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Stimmt es, dass Leuchtstoffröhren beim Startvorgang mehr Strom verbrauchen, als in 1 Std. ?

gefragt von pepe33pepe33 am 09.07.2009 um 8:24 Uhr

Mit hat einmal ein Elektriker erzählt, dass Leuchtstoffröhren beim Startvorgang durch die Zündung sehr viel Strom verbrauchen. Das wäre soviel, als ob die Leuchte eine Stunde lang brennen würde. Stimmt das?
Denn dann bräuchte man in Räumen, die von vielen verschiedenen Menschen benutzt werden, z.B. Bürotoilette oder Küche, nicht immer das Licht ausmachen, da ohnehin innerhalb der nächsten halben oder 1 Std. der nächste das Licht wieder anmacht. m Kann man so wirklich Strom sparen? und gilt das auch für die neuen Energiesparlampen???


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Vom Fragesteller als hilfreichste Antwort ausgezeichnet


anonym
beantwortet von heinzballa am 10. Juli 2009 11:17
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Hilfreichste Antwort

Nähern wir uns der angesprochenen Frage mal rechnerisch: 1h Leuchten soll gleich viel Strom verbrauchen wie einmal starten(0,5s). D.h. bei einer Leuchtstoffröhre mit 50 W würde in einer Stunde 1h x 50W = 0,05 kWh = 50x60Wmin = 50x60x60Ws = 18.000 Ws = 18 kWs Strom verbraucht. Dementsprechend würden beim Einschaltvorgang in 0,5s 36kW Strom fließen (18Ws/0,5s = 36 kW). Das ist im Haushalt SEHR! viel! Bei einer Netzspannung von 240 V würde ein Strom von 150 A fließen (P=IxU; 36kW/240V=150A) und eine übliche Haushaltssicherung für z.B. hoch abgesicherte Waschmaschinen oder Trockner hat gerade mal 20 A. Ergo: die Annahme, dass eine Strommenge, die eine Leuchstoffröhre eine Stunde lang leuchten lässt der Strommenge entsprechen soll, die beim Startvorgang verbraucht würde, ist physikalisch falsch. Solch hohe Ströme können da gar nicht fließen!

Kommentar von heinzballa am 10. Juli 2009 11:22

Ein kleiner Schreibfehler in der Rechnung: es muss natürlich 18 kWs / 0,5 s = 36 kW heißen. Ich hoffe meine Antwort hilft und stimmt so!?

Kommentar von Simple_avatar4smallpepe33 am 10. Juli 2009 18:23

Klasse Aufrechnung, so wird einem das erst einmal richtig bewusst. Vielen Dank!


Weitere gute Antworten


takemehome
beantwortet von takemehome am 9. Juli 2009 08:26
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Kommentar von Simple_avatar2smallMorpheus99 am 9. Juli 2009 08:29

ich denk mal so genau wollte pepe das gar nicht wissen (o:

Kommentar von Simple_avatar2smallMorpheus99 am 9. Juli 2009 08:32

ich hab aus der Quellenangabev on takemehome mal das Wichtigste rauskopiert:

Irrtümer [Bearbeiten] Leuchtstofflampen werden im Volksmund oft als Neonröhren bezeichnet, obwohl sie kein Neon, sondern Quecksilberdampf und als Edelgas das wesentlich häufigere und billigere Argon enthalten. Die Bezeichnung ist daher unzutreffend. Neonröhren zählen demgegenüber zu den Leuchtröhren, sind tatsächlich mit Neon gefüllt, besitzen keinen Leuchtstoff und leuchten rot-orange.

Eine ebenso verbreitete unzutreffende Annahme ist, dass Leuchtstofflampen beim Einschalten viel Energie verbrauchen würden. Richtig ist, dass kurzzeitig ein Einschaltstrom fließt, der etwa 10 bis 50 % höher ist als im Betrieb. Der Energieinhalt ist jedoch unbedeutend, weil der Startvorgang nur Sekundenbruchteile dauert und die aufgenommene Wirkleistung dabei oft sogar geringer ist als im Betrieb.

