Frage von angi3708,

Verliert das Kind die Bindung, wenn es zu oft bei der Oma ist?

hallo zusammen, also kurz zu unserer Familie. Ich bin Vollzeit Berufstätig, da ich mein letztes Ausbildungsjahr fertig machen muss, nach einer 2jährigen Pause. Mein Mann arbeitet auch Vollzeit. Und meistens noch mit Überstunden. Unser Sohn 21 Monate ist dann die ganze Zeit bei der Schwiegermutter. Und es kam auch vor, dass er eine ganze Woche dort schlafen musste, da wir einfach nicht unsere Schichten so schieben konnte, dass einer von uns Elternteilen zu Hause ist. Es geht schon ein Monat so und ich habe noch fast ein Jahr vor mir und ich habe jetzt schon das Gefühlt, dass mein Sohn mich nur als Babysitter sieht. Er hört wirklich gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaar nicht. Ich mein ich weiß er ist noch klein und trotzig, aber so wie er ist, ist wirklich schlimm für mich. Ich versuche trotzdem meine Erziehung so weiter zu führen wie die letzten Jahre auch, aber irgendwie klappt rein gar nichts mehr. Ich habe Angst ihn zu verlieren. Mein Mann sagt ich soll nur das eine Jahr durchhalten, dann sieht alles schon ganz anders aus. Weil ich dann nur noch Teilzeit arbeiten werde oder vielleicht gar nicht mehr. Kann ich das Kind, dann noch umerziehen? Kann ich die Kontrolle über die ganze Situation noch bekommen? Oder wird das wieder lange dauern und eine extrem große Umstellung fürs Kind sein? Ein paar Tipps würden mir vielleicht auch helfen.

Ich danke schon mal im voraus. liebe grüße

Antwort von sternchenausdd,
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meine eltern waren auch rund um die uhr arbeiten und so wuchs ich großteils bei meiner uroma auf. sie war alles für mich und ich habe sie mehr geliebt als meine mutter, bzw. war sie für mich wie eine mutter. bei dir ist es zum glück eine überschaubare zeit und ich bin mir sicher, wenn du in einem jahr dann nur noch teilzeit arbeitest, wirst du die bindung zu deinem sohn wieder verstärken können. lebe einfach im moment die wenige zeit, die dir mit deinem sohn bleibt, ganz intensiv, genießt jede minute.

Antwort von anni51,
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....Bowlbys Theorie besagt, dass der Säugling das angeborene Bedürfnis hat, in bindungsrelevanten Situationen die Nähe, die Zuwendung und den Schutz einer vertrauten Person zu suchen. Die Entwicklung der Bindungsverhaltensweisen beginnt gleich nach der Geburt und dient dazu, bei Bedarf die Nähe zur Bindungsperson herzustellen. Der Säugling sichert sich mit seinem angeborenen Verhaltensrepertoire im ersten Lebensjahr die Nähe seiner Bezugsperson, zu welcher er ein interaktives Bindungssystem aufbaut. Das Bindungsverhalten zeigt sich insbesondere im Suchen der Bindungsperson, im Weinen, Nachlaufen, Festklammern an derselben und durch Protest, Ärger, Verzweiflung und Trauer sowie emotionalen Rückzug und Resignation beim Verlassenwerden. Quelle:Kindergartenpädagogik

