Kleine Menschen in der Antike

4 Antworten

Die Veranlagungen für die heutige Durchschnittsgröße gab es schon länger. Das Wachstum war nur nicht so stetig wie beim heutigen Menschen (und damit meine ich nicht in die Breite), das sieht man vor allem sehr gut bei Wachstumsfugen an Knochen. Es gab aber damals auch größere Menschen (anhand von ausgewogener guter Ernährung die durchgehend während des Wachstums geliefert wurde (selten). Die Sterblichkeitsrate war allerdings auch sehr groß weswegen man oftmals viele Bestattungen nicht komplett ausgewachsener Individuen hat. Mir sind schon Bestattungen mit 1,82 hohen Langobarden in der Literatur begegnet, dies ist allerdings eher die Ausnahme. "Verbindliche" Durchschnittsgrößen für die antike /Vorgeschichte festzulegen wird allerdings schwer. Bestattungen hat man nicht für jede Epoche / Region in einem ausreichenden Maß, zudem gibt es oftmals sehr große Mengen an Brandbestattungen die die Berechnung der Körpergröße erschweren (nicht aber per se unmöglich machen, hier kommt alles auf den Leichenbrand an).

Soweit ich weiß hört man das nicht nur immer wieder, sondern es ist anhand von Knochenuntersuchungen eindeutig bewiesen. ;-)

Wann sie einsetzte? Ich denke, das ging laufend so, immer ein wenig größer. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass es mit den sich ändernden Lebensumständen zu tun hat, und wohl auch mit der Umgebung. Hier in Nordeuropa sind wir (na ja, ich nicht ;-) ) deutlich größer als beispielsweise die Indianer in Südamerika.


Jerne79  21.04.2013, 03:37

Soweit ich weiß hört man das nicht nur immer wieder, sondern es ist anhand von Knochenuntersuchungen eindeutig bewiesen. ;-)

Auch hier: Nein. Das Gegenteil ist der Fall.

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Diese These ist m.E: kein Gerücht, sondern gut bewiesen. Da es Knochenfunde, Mumien, Moorleichen usw. in grossen Zahlen gibt, zeigt sich ein recht eindeutiges Bild. Die Menschen waren tatsächlich kleiner.

Das grosse Wachstum hat erst im 19. Jahrhundert eingesetzt. Da sind durch eine Vielzahl von Fortschritten immer mehr Technologien (Dünger, Kühlung uvm.) verfügbar, die mehr und energiereicheres Essen liefern.

Vor allem die Erhöhung von Fleisch und anderen tierischen Produkten haben die Eiweiss-Versorgung gesteigert, nachdem im 20. Jahrhundert die Gabe von Hormonen ins Tierfutter üblich wurde, soll eine neue Steigerung eingesetzt haben.

Der grosse Mensch ist also ein Phänomen von kaum mehr als 150 Jahren.


Jerne79  21.04.2013, 03:34

Diese These ist m.E: kein Gerücht, sondern gut bewiesen. Da es Knochenfunde, Mumien, Moorleichen usw. in grossen Zahlen gibt, zeigt sich ein recht eindeutiges Bild. Die Menschen waren tatsächlich kleiner.

Kleiner? Ja. Männer 163-167, Frauen 155cm (Durchschnitt). 140? Nein.

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derdorfbengel  21.04.2013, 10:17
@Jerne79

Die genaue Grösse weiss ich allerdings nicht und darum habe ich dazu auch keine Stellung bezogen. Archäologie ist nicht mein Feld. Dafür gibt's ja Dich.

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Jerne79  21.04.2013, 14:58
@Lockenzaehler

Ich zitiere mich mal selbst:

Kleiner? Ja. Männer 163-167, Frauen 155cm (Durchschnitt). 140? Nein.

Bitte lies doch richtig, bevor du auf einen Kriegszug gehst.

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Sie waren kleiner aber nicht so klein. Die Entwicklung setzte eine mit der Entwicklung der Medizin und Wohlstand. Sprich ab der Zeit, in der man nicht als Kleinkind garantiert eine Hungersnot oder zwei mitmachen musste z.B. Das ist auch eine relativ späte Entwicklung. Man vergese nicht dass für viele Europäer der Hunger die Ursache für die Emigration nach Amerika war bis ins 19.Jh hinein.