Früher galt, dass man eine Leuchtstofflampe nicht unter 20 bis 30 min. ausschalten solle, um ihre Lebensdauer durch den Startvorgang nicht übermäßig zu verkürzen. Ausschaltzeiten unter ca. 10 Minuten wiegen vor allem bei billigen bzw. älteren Energiesparlampen und Leuchten mit konventionellem Vorschaltgerät auch heute durch die dadurch auftretende Lebensdauerkürzung die eingesparten Energiekosten nicht auf. Neuere Energiesparlampen und EVG starten die Lampen jedoch derart schonend, dass laut Angaben mancher Hersteller häufiges kurzes Ausschalten keinen Einfluss auf die Lebensdauer hat. Die teilweise zur Vorheizsteuerung eingesetzten PTC-Widerstände legen jedoch nahe, dass dies nicht für Ausschaltzeiten unter ca. 1 min gilt, dann verursacht die thermische Trägheit der PTC eine unzureichende Vorheizung und einen Kathodenverschleiß.

Kommentar von Simple_avatar4smallpepe33 am 10. Juli 2009 18:25

Danke, damit habe ich gar nicht gerechnet, dass so etwas in wicki steht. Aber ehrlich: Das ist ja wirklich super ausführlich. Ich habe 10 Minuten gebraucht um überhaupt die richtige Stelle zu finden ;-)) Danke!


DonBrush
beantwortet von DonBrush am 9. Juli 2009 08:27
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Das ist Quatsch. Eine Leuchtstofflampe braucht zwar beim Einschalten ein bisschen mehr Strom, das aber bloss für eine halbe Sekunde.


anonym
beantwortet von pirfh am 9. Juli 2009 08:39
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Bei stark frequentierten Räumen ist es tatsächlich besser, die Leuchtstofflampen an zu lassen, da sie beim Einschalten weniger Strom in Licht umwandeln (Energieerhaltungssatz... "verbrauchen" ist physikalisch nicht ganz korrekt), als wenn sie an bleiben. Der vorgeschaltete "Starter" (enthält zum Erreichen der Zündspannung u.a. einen Kondensator) wird mit jedem Schaltvorgang etwas geschädigt, womit dessen Lebensdauer verkürzt wird.

Kommentar von 5d45023d3e5d9393f73d0d9d4e0e38a9smallJoGerman am 22. Juli 2009 18:54

Schädigung des Kondensators durch Schaltvorgang ist blanker Unsinn. Welcher physikalische Vorgang sollte das aulösen?.
Der Kondensator in einem Starter besteht aus aufgewickelter Folie mit einem dickflüssigem Dielektrikum (Nichtleiter) dazwischen. Er dient lediglich zur Entstörung des Schaltfunkens des ebenfalls im Starter vorhandenen Vakuum-Bimetall-Schalters.
Nur die umgebende Wärme schädigt das Dielektrikum des Kondensators durch Austrocknung. Dann müsste er gewechselt werden. Vorher macht aber das Bimetall schlapp bzw. die Glimmlampe, die es erwärmt.
Die eigentliche Zündspannung wird ausschliesslich von der der Röhre vorgeschalteten Drossel erzeugt.
Gruß DER ELEKTRIKER


MasterDomi
beantwortet von MasterDomi am 9. Juli 2009 08:27
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Ja, das ist korrekt! Lieber das Licht anlassen, als ständig aus und an!


Kommentar von 2bbb6e1d00574b558a6add64736fd634smallDonBrush am 9. Juli 2009 08:28

So ein Blödsinn.

Kommentar von chmoti88 am 9. Juli 2009 08:32

man sollte das licht nur brennen lassen wenn man ein kind hat und es erstmal die grenze lernen muss nicht mit dem licht zu spielen das kann nur teuer werden das an aus an aus an aus :-) aber sonst macht es nicht besonders viel aus

Kommentar von A780689b44695933e9127e57461a98e3smallMasterDomi am 9. Juli 2009 08:35

Der Verschleiß der Lampen beim Startvorgang, Reaktion des Gas darin, verursacht umgerechnet mehr Kosten (Laufzeitverkürzung) als durchbrennen zu lassen. Hinzu kommt, dass es einige Zeit dauert bis die LR auf voller Leistung arbeitet.


anonym
beantwortet von chmoti88 am 9. Juli 2009 08:33
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bei uns im keller sind auch solche angebracht und der elektriker meinte es wäre günstiger wenn die beim start zwar ein kleines bischen mehr verbrauchen aber am ende doch wieder auf das gleiche raus kommen so habe ich eine röhre pro raum wo ich sonst 2-3 lampen bräuchte also gehupft wie gesprungen


JoGerman
beantwortet von JoGerman am 22. Juli 2009 18:59
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Ich habe dieses Thema bereits vor einiger Zeit als Tipp veröffentlicht.
http://www.gutefrage.net/tipp/stromverbrauch-beim-starten-von-leuchtstofflampen-...
Gruß DER ELEKTRIKER


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