Die wichtigste Zeit, um eine Bindung aufzubauen, ist das erste Lebensjahr. Soweit ich verstanden habe, warst du in der Zeit bei deinem Kind. Auch wenn ihr eine gesicherte Bindung habt ist es für den Kleinen schwer zu verstehen das du ihn für so lange ,,verlässt". Für ihn ist die Oma eine wichtige Bezugsperson geworden. Und ursächlich für das Verhalten, das er dir zeigt, kann Wut und Trauer sein. Er wird immer wieder aus eine, für ihn, gewohnten und Sicherheit vermittelnden Umgebung herausgerissen. Das bedeutet für ihn Stress. Ihr müsst versuchen eine Regelung zu finden um ihm diesen Stress zu nehmen. Versucht irgendwie eure Zeiten anders zu organisieren. Bei allem Verständnis für euch- Arbeit, Überstunden usw, aber ihr müsst Prioritäten ändern. Das Jahr, welches dein Mann anspricht, ist für euch als Erwachsene eine andere, kurze Zeitspanne, für den Kleinen ist es eine ,,Ewigkeit". Er braucht euch nicht erst in einem Jahr sondern jetzt und heute. Ihr werdet irgendwann realisieren das ihr eine für das Kind und euch wichtige Zeit verloren habt. das ist mit Arbeit und Überstunden und Geld nicht auszugleichen. Schau dir mal diesen bericht an...http://www.psychoanalyse-aktuell.de/kinder/fremdbetreuung.html Es geht hier zwar um die Krippenbetreuung, und die ist nicht mit der Betreuung bei der Oma gleichzusetzen, aber es ist sehr aussagekräftig was es für ein Kind bedeute, in den ersten Lebensjahren, nicht da sein zukönnen wo es hingehört, nämlich bei der Mama.

Kommentar von angi3708,

ja ich war fast 2 jahre zu hause. da ich wusste, wie viel ich arbeiten werde, habe ich so viel zeit, wie ich konnte mit ihm verbracht. ich denke wenn ich spätschicht habe und die ist von 12-20:15 ist es schwerer für ihn, weil ich zu den schlafenszeiten und zum spielen nicht da bin. frühschicht ist da schon eher einfacher. aber unglaublich anstrengend. mein sohn hat schon sehr früh verstanden was ich von ihm wollte, also ich habe sehr viel mit ihm geredet, ihn direkt in allem mit einbezogen. und heute zb. wollten wir fahrrad fahren. es war eine katastrophe... er hört überhaupt nicht hin, er ignoriert mich, macht alles mit absicht, er weint und sagt er will nach hause (aber nicht unser zu hause) ich wollte selber schon weinen :'(

Kommentar von anni51,

angie das tut mir ehrlich leid. Ich kann sehr gut nachfühlen wie sehr dich diese Situation belastet. Du kannst eben nichts gegen deine Muttergefühle machen. Du weißt, instinktiv, das es nicht richtig ist, so wie es ist. Dein Sohn sieht momentan die Oma als Lebensmittelpunkt. Es ist gut das sich eure Beziehung zumindestens in den ersten 2 Jahren festigen konnte. Es ist immer schwer aus dem Hintergrund einen guten Rat zugeben. Wir wissen nicht welchen Erziehungsstil die Oma anwendet. Wird der Kleine dort zu sehr verwöhnt und erfährt zu wenig Konsequenzen aus seinem Verhalten- bekommt seinen Willen sobald er schreit und bockt. Ihr werdet ja bestimmt auch nicht viel Zeit haben um euch mit Oma auszutauschen. Die Arbeit bestimmt euer Leben und das merkt der Kleine- fühlt sich an zweite stelle gesetzt. Das ist bei Oma natürlich anders- da spielt er die erste Geige. Aber egal welche Gründe vorliegen- ihr als Eltern seit gefordert. Ihr müsst etwas verändern, tragt die Verantwortung. Der kleinen Mann ist noch nicht einmal 2 Jahre und ist schon zum Spielball zwischen Arbeitgeber- Oma und Eltern geworden. Und glaub mir, er bemerkt deine Unsicherheit und dein schlechtes Gewissen, er merkt das etwas nicht stimmt und das du mit der Situation unzufrieden bist. Kann es sein das es zwischen dir und Oma schon mal zu Unstimmigkeiten gekommen ist. Du schreibst nichts darüber- sowas könnte ihn auch verunsichern.

Kommentar von ordrana,

der text in diesem link spricht mir sowas von aus dem herzen, er bringt genau das auf den punkt, was ich schon seid jahren versuche zu erklären, immer und immer wieder aufs neue.

asche auf mein haupt daß ich damit meinen eigenen berufsstand schlecht darstellen muß.

aber so, wie es ist, ist es definitiv KEIN zustand, weder für kinder zwischen 3-6 und erst recht nicht für krippenkinder.

