
beantwortet von Nachtflug am 23. Mai 2009 12:16
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Ja, die sind gefährlich. Immer wenn es kritisch wird, fangen sie an zu beten. So etwas ist eine Gefahr für das Klima, die Gesellschaft und den Weltfrieden. Sie sind nichts weiter, als absolut bibeltreue Menschen.


MorRhioghain
beantwortet von MorRhioghain am 23. Mai 2009 12:17
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Lorie777
beantwortet von Lorie777 am 24. Mai 2009 01:08
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Ich denke dass es wichtig ist die Religionsfreiheit zu achten und jedem Menschen seinen Glauben zuzugestehen. Ich bin selbst gläubige Christin und stehe zu den Aussagen Jesu. Von gläubigen Menschen geht keine Gefahr aus es sei denn es sind Islamisten oder sonstige Extremgruppierungen. Von Evangelikalen geht keine Gefahr aus, es sind ganz normale Christen die einfach die Bibel ernst nehmen und im NT auf das sich Christen beziehen wird zu nichts Gefährlichem aufgerufen. Lies es doch einfach.


Angel84
beantwortet von Angel84 am 27. Mai 2009 20:55
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Dogmatismus kann immer gefährlich werden. Und die Berührungen mit Menschen dieser Ausrichtung hat mir bisher mehr Dogmatismus gezeigt, als für mich ( und jeden anderen Menschen, der selber denken kann) verkraftbar ist...

Kommentar von 36ea780fa5d85085cafc9a9842944636smallholodeck am 27. Mai 2009 22:04

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Ooooch, man wächst mit seinen Anforderungen ;-))
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Kommentar von 46c14679cca793845b8cafd6d9659db9smallAngel84 am 28. Mai 2009 11:10

;-) Da magst du recht haben... Fragt sich nur, ob man sich Anforderungen dieser Art wirklich antun muss?! Da gibt es angenehmere :-)))


OlaSaloLover
beantwortet von OlaSaloLover am 23. Mai 2009 12:20
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da gibt es solche und solche. katholiken sind gefährlicher. man sollte evangelikal aber keinesfalls mit evangelisch gleichsetzen.

Kommentar von 0248c2611010ee400273b82a82f8095esmallmorus am 24. Mai 2009 23:04

Hallo Ola, bei den den Evangelikalen gibt es Deiner Meinung nach verschiedene Arten. Aber Katholiken sind alle durchweg gefährlicher?

Was für ein Weltbild ist denn das?

Da mache ich doch gleich weiter:

Bei den Italienern gibt es solche und solche, aber Briten sind dümmer.

Bei den Norddeutschen gibt es solche und solche, aber die Bayern sind dicker.

Bei GF gibt es solche und solche User, aber OlaSaloLover ist ...

Kommentar von D7191fdc3884691a2f435822bed67b54smallOlaSaloLover am 7. Juni 2009 00:34

na, alle nicht. viele sind nur herdenschafe. aber der katholizismus, der vom vatikan ausgeht.


grmpfhola
beantwortet von grmpfhola am 8. August 2009 19:51
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Sind die gefährlich und woran erkennt man die? ;o) Grüne kleine Monster, die an dunklen Ecken lauern... Scherz beiseite. Nichts mit gefährlich. Evangelikale grenzen sich von der katholischen Kirche ab, was allerdings nicht bedeutet, das man sich von Christ zu Christ deshalb feind ist. Aber die katholische Kirche hatte im Lauf der Jahrhunderte Praktiken und Auslegungen entwickelt, mit welchen viele Christen, wie z.B. Martin Luther aufgrund bilischer Aussagen nicht mehr konform gingen/ gehen wollten. Die katholische Kirche hielt den Inhalt der Bibel lange geheim, Predigten wurden auf Latein gehalten, was natürlich kaum jemand verstand... Luther und noch weitere haben folglich die Bibel übersetz mit dem Ziel, dass Gottes Wort allen Menschen verständlich wird. Die ursprünglichen Handschriften wurden in hebräisch, aramäisch und griechisch verfasst.


anonym
beantwortet von sfz82 am 27. November 2009 11:54
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also, offensichtlich ist die frage nicht wirklich leicht zu beantworten. und meiner meinung nach ist das auch nicht wirklich überraschend. "evangelikal" ist ein sammelbegriff für eine unendliche vielzahl christlicher gruppierungen, oder acuh für einzelen christen innerhalb christlicher gruppierungen, die ansonsten nicht als ganze als "evangelikal" bezeichnet würden (es gibt eine menge evangelikale christen in der ekd und auch in der röm.katholischen kirche.) naturgemäß ist das eine EXTREM heterogene gruppe.

