Frage von Sunshinehoney02, 46

MMA lernen?

Ich bin 15 Jahre alt und würde gerne MMA lernen.

Das Problem ist, dass meine Eltern mir nicht erlauben MMA zu machen, da ich ja ein Mädchen bin und es nicht in Ordnung ist für Mädchen Kampfsportarten zu machen (das ist die Sicht meiner Eltern). Ausserdem wird in der Nähe wo ich wohne kein MMA angeboten.

Aus diesen Gründen würde ich gerne MMA bei mir zu Hause lernen, ich könnte gelegentlich auch in das naheliegende Fitnessstudio gehen.

Antwort
von Shiranam, 14

Allein zuhause kannst Du das Kämpfen nicht lernen; weder MMA noch irgendeine andere Kampfsportart. 

Da MMA bei Dir in der Nähe nicht angeboten wird, erübrigt sich auch die Frage, ob Du ohne jedliche Kampfsporterfahrung dort überhaupt beginnen könntest. Bei MMA geht das nämlich oft nicht.

Mein Rat, trainiere erst eine der Kampfsportarten, aus denen MMA besteht; undzwar richtig, unter fachlicher Anleitung eines Trainers im Verein. Vereinbare ein kostenloses Probetraining und lass deine Eltern zuschauen. Dann werden sie relativ schnell merken, dass auch Mädchen einen Kampfsport trainieren können und dass das Training bei weitem nicht so brutal ist, wie Laien es sich vorstellen.

Später, wenn Du mal umziehst, kannst Du dann zum MMA wechseln, wenn Du es dann noch möchtest. Eine gute Basis dafür, hast Du dann jedenfalls.

Antwort
von OnkelSchorsch, 6

Wenn bei dir in der Nähe kein MMA-Club ist und wenn zudem deine Eltern das eh nicht erlauben, dann geht das eben nicht.

Und nein, man kann Kampfsport nicht "zuhause" lernen. Ebensowenig wie du Schwimmen zuhause lernen kannst. Ohne Wasser geht es beim Schwimmen nicht und ohne Trainer und Sportkollegen geht das beim Kampfsport nicht.

Rede mal mit deinen Eltern und weise auf die Wichtigkeit und Nützlichkeit von Selbstverteidigung gerade auch für Mädchen und Frauen hin. Und dann schau mal, was es bei euch am Ort so alles gibt. Gehe dann dort bei den verschiedenen Kampfsportclubs mal zum Probetraining und (wichtig!) nimm deine Eltern dabei mit. Wenn bei mir im Studio Jugendliche erstmals zum Probetraining kommen, erwarte ich sogar, dass mindestens ein  Elternteil mitkommt.

Kommentar von Enzylexikon ,

Sehr gut zusammengefasst. :-)

Antwort
von NorwinSchneider, 14

Ich wurde mal im Sparring von einer Frau verkloppt. 

Es hat überhaupt keinen Wert ob es ein Kämpfer oder eine Kämpferin ist... Erkläre das mal deinen Eltern. Im alten Dänenland haben sie oft mehr Frauen als Männer auf die Raubzüge mitgenommen...

Wenn sie immer noch Nein sagen provoziere sie bewusst in dem du sie fragst ob es ihnen lieber ist das du sicher auf der Straße unterwegs bist oder ein potenzielles Vergewaltigungsopfer... Ist ein bisschen Hart aber wahr. 

Antwort
von LemonT, 10

Erstmal MMA ist kein Kampfstil. Die MMA-Fighter benutzen andere Kampfstile und Kampfstilkombinationen. 

Du kannst dir ja erstmal eine Kampfstil raus suchen der die Anspricht und deinen Eltern sagen, du würdest gerne lernen dich verteidigen zu können.

Ich weiß nicht in wie fern du schon Erfahrung mit Kontakt-Sportarten hast. Du solltest es nicht unterschätzen. Es sieht zwar "machbar" aus und du stellst dir vor wie du dann im Ring kämpfst, aber wenn du das erste mal einen richtig rein kriegst, umgetakelt wirst und den Schmerz spürst öffnet sich dir eine ganz andere Sichtweise auf den Sport. Nicht jeder ist dafür gemacht.  