Kommentar von anni51,

@ordana, verstehe ich dich richtig, bist du Erzieherin? Dann willkommen im Club. Ich hab mit vielen Kollegen gesprochen und die meisten sehen die Krippenentwicklung mit Sorge. In einem Bericht habe ich gelesen das viele Erwachsene, die in der DDR aufgewachsen sind, heute, mit der Diangnose Bindungsstörrung, in psychologischer Behandlung sind. Für ein Kind Ü3 ist ein voller Kitaalltag schon so anstrengend wie der Arbeitstag eines Erwachsenen- wie soll das ein Kind U3 durchhalten. Und das, bis auf die 4 wöchige Schließungszeit, das ganze Jahr hindurch. Korzcak hat einmal auf die Frage,, wie lange sollte ein Kind schlafen" mit den Worten geantwortet ,,solange es schläft". Dieser ,,Luxus" ist einem KInd, dessen Eltern beide arbeiten, nicht gegönnt.

Kommentar von anni51,

ich hab noch einen Link für dich ordrana- es lohnt sich diese Kolumnen von Birgit Kelle zu verfolgen- ich lass sie mir immer per emil zuschicken- http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/11708-familie-im-kapitalismus

Kommentar von ordrana,

danke für den link, werde ich mir gleich mal durchlesen.

Kommentar von ordrana,

ja, du hast richtig verstanden, ich bin gelernte erzieherinn.

und ich finde diese fast reine aufbewahrung vün Ü3 kindern schon grauenhaft.

persopnalschlüssel von 1,5 stellen auf 25 kiner da bleibt nicht wirklich zeit für jedes einzelne um nicht zu sagen keine. vor allem, weil es im KITA alltag doch anders aussieht, als die theorie vor gibt.

krankheit, urlaub, vorbereitungszeit, vorschulkindervorbereitung,.... und am ende steht man dann doch als einzelne erzieherinn mit minimum 20 kindern da.

und wenn dann zum eigentlichen konzept noch dinge dazu kommen, die eigentlich in den familien hätten laufen sollen, dann wirds richtig bunt.

und am ende vom tag fragt man sich dann, was hast du ehute eigentlich den ganzen tag gemacht, außer dafür gesorgt, daß alle wneigstens grundversorgt waren.*seufz

aber wem erzähle ich das. du erlebst es sicher genau so bei dir.

ich finde es schon lachhaft, wenn man bei solchen praktischen vorraussetzungen dann noch von qualitätssicherung,... sprechen will. das ist einfach lachhaft.

unter den vorraussetzungen, wie sie herrschen, würde ich meine eigenen kinder frühestens mit 4 nen halben tag in eine gut ausgewählte KITA geben, vorzug haben hier bei mir nicht regelkindergärte, wie zB waldkindergarten oÄ. und frühestens im letzten jahr vor der schule dann länger als mittagessen, sofern es das kind wünscht.

schon armselig, wenn der eigene berufsstand nicht viel von sich selbst hält, bzw. dem, was er tut, weil es eben vorraussetzungen sind, die im grunde nicht mehr gehen. ne steigerung vom jetzt, wären wohl wirklich nur noch schließfächer, wo die kiddies morgens abgestellt und mittags abgeholt werden. :(

Kommentar von anni51,

dein angesprochener Persoschlüssel ist ja traumhaft. Im Land Bremen kommen 20 Kinder auf eine Erzieherin. Die meiste Arbeit- Berichte;Elternbriefe schreiben ich zu Hause, in meiner Freizeit. Wenn ich sehe wie sanierungsbedürftig die meisten Kitas sind, das es überall am nötigsten fehlt (wackelnde Tische, und die schlechten, maroden sanitären Anlagen) frag ich mich wo hier die Prioritäten liegen. Es sollte mehr Geld in den Ausbau der bestehenden Kitas gesteckt werden, anstatt Krippen mit mehr als 40 Plätzen aus dem Boden zustampfen. Und wir bräuchten so dringend Zweitkräfte und zusätzliche Fachkräfte für Integrationsarbeit. Wenn ich an frühere Zeiten denke- soviel ,,verhaltensoriginelle" Kinder gab es vor 10 Jahren noch nicht und es werden von Jahr zu Jahr immer mehr.

