Frage von OGkRunDMC, 221

Warum besteht das Leben nur aus arbeiten?

Immer öfter frage ich mich weshalb ein Mensch lebt ?! Doch nicht um frei zu sein und sein Leben zu leben . Den mir kommt es so vor als würden wir nur leben um zu arbeiten , um das system in das wir leben aufrecht zu halten .
Als Kind wird einen vorgemacht die Welt gehöre jedem und man kann machen was will und die Welt steht einen offen . Doch Wird man älter merkt man wie falsch die Welt doch eig ist .

Wie steht eure Meinung dazu ?

Antwort
von Turbomann, 101

@ OGkRunDMC

Es gibt zwei Arten von Menschen:

die einen arbeiten um zu leben und

die anderen leben um zu arbeiten.

Jedem steht die Welt offen, wenn er was aus sich und seinem Leben macht. Es gibt viele Menschen die sich aus ärmlichen Verhältnissen hochgearbeitet haben und jeder in seinem Rahmen die Möglichkeit, zu versuchen seine Ziele zu erreichen.

Arbeit braucht jeder, um sich und seine Familie zu versorgen, denn ohne Geld geht gar nichts.

Dann kommt es darauf an, ob jemand mit sich und seinem Leben zufrieden ist, mit dem was er hat, oder ob er noch mehr haben will.

Ne die Welt ist gar nicht so falsch, kommt nur darauf an, was man für ein Bild von sich und der Welt hat.

Kommentar von OGkRunDMC ,

Aber alleine das Mann sozusagen schon gezwungen ist zu arbeiten. Damit Mann überleben kann ist schon traurig genug . Ich träume von einer Welt wo jeder Stück Land hat sein Leben entdecken kann und sich selbst versorgt . Aber sogar für sowas muss Mann zahlen ! Für ein Stück Land was keinem gehört . Wer sagt mir den bitte das dieses Stück Land da vor mir dem Staat gehört . Woher nimmt er sich das Recht ?

Kommentar von Hooks ,

MACH DAS DOCH.

Versorg Dich doch einfach selbst. Staat gibt es nicht, Hoheitsgebiete haben wir hier nicht, und wenn da Zigtausende ohne Registrierung herumlaufen, kommt es doch auf einen mehr oder weniger nicht mehr an... darfst halt nichts von den Behörden verlangen, dann vergessen die dich schon.

Oder geh auf die Phillippinen, da ist alles billiger, und wärmer.

Kommentar von sarahj ,

Frau übrigens auch!

Antwort
von annokrat, 65

ja, ich nenne das "japanisierung unserer gesellschaft". ihr lebt heute um zu arbeiten, wir kämpften damals in den 70ern dafür zu arbeiten um zu leben und hatten das auch durchgesetzt. euren fehler sehe ich darin, dass ihr alles soziales, z.b. gewerkschaften oder unterstützung derjenigen, die keine arbeit haben ohne sie auszugrenzen, als etwas schädliches betrachtet. in wahrheit halte ich euch für zu ungebildet, um den wert sozialer elemente zu erkennen. aber klar, ihr kennt die brd der 70er nicht. was "soziale marktwirtschaft" heisst, habt ihr nie kennen gelernt. seit mitte der 80er, damals als kohl an die macht kam, wurde sie stück für stück abgeschafft. nach zusammenbruch des ostblocks wurde der raubtierkapitalismus der usa konsequent in d eingeführt. wobei der spd dabei eine unrühmliche rolle zu gute kommt: erfindung von hartz 4. ich befürchte, dass die spd bis heute nicht begriffen hat, dass sie damit ihren eigenen untergang besiegelt hat.

die stärke des deutschen bildungssystems lag darin, dass man erst spät ins berufsleben einstieg und dadurch auch genug zeit hatte für allgemeinbildung, die nicht direkt was mit bruttosozialproduktsteigerung zu tun hatte.

inzwischen ist unser bildungssystem, imo, derart degeneriert, dass es nur noch dazu ausgelegt ist arbeiterameisen auszubilden. hat 2 vorteile für die reichen und mächtigen:

- möglichst schnell und dadurch billig arbeitskräfte zu erzeugen. stichwort g8 und bachelor.

