Frage von terminxx, 151

Schäferhund bei 60qm Wohnung?

Würde gerne einen Schäferhund halten, wohne allerdings in einer zwei-Zimmer Wohnung mit 60qm inklusive Balkon in einem 8-Familienhaus. Viele Leute sagen mir nun, einen Schäferhund auf 60qm zu halten, wäre nicht in Ordnung und würde nur Ärger mit den Nachbarn geben (wobei Letzteres ja noch mit den Nachbarn abgesprochen werden würde und in der Siedlung allgemein eigentlich viele kleinere Hunde gehalten werden).

Da ich regelmäßig joggen gehe und sich in unmittelbarer Nähe außerdem ein großer Park befindet, hätte er auf jeden Fall genug Auslauf und wäre mehrere Stunden am Tag draußen beschäftigt.

Wie schätzt Ihr das ein und habt ihr diesbezüglich schon mal Erfahrungen gemacht?

Expertenantwort
von VanyVeggie, Community-Experte für Tiere, 103

Hallo, 

einem Hund ist es völlig egal wie groß eine Wohnung ist. Körperlich und geistig ausgelastet wird ein Hund immer draussen. Es würde einem Hund also auch nix bringen, wenn du ein großes Haus mit Garten hättest. 

Es gebe also wegen der Größe nix dagegen einzuwenden. Ich würde mir eher Sorgen um die Treppen machen. Große Hunde, grade Schäferhunde, leiden leider häufig an Hüftproblemen und können keine Stufen steigen. Eines tages wird das evtl auch mal bei deinem Schäfi vorkommen. Und dann? Tragen geht schlecht.

Wenn ihr im EG wohnen solltet oder einen Aufzug habt, dann kann das natürlich klappen. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Kommentar von terminxx ,

Vielen Dank. Ich wohne im ersten Stock, also besonders viele Stufen sind es nicht. Meinst Du damit würde er zu recht kommen oder ist das keine gute Idee? Sollte ich ihn dann hochtragen, so lange er noch leicht genug ist?

Kommentar von VanyVeggie ,

Keine gute Idee. Der Schäfi meiner Mutter z.B schafft es noch nicht mal aus dem Kofferraum zu springen, geschweige denn dafür eine Treppe zu nutzen. Er braucht wirklich eine Rampe. 

Einen Welpen würde ich hochtragen, ja. Unabhängig davon welche Rasse. 

Antwort
von Dxmklvw, 81

Die Wohnung ist für den Hund in der Hauptsache nur der Schlaf-, Ruhe- und Freßplatz. Zur Bewegung und zur Abdeckung der natürlichen Bedürfnisse braucht das Tier das "draußen". Es reichen sogar schon 40 qm Wohnfläche, wenn man es so einrichtet, daß auch der Hund zu seinem Recht kommt.

Wichtiger als die Wohnungsgröße ist, wie die Wohnung erreicht wird. Viele Treppenstufen hochsteigen ist für Schäferhunde auf lange Sicht Gift, besonders, wenn das Tier älter wird.

In der Wohnung selbst genügt es, wenn der Hund einen sicheren Bereich hat, z. B. eine Decke in einer Zimmerecke oder irgend etwas, was dem nahe kommt. Das muß dann ein Platz sein, an dem der Hund auch vor dem "begrabbelt werden" und vor Tadel geschützt ist.

Ob es Ärger mit den Nachbarn gibt oder nicht, hängt von vielen Umständen ab. Wenn es alle Nachbarn in Ordnung finden und der Vermieter damit einverstanden ist, dürfte es so lange kein Problem geben, wie der Hund niemanden anknurrt oder beißt oder sich als Dauerkläffer zeigt.

Kommentar von terminxx ,

Vielen Dank. Ich wohne im ersten Stock, also besonders viele Stufen sind
es nicht. Meinst Du damit würde er zu recht kommen oder ist das keine
gute Idee? Sollte ich ihn dann hochtragen, so lange er noch leicht genug
ist?

Kommentar von Dxmklvw ,

Jungen Hunden, speziell wenn sie erst 3 Monate alt sind, sollte man das Treppensteigen besser nicht zumuten, ebenso wie zu lange Wege (Gassirennen), weil ein Hund dazu neigt, ohne Rücksicht auf die eigenen Gesundheit mitzuhalten, nur um Herrchen oder Frauchen zu gefallen.

Das kann man im Voraus nie wissen. Ich hatte mal eine Schäferhündin und wohnte im 6. Stockwerk eines Hochhauses.

Die wenigen Stufen vom und zum Fahrstuhl waren kein Problem. Doch als die Hündin 8 Jahre alt war, machten sich zunehmend Fehlzuchtbedingte Probleme mit der Hüfte bemerkbar, was so weit ging, daß ich den Hund dann die Stufen hoch- und runtertragen mußte.

Richtig gemein wurde es, wenn mal der Fahrstuhl kaputt war.

Ein paar andere Problem gibt es so ganz nebenbei auch. Ich hatte mal eine schwere Grippe, aber die Hündin mußte trotzdem nach draußen.

Und wenn mal ein Tierarzt nötig ist, dann sollte man besser schon vorher wissen, welcher wirklich befähigt ist und darauf verzichten, einen vom Pferd zu erzählen.

