Warum vergeht die Zeit in der Nähe eines Gravitationsfeldes langsamer?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Die Zeit vergeht nicht in der Nähe von Gravitationsfeldern langsamer, sondern in Gravitationsfeldern, denn solche sind wie elektromagnetische Felder auch im Prinzip unendlich ausgedehnt, sie werden nur nach außen immer schwächer, bis unter jede Nachweisgrenze.
Genauer gesagt hängt der Zeitverlauf vom Gravitationspotential Φ ab. In einem Nachbarfred schrieb ich schon, dass wegen der Energieerhaltung

hf(1 + Φ/c²) = const.

ist. Aufstieg in Φ kostet Frequenz, Abstieg in Φ bedeutet, dass Φ am Photon Arbeit verrichtet und dessen Frequenz steigt.
Man kann auch das Äquivalenzprinzip zu Rate ziehen und lokal den Spieß umdrehen, indem man ein im Gravitationsfeld frei fallendes Koordinatensystem als Bezugssystem verwendet und sich selbst nicht als ruhend, sondern als beschleunigt beschreibt. So kommt man auf den Gedanken, dass das hintere Ende »jetzt« (gemeint ist das Jetzt des frei Fallenden, das gegenüber dem eigenen Jetzt gegen Fahrtrichtung immer später ist) schneller ist als das vordere, und die »Zeitdilatation« größer.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Raumzeit in der jegliche Masse und jeder Körper eingebettet ist, ist "flexibel". Raumzeit wird durch Masse gedehnt und verzerrt. Wie das Wort "Raumzeit" schon andeutet wird hierbei nicht nur der Raum sondern auch die Zeit gedehnt. In der Nähe von Gravitationsfeldern ist die Raumzeit derart stark gekrümmt das die Dehnung der Zeit deutlich spürbar wird. Dies ist die Zeitdilatation, welche übrigens immer und überall stattfindet, jedoch nur bei sehr schweren Massen intensiver zu messen ist. Grundsätzlich ist der veränderte Zeitablauf aber immer ist im Vergleich mit einem anderen Bezugssystem festzustellen.
LG

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung