Frage von xghostiechanx, 100

Warum ist das Leben so beschissen und unfair?

Hey. Es ist einfach so. Das Leben macht einen nur fertig. Ich kann einfach nicht mehr. Mir geht es teilweise so beschissen, dass ich Tage lang nicht essen kann und nur noch weine. Ich komme in meinen Leben nicht zurecht und fühle mich überfordert, isoliere mich etc. Ich denke nicht, dass mich jemand will. Und ich kann mich einfach nicht haben. Wenn ich in den Spiegel sehe, erkenne ich nur dieses fette, hässliche, undisziplinierte Mädchen, das nur frisst. In der Schule bin ich nur der Versager. Und furchtbar einsam. Ich bin an allem schuld!!! Aber wieso ist das so?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Philipp59, 8

Hallo xghostiechanx,

in Deinem Kopf hat sich offenbar ein falsches Selbstbildnis festgesetzt. Es ist jedoch möglich, daran etwas zu ändern. Ein Mangel an Selbstvertrauen ist kein unabänderliches Schicksal! Es ist wichtig, dass Du gewisse Zusammenhänge erkennst, durchschaust und dann die richtigen Schritte tust. Was könnte Dir denn helfen, Dein Selbstvertrauen zu stärken?

Versuche Dich möglichst nicht mit anderen zu vergleichen. Niemand ist genauso wie Du. Jeder hat gewisse Persönlichkeitsmerkmale vererbt bekommen und ist in einer anderen Umgebung aufgewachsen. Aufgrund Deiner Einzigartigkeit ist es daher wenig sinnvoll, wenn Du Dich mit anderen vergleichst.

Einem Idealbild von Dir hinterherzulaufen, trägt ebenfalls nicht zu einer gesunden Selbstachtung bei. Solch ein Idealbild hast Du Dir höchst wahrscheinlich nicht selbst erdacht, sondern stammt von denen, die Dich erzogen oder auch anderweitig beeinflusst haben. Besser wäre es, wenn Du selbst entscheidest, wer oder was Du sein möchtest - sei also ganz Du selbst! Das gibt Dir eher ein Gefühl von Stärke und Sicherheit. Und nimm Dich vor allem so an, wie Du bist!

Nachfolgend möchte ich Dir noch ein paar Tipps geben, die Du einmal ausprobieren könntest:

Nimm Dir z. B. eine kleine Sache vor (Zimmer aufräumen, Arbeiten im Haushalt etc.) und zieh sie durch. Je öfter Du das tust, desto mehr kleine Erfolgserlebnisse wirst zu haben. Der Erfolg wiederum stärkt Dein Selbstvertrauen.

Suche auch regelmäßig nach einer Möglichkeit, Dich körperlich zu betätigen und auszupowern. Vielleicht versuchst Du es ja mal mit schwimmen, Fahrrad fahren, joggen etc. Das führt zur vermehrten Ausschüttung von Endorphinen, was wiederum Glücksgefühle auslöst.

Eine andere Möglichkeit wäre, wenn Du Dich kreativ betätigst. Baue oder bastele etwas Sinnvolles. Etwas zustande gebracht zu haben, hebt das Selbstbewusstsein. Wie wäre es damit, einmal etwas Neues auszuprobieren? Du könntest z. B. an einem Kurs teilnehmen, ein Musikinstrument erlernen o. ä. Dabei kommst Du mit anderen Menschen zusammen und erwirbst neue Fähigkeiten und Fertigkeiten. Auch das könnte Deinem Selbstvertrauen einen neuen Schub geben.