Kommentar von angi3708,

also ich muss auch ganz ehrlich sagen, ich halte auch nichts von Krippen. mein sohn geht zwar ab oktober rein, aber nur für 2-3 stunden und nicht täglich. ich wollte das als abwechslung und damit er mal ein bisschen unter gleichaltrigen kommt. bei uns sind das 12 kleinkinder und 3 erzieherinen. er geht von 8-11. er steht zwischen 7 und halb 8 auf und dan haben wir zusammen immer gefrühstückt. und wenn er in der krippe ist, würde er dort mit den anderen kindern frühstücken. bis zum mittagessen und mittagsschlaf sollte er wieder zuhause sein. die paar probetage die wir hatten, waren bis jetzt ganz ok und haben so geklappt wie ich es mir vorgestellt habe. es gibt dort natürlich auch kinder die von 7.30 - 15.30 dort sind und das finde ich auch sehr traurig. ich weiß nicht woran das liegt oder vielleicht ist das nur zufall (und ich weiß auch, jede mama findet ihr kind am tollsten) war mein sohn zu den gleichaltrigen am weitesten. ich bin natürlich ganz stolz darauf, aber ich denke, das liegt daran, dass ich mir enorm viel zeit genommen habe und wie schon oben geschrieben, ihn in allem mit einbezogen habe. Und das kann man nur, wenn wenigstens ein elternteil zu hause ist... da lernt das kind am besten... meiner meinung nach.

Kommentar von ordrana,

wie gesagt, der personalschlüssel von 1,5 auf 25 ist reine theorie, die praxis sieht hier auch um einiges anders aus.

Antwort von Goodnight,
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Vielleicht solltest du mal die Perspektiven wechseln. Wenn es schlimm für dich ist, was glaubst du denn wie es für ein Kleinkind von 21 Monaten ist? Im ganzen Text geht es nur um dich. Jetzt stellet ihr das Kind bei der Oma ab und holt es, wenn ihr gerade mal vielleicht Zeit habt, in einem Jahr holst du es dann wieder ab. das Kind erleidet wieder einen Schock, den es nämlich jetzt schon hat und du machst dir Sorgen, ob du ihn umerziehen kannst. Es ist zu befürchten, dass es deinem Kind so geht, wie sich dein Text liest.

Natürlich fühlt sich dein Kind verlassen und abgeschoben, was beleibt so einem kleinen Wesen denn anderes übrig, als sich der Oma anzuschliessen, du und der Vater verschwinden so oder so wieder, diese Erfahrung hat es schon gemacht. Der Grund ist für das Kind völlig unbegreifbar, dafür ist es noch viel zu klein. Es hat also keinen Grund auf dich zu hören. Damit musst du leben, das Kind muss es auch.

Kommentar von anni51,

Du hast recht goodnight- die ganze Krippendiskussion wird nur aus der sicht der Erwachsenen geführt. Allen voran der Wirtschaft und der Politik. Und die Feministenriege fällt ihren Geschlechtsgenossinnen in den Rücken. Niemand sieht diesen Wahnsinn aus der Sicht des Kindes. Obwohl die Studien bekannt sind die vor zu früher Fremdbetreuung warnen.

Kinder lieben ihre Eltern zunächst blind- später fangen sie an diese zu beurteilen...manchmal verzeihen sie ihnen auch! Oskar Wilde

Kommentar von Goodnight,

Dazu kommt mir spontan Alice Schwarzer in den Sinn: Ich habe nie gesagt, man soll Kinder in die Welt setzen und sich dann nicht um sie kümmern.

Antwort von Robinson40,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Eine Mutter kann durch die Großmutter nicht ersetzt werden. Klar, Großmütter haben all ihre Aggressionen aus jungen Jahren schon verloren und haben daher eine grundlegend andere Art Kinder zu erziehen. Sie sind nachsichtiger aber auch umsichtiger. Sie haben auch viel Zeit. Und wenn Oma nicht mehr ist und ich lese "ich hab meine Oma über alles geliebt" so ist das nur ein Teil der Erinnerungen aber gut zu verstehn. Ich würde jedoch nicht annehmen, dass Du dein Kind verlierst.