- leute, die wenig denken lernen und wenig allgemeinbildung haben, sind braves stimmvieh bei wahlen. man gewinnt sie mit dämlichen wahlsprüchen, auf die sie reinfallen. meine überzeugung: demokratie funktioniert nur wenn die leute gebildet und denkfähig sind. nach meiner meinung ist inzwischen unsere demokratie zur diktatur der dummen verkommen. ok, die afd stört im moment unsere etablierten mächtigen, da haben sie was übersehen.

aber um etwas zu ändern bedarf es mehr als afd zu wählen. ihr müsstet die bedeutung von sozialen elementen in der gesellschaft begreifen und dafür auf der strasse kämpfen, vergleichbar mit den unruhen der 68er-zeit.

annokrat

Kommentar von OGkRunDMC ,

Danke dir dein text hat mir gefallen

Kommentar von sarahj ,

mir auch.

Es spricht mir aus der Seele. Verweigerung und totaler Ausstieg bewirken das genaue Gegenteil. Gewalt übrigens auch (nur damit mich hier keiner falsch versteht).
Aber warum geht kaum keiner auf die Staße, wenn mal wieder Grundrechte und Souveränität billig verhökert werden? Warum geht keiner auf die Straße wenn Volkeigentum (= unser aller Eigentum) billig verhökert und privatisiert wird? Wenn Banken unverdienter Profit gerettet wird?

Andererseits finden sich 100tausende zu Raveparties ein.
Sicher, Spaß muß auch sein; nichts dagegen.
Aber wenn man denen die Freiheit läßt, alles in ihrem Sinn zu tun, muß man sich hinterher nicht wundern...

Es ist naiv, an das Gute in den "Eliten" zu appelieren und frustriert den Kopf in den Sand zu stecken, wenn es mal wieder schief läuft. Das war schon immer so und wird immer so bleiben. Man muss die Dinge realistisch sehen, und reformieren, anstatt zu revolutionieren. Letzteres hat schon immer in der Geschichte lediglich dazu geführt, daß am Ende eine andere Gruppe ebenso egoistischer Menschen den Laden übernahm. Und eigentlich immer mit sehr schwierigen, gefährlichen und gewalttätigen Übergangszeiten einherging.

Es ist sicher frustrierend und ein langwieriger Prozess der kleinen Tippelschritte. Aber Geduld: steter Tropfen hölt den Stein. Wurde man früher als Grüner dumm belächelt, haben wir heute eine Grüne Regierung. Zumindest im halbwegs vernünftigen BaWü (hoffentlich bleibt es auch dabei...).

Nochwas. Es ist auch eine stetige Anstrengung. Man darf sich nicht auf einmal erreichtem ausruhen, und glauben, es würde so bleiben, wenn man sich wieder anderen Dingen zuwendet. Sobald der Druck der Straße nachlässt, werden die anderen wieder versuchen, das Erreichte wieder zurückzunehmen. Also bitte weiter am Ball bleiben.

Kommentar von Ottavio ,

Hallo sarahj, die Grüne Landesregierung in BaWü - das sind also die kleinen Trippelschritte? Sie müssen so klein sein, dass ich die Richtung nicht mehr erkennen kann. Naja, vielleicht sollte ich mir eine neue Brille zulegen...  Ich bin ja alt geworden, und 68 ist lange her. Die Grünen sind es wohl auch, auf der Straße habe ich sie sehr, sehr lange nicht mehr gesehen.

Antwort
von sarahj, 57


wow. Einige sehen das Leben ganz schön schwarz hier.

Ein paar Gedanken aus der älteren Generation dazu.

- annokrat hat Recht. Es war schonmal gefühlt besser. Zumindest hatte man in den späten 60ern und frühen 70ern noch Visionen und Pläne für eine bessere Welt. Sogar die SPD wollte damals "mehr Demokratie wagen".
Daraus ist am Ende nicht viel geworden. Weil nachfolgende Generationen Schritt für Schritt mehr und mehr bequemer wurden. Die letzte große Aufbruchstimmung herrschte mit dem Entstehen der Grünen.

- also wäre mal mehr einmischen besser, als aussteigen. Denn sonst überlässt man das Feld anderen. Und die vertreten nicht unbedingt die eigenen Interessen.

- soo schlecht ist das Leben im hier und jetzt auch nicht. Vor noch
wenigen Jahren oder an anderen Orten wäre man ohne Einkommen verhungert.
Oder wie früher, nach USA ausgewandert. Ich erinnere nur an
Hungersnöte, die es immer wieder gab. heute verhungert keiner mehr.

