Nachteile eines Boxermotors?

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6 Antworten

Hallo

- aufwändig/teuer in der Herstellung (der teuerste Motor abgesehen von H, U, VV, X oder Y Exoten)
- wegen wenig Bauraum relativ schmalle Hauptlager, benötigt Mehraufwand in der Kurbelwelle (oder man baut einen 180° V Motor)
- wenig Platz für die Abgasanlage speziel bei Turbos
- liegende Zylinder ergeben nach dem abstellen Ölansammelung (Blaurauch) und führt zu teilweise Ölfreien Zylinderwandteilen oben. Ist heute durch Beschichtungen und passende Öle kein Thema.
- Ölinhaltskontrolle bei langen und/oder schnellen Kurven erzwingt tiefe Ölwannen oder Trockensumpf
- Blowbygas Filterung ist aufwändiger obwohl Boxer die geringsten Windageverluste haben
- Schleppverlust ist etwas höher als bei Reihenmotoren
- Kräftebelastete vertikale Gehäusetrennfuge in der Hauptlagergasse (Ausser bei der Alfa Romeo und der Porsche M68 Lösung)
- maximal verbaubare Gesamtbreite im Auto begrenzt denn Hub und/oder Ventiltrieb und/oder die Brennraumform. Deswegen sind Boxer meist überquadratisch/Kurzhuber
- lange Ansaugwege mit Bogen vor Einlassventil bei Zentraleinspritzung/Zentralvergaser (Gut für Drehmoment/Drosselmotorauslegung) ergeben höhere Verbräuche
- Motorbreite führt bei Frontmotorlayout zu kopflastigen Gewichtsverteilungen weil der Boxer vor dem Radhaus sitzen muss oder man macht Kompromisse bei der Rädergrosse und/oder Lenkkreis. Frontmittelmotorlayout ist machbar frisst aber viel Nutzraum.

Tendenzenziel ist der Boxermotor bei identischer Zylinderzahl zu einem Reihenmotor oder V Motor immer der in der "Gesamtgüte" bessere Motor. Deswegen dominieren bis heute Boxermotore bei "kleinen" Kolben-Flugmotoren. Ist einfach der optimale Querschnitt von Leistungsgewicht, Robusheit und geringster Vibrationsbelastung des Flugeräts. Vor allem brauchen Grosskolben Boxer Flugmotore kein Getriebe.

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Ein Boxer hat schon einige Vorteile gegenüber einen Reihen oder V-Motor. So ist der Schwerpunkt tiefer, und auch sehr Vibartionsarm. Diese Vorteile werden alleridngs durch höhere Produktionskosten (Aufwändigere Kurbelwelle und mehr Bauteile) größeren Platzbedarf erkauft. Auch sind die Emmisionen minimal schlechter, da ein Boxer etwas mehr Öl verbrennt als ein Reihen oder V-Motor.

Der Grund, warum Boxermotore so gelobt und gehuldigt werden, sind die Autos oder Motorräder in denen er eingebaut wird.

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Durch das gegenüber liegen der Zylinder ist der Motor sehr vibrationsarm, braucht keine ausgleichwellen, was Gewicht spart und er senkt den Schwerpunkt des Autos deutlich im Vergleich zum konventionellen Reihen- und V-Motor.

Er braucht etwas mehr Öl da es zwei Zylinderbänke sind die räumlich voneinander getrennt liegen und es gibt ihn momentan nur von 2 Marken: Porsche und Subaru


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C&P:

Nachteilig ist die größere Anzahl an Bauteilen und Fertigungsstufen, die in der Serienfertigung zu höheren Fertigungskosten führen. Auch schließt der erhöhte Platzbedarf den Quereinbau (Kurbelwelle quer zur Fahrtrichtung) meist aus.

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Kommentar von freiwild98
13.10.2016, 06:56

ich hätte jetzt einfach gesagt er sit teurer. aber so gehts auch :)

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also ich kenn keine nachteile und fahr subaru bereits 35 jahre.die haben alle über 300 000km gehalten der letzte läuft noch immer und fährt ein anfänger

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Im Zweiradbereich: die Zylinder sind ziemlich ungeschützt. Wenn keine Schutzbügel installiert sind, reicht daher ein Umfaller aus dem Stand, um einigen Schaden zu verursachen.

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