Kommentar von angi3708,

aber ich war als kind auch oft bei meiner oma mit übernachtung, weil meine eltern viel gearbeitet habe. und ich bin eher ziemlich böse deswegen auf meine eltern. ich bin sogar so böse deswegen, dass ich das heute noch als grund nehme sie nicht zu sehen. und genau davor habe ich angst, dass mein kind genauso denkt irgendwann

Kommentar von anni51,

und diese Angst ist nicht unbegründet, liebe angi. Ich habe Krippenkinder erlebt die den Eltern ihre Wut sehr deutlich zu verstehen geben.

Kommentar von YJYjY,

@ angie Hör auf dein Bauchgefühl und überlege was du ändern kannst um einerseits deiner Mutterrolle gerecht zu werden, widerrum aber auch die Ausbildung (welche ja ebenso wichtig ist) zu beenden. Ich bin der Meinung das du sogar einen Anspruch darauf hast in Teilzeit zu arbeiten und den Abschluss zu machen. Berufsschule findet ja sowieso zu normalen Tageszeiten statt und die praktische Arbeit lässt sich sicherlich auch auf einen Tagesdienst reduzieren. Du könntest also in aller Ruhe deiner Ausbildung nachgehen und anschließend hättest du noch etwas Zeit um deinen mütterlichen Pflichten nachzukommen. Dabei kommt es nicht darauf an ob es eine Stunde ist oder 3. Nutze einfach die Zeit um mit dem Kleinen gemeinsam zu spielen, gemeinsam am Tisch zu essen und ihm eine Gutenachtgeschichte vorzulesen. Dann bekommt er auch wieder ein Gefühl dafür wo sein zuhause ist. Im Moment scheint er ja doch irgendwo eher zu Besuch bei euch zu sein, sofern die Zeit es irgendwie zulässt. Und da gebe ich dir Recht - diese verlorene Zeit kannst du nicht mehr aufholen.

Kommentar von angi3708,

hi ja das stimmt, ich kann teilzeit arbeiten in meiner ausbildung. aber das möchte ich wiederrum nicht. ich will viel lernen und einfach nur gut sein in meinem beruf und dazu brauche ich zeit und die habe ich nur dan, wenn ich vollzeit arbeite. ich möchte nächstes jahr natürlich mit meinen stunden runter gehen, aber eben auch nicht weniger verdienen und dafür muss ich erfahrung und viel wissen vorweisen können. danke für dein kommentar, ist echt super

Kommentar von ordrana,

die verkürzte ausbildungszeit läßt sich nachholen, die verlorene zeit mit deinem kleinen nicht.

das solltest du immer bedenken.

Kommentar von angi3708,

ja ich weiß das, es gibt viele vor und nachteile. für mich hat es viele vorteile, auch wenn es um mein kind geht, da die zeit danach wirklich besser sein wird. wie gesagt ich muss nur das eine jahr opfern :(

aber in dieser woche habe ich gemerkt, dass mein sohn vielleicht die situation besser versteht, als ich angenommen habe. er freut sich wenn ich komme und hat viel zu erzählen. macht auch ''fast'' alles mit (spielen, aufräumen etc. :) ) ich denke er hat gemerkt, dass ich nach ein paar stunden wieder nach hause komme und ihn abhole. er hat mir diese woche ein gutes gefühl gegeben, muss ich ganz ehrlich zugeben.

Antwort von mapmap96,
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Also ich war als kleines Kind auch oft bei einer Tagesmutter oder bei meiner Oma, und ich habe danach eher die Bindung zu meiner Oma verloren, weil ich sie ja fast öfter gesehen habe als meine Mama. Ich hab mich dann nicht mehr so gefreut wenn ich sie sah, weil ich ja zu meiner Mama wollte.

Kommentar von angi3708,

aber mein Sohn sagt jetzt schon. ich will nach hause. und wenn ich ihn zu oma bringe, dann ist er bei ihr so, als ob er wirklich dort zu hause wäre, und bei uns zu hause, hat er auf nichts so wirklich lust oder weint und nörgelt nur. ist das auch normal? oder ist das nur eine phase?

Kommentar von sonnenblume2012,

Das ist eine Phase. Das Kind lernt das aber mit der Zeit. Und warum soll es sich bei der Oma nicht wohl fühlen? Seit doch froh darum! Was hättest du davon wenn er bei der Oma nur schreien würde? Nimm es einfach so wie es jetzt ist. Oder du gibst deine Arbeit auf, und kümmerst dich nur um ihn!