Vielen, denen es an Selbstwertgefühl mangelt, haben kein gesundes Verhältnis zum eigenen Ich. Sie haben ständig an sich etwas auszusetzen und sind nie mit Ihren Leistungen zufrieden. Sie denken permanent schlecht von sich und lassen kein gutes Haar an sich selbst. Wenn es Dir auch so ergeht, dann wird es höchste Zeit, das Steuer herumzureißen. Statt Dich selbst zu verurteilen und schlecht zu Dir zu sein, versuche es doch einmal mit dem Gegenteil: Sei gut zu Dir, gönne Dir bewusst etwas Schönes und habe Verständnis für Deine Fehler und Schwächen. Probiere doch einmal die einfache Übung aus, indem Du immer wieder zu Dir selbst sagst: "Ich mag Dich!" Vielleicht kommt Dir das ein wenig albern vor, doch mit der Zeit wird es Wirkung zeigen. Damit gibst Du Dir das, was Du bisher von anderen zu wenig oder gar nicht gehört hast. Ein gesundes Selbstwertgefühl kann auch nur dann entstehen, wenn Du Dich selbst bedingungslos annimmst. Knüpfe diese Selbstannahme nicht an Bedingungen, wie z. B. Leistung oder Perfektion. Nimm Dich also auch dann an, wenn Du nicht perfekt bist.

Was das Selbstvertrauen enorm stärkt, sind Erfolge. Da jeder Mensch irgendwo Erfolge erzielt, sie aber nicht immer wahrnimmt, sollte er es lernen, sie sich bewusst zu machen. Wenn Du glaubst, nicht erfolgreich zu sein, dann könnte es daran liegen, dass Du einfach nicht von Deinen Fähigkeiten und Leistungen überzeugt bist. Lerne es daher, an Dich zu glauben. Versuche auch an frühere Erfolge anzuknüpfen.

Solltest Du Dir angewöhnt haben, Dich mit anderen zu vergleichen, dann fügst Du Deinem Selbstvertrauen Schaden zu. Vergiss nicht, dass jeder Mensch einzigartig und wertvoll ist. Dein eigentlicher Wert hängt nicht davon ab, dass Du genauso viel kannst und leistest wie andere. Jeder hat andere Talente und Fähigkeiten mitbekommen und ist in einer anderen sozialen Umgebung aufgewachsen. Allein schon aus diesen Gründen bringt es nichts, sich mit anderen zu vergleichen. Besser ist es, auf das zu blicken, was Du im Laufe Deines Lebens alles zustande gebracht und erreicht hast. Bestimmt gibt es auch Dinge, die Du besonders gut kannst, besser als die meisten anderen.

Neben all den genannten Tipps solltest Du auch eines nicht aus dem Blickfeld verlieren: Du bist wertvoll in Gottes Augen! Das geht z. B. aus den Worten Jesu hervor, durch die er seinen Jüngern klar machen wollte, welchen Wert sie in Gottes Augen hatten. Jesus sagte: "Verkauft man nicht fünf Sperlinge für zwei Münzen von geringem Wert? Doch nicht einer von ihnen wird vor Gott vergessen.  Aber sogar die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Fürchtet euch nicht; ihr seid mehr wert als viele Sperlinge." (Lukas, Kapitel 12, Verse 6 u. 7) Die Redewendung "die Haare eures Hauptes sind gezählt", bedeuten, dass Gott sich so sehr für jedes Detail unseres Lebens interessiert, als ob er gleichsam die komplette Anzahl unserer Haare wüsste. Das zeigt also, dass Gott kein negatives Bild von Dir hat, sondern all Deine Vorzüge und positiven Seiten kennt und wahrnimmt.

Du siehst also, es gibt Möglichkeiten der Veränderung. Gib nicht gleich wieder auf, wenn das Ganze nicht so schnell klappt, wie Du Dir das wünscht. Wenn Du jedoch am Ball bleibst, wirst Du irgendwann merken, dass sich Dein negatives Selbstbild gewandelt und Du eine gesunde Einstellung zu Dir selbst entwickelt hast. Alles Gute und viel Erfolg!

LG Philipp

Kommentar von Philipp59 ,

Vielen Dank für den Stern!

Antwort
von Dahika, 9

Es ist so, weil du nur auf die negativen Dinge schaust und alles anderer nicht siehst.

Es gibt da eine Geschichte, die ich dir ans Herz legen möchte:

ein Mann wurde gefragt, warum er, trotz schwerer Zeiten, immer so gut gelaunt aussehe.