Antwort
von Dahika, 44

Ich persönlich habe diese Erfahrung nicht gemacht, da mein Hund nur mittelspitzgroß ist.

Aber der Hundepapst schlechthin, - Eberhard Trummler,  hat über zwei Leute erzählt, die in Berlin im 10. Stock - allerdings mit Aufzug - in einer 40 qm Wohnung zwei dt. Doggen hielten. Er sagte, dass die beiden Hunde sehr glückliche Hunde waren. Sie kamen allerdings auch viel raus, das ist klar.

Wenn Hunde genug Auslauf haben, dann brauchen sie daheim nicht viel Platz. Sofa und ihre Menschen reichen voll auf.

Was völlig überflüssig ist, ist der Garten, nach dem viele Tierheime fragen. Der Garten ist nur die Ausrede für faule Hundebesitzer.

Statt also nach der Größe der Wohnung zu fragen, solltest du dich eher fragen: habe ich genug Zeit, um mit dem Hund rauszugehen. Wenn das gegeben ist, ist die Größe der Wohnung überhaupt kein Problem.


Antwort
von Emmakili, 70

Auf die qm kommt es nicht an, eher darauf wie deine Lebensumstände sind...solltest genug Zeit haben. Ich hab zwei Hunde, zwar ne 110qm Wohnung, aber die Hunde halten sich normal so gut wie immer "im Rudel"auf...ich arbeite nur 50%...um eben zeit für Kinder/Hunde zu haben..und Erziehung ist alles, egal ob Hund oder Kind. (Ich nehme nur "Problemhunde"auf)

Antwort
von Peter42, 57

eine Bekannte von mir hat auch einen Schäferhund, und zusätzlich in einer kleineren Wohnung. Das klappt absolut problemlos, allerdings ist der Hund auch täglich sehr viel draußen und wird dort intensiv beschäftigt (die Bekannte arbeitet nur halbtags, daher ist "Zeit" überhaupt kein Problem). In der Wohnung "ruht" er sich also quasi nur aus, und dafür reicht eine Ecke mit seiner Decke in ihrem Wohnzimmer.

Antwort
von Apollo280, 13

Hallo ich habe selber einen weißen Schäferhund und ich kann nur sagen diese Hunde brauchen enorm viel Beschäftigung. Mein rüde möchte eigentlich den ganzen Tag lang nur laufen laufen laufen. Ich gehe morgens mit ihm mind. 1 Stunde spazieren, dann ist er erstmal für 1 1/2 Stunden zufrieden, dann spiele ich eine halbe Stunde mit ihm im Garten Bällchen, wir haben einen sehr großen Garten. Danach ist Mittagspause und dann muss er wieder beschäftigt werden zB mache ich öfters Agility. Abends muss er dann auch nochmal beschäftigt werden, da förder ich ihn dann zB mit Kopfarbeit also Intelligenzspielen oder sonstiges.  Diese Rasse braucht jedenfalls enorm viel Beschäftigung, sie wollen viel gefördert werden ich gehe jeden Samstag mit ihm in die Hundeschule und werde in Zukunft auch Agility Kurse oder maintrailing Kurse belegen, da er suchspiele im garten liebt. Dir sollte vorher wirklich im Klaren sein wieviel Beschäftigung diese Tiere benötigen und welchen Bewegungsdrang sie haben sie werden schnell unzufrieden wenn sie nicht die nötige Beschäftigung bekommen diese Rasse ist auf jedenfall nichts für Couchpotatos. Von der Größe der Wohnung hängt es nicht ab, aber du solltest viel Zeit haben mit ihm täglich raus zu gehen, mit einmal spazieren gehen ist es nicht getan. Die Treppen könnten im Alter ein Problem werden gerade für Schäferhunde. Fürs Auto haben wir zB eine aufstiegshilfe er ist zwar noch jung aber wir wollen die Gelenke damit schonen. Weiße Schäferhunde haben später jedoch weniger Probleme als zB deutsche Schäferhunde weil sie einen gerade Rücken haben. 

Lg

Antwort
von mel2470, 26

Die Wohnung ist nicht entscheidend , da soll er sich ja nicht austoben .. Wenn er viel Auslauf bekommt und auch Beschäftigung ..(Dinge die jeder Hund braucht ) is die wohnungsgrösse vollkommen egal !

Antwort
von MalinoisDogBlog, 62

Ein Hund braucht keine Große Wohnung/Haus !
Das haus oder die Wohnung gilt als Rückzugs und Ruhe ort.
Solang dein Hund draußen körperlich wie auch Geistig gefordert und ausgelastet wird, ist es kein Problem :)  

Antwort
von whateveridk, 45

Hei, wir haben auch einen Hund, einem Beagle. Mittlerweile ist er 10 Monate alt und wir haben auch nur eine 75 Quadratmeter Wohnung. Aber auch einen Gemeinschaftsgarten und eine Terasse, aber na und wenn du einen Hund haben möchtest und die Voraussetzungen gekleistert sind, dass er oft raus kann. Dann hol dir einem Hund :)

Antwort
von Gargoyle74, 26

Wenn dfer Hnd wenigstens 4 mal am Tag rauskommt und mind. 8-10 km gehen darf ist die Wohnungsgrösse ganz egal. Das sollte eh nur der Ruheort sein und nichts zum Austoben.....

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