Frage von tuyjoe, 122

Kann ich einfach Daten von ext4 auf ntfs kopieren und andersrum?

Hi,

kann ich Dateien von einem ext4 System auf ein ntfs System kopieren (z.B. als Backup) ? und kann ich die Dateien von einem ntfs System ohne Probleme auf ein ext4 System kopieren ?

Antwort
von flaglich, 97

jein. sofern Du nicht irgendwelche Grenzen der Kompatibilität erreichst und es nicht wichtig isst, dass die Benutzerrechte erhalten bleiben, sollte es gehen.

Antwort
von NoHumanBeing, 96

Ja das ist prinzipiell möglich, allerdings kann NTFS keine POSIX-Rechte speichern und Ext4 dafür keine "alternate data streams".

Expertenantwort
von guenterhalt, Community-Experte für Linux, 96

Ein klares JEIN.

Man kann problemlos Dateiinhalte aus einem Linux-File-System in einem  Windows-Filesystem speichern und auch wieder zurück holen. Das erfolgt ohne Datenverlust.

Was dabei aber verloren geht, sind sogenannte Metadaten. Dazu gehören die Zugriffsrechte, Zeitstempel und Angaben über den Besitzer und die Gruppenzugehörigkeit.

Weil da die Linux-FiIesysteme nicht mit denen von Windows kompatibel sind, kann man auch Linux nicht in eine NTFS-Partition installieren.

Es gibt aber eine Möglichkeit, trotzdem eine NTFS-Partition als Backup-Medium zu benutzen.

Dafür muss das Backup in Form einer Tar-Datei dort abgelegt werden. Die Metadaten der Tar-Datei sind dann zwar auch weg, die der einzelnen Dateien aber nicht. Tar speichert die mit ab. Bei einem Restore werden sie auch wieder so wieder hergestellt, wie gespeichert.

Kommentar von tuyjoe ,

danke :) an meinem Laptop werde ausschließlich ich arbeiten, also sind die Dateirechte mir nicht so wichtig. Ich plane die /home/user/* (also Dokumente, Bilder Videos, Downloads) mit symLinks auf eine ntfs Platte zeigen zu lassen.

Kann ich diese Dateien dann ohne Probleme bearbeiten (z.B. html Seiten, Java Projekte (mit eclipse), Bilder, usw) ?

Kommentar von guenterhalt ,

prinzipiell ist das möglich. Da jede Platte (Partition)  nur durch root (auch bei Ubuntu, dort wo es root nicht als User gibt) eingebunden werden kann, muss man die Optionen beachten (da ich kein Windows mehr habe, kann ich das nicht ausprobieren und will nichts falsches sagen). Unter Umständen gehören dann alle Dateien diesem root, was eine Bearbeitung  erst einmal verhindert.

Sollte es nicht klappen, irgendwo finde ich die Optionen.

Kommentar von guenterhalt ,

hier, wie versprochen so eine Zeile in der Datei /etc/fstab
(um sicher zu sein, auch die richtige Partition zu benutzen, gebe ich diesen einen Namen, einen Label. das ist dann günstiger und eindeutiger als vielleicht  /dev/sda2 )  

LABEL=<Label-der-Partition> <MountPunkt-im-Verzeichnisbaum>  ntfs noexec,fmask=0022,codepage=437, iocharset=iso8859-1,uid=<deine-User-ID(1000?)>,gid=<deine-Gruppen-ID(100?)> 0 0 

Wenn nur diese Partition benutzen willst, dann kann der Mount-Punkt auch bei dir unter ~/  ( dein Home) liegen. Den musst du aber vorher mit mkdir erstellen.

Kommentar von NoHumanBeing ,

also sind die Dateirechte mir nicht so wichtig

Beachte, dass Linux entscheidet, ob eine Datei ausführbar ist oder nicht, indem ein "+x"-Recht gesetzt ist oder eben nicht. Das ist anders, als bei Windows, wo nach der Endung gegangen wird und ".exe" ausführbar ist.

Wenn Du nach NTFS sicherst, werden Deine ausführbaren Dateien also nicht mehr ausführbar sein. Auch nicht, wenn Du sie wiederherstellst, denn Linux weiß ja nicht, dass sie früher mal ausführbar waren. ;-)

Wollte ich nur anmerken. Ich habe bei mir einen Cross-Compiler in "/home" liegen und hatte früher nach NTFS gesichert (inzwischen nach Ext4) und dann musste ich erstmal durchgehen, schauen, welche Dateien wohl ausführbar sein sollten, und das "+x"-Flag wieder setzen. Sehr nervig! ;-)

Antwort
von Retch, 85

Das sollte doch gehen, probier es doch mal aus.

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