Frage von Fridde2, 73

John Locke Reflexion ?

Hi :) Wir behandeln gerade John Lockes Erkenntistheorie in Ethik und ich verstehe nicht, wie das mit der Reflexion gemeint ist. Sensation sind die Sinnenwahrnehmungen. Ich habe mir schon so viel durchgelesen aber verstehe die Reflexion immer noch nicht. Hat jemand vielleicht ein Beispiel dazu?

Antwort
von berkersheim, 48

Wie kommst Du mit folgender Erläuterung klar?

http://www.philosophie-seite.de/Locke/Philosophie.htm

Falls es Probleme gibt, im Kommentar angeben, dass man speziell darauf eingehen kann.

Kommentar von berkersheim ,

Ausführlicher ist:

http://www.textlog.de/6273.html

Da heißt es: "Quell der ersteren sind unsere Sinneswahrnehmungen, die von den äußeren Gegenständen dasjenige in unsere Seele überführen, was dort die Empfindung (sensation) des Gelben, Heißen, Bitteren, Weichen usw. hervorruft. An den so geweckten Vorstellungen übt nun der Geist - genauer der »innere Sinn« - eine Reihe von Operationen wie Glauben, Zweifel, Schließen, Wollen u. a. aus, die Locke unter dem vieldeutigen Begriff der Reflexion (reflection) zusammenfaßt."

Kommentar von Fridde2 ,

also erstmal vielen Dank :). ist das folgende Beispiel theoretisch richtig? Ich sehe einen Tiger im Käfig (Sensation) und ich entscheide für mich persönlich, dass das grausam ist (Reflexion)

Kommentar von berkersheim ,

In Deinem Beispiel umfasst "Sensation" ja mehr. Du siehts den Tiger in seiner Kraft. Du hörst sein Fauchen, siehst sein Maul und die Zähne, Du empfindest Bedrohung. Die Reflexion ist in der Tat, das ist ein gefährliches Tier. Geh nicht zu nah ran. Ein Glück, dass der hinter sicheren Stäben ist. Die Reflexion ist alles, was Du aus den unterschiedlichen Inputs der Sinne (Sehen, Hören, Riechen, Tasten, Schmecken) kombinierst. Da ist ein kleines, unerfahrenes Kind bereits anders als ein erfahrener Erwachsener. Kinder erkennen die Gefahren nicht immer, wenn ihnen die Erfahrung von Gefahren fehlt, d.h. ein Umfeld bereits die reflexive Einordnung unterstützender Vorerfahrungen. Reflexion bedeutet nicht nur, Schlüsse aus den aktuellen Inputs der Sinne sondern auch Rückkoppelung auf Erfahrungen und darum ist die Reflexion eines Kindes eine andere, einfachere als die eines Erwachsenen.

Kommentar von Fridde2 ,

ok Vielen Dank. in einer Stunde geht der Unterricht los :D

Antwort
von Cruiser67, 61

Hier mal ein Zitat aus der Seite, die ich dir verlinke:

1.2. Innere Erfahrung: (reflexion) Das Bewusstsein beobachte seine eigene Tätigkeit. Locke unterscheidet Erkennen und Wollen. [Wenn innere Erfahrung sich nur auf das Bewusstsein bezieht, dann zählt Locke ja wohl die Erfahrungen im eigenen Körper zu den äußeren Erfahrungen.]

Vielleicht hilft dir das weiter!

http://www.philolex.de/locke.htm

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