Frage von Mum1976, 919

Sohn (12) will bei seiner Freundin schlafen?

Hallo, mein Sohn der 12 Jahre alt ist hat eine Freundin und will bei ihr schlafen, ich weiss nicht wirklich ob ich das zulassen kann. Ich mache mir Sorgen dass da etwas passiert. Ich weiss nicht ob die beiden schon so weit mit dem Thema Sex sind, und das währe auch sehr zu früh,aber ich mache mir einfach Sorgen. Es muss ja nicht sein das die beiden auf solche Ideen kommen,aber was wenn doch? Ich habe sie schon mehrfach dabei erwischt wie seine Freundin auf ihm lag,und sie sich geküsst haben, als sie realisiert haben das ich da war haben sie schnell aufgehört, und mein Sohn hat mich angeschrien und gesagt das ich aus dem Zimmer raus soll. Ihre Eltern haben nichts dagegen. Was soll ich tun?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Libertinaer, 412

Was soll ich tun?

Dich mitfreuen, dass er glücklich ist. Denn das hat einen Grund. ;-)

Ansonsten: Sicherstellen, dass er wirklich aufgeklärt ist, und die beiden Zugang zu Verhütungsmitteln haben. D.h., wenn sie die Pille nimmt, wäre es nicht verkehrt, und wenn Du eine Schachtel mit Kondomen im Badezimmerschränkchen auffüllst, wo er sich frei und ohen Rechtfertigung bedienen kann, umso besser.

Natürlich haben die beiden sexuelle Gefühle. Aus der sexualpädagogischen Fachliteratur: "Sexualität im Sinne einer erwachsenen Sexualität beginnt Jugendliche schon sehr bald zu interessieren. (...) Zwischen zehn und dreizehn Jahren verwandelt sich diese erste Neugierde in die Sehnsucht, selbst Geborgenheit und auch Sexualität mit jemand anderem zu erleben. Bis es dann wirklich zu den ersten Beziehungserfahrungen und dann auch zu den ersten Erfahrungen mit Sexualität kommt, können noch einige Jahre vergehen.

(...)

Auch wenn Jugendliche manchmal spürbar zwischen Erwachsensein und Kindsein hin und her pendeln, sind sie in ihrer Sexualität und in ihren Bedürfnissen nach Beziehung als Erwachsene zu sehen. Das Aufkeimen erwachsener sexueller Gefühle im Alter von etwa 12 Jahren macht einen Teil in ihrem Erleben bereits erwachsen - unabhängig davon, ob es ihnen möglich ist, Verantwortung für ihren Alltag zu übernehmen. Das plötzliche Erwachsensein durch das Erleben erwachsener sexueller Gefühle macht auch die Grenze, die beim Thema Sexualität zwischen Eltern und ihren heranwachsenden Kindern besteht, erklärbar. Weder Eltern noch Jugendliche haben Interesse daran, sich gegenseitig über ihre persönlichen sexuellen Wünsche und Bedürfnisse zu erzählen. In diesem Bereich sind die eigenen Kinder plötzlich erwachsen und teilen ihre Erlebnisse und Sehnsüchte nicht mehr mit ihren Eltern."

Das ist also nichts schlimmes oder schlechtes, und die Zeiten sollten eigentlich vorbei sein, wo Eltern das noch denken. Aber das fällt schwer, wenn man selbst noch anders aufgewachsen ist ...

Die Kunst besteht darin, die eigenen "Verklemmungen" und Ängste nicht auf die Kinder zu übertragen. Sie dürfen sehr wohl wissen, dass man sie hat. Aber sie sollten eben nicht der Maßstab für die Sexualerziehung sein.

Helfen können dir dabei auch die Erziehungsratgeber des Bundesgesuundheitsministeriums. Sie sind kostenlos, und auch im Netz zu finden. Einfach auf die Website der BZgA gehen, oder googeln nach "Über Sexualität reden" "Die Zeit der Pubertät" filetype:pdf

Antwort
von 01Emma, 514

Ich bin jetzt 16 und meine Eltern haben es mir mit 14 immer noch nicht erlaubt, also bei kumpels oder Freundinnen schon aber bei potenziellen boyfriends nicht.
Im nachhinein finde ich das auch verständlich aber damals fand ich es nicht gut. Du solltest ihm vielleicht die Gründe erklären, falls du es nicht erlaubst.
Falls dir das weiter hilf.