Er antwortete: Jeden Morgen, wenn ich aufstehe und mich anziehe, tue ich mir harte Erbsen in meine rechte Jackentasche. Und immer, wenn ich etwas Schönes sehe oder erlebe, tue ich eine Erbse in die linke Jackentasche. Und abends ist die linke Jackentasche voll.

Das solltest du einfach nachmachen. Dann ist deine Wahrnehmung nicht so einseitig nur auf das Schlechte gerichtet.

Du denkst, dass dich niemand will.  Ich hoffe, du weißt, dass das Quatsch ist. Schon das Wort "niemand" ist viel zu pauschal und zeigt, dass du nicht hinguckst. Allerdings wirst du natürlich bei so einer Art zu denken und auf die Leute (nicht) zuzugehen, so eine negative Ausstrahlung haben, dass du in der Tat die Leute nicht motivierst, dich zu wollen.

Aber es ist deine dunkle Wahrnehmung, die das veranlasst.

Ansonsten:

www.bke-jugendberatung.de

Geh da mal hin.

Kommentar von MarkusGenervt ,

Prinzipiell hast Du Recht mit der verzerrten Wahrnehmung. Leider ist dies bei einer Depression keine Sache der Einstellung oder des freien Willens.

Das ist so, als ob Du im Wüstensand nur exakt in Kreis fährst. Irgendwann ist die Fahrspur so tief, dass Du da ohne externe Hilfe (ausbuddeln / Kran) nicht mehr raus kommen könntest, selbst wenn Du es wolltest.

Bei Depressionen sind solche Tipps zwar gut gemeint, aber eher kontraproduktiv. Dieser Vorschlag klingt in sich so logisch und einfach, ist aber für den Patienten aufgrund seiner Krankheit unmöglich zu erreichen. Somit kommt beim Patienten der Gedanke auf, dass er/sie subjektiv ein Versager sei (ein Basis-Symptom bei Depressionen), weil er/sie nicht mal so einfache Sachen bewältigen kann und die Selbstvorwürfe verstärken sich, was den Patienten noch tiefer in sein Depressions-Loch fallen lässt.

Leider ist dieser Teufelskreis für Menschen, die so eine Depression nie selbst erlebt haben, nur sehr schwer nachzuvollziehen. Das wird dann aufgrund der äußeren Symptome immer wieder mit einer depressiven Verstimmung verwechselt und das ist eine völlig andere Baustelle und auch keine Krankheit. Da darf man die Begrifflichkeiten nicht durcheinander werfen.

Es hilft also wirklich nicht, Tipps die nur für gesunde Menschen geeignet sind zu geben oder – wie es auch oft geschieht – diese Sache klein zu reden ("Wird schon wieder!", "Kopf hoch!", etc). Ohne eine fachärztliche Therapie kommt da niemand von alleine wieder raus und das ist die wirklich beste Hilfestellung, die man geben kann – auch wenn es für manche Angehörige als Makel empfunden wird. Da sollten gerade enge Familienangehörige mal ihren Stolz etwas zurück nehmen und mehr um das gesundheitliche Wohl des erkrankten Angehörigen Sorge tragen.

Antwort
von Anonymvl15, 48

Hey. Mir ging es so ähnlich. Ich hab auch tagelang nichts gegessen und das wurde so schlimm dass ich für Magersücgtig erklärt wurde. Das war ich aber ganz und gar nicht. Ich hab nichts gegessen weil ich nicht konnte.  Ich hab zu der Zeit einen guten Freund verloren. Und nicht , weil ich abnehmen wollte. Aber glaub mir egal wie beschissen es dir geht von nicht auf! Es wird wieder besser! Das weiß ich, weil ich es selbst erlebt habe. Ich hatte Depressionen und hab ein paar mal Suizidversuche gestartet. Aber ich hatte genug Kraft um das zu überwinden und jetzt für ich wieder ein anständiges Leben! Du schaffst das auch! 

Antwort
von jeffsteve, 40

Dein denken ist schuld.