Zugegeben, H4 ist nicht die Welt, vielleicht zuviel zum Sterben, aber es
gibt kein Naturrecht auf Konsum und Luxus. Noch nicht mal ein
Naturrecht auf überleben.

Es gibt aber ein menschengemachtes System, das sich soziale Marktwirtschaft nannte, und leider - auch und gerade durch Leute der SPD leider sehr dementiert wurde. Vielleicht, erhoffte sich die SPD damit was - wer weiss. Vielleicht will sie ihr Clientel erhalten, indem sie die Leute klein hält. Die laufen jetzt aber alle zur AFD - dumm gelaufen.

Was mich wieder zu vorigem Punkt bringt: mehr einmischen.
Wie wär's wenn ihr Jungen mal verhindert, daß der SPD-Boss und seine Freunde TTIP hier durchbringen? Das wär doch mal was, wofür es sich lohnt, auf die Straße zu gehen. Damit wird nämlich in der Zukunft mehr kaputt gemacht als durch 5 EUR mehr H4 gut gemacht werden kann. Oder durch einen Zuschuss zur Kita, was einem als Geschenk verkauft wird.

- ob Arbeit so schlecht ist, hängt zuallererst von der Arbeit ab. Wer etwas findet, was ihm Spaß macht, und was er sowieso in seiner Freizeit machen würde, ist bestens bedient. Leider gibt es solche Jobs nicht für umme. Meistens sind es solche, für die man zunächst mal ne Menge lernen muss, studieren etc. Die Jobs sind - rein statistisch gesehen - abwechslungsreicher, spannender und oft dazu besser bezahlt. Auch wenn es einem nicht gefällt - ein bisschen muss man sich mit der Realität arrangieren (und ein bisschen von der Welt wissen schadet nicht, wenn ich an so manche Texte hier im Forum denke...). Wer nichts weiss, glaubt alles. Also lernt erst mal ordentlich. Wem lernen keinen Spaß macht, wer Wissen verweigert oder blöd findet, ist auch nicht ernst zu nehmen.


Kommentar von OGkRunDMC ,

Danke für deine Meinung . Hab ihn mir mehrfach durchgelesen.

Kommentar von Ottavio ,

Liebe sarahj,  "auch und gerade durch Leute der SPD leider sehr dementiert"  -  lol! Ich lache mich krumm, Du hast ja soo recht. Aber demontiert leider auch. Man könnte weinen, wenn man nicht gerade am Lachen wäre: Was ist denn geblieben von der Aufbruchstimmung der Grünen ?

Außer ihnen gab es 1979 allerdings noch zwei andere Aufbruchsstimmungen: die neue Frauenbewegung und die neue Friedensbewegung. Es gibt sie immer  noch. Beide. Auch wenn das Eichhörnchen sich mühsam nährt. Der 8.März war, der Ostermarsch wird sein.  

Kommentar von sarahj ,

mist, war wirklich demontiert gemeint; aber da hat die Korrektur wieder mal zugeschlagen... (und ich hab's dann doch übersehen)

Antwort
von Eselspur, 51

Wenn es so ist, lebe wenigstens ein kleines Stückchen Weigerung. 

Natürlich müssen wir arbeiten. - Aber doch nicht "nur arbeiten" und "nur System aufrecht erhalten"! Wir haben dieses wunderbare Geschenk, dass wir leben dürfen...

Antwort
von PhilipMisfit, 96

Du sprichts mir aus der Seele, ich tue auch schon alles um mich dem System gar nicht erst zu näheren, klar Arbeiten werde ich auch weil mann in dieser verkommenen Welt ja Geld braucht aber ich laufe extra mit roten Kontaktlinsen, Schwarz gefärbten Haaren und, und, und, rum damit sie es sehen. Ich muss mich nicht an das System binden, mann kann es sich aussuchen. Und ich hab mich halt dagegen entschieden und hoffe das diese Zombies die alles für ihre minderwertigen ''Herrscher'' tuen würden, das auch noch machen werden. Ich würde mich wirklich umbringen wenn ich nicht so sein könnte wie ich jetzt bin. Was nützt dir das Leben wenn du nichts machen darfst wonach du Lust hast? Nix, das System nutzt dich dann nur aus, für sein eigenen Vorteil.

