Frage von trickytricky91, 253

Glaubt ihr an Gott? Ja/Nein? warum?

Wenn ja, warum? Wie kamt ihr zu eurem glauben? Was Bestärkt euch in eurem glauben? Ich finde das Thema sehr interessant. Auch wenn ich selber nicht dran glaube, würde ich gerne verstehen wie man die Überzeugung findet, dass es einen Gott gibt.

Für die, die nicht an Gott glauben: Wieso glaubt ihr nicht an einen Gott, wie und wann seid ihr zu der Überzeugung gekommen, dass es keinen Gott gibt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Virginia47, 104
Nein, ich glaube nicht an Gott

Warum sollte ich?

Nenne mir einen plausiblen Grund.

Kommentar von trickytricky91 ,

genau das denke ich mir auch

Kommentar von comhb3mpqy ,

ich habe als Antwort einige Gründe gegeben. Die können Sie sich ja mal ansehen, wenn Sie wollen.

Antwort
von Hyperdinosaurus, 103

Ich bin in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen, meine Eltern lebten mir ihren Glauben vor ohne ihn mir aufzuzwingen.

Während der Pubertät entfernte ich mich von der christlichen Weltanschauung, weil ich sie nur für leere Illusionen hielt. Meine älteren Brüder rebellierten auch beide gegen den Glauben meiner Eltern, sie waren für mich zu der Zeit größere Vorbilder.

Dann gab es da eine Zeit einer Sinnkrise als es gegen Ende der Pubertät zuging.

Ich fragte mich was bleibt bei der atheistischen Weltanschauung übrig ?

- Keine Grundlage für moralischen Handeln und keine Orientierungspunkte für Verständnis von Gerechtigkeit.
- mit dem Tod wäre das Ende besiegelt, unsere Identität, unser Bewusstsein all das für immer ausgelöscht
- unser Leben wäre das Ergebnis eines lieblosen Urschleims
- alle Vorgänge auf der Welt haben kein höheres Ziel, es ist nicht mehr als ein Rennen um die Zeit
-  die Evolutionstheorie  als einzige Grundlage für unser Dasein erklärt nicht unser Anlage für altruistisches Verhalten, selbstlose Liebe, Sehnsucht nach Gerechtigkeit,
.... für mich muss ein liebender Ursprung dahinter stehen

Ich bin nicht sonderlich religiös veranlagt, halte nicht viel von der Kirche, nur finde ich den christlichen Glauben so lebensnah und plausible, dass mein Verstand  nicht mit den Gedanken klarkommest, dass es nichts höheres geben soll.

Kommentar von Trashtom ,

Also auf gut Deutsch: weil dir die Realität nicht passt, glaubst du lieber an ein fikitives Happy End.

Kommentar von Hyperdinosaurus ,

Nein weil die Realität anders für mich keinen Sinn ergibt.

Meine individuell reflektierte Wahrnehmung der Realität deutet auf die Existenz eines Gottes hin.

Deinen Vorwurf hör ich nicht zum ersten Mal.

Nur weil für mich ein anderes Realitätskonzept plausibler erscheint, bedeutet es nicht gleich, dass ich Wunschdenken vor Realitätsdenken stelle. Natürlich gleiche ich meinen Glauben mit der Wahrnehmung der Realität ab, sonst wäre mein Glaube doch nur eine übernommene Tradition meiner Sozialisation.

Antwort
von freuter, 120
Ja, ich glaube an Gott

Eigentlich müsste ich "nein" ankreuzen, denn ich "glaube" nicht an ihn. Ich behaupte es zu wissen. Die Alternative wäre, dass wir alles was wir über Wahrscheinlichkeitsrechnungen wissen über'n Haufen werfen müssten.

Und man ahnt schon: meine Begründung geht auf Lebenserfahrungen zurück. Ich bin unter ziemlich strengen Glaubensregeln von einer sehr gläubigen Mutter erzogen worden und ähnlich, wie bei meinen Geschwistern kam der Widerstand, die pupertäre Revolution auch bei mir umso massiver. Also ja; es gab eine Zeit "vor meinem eigenen" Glauben. Das war zunächst der aus Gewohnheit, weil es die ganze Familie glaubte und somit in die kindliche Welt voll integriert war, gefolgt von einer Zeit der kategorischen Ablehnung, der wiederum eine Art eigenes Erkennen, durch erleben, nachdenken und annehmen müssen geprägt war.

