Frage von Torrnado, 136

Warum jammern so viele Arbeitnehmer, daß sie zu wenig Geld verdienen?

wenn man einen befristeten Arbeitsvertrag hat und wenigern als 1000 € netto verdient, kann ich das ja durchaus nachvollziehen, aber es beschweren sich ja auch Akademiker ( die normalerweise wirklich gut verdienen ) über ihr Einkommen. Wer hat dafür eine Erklärung ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von stbsmmlr, 79

So sind die Menschen. Die, die " alles " haben kriegen nicht genug. Die meisten sind immer so unzufrieden 😒 

Kommentar von Torrnado ,

ja, das ist mir auch schon aufgefallen. die " Bonzen " können NIE genug bekommen

Kommentar von stbsmmlr ,

So ist es und wird immer bleiben. Sind ja Gott sei Dank nicht alle so 

Kommentar von Torrnado ,

Du sagst es ! es gibt noch bodenständige Menschen

Antwort
von Parhalia, 65

Die Erklärung ist recht simpel und nennt sich:

 " Gleiche Arbeit für gleiches Geld ".

Und auch bei befristeten / eher kurzzeitigen Arbeitsverhältnissen hat jeder Arbeitnehmer prinzipiell das Recht, in seiner Berufsgruppe auch das selbe Geld zu bekommen, wie es ihre fest eingestellten Kollegen im Basistarif als Einsteiger im Betrieb für ihre jeweilige Berufsgruppe je nach Erfahrung / Betriebszugehörigkeit auch bekommen.

Und warum "beschweren" sich dann viele Menschen zu Recht ?

Der Eine ist ( neu ) fest angestellt im Betrieb und bekommt für die selbe Arbeit in der selben Anstellung bei der selben Zugehörigkeit / Mitarbeit z.B. 30 -50 % mehr Einstiegslohn als sein "Kollege" mit exakt den selben Vorraussetzungen als "Werkvertragler" , Leiharbeiter oder irgend ein Angestellter sonstwelcher "Subunternehmer" in befristeter Anstellung.

Wie fändest Du es, wenn eine "dritte gierige Hand" sich an Deiner Hände Schaffenskraft noch mit bereichern wollte ? ( damit meine ich nicht die Steuern und Sozialabgaben, sondern die "Zwischenhändler" )

Kommentar von Torrnado ,

Danke für Deine gute Antwort !

was mir aber oft aufgefallen ist, daß neue Arbeitnehmer mit denselben Kenntnissen z.B. oft mehr verdienen, wenn sie ein sehr ausgeprägtes Selbstbewusstsein haben, z.B. sehr " schlagfertig " sind - und eher introvertierte Menschen haben oft das Nachsehen. sowas finde ich nicht okay.

Kommentar von Parhalia ,

Das gibt es mitunter auch in einigen Betrieben. Denn "Tarife" sind mehr oder weniger nur eine "Mindestleistung" . Es steht jedem Mitarbeiter frei, ob er sich besser "vermarkten" kann oder will bei seinem Arbeitgeber.

Aber DAS hat jetzt nichts mit meiner grundlegenden Antwort ( gerechte Basisstandards zur Einstellung / Beschäftigung ) zu tun. 

"POKERN" kann jeder..." hey Chef, ich habe zwar auch "nur" Ausbildung / Studium X, aber mit Note Y und besonderen Ausprägungen zu Z...bist Du bereit, mir dafür auch freiwillig übertarifliches Entgelt zu zahlen ? ... 

Dann sagt der Chef entweder "Ja" , oder er sagt "nein". 

Antwort
von wfwbinder, 42

Es gibt viele Menschen, die nicht gut verdienen, so wie es auch eine ganze Reihe von Leuten gibt, die recht gut verdienen.

Du schriebst in einem Deiner Kommentare von Industriearbeitern. Auch bei denen gibt es große Unterschiede. Industrie geht von BMW, Mercedes usw. mit Toplöhnen, zu kleineren Klitschen, wo es nur 15 Euro gibt.

Antwort
von TomRichter, 33

> Wer hat dafür eine Erklärung ?