Kommentar von OGkRunDMC ,

Tag täglich denke ich an sowas .  Zuerst war ich skeptisch diese Frage hier auf zu Tischen . Alleine Leute zu finden mit denen man sich über solche Gedanken austauschen kann und die auch die selben Gedanken haben war schwer genug .

Tag für Tag geht man sein Körper für Geld verkaufen . Und einem wir die Freizeit entzogen . Mann geht jeden Tag gute 8 Stunden arbeiten . Mann kommt heim und hat vlt mal gerade noch paar Stunden "FREIZEIT" bevor man wieder gezwungen ist schlafen zu gehen um überhaupt für den nächsten " ARBEITSTAG"  wieder fit ist .

Kommentar von PhilipMisfit ,

Tja irgendwer musst dieser kranken Denkweise ein Ende setzen, ich wünschte es würde einen Sozialen Zusammenbruch geben und es wäre wie in einer Zombie Apokalypse, nur ohne Zombies. Ich hasse diese wie schon erwähnte, verkommene Welt die sich nur um Geld und unbedeutenden Dreck dreht. Ich lebe sicher nicht um für jemanden zu Arbeiten, theoretisch um meine Seele zu verkaufen.

Kommentar von OGkRunDMC ,

Denkst du es wäre eine Welt ohne System und Geld möglich ? Ohne einen Chef ? Jemand der zu bestimmen hat ? Schwer vorzustellen aber dennoch frage ich .

Kommentar von Hooks ,

In einer Gesellschaft mit lauter Egoisten ist das definitiv nicht möglich.

Antwort
von Dertobi1993, 33

Du kannst dich ja mal von deinem Arbeitgeber über Berufsperspektiven beraten lassen.

Antwort
von Roderic, 59

Doch wird man älter merkt man, wie falsch die Welt doch eig ist...

...Nein. Nicht die Welt ist falsch, sondern man stellt fest, daß man in seiner Jugend die falschen Entscheidungen getroffen hat, und wird nun mit den Konsequenzen konfrontiert.

Antwort
von DasMaik0220, 66

Wenn du lebst um zu arbeiten, und dein gesamtes Leben lang nichts anderes tust... Selber schuld.

Antwort
von TrapStepATB, 81

Es kommt drauf an was du drauß machst;) Sei ein Aussteiger des Systems und schnapp dir ein Rucksack und Reise in die Weite Welt lerne neue Menschen und Kulturen kennen. Und wenn du älter bist setzt du dich in einem Land nieder wo du nicht so vom System unterdrückt wirst. Denn man Lebt nur einmal.

Kommentar von Hooks ,

 Du solltest so fair sein und für Deinen eigenen
Lebensunterhalt sorgen. Wenn Du nicht offiziell arbeitengehen willst,
dann bau Dein eigenes Essen an und sei möglichst autark. Aber benutze
nicht andere Menschen f ür Deine Bedürfnisse, das ist unfair.

Kommentar von OGkRunDMC ,

Hooks unterlasse deine ständige Wiederholungen .

Sag mir Trap.
Woo muss ich den hin wo ich nicht unter drückt werde ?

Kommentar von Hooks ,

Wenn die Leute alle dasselbe sagen, muß man ihnen auch dasselbe antworten. Habe keine Zeit, das immer neu zu formulieren.

Antwort
von Hooks, 67

Die Welt ist falsch, richtig. Aber sie ist unser Wohnort, und wir sind hier, um Gott kennenzulernen, so wie er sich in Jesus Christus gezeigt hat. Er möchte gerne in einer engen Beziehung zu uns leben. Aber dafür gibt es Bedingungen.

Und wer seine Rettung annimmt, wird frei! Und dann ist das Leben sinnvoll, ich will nicht direkt sagen, schön, denn das stimmt nicht, aber man weiß dann, daß da einer ist, der alles in seiner Hand hält - auch wenn der Feind ständig zugange ist, alles kaputtzumachen.

Ich weiß mich in Gott geborgen, und da geht es mir gut. Und ich freue mich schon auf die Zeit bei ihm.

Und Arbeit - nun ja, wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen, heißt es in der Bibel. Frage Gott, wo er Dich haben will, und welche Arbeit er für Dich bestimmt hat. Denn wir quälen uns sehr und unnötig, wenn wir am falschen Platz stehen. Das muß nicht sein.


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