Warum stellte der Nationalismus die aggressivste Faschistische gruppierung dar?

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3 Antworten

Guten Abend,

Die Gesellschaft zum Studium des Faschismus (GSF) war zu Zeiten der Weimarer Republik eine Organisation, die sich zum Ziel setzte, die Erfahrungen des italienischen Faschismus auf Deutschland zu übertragen und eine Einheit der politischen Rechten zu organisieren. Sie wurde am 5. Dezember 1931[1], wenige Wochen nach der Tagung derHarzburger Front von Waldemar Pabst und Carl Eduard (Sachsen-Coburg und Gotha) in Potsdam gegründet und stellte ein Bindeglied zwischen konservativen Kreisen (vor allem aus dem Militär, Wirtschaftsverbänden und der rechtsnationalistischen Presse) und der NSDAP dar. Die Studiengesellschaft verstand sich als ein Katalysator für die zielgerichtete Rezeption des Faschismus in Deutschland, vor allem unter den politischen und wirtschaftlichen Eliten. Gemeinsames Ziel war die Ablösung der demokratischen Ordnung und die Errichtung einer national ausgerichteten Diktatur.

Ab März 1932 fanden monatliche Vortragsabende im internen Kreis und verschiedenen geladenen Gästen statt, welche die Hauptaktivität der GSF darstellten. Sie ist trotz ihres Namens und der Vortragsveranstaltungen als politischer Klub zu charakterisieren. Die Diskussionsabende und die Arbeitsgruppen dienten vor allem politischen Zwecken. Schwerpunkt der Organisation war die Konzeption der künftigen Sozial- und Gewerkschaftspolitik, die sich dezidiert gegen die sozialistische Bewegung richtete. Die gemeinsame Orientierung am italienischen Faschismus konnte dabei die Divergenzen zwischen den Vertretern der verschiedenen Interessengruppen temporär überbrücken. So hat die GSF dazu beigetragen, der Koalitionsregierung Hitler-Papen den Weg an die Macht zu ebnen.

Mit der Ernennung des Hitler-Kabinetts schien die GSF ihr Ziel erreicht zu haben. Zahlreiche ihrer Mitglieder rückten in den folgenden Wochen und Monaten in höchste Regierungsämter auf oder konnten einflussreiche Positionen innerhalb der sich bildenden Diktatur einnehmen. Die GSF selber konstituierte im März 1933 einen Aktionsausschuss, der sich als Beratungsinstanz der neuen Regierung vorrangig in Wirtschafts- und Sozialfragen etablieren wollte.[2] Die Position der GSF, die einen universalenFaschismus für Europa forderte und sich sozialpolitisch am Vorbild des italienischen Faschismus orientierte, stand aber bald im Gegensatz zum Alleinherrschaftsanspruch der NSDAP. Daher geriet die Studiengesellschaft schnell in eine isolierte Position, konnte keinen weiteren Einfluss gewinnen und wurde Ende 1933 aufgelöst.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft_zum_Studium_des_Faschismus

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Sorry, aber die in der Fragestellung enthaltene Behauptung ist grober Unfug. Die faschistischen Bewegungen waren nie nur ein nationales Phänomen sondern immer ein multinationales. Sie entstanden nach dem 1. Weltkrieg in halb Europa und hielten zueinander enge Verbindungen. Figuren wie Waldemar Pabst flochten sowohl in Deutschland als auch in Österreich und Italien ihre Netzwerke. Deutsche Wirtschafts- und Militäreliten taten sich mit Nationalsozialisten zusammen, um die Erfahrungen des Italienischen Faschismus auf Deutschland zu übertragen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft\_zum\_Studium\_des\_Faschismus

Deutsche faschistische Verbände unterstützen im spanischen Bürgerkrieg 1936 die spanischen Faschisten, usw. usw. usw.

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Anders rum wird ein Schuh draus, der Faschismus ist die aggressivste Variante des Nationalismus.

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