Die Erklärung haben die Soziologen schon lange: Der Mensch bezieht seine (Un-)zufriedenheit nicht aus dem, was er absolut hat, sondern was er relativ zu anderen hat. Und wenn er sieht, dass andere deutlich mehr haben, möglicherweise sogar ohne nachvollziehbaren Grund, dann ist er unzufrieden.

Nicht so einfach zu verstehen ist, warum die Leute ihre Wut dann eher gegen andere kleine Leute richten, die ein bisschen besser verdienen (z.B. Hunderttausend im Jahr), und nicht gegen die, die viel mehr verdienen (z.B. Hunderttausend im Monat).

Wenn Du den Eindruck hast, dass heute mehr Leute "jammern" als früher: das könnte daran liegen, dass früher der Firmenchef das Zehnfache der Putzfrau bekam. Seit das "sozial" vor der Marktwirtschaft gestrichen wurde, bekommt er (von verdienen mag ich da nicht mehr reden) eher das Hundertfache.

Kommentar von Torrnado ,

Danke für die gute Antwort ! :)

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 36

Viele lamentieren deswegen, weil sie schlicht einen Lebensstil haben, der ihre vorhandenen finanziellen Mittel übersteigt.. das ist der mMn häufigste Grund für derartige "Tiraden"..

Manche schimpfen auch, weil sie neidisch sind auf andere, die besser verdienen & sich entsprechend mehr leisten können.. manche überschätzen auch ihre eigene Position und/oder sind der eigenen Auffassung, dass sie eigentlich viel besser bezahlt werden müssten.

Antwort
von angy2001, 69

Das ist mir zu pauschal, welche Akademiker meinst du denn?

Die angestellten Lehrer, die in Berlin streiken wollen, weil sie dasselbe Netto wie die verbeamteten Lehrer bekommen wollen im Sinne: gleiche Arbeit, gleicher Lohn? Oder gibt es solche Äußerungen in deinem Umfeld?

Kommentar von Torrnado ,

klassisches Beispiel : immer wieder streiken Lehrer, Piloten, Lokführer, Stewardessen und sonstige Berufsgruppen - die eigentlich nicht " schlecht " verdienen. das regt mich dann immer wieder auf, denn was sollen all die anderen sagen, die weitaus weniger Geld verdienen ? Fabrikarbeiter z.B., Friseure, Verkäufer usw.usw. ?

Kommentar von angy2001 ,

Den Streik der Lehrer, den ich meine, den finde ich richtig. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.

Bei den Piloten und Lokführern gebe ich dir Recht - das nervt mich auch. Es sind wenige, die aber durch ihre Position eine Marktmacht haben. Warum sie das tun? Wegen dieser Marktmacht und weil sie der Meinung sind, ihre hochqualifizierte Arbeit ist nicht gut genug bezahlt.

Antwort
von schelm1, 14

Das ist das natürliche Streben nach mehr!

Antwort
von Griesuh, 56

Da die privaten Kosten immer weiter steigen und die Löhne nicht in dem Maße erhöht werden um dies auszugleichen.

Kommentar von Nightstick ,

So ist es - hier stimmt etwas im System nicht!

Beispielhaft nenne ich nur den Mindestlohn, der letztendlich auch nicht verhindert, dass die Zahl der sog. "Armutsrentner" unaufhörlich steigt - während andere Zehntausende im Monat bekommen.

Ich denke, dass die soziale Ungerechtigkeit der Hauptgrund für die Unzufriedenheit und für das "Jammern" ist.

Antwort
von TheAssiBasti, 43

Geld kann man nie zu viel haben.

Antwort
von Ybodonele, 17

Du hast Recht, viele jammern auf hohem Niveau. Aber viele bekommen den Hals auch nicht voll und können ihr Geld nicht vernünftig einteilen und klagen dann darüber, dass am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig bleibt ;-D

Antwort
von omnibusfreakn, 45

Ich kann auch jammern, denn ich bekomme keine Gehaltserhöhung. Und am Monatsende bleibt nie Geld übrig.

Kommentar von Nightstick ,

... das heißt, dass nach Ende des Geldes immer noch so viel Monat übrig ist  :))

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community