Also "ja", ich glaube nicht nur an Gott. Ich versuche ihn als Regelwerk und Richtschnurr in meinem Alltag ankommen zu lassen. Denn auch mit zunehmendem Alter und Erfahrungen (knapp vor dem 50ten) kommen neben vielen Erlebnissen auch eine ganze Kette ereignisreicher Zeiten, in denen sich mir zunehmend die Frage aufzwängt, was ein nicht gelebter Glaube bringen sollte. Ein Erkennen, dass es keine Einbahnstrasse ist, bei der ich nach Bedarf auf Vertrauen und Hoffnungen zurückgreifen dürfte, nach der eine "höhere Entität" es schon richten wird.

Wir sind alle Sünder und es steht mir gar nicht zu über andere zu richten. Aber ich sehe und erlebe eben auch, was es bedeuten kann nur eine Art von verbalem Glauben auszuleben, nach dem ich meinen ethisch, moralischen Kompass nur auf der Zunge tanzen lasse und schon am geringsten, am täglichen Gebet, oder dem Kirchgang dann doch wieder scheitere.

Für mich nimmt es zunehmend Bedeutung, dass ich meinen Glauben auch leben können muss und dass in einem Umfeld, dass diese Frage entweder gar nicht oder anders behandelt.

Ein weites, sehr, sehr weites Feld, von dem ich noch Stunden über meine Gedanken, Erfahrungen und Schlüsse kommentieren könnte. Zumal es dann auch noch den Acker gäbe, auf dem jene stehen, die behaupten an Gott zu glauben und sich selbst einen dazu passenden, bequemen Flickenteppich aus hunderten Religionen gebastelt haben, der eigentlich schon in den ersten 3 Hinterfragungen ins wanken geraten muss und nicht wirklich mehr etwas mit dem christlichen Glauben zu tun haben kann.

Zudem gäbe es dann auch noch jene, die sich ihm vollends verschließen und jeden, der nicht auf ihrem Acker dieser Argumentation folgen mag für labil, weltfremd und traumtänzerisch abstempelt, der nicht zu 100% ihren Argumenten folgen mag.

Dass die Kirche hier nochmals ein ganz eigenes Thema ist, muss ich wohl kaum betonen. Denn ihre eigenen Themen und Fehlungen werden immer wieder gerne von sehr vielen Menschen als Argument belastet, dass sie sich selbst ja einem Glauben nähern wollte, wenn die Kirche nicht selbst so viele Sündenfälle zu beklagen hätte und dabei vollends außer Acht lassen, dass Kirche niemals mehr sein kann, als die Summe der Menschen, die sie ausmachen.

Und dennoch möchte ich gerne jedem das seine belassen, wohl wissend, dass selbst das nicht alle so sehen wollen oder können.

Einen gesegneten Tag, allerseits ;-)

Antwort
von nowka20, 65

wenn man um den göttlichen weltengrund weiß, braucht man nicht zu glauben

Antwort
von illerchillerYT, 125

Ja ich bin Christ. Warum? Taufe. Diese habe ich mit meiner Konfirmation bestätigt, weil ich ihm schon öfters sehr nahe wahr, sowohl in guten Zeiten, als auch in schlechten.
So gesehen gibt es keine Beweise für Gott (außer meinen Erfahrungen nur für mich selbst), aber auch keine, dass es keinen Gott gibt. Immerhin wurde von Wissenschaftlern bewiesen, dass Jesus existiert hat.

Jeder kann an das / nix glauben, was er will, aber meine Meinung sieht so aus.

Antwort
von ShoXeD420, 100
Nein, ich glaube nicht an Gott

Aus meiner Sicht ist Gott nicht's weiter als eine immer wieder neu erfundene imaginäre angeblich allmächtige allwissende Persönlichkeit die in meiner Stadt und auch anderen Städten kleinere und größere Sinnlose Auseinandersetzungen auslöst obwohl es in der Religion doch um Friede geht, welcher allerdings so nicht existieren kann weil die Religionen sich selbst widersprechen.
Es wird vom großem Frieden gesprochen und meist gleichzeitig auch dass gegen alle andersgläubigen mit Gewalt vorgegangen wird oder entweder indirekt getötet werden sollen.

Antwort
von HelfendeHand90, 70
Ja, ich glaube an Gott

schau dir das universum an,dass kann nur von etwas erschaffen worden sein das allwissend ist!

LG Chris :)

Antwort
von hummel3, 102
Ja, ich glaube an Gott

Deine Frage ist so alt wie die Menschheit und bestimmt schon vielmillionenfach gestellt und beantwortet worden.

Wenn du also ernsthaften Rat suchst, findest du ihn in entsprechender Fachliteratur. Eine weitere Möglichkeit wäre, selbst die Antworten zu suchen, indem man sich mit den Lehren der verschiedenen Religionen eingehend beschäftigt und vielleicht auch mal über einen gewissen Zeitraum als "Gasthörer" christliche Gottesdienste besucht.