Antwort
von schneestern6, 160

Mein Sohn ist jetzt 14 aber seit Krabbelalter hat er mit Freunden beider Geschlechter übernachtet.Mit 13 hatte er seine erste "Freundin" Die haben zusammen übernachtet Und ohne sex. Ich meine du sollst die beiden nicht verhindern zusammen zu übernachten Wenn sie wirklich sex haben will(NB unwahrscheinlich in dem Alter) kannst  du nichts tun das zu verhindern. Ich meine es wäre besser in einem Bett im Vergleich mit Toalette,Wald usw.

Antwort
von user30, 414

ich kann euch alle verstehen. doch setzt euch in seine situation rein: was ist denn schöner, als bei der freundin in den armen einzuschlafen?

ich bin jetzt 16 jahre alt und habe meine mutter dafür gehasst, sie schlecht behandelt, bis ich mich von alleine durchgesetzt habe und mich verselbstständigt habe. ich habe jetzt um einiges besseren bezug zur mutter als zuvor. also wieso nicht einfach mal dem kind die verantwortung in die hand geben?

klär bitte dein sohn davor noch gut über verhütungsmitteln auf. mach ihm klar, dass sein penis zu klein für das kondom ist und somit er seine freundin beim sex schwängern kann. es könnten sehr hohe kosten entstehen bei einem kind.

Kommentar von user30 ,

..und sex kann er auch ohne bei ihr zu schlafen haben. wenn man will, kann man's immer.

Kommentar von Mum1976 ,

Ich versuche ihn später darauf anzusprechen.Danke

Antwort
von Street1Devil, 376

Hallo erstmal,
Wenn sie Ihrem sohn zutrauen würden das er jetzt schon in diesem Jungen und unerfahrenem Alter Sex haben könnte,würde ich mir das noch mal sorgfältig überlegen aber falls Sie es ihm doch erlauben würden,würde ich ihm sicherhalts halber kondome oder so mit geben den diese junge Leibe die sie jetzt haben hält keine 2 Jahre mehr,das kann ich Ihnen auch garantieren. Falls sie sex haben sollten (was ich auch befürchte was der Plan ist,denn ansonsten könnten Sie auch ganz einfach was ausmachen oder so) denken Sie bitte daran ihn aufzuklären denn in dem jungen Alter kann man kaum ein Kind erziehen und noch dazu ist abtreiben ja im Grunde genommen Mord.Es könnte auch sein das sie keinen Sex haben werden da ihre Eltern ja bestimmt da sind ,Aber sowas wie Petting ist bestimmt geplant.wenn sie es ihm nicht erlaubten wollen sagen sie es ihm aufbleiben Fall so denn dieses verbot macht das ganze ja noch spannender, Also würde ich einfach sagen:"am nehsten Tag ist schule oder da ist es schlecht da hatte ich vor mit dir Abend ins Kino zu gehen oder du solltest lieber lernen also ich hab nicht dagegen aber vielleicht nächstes Wochenende" oder so. Denn wenn sie es verbieten ist es viel zu verlockend es doch zu tun und denken Sie dran wenn sie nein sagen werden sie es trotzdem tun und das ohne Schutz.

Antwort
von TheAllisons, 341

Rede mit den Eltern des Mädchen, sie sollen sie in zwei verschiedenen Schlafzimmer unterbringen

Antwort
von alvajaro, 337

Ich finde mit 12 Jahren, sind die beiden noch viel zu jung um die Nacht miteinander zu verbringen. Ich würde es nicht erlauben.

Man kann zwar durch ein Verbot nicht verhindern, dass die beiden Sex haben (demnach wäre es an der Zeit für ein ausführliches Aufklärungsgespräch - besonders was Verhütung angeht) - Sex kann man ja auch tagsüber haben.

Aber wenn einem schon in jungen Jahren alles erlaubt wird, verliert sowas schnell seinen Reiz und man hat nichts mehr auf das man sich freuen kann. 

(Von diesen bedeutungslosen Geburtstagen, an denen man kein neues Level freischaltet, gibts im Erwachsenenalter (bis man alt genug ist um in Rente zu gehen vielleicht), ohnehin genügend. Da sollte man die paar Jahre, in denen ein Geburtstag wirklich etwas Besonderes ist, lieber genießen.)

Kommentar von Libertinaer ,

Aber wenn einem schon in jungen Jahren alles erlaubt wird, verliert sowas schnell seinen Reiz und man hat nichts mehr auf das man sich freuen kann.