Kommentar von mapmap96,

besser kann ich es auch nicht sagen

Kommentar von makazesca,

@angi ,aber er ist doch auch bei oma zu hause und bei euch zu besuch . die situation ist zur zeit nun mal so und es ist gut so . dein sohn hat eine regelmäßigkeit , fühlt sich bei oma wohl . versuch jezt bitte nicht auch noch dein erziehungskonzept durchzusetzen . damit verunsicherst du deinen sohn sehr ,er würde dann hin und hergezerrt. freu dich mit ihm ,spiel mit ihm , sprich dich mit der oma ab , was du für erziehungsziele hast und wie ihr die abgleichen könnt .das kann man beim essen ,was süßigkeiten gemüse oder fleisch angeht gut machen .wann er abends ins bett soll .ob noch mittagschlaf angesagt ist ,aber den täglichen keinkram , den muß oma allein regeln ,wie es die situation verlangt .sie hat sicherlich die erfahrung und wird dir das kind auch nicht entziehen wollen ,sondern genau das gegenteil ,sie unterstützt euch , wo sie nur kann ,dass solltest du dir immer vor augen halten . es ist eine schwere zeit , weil du meinst keinen einfluß auf deine kind zu haben .hast du aber ,indem du eine fröhliche spielmama wirst . daran wird sich dein sohn immer erinnern .

Antwort von guinan,

Hi Angie,

natürlich ist es schwer. Aber es geht. Du bleibst die Mama. Ich glaube, er merkt deine Angst ihn zu verlieren und ihm ja keinen Wunsch abzuschlagen oder weich zu werden, wenn du fürchtest, er mag dich nicht mehr. Das macht er nicht bewusst- aber ich bin überzeugt, er merkt es und nutzt das auch für sich aus. Kinder haben da ganz feine Antennen und unser Gehirn merkt Regelmäßigkeiten sehr gut.

Meine Freundin hat ihre Schwester verloren und die beiden Kinder ihrer Schwester bei sich mit aufgenommen. Der Vater kam nur ab und zu zu Besuch. Nach einigen Jahren hat sich die Situation des Vaters wieder gebessert und die Kinder sind zurück zu ihm. Das ist auch eine verdammt schwierige Situation- aber es gelingt. Nicht problemlos, aber es gibt die einfache problemlose Erziehung einfach auch nicht. Es geht so gut es möglich ist und funktioniert irgendwie.

Also nur Mut.

Antwort von YJYjY,

Meine Tochter war das erste Jahr auch sehr viel bei der Oma bzw. bei Uroma um es genau zu nehmen ;) Grund dafür waren meine 20 Uhr Dienste. Ich habe es 1 Jahr durchgehalten und bin dann auf Teilzeit runter & habe dann nur noch maximal bis 18 Uhr gearbeitet. Auch ich hatte das Gefühl das mir mein Kind endgleitet (meine war aber noch nicht mal 2) Man hat einfach das gefühl seiner Mutterrolle nicht mehr gerecht zu werden und den Bezug zum Kind zu verlieren. Und klar ist es so - wenn Mama dann sagt erst die Schuhe an, dann schreit das liebe Kind weil Omi immer erst die Mütze aufsetzt. Und man fragt sich dann welchen Stellenwert man als Mutter überhaupt noch hat :-( Um nur ein beispiel zu nennen....

Mit Teilzeit funktionierte es super. Inzwischen ist meine Tochter 7 und ich arbeite nun auch wieder Vollzeit - in einer Führungsposition & habe entsprechend Tagesdienste bis spätestens 17 Uhr. Im Nachhinein finde ich, habe ich alles richtig gemacht. Ich muß immer das Gefühl haben meinen verpflichtungen 100 % ig gerecht zu werden. und wenn ich merke das es nicht funktioniert, dann bin ich unzufrieden. Ich denke das wird auch bei dir das größte Problem sein. Die Oma betreut dein Kind vermutlich wunderbar aber dieses unbefriedigende Gefühl die Verantwortung abzugeben und nicht selbst zu meistern zerfrisst dich. Das dein Kind verzogen ist, glaube ich nicht. Dir fehlt nur die Bindung zu ihm. Ausbildung ist allerdings sehr wichtig. Nur bin ich der Meinung das man auch eine Ausbildung in Teilzeit machen kann?!? Informiere dich dahingehend!

http://www.arbeitsagentur.de/nn_19148/Dienststellen/RD-SAT/Jena/AA/A01-Allgemein...

