Frage von 2354cannes, 46

Ist es nicht schrecklich anstrengend Politiker zu sein?

Antwort
von DillyMean, 9

Nö, warum? Kommt vielleicht darauf an, welche Politiker sie sind. Minister haben evtl. einen etwas anstrengenderen Job, aber normale Abgeordnete? Nein.

In der freien Wirtschaft würden wahrscheinlich 95% von denen nach ein paar Monaten rausgeworfen, weil sie einfach zu schlecht oder zu unproduktiv wären. Im Bundestag können sie nicht rausfliegen. Da bekommen die 4 Jahre um die 9000€ Grundgehalt ohne jede Verpflichtung zur Arbeit und ohne Gefahr des Rauswurfs. Und zusätzlich, weil ja die 9000€ Grundgehalt noch so wenig sind, gehen die noch in Aufsichtsräte oder lassen sich nach ihrer politischen Karriere jene in Aussicht stellen.

Um die Rente müssen sie sich auch keine Sorgen machen, da sie ja nicht in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen, sondern eine Pension bekommen, ist diese sicher.

Und wenn sie immer noch nicht mehr Geld zusammen haben, als sie je im Leben ausgeben können, schreiben sie halt noch ein Buch. Das schreiben sie wahrscheinlich, wenn ihnen grad langweilig ist im Bundestag.

Ab und zu dann noch in ein paar Talkshows gehen wo die Fragen und Antworten eh schon im voraus besprochen werden, damit keine Überraschungen geschehen, und das ist dann dein Tag als Politiker gewesen.

Oder die Kurzantwort, nein, es ist der Traumjob für jeden Faulenzer, der viel Geld in wenig Zeit bekommen will, inklusive Rente. (Wenn du mir nicht glaubst: Phoenix! Schau dir an wieviele von den Abgeordneten bei den normalen Debatten fehlen).

Antwort
von abibremer, 9

Selbst die Leute in der "zweiten Reihe" müssen sich um ihren Wahlkreis kümmern: stundenlange, oft überflüssige Diskussionen  mit ihrer Anwesenheit "begleiten", unzählige Parteipapiere durchsehen, dabei eigene Vorstellungen formulieren und nach Möglichkeit einbringen, gleichzeitig müssen sie sich um die Argumente anderer Parteien und Politiker kümmern, um rechtzeitig UND parteigemäß auf Fragen der Medienvertreter antworten zu können, "nebenbei" muß man auf Widersacher im "eigenen Lager" gefasst sein.(Ein alter Politikerspruch lautete: "Es gibt Gegner UND Parteifreunde", womit man die "eigentlichen" persönlichen "Feinde" meinte. Wer wie Kanzler, Minister oder Parteivorstand STÄNDIG im öffentlichen Interesse steht, der muß auf jedes Stäubchen auf der Kleidung, Hand-oder Aktentasche achten, und kann sicher sein, dass JEDES öffentliche Gähnen, Niesen oder Naseputzen in politische Bezüge eingebunden wird. Ein Lächeln an der "falschen Stelle" wird garantiert medientechnisch verwurstet.

Antwort
von labertasche01, 26

Wenn man mal schaut wie wenig Politiker bei den Sitzungen anwesend sind machen sie sich glaube ich nicht verrückt mit Arbeit.
Des Weiteren sitzen viele noch in Aufsichtsräten großer Firmen.
Solange das geht mach ich mir da mal keine Sorgen!

Kommentar von abibremer ,

Die Anwesenheit von Politikern in ihren Wahlkreisbüros und bei Parteiversammlungen wird ja nirgends statistisch festgehalten und veröffentlicht. Fahrten von Ortsvereinsmitgliedern, die ihren Bundestagsabgeordneten in Berlin erleben möchten, werden auch nicht dokumentiert. Auch nicht im Fokus der Öffentlichkeit ist, dass auch WÄHREND der im Fernsehen übertragenen Plenarsitzungen Ausschusssitzungen stattfinden, die NICHT öffentlich sind.

Antwort
von Klappstuhl001, 24

die wollten das so...keiner zwingt sie. jederzeit kündbar der job !

Kommentar von abibremer ,

Es wollen ja auch nur wenige sich so viel Arbeit aufhalsen, die NUR bei "Spitzenpolitikern" wirklich gut bezahlt wird: Der "kleine" Bürgermeister\Gemeindvorsteher bekommt ja nicht mal eine Art "Annerkennungsprämie" für die Arbeit, die er leistet. OHNE solche Leute sähe es aber ziemlich trübe aus.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten