Muss man mit den Kindern unbedingt in den Ferien für die Schule lernen, viele der Freundinnen meiner Tochter müssen das tun. Ich bin der Meinung, man sollte den Kinder ihr notwendige Sommerpause gönnen. Was denkz ihr darüber?
Kinder brauchen die Sommerpause. Man sollte ihnen daher unbedingt eine Zeit der Ferien ohne jeden Gedanken an Schule gönnen. 10 Tage (oder auch weniger bei kurzen Ferien) vor Schulbeginn in die Bücher zu schauen reicht völlig.

Wenn das Kind durchweg in allen Fächern gute Noten hat ist Lernen eigentlich nicht notwendig.
Aber ich halte es für gut wenn das Kind etwas liest und jede Woche etwas Kopfrechnen oder so macht. Das ganze kann doch auch ruhig spielerisch machen.

Experten sind da auch verschiedener Meinung:
Was bringt Büffeln in den Ferien? Expertenmeinungen
Auch Kinder brauchen einmal eine Pause, sonst stellen sich Konzentrationsmängel und Frust ein. Zumindest sagen das die Gegner vom Lernen in den Ferien. Die Befürworter dagegen sind der Meinung, dass die Kinder aus dem Lernrhythmus kommen, wenn sie in den Ferien nichts für die Schule tun. Was stimmt denn nun? Das sagen die Experten:
Reinhard Kahl
Eine Zeit lang nichts zu tun, das ist für den Bildungsexperten Reinhard Kahl etwas wunderbares, das man auch seinen Kindern gönnen sollte. Deswegen rät er auch davon ab, Schulbücher mit in den Urlaub zu nehmen, vor allem, wenn dann der ganze Tag unter dem Eindruck steht, "dass er am Nachmittag schlecht endet."
Von stupidem Büffeln hält er wenig. Für ihn ist effektives Lernen häufig "ein Nebenprodukt von guten, intensiven Erfahrungen und davon, dass man in die Welt hineinschaut". In den Ferien haben die Kinder die Chance, einmal etwas ganz anderes zu lernen, zum Beispiel in einem Sommercamp. Und das macht dann auch noch Spaß.
"Die sind voller Begeisterung" Reinhard Kahl über ein Forschercamp für Grundschüler (0:52 min)
"Fortschritt entspricht einem dreiviertel Jahr Schule" Reinhard Kahl über Lernerfolge in einem Sommercamp (0:33 min)
Möglichkeit, den Anschluss zu schaffen
Karina Rosenberg
Dass Pauken in den Ferien durchaus auch sinnvoll ist, dieser Meinung ist dagegen Karina Rosenberg, Pädagogin und Gebietsleiterin der kommerziellen Nachhilfeschule "Schülerhilfe".
Für viele Schüler sind Ferienkurse eine große Chance, ihre Wissenslücken zu schließen und den "Anschluss an die anderen" wieder zu schaffen. Wenn sie dann auch noch erkennen, dass Lernen keine Qual ist, sondern mit den richtigen Strategien sogar Spaß machen kann, sind sie für das neue Schuljahr bestens gerüstet.
"Motiviert und selbstbewusst ins neue Schuljahr" Karina Rosenberg über die Chancen von Nachhilfe in den Ferien (0:46 min)
Koordiniertes Lernen ist auch eine Art Entdeckungstour Karina Rosenberg über den Vorwurf, Kreativität zu hemmen (0:44 min)
Neue Erfahrungen sammeln
Prof. Manfred Spitzer
Lernen sollen Kinder in den Ferien schon, aber möglichst keinen Schulstoff, sagt der Hirnforscher Prof. Manfred Spitzer von der Universitätsklinik Ulm. Für ihn sind die großen Ferien die ideale Zeit, die Seele baumeln und seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. "Man ist angstfrei und aus dem typischen Stress raus, dann kommen ja auch die guten Ideen." Und das ist mindestens genauso wichtig wie gute Schulnoten.
Raus aus dem Tagestrott und neue Eindrücke sammeln, das ist für ihn die Devise, denn dabei lernt das Gehirn auch. "Sobald es Erfahrungen macht, lernt es. Deswegen kann man auch in den Ferien nicht nicht lernen." Das sorgt bei Erwachsenen wie bei Kindern auch dafür, dass man "alte Dinge in einem neuen Licht sieht". Also: Gönnen Sie Ihren Kindern eine Pause.
"Büffeln ist nur etwas für Ochsen" Prof. Manfred Spitzer über Lernen durch neue Erfahrungen (1:13 min)
"Man hat den Rhythmus völlig auf den Kopf gestellt" Prof. Manfred Spitzer über den Grund, wieso viele Schüler nach den Ferien Probleme haben (1:13 min)
http://www.swr.de/ratgeber/familie/zeugnisausgabe/-/id=1778/nid=1778/did=1370730/mpdid=1422778/clw38j/index.html

Man muss ja nicht knallhart den strengen Lehrer spielen und das Kind dazu zwingen, unbedingt etwas für die Schule zu tun, damit es nichts vergisst. Aber ein bisschen an dies und das erinnern, hilft über die paar Wochen der Ferien darüber hinweg, den Anschluß an´s neue Schuljahr zu finden.Es wird ja meistens die ersten Tage viel wiederholt.
Die Hälfte der Sommerferien würde ich sie einfach nur abschalten und urlauben lassen. In der zweiten Hälfte würde ich schon ein paar Hausaufgaben und Übungen machen lassen. So fällt auch der Wiedereinstieg nach den Ferien nicht so schwer.
das sehe ich genauso, es sei denn dein kind muss für die nachprüfung lernen. ich denke jedoch man sollte in den ferien kinder zum lesen zu animieren.
Ich war eine gute Schülerin und ich kann micih erinnern, daß ich in den ferien nie gelernt habe. Man wiederholt am Schuljahresbeginn ja eh immer erst mal nur. Aber wenn einn Fach klemmt, dann würde ich am Ende der Ferien ein paar Tage für den Stoff aufwenden.