Also ihren Kindern haben meine Eltern keine Verbote auferlegt. Zum einen, weil sie davon ausgingen, dass wir nichts machen, was wir nicht tun möchten, zum anderen, weil, O-Ton meine Mutter: "Wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch. Und da ist es mir lieber, wenn meine Kinder es dort tun, wo es sicher ist und sie schnell Hilfe bekommen können, als dass sie irgendwohin gezwungen werden, wo das nicht der Fall ist."

Und was soll ich sagen: Das plus an Erfahrung und die entspannte Einstellung zur Sexualität haben nicht nur meine jungen Jahre, sondern auch alle folgenden sehr positiv geprägt.

Und "freuen" tue ich mich immer noch. Aber hallo! ;-)))

Antwort
von jovetodimama, 340

Du schreibst: "Ich habe sie schon mehrfach dabei erwischt wie seine Freundin auf ihm lag,und sie sich geküsst haben..."

Unter diesen Umständen kannst Du es auf keinen Fall erlauben, dass die beiden eine Nacht miteinander verbringen!

Das wäre für mich sogar ein Grund, auch das Zusammensein der beiden tagsüber nurmehr unter Aufsicht einer dritten Person zu ermöglichen, bis wenigstens beide Kinder 14 Jahre alt sind. Die Zwischenzeit würde ich dazu nutzen, erstens meinen Sohn selbst und umfassendst aufzuklären - das also keinesfalls der Schule und dem Internet zu überlassen - und zweitens den Kontakt mit den Eltern des Mädchens zu suchen und ihnen meine Beobachtungen (und Befürchtungen) mitzuteilen.

Kommentar von Libertinaer ,

Dir ist aber schon bewusst, dass Eltern sexuelle Beziehungen ihrer U14-Kinder zwar verbieten dürfen, aber nicht verbieten sollen?

Entsprechend dürfen die Eltern das auch fördern.

Und ab 14 dürfen sei es dann auch nicht mehr verbieten.

Und das das alles so ist, da haben sich die Sexualpädagogen durchaus etwas dabei gedacht ... ;-)

Kommentar von jovetodimama ,

Ich war älter, als ich meine ersten Erfahrungen machte, und ich wäre - schon damals, nicht erst im Nachhinein - froh gewesen, meine Mutter hätte mir das verboten. Das hätte mir vieles erspart!

Jetzt, wo ich selber Mutter bin, werde ich mich da, wo es um meine eigenen Kinder geht, sicher nicht in erster Linie darum kümmern, was "Sexualpädagogen" empfehlen, sondern auf mein Bauchgefühl hören.

Es geht ja bei der ganzen Frage nicht darum, ob man den Kindern aus überholten moralischen Gründen einen Spaß verbieten muss oder soll oder darf, sondern es geht doch eigentlich darum, dass die mögliche Zeugung eines neuen kleinen Menschen bedacht werden muss.

Kommentar von jovetodimama ,

 Soweit meine erste Antwort.

Nun habe ich interessehalber in Deinem Profil nachgesehen, was Du sonst noch so schreibst, und ich kann nur sagen: Hut ab, Du hast eine gute Einstellung!

Trotzdem halte ich 12 Jahre für so extrem jung, dass ich meinen Rat an Mum1976, ihren Sohn mit seiner Freundin nicht zu zwei alleine zu lassen, bis beide Kinder 14 Jahre alt sind, deshalb nicht revidieren würde.

Diese ca. eineinhalb Jahre braucht man als Mutter leicht, um sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass das eigene Kind nun wirklich eine sexuelle Beziehung hat, und man braucht diese Zeit leicht, um den Kindern alles, was es rund um die Sexualität zu wissen gibt, bei guten Gelegenheiten unverkrampft zu erklären und sich in zwanglosen Gesprächen zu vergewissern, dass die Kinder auch wirklich alles verstanden haben. - Hätte meine Mutter das bloß so gemacht! Was wäre mir erspart geblieben! (Einfach alles erlauben, nur weil die Kinder ein bestimmtes Alter erreicht haben, ist genauso wenig eine Lösung, wie einfach alles verbieten, nur weil die Kinder ein bestimmtes Alter noch nicht erreicht haben.)

Wäre aber bei Mum1976 und ihrem Sohn und seiner Freundin alles längst erklärt und verstanden und allseits akzeptiert - trotz der 12 Jahre, die die beiden erst sind - dann würde Mum1976 kaum diese Frage hier gestellt haben. So ist der vom Gesetzgeber vorgeschlagene 14. Geburtstag als "Limit" ein gewisser Anhaltspunkt, bis wann die entscheidenden Gespräche stattgefunden haben sollten, aber auch, wie lange wir als Eltern durchaus brauchen dürfen, bis wir unsere Kinder auch in dieser Hinsicht loslassen.