Kommentar von hummel3 ,

Danke an den "Herunterpfeiler". - Dir gefällt wohl eine sachliche Antwort nicht, welche dir aufzeigt, wie man, ohne sich "pampern" zu lassen, selbst zu entsprechendem Wissen gelangt.

Kommentar von trickytricky91 ,

Mich interessierte hier eher warum der einzelne genau an Gott glaubt und wie es dazu kam. Ich würde es gerne verstehen und da ist ein Gespräch mit jemandem der daran glaubt hilfreicher als ein Buch zu lesen.

Antwort
von josef050153, 51
Ja, ich glaube an Gott

Ich glaube an Gott, weil es sich in meinem Leben manifestiert hat.

Antwort
von Andrastor, 59
Nein, ich glaube nicht an Gott

Es gibt keinen Gott und hat nie einen gegeben. Er ist die Erfindung von antiken Analphabeten, welche an schlechten Zähnen gestorben sind und die Welt für eine Scheibe hielten.

Nichts in der Beschreibung Gottes ist logisch oder frei von Paradoxen. Eine Existenz die sich selbst widerspricht kann es nicht geben.

Andererseits gibt es nicht einen Beweis für die Existenz Gottes, obwohl alles beweisbar ist was existiert.

Heutzutage glauben die Menschen nur noch an Gott weil das System der Indoktrination ihnen das Gefühl verschafft es wäre gut und richtig so. Was die Menschen nicht verstehen (wollen) ist dass ihr Gott nichts weiter ist als ein Fantasiefreund.

Antwort
von comhb3mpqy, 68

Ich glaube an Gott. Ich glaube, dass diese durchdachte Welt geplant wurde, ich glaube nicht, dass die Erde "einfach so" entstanden ist. Auch gibt es die Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

Auch in der heutigen Zeit passieren Wunder, die von Ärzten untersucht werden. Wenn es keine wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann ist ein Schritt getan, damit das Wunder auch bestätigt wird. Die Ärzte wissen auch nicht immer, dass ihre Untersuchungen für die Kirche sind.

In der Bibel stehen erfüllte Prophezeiungen, z.b. zum Gebiet, was aus unserer Sicht der Nahe Osten ist. Es steht auch in der Bibel, dass falsche Propheten aufstehen werden. Es gibt aber noch mehr erfüllte Prophezeiungen.

Sie können im Internet auch mal nach "Mädchen begegnet Jesus" und "Wissenschaftler Nahtoderfahrung Buch" suchen (ohne Anführungszeichen).

Auch habe ich Sachen erlebt, die meinen Glauben gestärkt haben.

Antwort
von chrisbyrd, 45
Ja, ich glaube an Gott

Ich selbst bin Christ und glaube daran, dass die Bibel das ist, was sie von sich selbst behauptet, zu sein: Gottes wahres Wort und Offenbarung für die Menschen (2. Timotheus 3,16-17; 2. Petrus 1,21). Für mich gibt es für die Wahrheit dieser Aussage viele Gründe, z. B. ihre Argumentation, ihre Logik und ihr Aufbau, die Einzigartigkeit ihrer Entstehung und Überlieferung, der Bereich "erfüllte Prophetie" usw.

Sehr interessant und empfehlenswert zur Frage ist m. E. folgender Artikel: http://gottesbotschaft.de/?pg=3048

Wenn die Bibel recht hat...
- gibt es einen Gott
- hat unser
Leben einen wirklichen Sinn und eine Zukunft, die über das irdische
Leben hinaus in eine wundervolle ewige Existenz reich
- kennt und liebt dieser Gott jeden einzelnen und nimmt Anteil an unserem Leben
- trennt uns Sünde (unser Egoismus und seine Folgen) von Gott
- bleibt diese Trennung auch über den Tod hinaus bestehen, wenn wir nie bewusst auf die Seite Gottes treten
- gibt es weder eine Wiederverkörperung (Reinkarnation) noch Höherentwicklung noch Selbsterlösung
- sind Himmel und Hölle Realitäten
- gibt es nur einen Weg, mit Gott versöhnt zu werden
- können wir über unsere Zugehörigkeit zu Gott eine klare persönliche Gewissheit erlangen.

Kommentar von IchbinPilotAB ,

Was ist wenn ich eine neue Bibel schreibe die vergrabe und in 1000 Jahren wieder ein anderer ausgräbt glauben die mir dann auch ?

Kommentar von chrisbyrd ,

Nein, würden wir nicht, da sie nicht vom Heiligen Geist inspiriert wäre (vgl. 2. Timotheus 3,16; 1. Petrus 1,21).

Antwort
von Teddylein, 42
Ja, ich glaube an Gott
Antwort
von Blobeye, 63

Stichwort: Projektionstheorie von Ludwig Feuerbach.

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