Frage von MapleSyrop, 83

Siemens Waschmaschine schleudert schlecht?

Liebe gf-Gemeinschaft,

wir haben seit ca. zwei Jahren eine Siemens iQ300 vario perfect, die seit unserem Umzug hin und wieder schlecht schleudert. Die Wäsche ist, wenn das passiert, nicht mehr tropfnass, aber definitiv nicht so gut geschleudert wie früher. Wir haben aber unsere Einstellungen nicht geändert und auch nicht unsere Gewohnheiten der Befüllung.

Flusensieb etc. wurden fachmännisch gereinigt, der darauf folgende Waschgang war o.k., der übernächste wieder - und dann gab es wieder zu nasse Wäsche als Ergebnis. Dann wiederum war es wieder o.k. - Wir können bei der Maschine nicht "schleudern" separat einstellen, es steht nur "spülen / schleudern" zur Wahl. Ein Bekannter will bemerkt haben, dass sich als Schleuderzahl einmal plötzlich 1200 statt der eingestellten 1400 darstellten, ohne dass jemand drangekommen ist und das verstellt haben könnte.

Der Techniker sprach von Unwucht bei großen Teilen (Decken, Spannbettlaken), die kleine Teile in sich aufnehmen und einen Klumpen bilden. Das ist aber früher doch auch schon passiert.

Was kann man da machen?

Liebe Grüße an Euch und lieben Dank im Voraus

Antwort
von meSembi, 55

Ich weiß zwar nicht das Problem, aber du kannst die Wäsche schon erneut schleudern lassen. Dazu einfach das Spülen/Schleudern Programm auswählen. Da musste dann die "Extra Spülen" Taste aktiviert sein. Deaktiviere Sie, stelle die passende Drehzahl ein, dann wird nur geschleudert.

Kommentar von MapleSyrop ,

Danke, werden wir so probieren!

Antwort
von realistir, 38

Was ihr machen könntet ist einiges ;-)
Vor allem mal versuchen Logisch an die Sache heran zu gehen.

Versteht mich jetzt bitte nicht falsch, ich will damit nicht sagen, bisher seid ihr unklug an die Sache heran gegangen ;-) Ich ertappe mich selbst bei einigen unlogischen Zusammenhängen, sage mir, du hast mal wieder nicht aufgepasst, warst früher besser.

So, zur Sache. Stellt einen Wäschekorb oder etwas sinngemäßes vor die Waschmaschine, wartet bis sie ans Spül/Schleuderprogramm kommt.
-Behälter sollte so sein, dass Frau nicht aufwischen muss.-

Bevor die Maschine schleudern will, Tür aufmachen, alle Wäschestücke in Behälter. Wenn Trommel leer, mit Taschenlampe rein leuchten ob Bottich leer ist, also kein Wasser mehr am Boden sichtbar. Falls da noch Wasser sichtbar ist, habt ihr das Problem schon erkannt. 

Es müsste dann der Ablaufweg von Bottich über Flusensieb und Pumpe bis zum oberen Ende des Ablaufschlauches kontrolliert werden.

Nehmen wir an, der Bottich ist leer, kein Wasserrest sichtbar. Nun geht es in zwei Steps weiter. Step1 ist, alle Wäschestücke wieder rein in Maschine, Schleudern lassen und beobachten, wie die Maschine bei diesem Auftrag vor geht. Zu sehen sein müsste, die Trommel wird zuerst mehr mals wie beim waschen rechts und links rum gedreht. Dann beginnt die Trommel schneller zu drehen und wird wieder langsamer.

Das wird zirka 3-4mal so ablaufen und das ist die Phase, die sich Unwuchtkontrolle nennt. Am Motor ist sowas ähnliches wie ein Fahrraddynamo angebracht. Der liefert also der Elektronik eine Information, ob die Trommel sichmit gleicher Drehzahl drehen ließ, oder ob es da ein paar Lücken gab. Die Lücken entstehen, wenn die Trommel sinngemäß unrund dreht. Das bedeutet, die Wäsche ist nicht gleichmäßig verteilt. Folglich versucht die Maschine sie besser zu verteilen, läuft langsamer, und fördert somit dass oben befindliche Wäsche früher runter fällt, sich anders verteilt.

Eine Garantie zur besten Verteilung kann es nicht geben, auch kann die Maschine es nicht stundenlang versuchen. Sie versucht es maximal 4 mal.
Gelingt es dann immer noch nicht, die Wäsche sinnvoller zu verteilen, dann schleudert sie mit geringerer Drehzahl. Eigentlich logisch, oder?

Also im Step1 solltet ihr die Maschine beobachten um zu sehen, was macht sie, bzw wie gut kann sie die Wäsche sinnvoller verteilen.

Im Step2 solltet ihr der Maschine sinngemäß unter die Arme greifen ;-)
Tür auf, Wäsche auf die Hälfte reduzieren, Behälter davor hat diesen Sinn, daneben darf ein weiterer relativ undichter gestellt werden. In den kommt die Wäsche, die bei der ersten Hälfte geschleudert wurde, die dürfte relativ trocken sein.

Ist die erste Wäschehälfte geschleudert worden, dann zweite Wäschehälfte schleudern lassen. Beurteilen, ob Schleuderergebnis nun gut ist. Wenn ja ist Waschprogramm beendet. Wenn nein, andere -vorgeschleuderte- Menge nochmal rein in Maschine und nochmals mit höherer Drehzahl schleudern lassen.

Wichtig für Euch sollte immer das Waschergebnis sein. Falls ihr der Maschine sinnvoll unter die Arme greifen müsstet,solltet ihr es tun.
Die Maschine ist sinngemäß ein stupide programierter Waschroboter der nur sein Programm abarbeiten kann.

Kommentar von MapleSyrop ,

Danke für den sehr ausführlichen und gut verständlichen Kommentar. Wir werden das so ausprobieren. Die heutige Wäsche kam wieder in normalem Zustand raus, es hatte sich allerdings auch kein Riesenknubbel gebildet, weil kein Spannbettlaken dabei war.

Antwort
von MancheAntwort, 35

kann es sein, dass die WaMa nicht gerade steht und /oder kippelt ?

dann könnte es nämlich passieren, dass sie sich nicht selbst auswuchten

kann und dadurch nur sehr geringe Schleuderdrehzahlen zulässt....

Kommentar von MapleSyrop ,

Danke! Das ist natürlich eine Idee, da wird morgen Jemand mit der Wasserwaage nachprüfen, wie die Statik ist. Es ist ja auch in der alten Wohnung beim Waschen zur Bildung größerer Ballen gekommen, da war dann aber trotzdem alles in Ordnung.

Antwort
von wolfram0815, 36

Ein ähnliches Problem hatte ich mit meiner Mielewaschmaschine mal. Diese pumpte nicht immer komplett ab. Damit war im Laugenbehälter noch Wasser. Die Folge: Die Trommel stand noch etwas im Wasser und konnte somit auch nicht die volle Drehzahl beim Schleudern erreichen.

Die Ursache war ein verstopfter Schlauch, der zum Druckausgleich direkt an der Pumpe installiert ist. Es könnte ein ähnliches Problem bei dir sein, aber das ist nur eine Vermutung.

Kommentar von MapleSyrop ,

Ganz lieben Dank, aber es ist ja schon all das nachgeprüft worden, wo eine Blockade entstehen könnte (Schlauch, Anschlüsse, Sieb).

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