Präpositionale Ergänzung oder Adverbielle Bestimmung?

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2 Antworten

Es gibt in der klassischen deutschen Grammatik fünf Satzglieder:

  • Prädikat
  • Subjekt
  • Objekt
  • Adverbiale
  • Attribut

Jedes Satzglied kann nur einmal ausgefüllt werden.

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  Ich       verfolge     den Mann   mit dem Revolver.

Subj.       Präd.             Obj.                    ?

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Bleiben also nur mehr Adverbiale und Attribut. Ein Attribut bestimmt ein Substantiv näher, das Adverbiale hingegen ein Verb.

Damit ist die Entscheidung gefallen: adverbiale Bestimmung.

Natürlich ist die Fügung mit dem Revolver eine Präpositionalphrase, das ist aber nur ihre äußere Erscheinung. Im syntaktischen Zusammenhang bestimmt sie näher, womit das Subjekt sein Objekt verfolgt. 

Die präpositionale Ergänzung steht ad verbum. 

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Satzglieder mit Fragewörtern kenntlich machen zu wollen, ist genauso kindisch, wie es auf den ersten Blick anmutet, und entstammt der Mutter aller kindischen Grammatik: der germanistischen Linguistik. Daher kommen auch zuckersüße Begriffe wie Präpositionalobjekt, Genitivobjekt oder Dativobjekt.

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Es handelt sich um ein Präpositionalobjekt bzw. eine präpsitionale Bestimmung.

Im Gegensatz zur adverbialen Bestimmung kann bei einer Frage nach diesem Satzteil die Präposition "mit" nicht vermieden werden ("Womit verfolge ich den Mann?"). Eine adverbiale Bestimmung wäre z. B. "Ich laufe auf der Straße", denn hier ist auch die Frage "Wo laufe ich?" (ohne "auf") möglich.

Herzliche Grüße

theanybodythere

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