Kommentar von Libertinaer ,

Nun habe ich interessehalber in Deinem Profil nachgesehen, was Du sonst noch so schreibst, und ich kann nur sagen: Hut ab, Du hast eine gute Einstellung!

Danke für die Blumen! :-)

ihren Sohn mit seiner Freundin nicht zu zwei alleine zu lassen

Das geht vielleicht zuhause - jedenfalls wenn ein Elternteil nicht berufstätig ist, und nach Ende der Schule (bzw. ganztägig in der Ferienzeit) niemals außer Haus geht. Ansonsten ist das UN-MÖG-LICH! 8-)

Diese ca. eineinhalb Jahre braucht man als Mutter leicht, um sich an den Gedanken zu gewöhnen

Eltern haben rund 12 Jahre Zeit, sich an diesen Gedanken zu gewöhnen! 8-) Ich selbst habe mit 9 angefangen, gezielt und absichtsvoll die Nähe von Mädchen zu suchen. Und in dem Alter war ich auch zum ersten Mal richtig verliebt (im Gegensatz zu vorherigen "Schwärmereien"). Also bitte, ...

... nicht von sich auf andere schließen! Manche Eltern verdrängen das Thema ggf. eben auch nicht, und warten bis auf den letzten Drücker, sondern...

und man braucht diese Zeit leicht, um den Kindern alles, was es rund um die Sexualität zu wissen gibt, bei guten Gelegenheiten unverkrampft zu erklären

... klären ihre Kinder schon beizeiten auf! Sexualerziehung ist NICHTS, was man kurz vor knapp mal intensiv abhandelt, wenn der Nachwuchs bereits Sexualkundeunterricht hatte und es ihm schon peinlich ist, mit den Eltern darüber zu reden. Das ist ein Prozess von Geburt an.

(Einfach alles erlauben, nur weil die Kinder ein bestimmtes Alter erreicht haben, ist genauso wenig eine Lösung, wie einfach alles verbieten, nur weil die Kinder ein bestimmtes Alter noch nicht erreicht haben.)

  1. Sexualität begleitet uns unser ganzes Leben! Das ist nichts, was man erst macht, wenn man ein bestimmtes Alter erreicht hat. Sexualpädagogisch belesene Eltern wissen das. Manche Eltern haben es als Kind selbst erlebt. und manche bekommen das auch bei ihren Kindern mit, wenn auch nicht notwendigerweise (die größte Chance besteht vor 5, weil i.d.R. erst ca. ab diesem Alter der Konzept der Privatsphäre existiert: ab da agiert man dann lieber heimlich, also verborgen vor den Eltern).
  2. Mit 14 ist die Zeit des Erlaubens oder Verbietens vorbei! Spätestens dann dürfen die "Kleinen" machen was sie wollen, mit wem auch immer der das möchte! Oder um eine Analogie zum Straßenverkehr zu bemühen: Mit 18 kann ihnen - nach einer vorgeschriebene Fahrprüfung - jede zwielichtige Person einen Autoschlüssel in die Hand drücken, und fragen: "Na, möchtest du mal meinen Ferrari auf der Autobahn ausfahren?" Und ggf. stehst Du mit geballten Fäusten neben deinem vor Freude sabberndem Kind, guckst blöd aus der Wäsche und kannst nichts dagegen tun - außer hoffen, dass dein Kind vorsichtig ist, Spaß hat UND es überleben wird. Umso unverständlicher, wenn man sein Kind bis dahin prinzipiell vom Verkehrsübungsplatz (sprich: ungefähr gleichaltrige Beziehung) ferngehalten hat, ja, selbst das Fahrradfahren im Straßenverkehr verboten hat. Und der Tag dieser Selbstständigkeit ist beim Thema Sexualität halt nicht bei 18, sondern bei 14 (und ja: der Gesetzgeber hat sich etwas dabei gedacht - aber bis dahin ist ja auch mehrfach Sexualkundeunterricht vorgeschrieben)!

So ist der vom Gesetzgeber vorgeschlagene 14. Geburtstag als "Limit" ein gewisser Anhaltspunkt, bis wann die entscheidenden Gespräche stattgefunden haben sollten, aber auch, wie lange wir als Eltern durchaus brauchen dürfen, bis wir unsere Kinder auch in dieser Hinsicht loslassen.