Niemand kann dich verurteilen oder beurteilen du bist du und niemand kann das änderen. Ich würde sowas gar nicht anmich ranlassen, dich sollte es nicht Intressieren was andere über dich denken.

Ich hatte auch Probleme auf der Arbeit und habe beschlossen dies zu änderen und mir einen neuen Job zu suchen und siehe da es wurde besser das Team war Prima und der Chef ist auch ok.

Alles was ich sagen will ist es liegt allein in deiner Macht zu Änderen und aus einem Teufelskreis auszubrechen.

Also kopfhoch und denk Positiv

Antwort
von MarkusGenervt, 18

Willkommen in Deiner Hölle aus Abnehmen und Depressionen!

Durch Dein Abnehmen, wurde Dein Gehirn nicht richtig versorgt und dadurch – in Verbindung mit Deinem verschobenen Selbstbild – bist Du in eine Depression gestürzt, welche weiter dazu beiträgt, dass sich Dein verzerrtes Selbstbild noch weiter verzerren wird, was Dich noch tiefer in die Depression stürzen wird.

Wenn Du es nicht bereits bist, bist Du auf jeden Fall auf dem besten Weg in eine Magersucht. Da wirst Du ohne fachliche Hilfe nicht mehr raus kommen.

Ich kann leider nicht sagen, wie weit Du bereits diesen Weg gegangen bist, aber wenn Du Dich jetzt einfach "zwingen" würdest normal zu essen, könnte das funktionieren oder auf direktem Weg in die Bulimie führen.

Geh zu einem Fach-Therapeuten für Essstörungen – nicht zu einem normalen Therapeuten oder geschweige denn zu einem Allgemein-Mediziner.

Es ist Deine Entscheidung. Es ist Dein Leben.

Wenn Du wieder entspannt und zufrieden durchs Leben gehen möchtest, dann unternimm etwas dagegen. Eine Verbesserung Deines Lebens wird niemals geschehen, wenn Du es nicht selbst anpackst. Aber Du kannst wenigstens Deine Eltern bitten, Dich zu begleiten – voraus gesetzt dass sie Dich dahingehend unterstützen würden.

Du bist am Zug.

P.S.:
Bitte entschuldige, wenn ich nicht so kuschelig daher kommen, aber ich kann Dich nicht über Monate hinweg begleiten. Daher ist es besser, die Sache eindeutig klar zu stellen.

Antwort
von Elfi96, 41

Iwie ein Widerspruch: tagelang nichts essen/ fettes Mädchen.

Bist zu zu korpulent oder bist du magersüchtig?

Ändere deine Einstellung  zu deinem Körper, fange  an, dich so zu mögen wie du bist (wenn du nicht abnehmen  kannst, sofern du übergewichtig bist)! Nur so strahlst du aus, dass du liebenswert bist und dann wirst du auch von anderen gemocht.

LG und alles Gute 

Kommentar von xghostiechanx ,

Für eine Essstörung bin ich zu fett. Ich bin 1,64 cm groß und wiege 47,3 kg. Startgewicht war 56. Wollte abnehmen.

Kommentar von Anonymvl15 ,

Hey nimm nicht weiter ab! Du bist eh voll dünn. Ich bin 1,60 und ca 48 kg und manche halten mich schon für Magersüchtig. Du hast gerade voll das gute Gewicht ....zerstör deinen Körper bitte nicht 

Kommentar von xghostiechanx ,

Verdiene es eh. 

Kommentar von Dahika ,

Rede bitte keinen Bullshit.

Antwort
von Videospieler95, 32

Ich denke du siehst es viel zu schlimm und gib dir nicht für alles die schuld warum fühlst du dich denn so oft schlecht? Gibt es da einen speziellen Grund?

Antwort
von sojosa, 13

Hey du, nicht das Leben ist unfair, du bist es selber, dir gegenüber. Du schreibst wie schlimm alles ist, aber das stimmt ja nicht. Du bist nicht fett und all die anderen Sachen siehst du genauso übertrieben. Ändere diese Sichtweise und du wirst sehn dass auch dein Leben lebenswert ist.

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