Deshalb empfiehlt es ich mit einer Kampfsportart anzufangen bei der man nicht direkt (z.B ins Gesicht) zuschlägt, z.B Judo, Ringen. 

Wenn du dann feststellst du kannst mit dem Schmerz und der körperlichen Anstrengung umgehen, hast du ja immer noch die Möglichkeit in einen anderen Sport zuwechseln.

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Kampfsport, 12

Hier wurden die wichtigen Dinge eigentlich schon gesagt. Ich werde aber dennoch auch noch antworten, denn jeder Mensch vermittelt seine Meinung ja anders.

Was die Meinung deiner Eltern angeht - das sei nichts für Frauen und Mädchen - ist natürlich Unsinn. Mein erster Kinder- und Jugendtrainer war beispielsweise eine Lehrerin. ;-)

Kampfsport selbst beibringen

Sich eine Kampfkunst, oder einen Kampfsport selbst beizubringen ist nicht möglich - es fehlen unter anderem Korrektur und Hinweise durch einen Lehrer, sowie die Erfahrung mit verschiedenen Menschen zu trainieren.

Wenn du versuchst, anhand von Büchern oder Videos eine solche Disziplin zu lernen und dann das Gefühl hast, es zu können, ist das eine gefährliche Scheinsicherheit.

Verbot von Kampfsport

Ich vermute, deine Eltern verbieten es dir, weil sie ein falsches Bild von Kampfsport haben und dabei ausschließlich an Vollkontakt-Sportarten mit harten Techniken denken.

Deshalb wäre es wichtig, diese Fehleinschätzung deiner Eltern zu korrigieren.

Ich selbst trainiere beispielsweise die japanische Kampfkunst Aikido und sie sieht keineswegs aggressiv oder brutal aus. Hier ein Beispielvideo in dem auch die pädagogischen Aspekte erklärt werden:

Ich will damit nur das zeigen, was deine Eltern offenbar nicht berücksichtigen: Es gibt viele verschiedene Disziplinen mit ganz unterschiedlichen Ansätzen.

Nicht überall tritt man mit den Knien zu, oder schlägt sich ins Gesicht - das scheinen deine Eltern nämlich zu vermuten.

Probetraining

Wie hier schon gesagt wurde, ist das beste Überzeugungsmittel vermutlich ein Probetraining eines Kampfsports, bei dem deine Eltern anwesend sind.

Dabei machst du dann nicht nur direkt deine ersten Erfahrungen mit den Bewegungen, sondern deine Eltern sehen, dass es dabei nicht darum geht, einen Menschen zusammenzuschlagen.

Sie werden bemerken, dass dort Disziplin mit klaren Regeln besteht und der Unterricht gut strukturiert und unter Aufsicht abläuft und keineswegs Gewaltorgien stattfinden.

Selbstverteidigung

Das Argument der Selbstverteidigung ist gerade bei Mädchen und Frauen durchaus sinnvoll. Anatomisch gesehen sind sie Männern im Bezug auf Muskelmasse und Kraft unterlegen.

Pädagogische Vorteile

Das Erlernen von Selbstverteidigungstechniken bietet nicht nur einen Schutz, sondern wirkt sich auch positiv auf das Selbstbewusstsein und die Selbstbeherrschung aus. Das ist also nichts, was man nur im Notfall braucht.

Außerdem ermöglicht Sport es auch, Aggressionen abzubauen, anstatt dass diese sich anstauen und dann zB zu psychischen Problemen führen.

Fazit

Ich wünsche dir, dass deine Eltern sich von ihren Vorurteilen befreien können und du eine Disziplin in der Gegend findest, die dir Spaß macht - denn das sollte schließlich das Wichtigste sein. :-)

Antwort
von xXMxkaxlXx, 16

Als Mädchen passt MMA auch nicht so gut.
Was halten sie von Taekwondo oder Kick/Thaiboxen ?

Kommentar von NorwinSchneider ,

Wie bitte? Du weißt schon das der so gut wie einzige unterschied zwischen mma und thai boxen der Bodenkampf ist? 

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