Nein, der 15. Geburtstag (also wenn man 14 wird), ist gesetzlich gesehen das absolute Maximalalter (s. Ferrari-Analogie), kein "gewisser Anhaltspunkt". Wer erst dann mit dem Loslassen beginnt, handelt verantwortungslos! Mit 12 ist man kein kleines Kind mehr. Das sagen nicht nur 12-Jährige, das sagen auch die (Sexual-)Pädagogen. Also bitte: Der Gesetzgeber hat sich durchaus etwas dabei gedacht, dass vor 14 Sex mit anderen U14 nicht nur erlaubt ist, sondern von den Eltern auch gefördert werden darf (und auch sollte, wenn man den Sexualpädagogen, auch denen des Bundesgesundheitsministeriums, glauben schenken darf, die das zumindest sachlich begründen können).

Natürlich hat gerade bei so etwas persönlichem wie Sex jeder zurecht seine eigene Meinung. Aber wenn schon ein positives Vorbild durch die eigenen Eltern fehlt, wie auch eigene positive Erfahrung, so können die Fachleute doch zumindest dies ein wenig ausgleichen, schon indem sie nicht nur fachkundige Ratschläge haben, die man zumindest mal anhören und überdenken kann. Sie können auch aus dem Thema ein wenig die Emotion nehmen, und dafür mehr Sachlichkeit hinein. Und sie können den Blick weitern, über die eigene, persönliche Einstellung hinaus, auch wie es den Kindern dabei geht. Wie gesagt: Sei sind keine Klone der Mutter oder des Vaters, sondern ganz eigene Persönlichkeiten.

Kommentar von Libertinaer ,

Ich war älter, als ich meine ersten Erfahrungen machte, und ich wäre - schon damals, nicht erst im Nachhinein - froh gewesen, meine Mutter hätte mir das verboten. Das hätte mir vieles erspart!

  1. Du bist du, und deine Kinder sind keine Klone von dir, sondern eigene Persönlichkeiten, mit eigenen Wünschen und eigenen Bedürfnissen und eigenen Lebensanschauungen.
  2. Andere Menschen waren es und sind Entscheidungen im Reinen. Unterstelle deinen Kindern nicht deine Fehler bzw. Versäumnisse, sondern erziehe sie so, dass sie frei von (auch deinen) Zwängen in der Lage sind, eigene Entscheidungen zu treffen. Helfe ihnen, sollten sie dabei stolpern, aber verhindere nicht die ersten Schritte, um jegliches Stolpern auszuschließen. 

Jetzt, wo ich selber Mutter bin, werde ich mich da, wo es um meine eigenen Kinder geht, sicher nicht in erster Linie darum kümmern, was "Sexualpädagogen" empfehlen, sondern auf mein Bauchgefühl hören.

Schade, Fachleute können ja so hilfreich sein. Sie können Z.B. Vorschläge machen, die man ja wenigstens mal bedenken kann. Sie können unberechtige oder übertriebene Ängste minimieren, indem sie weniger Emotionalität und mehr Sachlichkeit in die Überlegungen bringen. Sie können erklären, warum man sich als Eltern ggf. mit dem Thema schwer tut, und geben Ratschläge, wie man es trotzdem hin bekommt.

Es geht ja bei der ganzen Frage nicht darum, ob man den Kindern aus überholten moralischen Gründen einen Spaß verbieten muss oder soll oder darf, sondern es geht doch eigentlich darum, dass die mögliche Zeugung eines neuen kleinen Menschen bedacht werden muss.

? "Moral" ist nicht (mehr) das Thema, sprach sie, und brachte dann die Moral ins Spiel! ^^ Hallo?

Ein Schwangerschaftsabbruch kann heutzutage - ohne Eingriff - rein medikamentös erfolgen, was es zu einer rein "moralischen" Frage macht (und was "moralisch" bzw. "unmoralisch" ist, definiert jeder selbst). Aber der Punkt ist: Wenn man die westlichen Industrienationen betrachtet, welche Nationen führen die Liste der unerwünschten Teenagerschwangerschaften an, und welche sind mit den wenigsten Schwangerschaften am Ende der Liste zu finden? Und da sieht man, dass je restriktiver die Gesellschaft mit der Sexualität Minderjähriger umgeht, umso höher ist die Zahl, und umso toleranter, desto niedriger. Nicht umgekehrt!

Warum ist das so?

Weil die Natur ihren Weg findet,

  • egal welche Ängste Eltern haben.
  • auch wenn keine Verhütungsmittel zur Verfügung stehen.
  • erst Recht wenn sich Kinder im Fall des Falles gar nicht trauen, sich an die Eltern zu wenden - bis es zu spät ist (und das gilt sowohl für Verhütungsmittel wie die "Pille danach", wie auch für Schwangerschaftsabbrüche).

Tja, hier darf man in jedem Alter Sex haben, die Eltern dürfen das auch fördern, die Kinder werden staatlich aufgeklärt (zu meinen Zeiten ab der Grundschule, heutzutage geht es schon im Kindergarten los) und dürfen Zugriff haben auf Verhütungsmittel, und in den USA ist ggf. alles - zumindest bis 16 - nicht oder deutlich schlechter der Fall. Und daher: die ganz oben, wir ganz unten, und wer nicht ganz so prüde aber auch nicht so tolerant ist (sprich: staatliche Aufklärung und Verhütungsmittel okay, aber "man" spricht eher nicht darüber), in der Mitte.

Und Statistiken können ja helfen, Dinge sachlicher zu sehen:

  • Knapp 1% der schwangeren Minderjährigen sind hierzulande 13 oder jünger.
  • Rund 91% sind 15 oder älter - natürlich umso mehr, je älter -, was 8-9 Mädchen von 1000 betrifft, von denen rund die Hälfte austrägt, und die andere Hälfte abbricht.
  • Aber rund 80% haben vor 14 Sex i.A., und rund 10% konkret Geschlechtsverkehr, was den Altersdurchschnitt für das "erste Mal" auf rund 14,5 drückt (mit sonstigem Sex fängt man naturgemäß eher an ;)).

Oder anders gesagt: Die allermeisten U14 haben sexuelle Erfahrungen gemacht, aber nur ein vergleichsweise "kleiner" Teil hatte GV. Und trotz der rund 80% mit Sex- bzw. 10% mit GV-Erfahrung werden die U14 insgesamt nur zu einem Anteil schwanger, der nicht in Prozent darzustellen ist, sondern unter einem Promille ... 

(Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)

Klar, auch wenn eine U14-Schwangerschaft vergleichsweise selten vorkommt, ist es ärgerlich, wenn es die eigene Familie betrifft. Aber bedenke: Die Folgen sind heutzutage sehr gut beherrschbar (etwaige Unterstellungen psychischer Langzeitprobleme sind wissenschaftlich widerlegte Erfindungen religiöser Fundamentalisten). Zumal im Vergleich zum Risiko ggf. langwieriger bis tödlicher Verletzungen. dem wir unsere Kinder aussetzen, indem wir sie z.B. Fußball spielen oder Fahrrad fahren lassen. Trotzdem höre ich immer nur, dass (manche, nicht alle!) Eltern ihren Kindern Sex verbieten möchten, nicht aber Sport - geschweige denn, dass sie sie zuhause einsperren, weil sie außer Haus tot gefahren werden könnten.

Persönliches(!) Moralempfinden hin oder her: Mir scheinen da etwas die Maßstäbe durcheinander geraten!

Kommentar von jovetodimama ,

Dir scheint das Thema ja außerordentlich wichtig zu sein. Du weißt auch erstaunlich gut darüber bescheid.

In einzelnen Formulierungen schießt Du aber doch etwas über Dein Ziel hinaus. (z.B. "geschweige denn, dass sie sie zuhause einsperren, weil sie außer Haus totgefahren werden könnten"). Es gibt ja auch hier noch einen  Mittwelweg zwischen der Variante, die Kinder einzusperren, und der Variante, sie ohne jeden Hinwei auf Gefahren nach draußen zu schicken.

Auch scheinst Du doch ein etwas unzutreffendes Bild von mir zu haben, da Du offenbar annimmst, dass ich die Meinung von Fachleuten ablehne, ohne mich mit ihr befasst zu haben, und das Thema statt dessen emotional behandele. ("Schade, Fachleute können ja so hilfreich sein. Sie können Z.B. Vorschläge machen, die man ja wenigstens mal bedenken kann. Sie können unberechtige oder übertriebene Ängste minimieren, indem sie weniger Emotionalität und mehr Sachlichkeit in die Überlegungen bringen. Sie können erklären, warum man sich als Eltern ggf. mit dem Thema schwer tut, und geben Ratschläge, wie man es trotzdem hin bekommt.")