Kommentar von angi3708,

ja wie ich oben schon kommentiert habe, hätte ich die möglichkeit. ich werde auch für eine führungsposition ausgebildet, deswegen brauche ich die vielen stunden und habe somit eigentlich auch gar keine andere wahl.

in ein paar wochen muss ich eine eigene filiale führen und die zeit wird so hart für mich und ich hab sogar angst, dass ich nicht mal seine arzttermine nachgehen kann oder seinen ersten KiGa tag :(

ich hoffe wirklich, dass zwischen uns nichts kaputt geht und ich bete und hoffe jeden tag, dass es nächstes jahr nach der prüfung besser wird und er mich noch als mama sieht.

von meiner schwiegermutter, eine bekanntin, ihre tochter arbeitet auch viel und das kind von ihr nennt die oma ''mama'' und ich bin selber traurig wenn ich das höre. und meine angst wird größer

Kommentar von YJYjY,

Naja, die mütterlichen Pflichten abgeben und darauf hoffen das alles gut wird....dazu gehört schon eine bißchen Glück. Beruflich voran zu kommen verstehe ich, nur sollte es doch zumindest möglich sein die Arbeitszeit so zu verteilen das du auch als Mutter präsent bist?!? Den Kindsvater gibt es ja auch noch. Besteht nicht die Möglichkeit sich abzusprechen und die Dienste so einzuteilen das wenigstens einer von euch beiden rechtzeitig das Kind holen und zu hause betreuen kann? Für mich war es immer wichtig das ich mein Kind abends zu Bett bringe...oder zumindest mein Mann. Und so könntet auch ihr beide euch wöchentlich abwechseln & das Kind muß nicht zwingend eine ganze Woche bei der Oma schlafen. Arbeit ist nun mal nicht alles im Leben. Da solltest du ganz schnell eine Grenze ziehen sofern dir Familie etwas bedeutet. Und wenn du noch nicht mal für einen Arzttermin Zeit hast, dann ist das schon krass! Beide Elternteile können nicht gleichzeitig beruflich durchstarten. Natürlich habt ihr das gleiche Recht arbeiten zu gehen, aber dann muß das besser organisiert werden, so das euer Kind dabei nicht auf der Strecke bleibt! Wozu strebst du eine Führrungsposition an, wenn doch eigentlich klar ist das du danach beruflich kürzer treten willst? 1 Jahr ist relativ überschaubar....aber gerade deßhalb sollte es doch möglich sein trotz Beruf dem Kind gerecht zu werden. Organisiere dich einfach besser. Wenn dein Mann früh ausn Haus muß, dann fängst du eben etwas später an - oder andersrum. Wenn einer von euch abends länger arbeitet, dann muß eben der Andere früher zu hause sein. Jede Krankenschwester, jede Ärztin, jede Kellnerin oder auch Verkäuferin muß sich tagtäglich so organisieren, daamit sie Familie & Beruf unter einen Hut bekommt.

Antwort von sonnenblume2012,

Hallo angi Kinder in diesem alter sind oft trotzig. Ich habe einen Enkel in diesem alter. Aber das hat mit euch nichts zu tun. Wichtig ist aber, daß du die Mama bist, und die Oma die Oma. Du verstehst was ich meine? Gebt euch mit euerem Kind am Wochenende ,viel ab. Unternehmt mit ihm was. Viele kinder wachsen bei den Großeltern auf. Wenn du zu deiner Schwieger Mama ein gutes Verhältnis hast, muss das gut klappen. Und die gleichen Regeln haben für das Kind wie die Oma es macht.Oder umgekehrt. Es ist aber wichtig, daß ihr das bespricht miteinander. Schmust auch viel mit ihm.Damit das Kind merkt und weiß wie lieb ihr es habt! Alles Gute;9

Antwort von Cam3l,

nein...

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