Frage von LJLaughingJack, 85

Ich fühle kein Mitleid und kein Mitgefühl. Bin ich krank?

Die Oma von meinem Besten Freund ist gestorben, er tat mir kein bisschen leid. Meine Katze ist verstorben, ich fühlte nichts. die Katze kenne ich über 13 Jahre. Die Anschläge auf Paris sind mir egal. Freunde denen es schlecht geht, vermeide ich weil ich nicht mit ihnen fühlen kann. Bin ich Gestört? Ich kann mich ja in ihre lagen versetzten, doch bringen tut es recht wenig. Es ist mir ziehmlich egal was so passiert. Ist das Normal? Und nein, ich werde nicht zu einem Psychologen gehen

LG: Jack

Antwort
von DerTroll, 53

Keine Sorge, das ist normal. Die einen reagieren empfindsamer. Andere können ganz nüchtern mit so etwas umgehen. Sich nicht durch Emotionen ablenken zu lassen ist sogar eine sehr positive Eigenschaft, die ich bei vielen Leuten vermisse.

Antwort
von ppatriks, 44

Ist bei mir genauso, die Anschläge in Paris usw waren schlimm, aber trotz allem empfand ich kein Leid, es kommt darauf an wie nah es jemanden geht. Wenn jemand stirbt den du nicht kennst ist es nicht gerade sehr relevant. Beispiel bei mir, mein Meerschweinchen und 3 Jahre danach ist das andere gestorben und trotz allem habe ich kein Leid dafür empfunden. Es ist nicht schlimm solange es nicht wirklich sehr nahe ist. Zb Verwandte oder Familie, dies wäre bedeutend schlimmer.

Ist also ok.

Antwort
von gertsch1981, 49

Du scheinst eine innere Blockade zu haben, die dich unbewusst hindern, gewisse Emotionen zuzulassen, vor allem wenn es um Schmerz und Trauer geht! Könntest du dir vorstellen, das es mal ein Ereignis in deiner Kindheit oder frühen Jugend gab, was dich vll. so belastete, das du dir irgendwann eine Art "Verdrängungsmechanismus" angewöhnt hast, um deine Ruhe zu haben? 

Antwort
von Spirit528, 37

Naja. Hm. Eigentlich ist der Mensch ein Wesen der Empathie, aber wenn etwas weiter weg ist, ist einem klar dass man ihnen sowieso irgendwie nicht helfen kann. Also warum sollte es einen schon kümmern?

Das ist in dieser Gesellschaft sogar ziemlich normal. Vom Menschsein her halte ich es nicht für normal. Es darf uns nicht egal sein. Das heißt nicht dass man jetzt sein Avatar mit einer französischen Flagge verzieren muss, um solidarisch zu sein. Sowas ist einfach nur Aktionismus.

Ich habe aber auch kein Mitgefühl (mehr) für jene, die mich verletzten. Meine Mutter z.B. ist mir sowas von egal. Wenn sie mal das Zeitliche segnet, mir egal. Wichtig ist mir dabei nur, dass dies keine negativen Auswirkungen auf mein eigenes Leben hat.

Antwort
von proHamas, 44

Du FÜHLST kein MitGEFÜHL, mit dir ist alles in bester Ordnung. 

Kommentar von gertsch1981 ,

Ich muss dich enttäuschen! Die Fähigkeit, für andere Mitgefühl zu empfinden, ist eine der wichtigsten Dinge überhaupt! 

Antwort
von LoparkaLisa, 34

Du spürst wohl, dass deren Leid sich auf dich überträgt, wenn du ich darauf einlässt. Ich empfinde deswegen auch ungern Mitleid.

Mitgefühl, ist eine andere Sache, zu erfühlen ,was in anderen Menschen vorgeht ist für alle ein Geschenk. Sei nicht Böse auf Menschen, welche dir ihr leid scheinbar aufzwingen möchten.. man weiß es nicht besser. Schaffe dir deine eigene Umgebung, indem du versuchst dich dennoch mit Menschen zu unterhalten, und eher die positiven Aspekte des Lebens aufzeigst. So kannst du das Mitleid zumindest minimieren, auslöschen ist zuviel verlangt. Finde deinen Platz. 

Antwort
von Zain12345, 31

Also wenn es für dich nicht schlimm ist, würde ich es einfach so lassen

Antwort
von Sirias, 20

Nein, das ist nicht normal so von seinen Gefühlen abgeschnitten zu sein.

Antwort
von fromspace, 34

Und nein, ich werde nicht zu einem Psychologen gehen

Dann kann man dir auch nicht weiterhelfen

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