Nicht alle Kinder sind so extrem frühreif, dass sie schon mit 9 Jahren absichtsvoll die Nähe des anderen Geschlechts suchen und mit 12 Jahren regelrecht danach lechzen, endlich Geschlechtsverkehr haben zu dürfen. Solche Kinder gibt es auch, das stelle ich nicht in Frage, aber ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass das die Mehrheit ist.

Als Eltern hat man seine Kinder lieb und versucht, sie bestmöglich auf alles, was ihnen im Leben so wiederfahren könnte, vorzubereiten. Trotzdem bleibt dieses Bemühen ein unvollkommenes Stückwerk. Ich mache keinem einzigen Elternteil einen Vorwurf, in der einen oder anderen Hinsicht versagt zu haben oder zu streng gewesen zu sein, auch nicht meinen eigenen Eltern.

Enttäuscht zu sein von den eigenen Eltern kann fast nicht ausbleiben - enttäuscht zu sein von den eigenen Kindern übrigens auch nicht. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder man akzeptiert, dass weder Eltern noch Kinder perfekt sind und lebt sein Leben nichtsdestotrotz dach bestem Wissen und Gewissen, oder man kann dies nicht akzeptieren und zieht schnellstmöglich von den eigenen Eltern aus, um dann kinderlos zu bleiben.

Die Erziehung und Aufklärung hinsichtlich Sexualität ist ja auch bei weitem nicht das einzige herausfordernde Gebiet innerhalb der Erziehung, da gibt es noch so manche Themen, die mindestens so schwierig zu handhaben sind, z.B. das Thema "Gewalt" und "Notwehr". Auch das ist ein Thema, das nicht erst mit 12 oder 13 verhandelt werden kann, sondern schon ab dem Babyalter mitschwingt.

Insgesamt habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass man Erziehung nicht aus Ratgebern und Büchern lernen kann. Anregungen kann man sich daraus holen, Wissen kann man sich lesend aneignen, aber Erziehung lernt man - genau wie autofahren - nur per "learning by doing".

Kommentar von jovetodimama ,

Das dürfte gleichfalls interessant sein: Die zitierte Aufklärungsbroschüre wurde nach einer Klage aus dem Repertoire der kostenlosen Broschüren entfernt.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/koerper-liebe-doktorspiele-von-der-ley...

Kommentar von jovetodimama ,

Es existieren keinerlei Langzeitstudien zu den psychischen Folgen medikamentöser Schwangerschaftsabbrüche bei minderjährigen Schwangeren. Dass negative Folgen nur eine Erfindung religiöser Fundamentalisten seien, ist daher nicht belegt. - Unabhängig von der Frage, wie viele Frauen durch die Spätfolgen wie sehr in ihrem weiteren Leben belastet werden, ist es eine Unverschämtheit gegenüber darunter leidenden Frauen sowie gegenüber besorgten Eltern, Bedenken in dieser Hinsicht mit einem Satz vom Tisch wischen zu wollen.

Antwort
von safur, 248

Ich finde das nicht schlimm. Wenn die anderen Eltern auch nichts dagegen haben, was soll schon groß passieren.

Ich glaube auch nicht, dass die miteinander schlafen.

Es ist immerhin ehrlich und offen wenn er direkt fragt, anstatt es zu verheimlichen oder wie auch immer.

Antwort
von XxDerHelferXD, 257

Sie sollten aufjedenfall mal ganz inruhe mit ihm reden. Man könnte es wahrscheinlich sowieso nicht verhindern , aber ich würde im nochmal inruhe sagen , dass sie damit noch warten sollen. Wenn dann der Zeitpunkt gekommen ist , ihm aufjedenfall Verhütungsmittel mitgeben. Diese Probleme haben viele Eltern , man kann sich bestimmt in Forums darüber austauschen. Viel Glück!

Antwort
von Sparklinggg, 280

Gib ihm Kondome mit wenn er drüben schlafen darf. Ansonsten knall hart nein sagen :P Ich wäre für letzteres und ein klärendes Gespräch würde bestimmt helfen.

Antwort
von SJ7IFVQ5, 266

Was kann er bei ihr nachts machen was er tagsüber nicht kann...
Meine Eltern lassen mich auch nicht bei meinem Freund schlafen und trotzdem haben wir sex...
Ich denke aber nicht das sie mit 12 wirklich Sex haben...