die groben linien der ähnlichkeit betreffen meiner einschätzung nach v.a. die frage nach der "inspiration" und "unfehlbarkeit" der biblischen schriften. in deutschland ist insb. dieser punkt wohl (auch historisch) als reaktion auf die entwicklnug der historisch-kritischen theologie an den universitäten zu verstehen. ein weiterer merkmalspunkt (der im zusammenhang mit dem ersten gesehen wird) sind theologische positionen zu insb. ethischen fragen: homosexualität, außerehelicher sex und abtreibung am augenscheinlichsten. aber auch der "frömmigkeitsstil" evangelikaler christen könnte hervorgehoben werden. zumeist wird eine "lebendige beziehung" zu gott und ihre wichtigkeit betont. auch die wichtigkeit eines "bekehrungserlebnisses" ist hervorzuheben. emotionale religiöse erlebnisse sind ein wichtiger teil des glaubens, auch des alltags. diese "beziehung" wird von vielen versucht über rituale aufrecht zu erhalten und zu pflegen, wie z.B. ein tägliches bibelstudium, oder das singen von "anbetungsliedern." nochmal sei daran erinnert, dass heterogenität das wahrscheinlich wichtigste merkmal ist. das spektrum reicht von george w. bush bis barack obama. viele der erwähnten standpunkte und merkmale treffen auf einige, aber längst nicht alle evangelikale zu. außerdem ist das ganze als dynamisch zu begreifen: vor nicht allzulanger zeit hätte in der liste wahrscheinlich auch eine konservative einstellung zu frauenordination ihren platz gefunden - hier fan (und findet) allerdings ein wandel statt (im wesentlichen vollziehen evangelikale hier die entwicklung in der ekd zeitverzögert nach).

die frage nach der gefährlichkeit einer solchen denk- und gleubensrichtung, bzw. einer bewegung als ganzes finde ich nicht sinnvoll. es gibt zwar mehr oder weniger lose interessenvertretungsgruppen wie die evangelische allianz, aber keine wirkliche organisation (was wegen der heterogenität wohl auch unmöglich wäre). kirchen- und ideengeschichtlich ist die entstehung von "überzeugungsgruppen" wie den evangelikalen (inkl. ihrer freikirchen) wohl in der protestantischen idee angelegt. wenn plötzlich jeder seinem gewissen und einem schlüssigen verständnis der bibel verpflichtet ist - und nicht mehr einer instanz, wie dem papst - dann scheint ein gewisses maß an zersplitterung unausweichlich. diese idee ist sicherlich - in gewissem sinn - gefährlich. letztenendes ist diese gefährlichkeit aber der preis der religionsfreiheit. sind "die evangelikalen" aber gefährlich in dem sinne, wie in den medien suggeriert (das heißt also: der westliche taliban-counterpart). wie oben zu nachzulesen, gibt es genug beispiele durchgeknallter. aber meiner einschätzung nach sind das extreme auswüchse, die von den meisten evangelikalen (insb. hierzulande) verurteilt würden. man könnte umgekehrt auch die extrem positiven beispiele eklektisch heranziehen: die vielen evangelikal geprägten christen, die sich für eminungsfreiheit und menschenrechte innerhalb der evangelischen kirche der ddr einsetzten und letztenendes ihren anteil an leipzig etc. hatten. kann man die "gefährlichkeit" einer idee taxieren? sollte man das überhaupt versuchen? wenn man versucht sie an einzelbeispielen zu messen, lassen sich die meisten zerpflücken. wir könnten darwin den sozialdarwinismus in die schuhe schieben (wenn wir schon dabei sind am besten gleich das ganze "3. reich"), wir könnten den stalinistischen terror und völkermord als paradigmatisch für "den atheismus" beschreiben, die greuel im paris des 18. jahrhunderts für den beleg erachten, dass "die aufklärung" ein ganz und gar barbarisches geschäft war und ist. wem ist damit geholfen?

abschließend noch ein kurzes wort zur voreingenommenheit "der presse". medien verdienen geld mit aufmerksamkeit. erfahrungsgemäß glauben medienschaffende nicht daran, dass diese mit differenzierter information am besten herzustellen ist. paranoia lässt die kassen klingeln.


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