Kommentar von Street1Devil ,

könnte aber gut möglich sein, ein paar aus meiner alten Klasse hatten schon mit 11 geschlechtferkehr und würden von einem Lehrer erwischt dieser hat die Eltern zu einem Gespräch eingeladen

Kommentar von Libertinaer ,

Jo, ist in meiner Jugend einem befreundeten Nachbarsjungen mit 12 auch passiert.

Sein Vater hat nur lächelnd mit den Achseln gezuckt, und gesagt, er hätte auch in dem Alter angefangen. Thema beendet. ^^

Tja, zuhause wäre das nicht passiert.

Und meine Eltern waren da auch entspannt. Also WENN man mich außerhäusig erwischt hätte (wozu keine Notwendigkeit bestand - aber Gelegenheit macht Liebe ;-)), dann hätte mein Vater dazu bestimmt auch ein paar passende Worte gefunden! Der hätte sich auch nur an den Kopf gefasst, und gefragt, ob man keine wirklichen Probleme hätte.

In einem harmloseren Fall ist das auch als Familienanekdote überliefert ... :)

... denn mich hat er damals erst gar nicht damit belastet. Die Geschichte habe ich erst viel später erfahren.

Kommentar von SJ7IFVQ5 ,

Aber eher unwahrscheinlich und wenns passiert ist es auch nicht schlimm solange sie verhüten finde ich...

Kommentar von hi120 ,

Naja ich bin auch 12 und das es mit 12 nicht passiert ist nicht gesagt sagt auch meine Freundin neben mir

Antwort
von luisekraemer99, 305

Ich würde es niemals erlauben er ist noch ein Kind mit 12!! Und vor allem Fehler Sexualität nicht in die Kindheit und vllt wenn was schief geht wird er es sein Leben lang bereuen .... und oft verstört es so Kinder und sie können sich nicht frei entwickeln das ist meine Meinung :)

Antwort
von Hogwarts03, 231

Trichtere es deinem Sohn einfach ganz stark ein, dann wird schon nichts geschehen. 

Antwort
von GiannaS, 188

Mein Sohn ist auch so alt:

Bei uns gilt - übernachten ja, aber die Tür bleibt offen 😉

Antwort
von cucki28, 193

Du kannst ihm natürlich nein sagen, aber irgend wann wird er es eh machen...

Antwort
von NachoF4n, 231

Ich würde offen mit ihm darüber reden und ihm zur Not eine Packung Kondome mit geben (Wenn es Kondome in seiner Größe gibt).

Antwort
von StrongSoul, 189

Wenn die beiden schon an Sex denken, etc werden sie mieinander auch Tagsueber miteinander schlafen.... Es wird nichts daran aendern ob er bei ihr uebernachted oder nicht.

Antwort
von Mathefreak1563, 268

würde es nicht erlauben. was man auf instagram und so liest kann es durchaus passieren ;)

Kommentar von Mum1976 ,

Was liest man denn auf Instagram? 

Kommentar von Mathefreak1563 ,

teilweise posten 14 jährige ihre erfahrungen mit analverkehr...

Kommentar von Mum1976 ,

Was,echt? Mit 14 Analverkehr? Das ist doch echt unglaublich...

Kommentar von Mathefreak1563 ,

könnte den screenshot raussuchen wenn sie mir nicht glauben...

Kommentar von Mum1976 ,

Ja,okay

Kommentar von XxDerHelferXD ,

Ja was da so steht es wirklich unglaublich. ich zitiere mal: " ich beichte das ich letztens mit meinem Freund gevögelt hab und dann hab ich meine als Tage bekommen , er hat das Blut dann als Gleitgel für meinen Popo genommen." ( 12 Jahre alt)

Kommentar von Mum1976 ,

Das ist krank. Wie kann man sowas auf einer Seite posten,auf der wahrscheinlich mein Sohn auch unterwegs ist? Wieso wird sowas dort nicht gesperrt?

Antwort
von helpplease1010, 219

Deinem Sohn gehört mal ordentlich erklärt dass er ein 12 jähriger kleiner Junge ist der auch wenn seine Mutter in sein Zimmer kommt nicht sie anzuschreien hat. Wo ich mir an deiner Stelle Gedanken machen würde ist in welchen Kreisen er sich so rum treibt. Wie alt ist denn seine Freundin denn ich kenne keine 12 jährigen Mädchen die das Thema Sex überhaupt ansprechen wollen. 

Wenn alles nichts hilft würde ich ihn aber auf das Thema Sex ansprechen denn mann kann ihn nicht aufhalten wenn er sich nicht aufhalten lässt.

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