Frage von bubenkoenig, 268

Gebetsräume in schulen Ja oder Nein?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von cerveza, 27
Ja weil

auf meiner Uni gibt es einen Gebetsraum für ALLE RELIGIONEN, also gehen da nicht nur Muslime rein sondern auch Nichtmuslime zum Meditieren oder einfach um Ruhe zu haben. Ich finde das eine gute Lösung, weil dann niemand sagen kann die Muslime wollen wieder eine Extrawurst sein. Allerdings kann ich sagen, dass der Raum von ca. 95% Muslimen genutzt wird, die einfach nur ihr Gebet in der vorgeschriebenen Zeit verrichten wollen. Sehr selten sehe ich mal einen Nichtmuslimen, aber generell befinden sich in dem Raum selten mehr als zwei oder drei Leute gleichzeitig.

Übrigens gibt es dort nicht nur Gebetsteppiche und Koran, sondern auch Bibel und Thora. Ich persönlich finde, so einen Raum sollte man überall einrichten, so kann sich niemand beschweren.

Kommentar von ArbeitsFreude ,

Nett gesagt, lieber Cerveza, jedoch:

Ich bin Nichiren-Buddhist und habe schon mehrfach den Andachtsraum im Stuttgarter Flughafen zum Gebet genutzt...

Mein Gebet ist das hörbare Chanten von NamMyohoRengeKyo - ich bin sicher, dass ich mir damit den Unmut meiner muslimischen, christlichen und jüdischen Schwestern und Brüder zuziehe!

- Ich müsste also warten, bis keiner von denen mehr betet? Das wäre doch unfair! - oder ich dürfte die einfach in ihrem Gebet stören durch mein nerviges Gechante?  das wäre auch unfair - würde ich mich dabei gut fühlen - oder die "anderen" Gläubigen? - Wohl nicht... Also ich habe hier ganz ernste Bedenken...;)

Kommentar von Abahatchi ,

Ich persönlich finde, so einen Raum sollte man überall einrichten, so kann sich niemand beschweren.

Doch! Ich kann mich beschweren, weil in so einem Raum meine Urenkel nicht gemäsz ihrer Religon beten können, denn beten hat in deren Religion nichts mit Ruhe zu tun. So haben doch welche mit diesem Raum eine Extrawurst, weil sie für ihre Religion, in der Beten in Ruhe stattfinden kann und darf, die Möglichkeit erhalten, nach ihren Religionen regelkonfrom zu beten. 

Hier werde meine Urenkel benachteiligt. Entweder für alle oder gar keinen. 

Widerlich seid Ihr, die nur den machtvollen Religionen die Möglichkeit des regelkonformen Betens oder Meditieren ermöglichen. So werden mal wieder Minderheiten noch "minderer" gemacht. Das ist es doch,was die groszen Heuchelreligionen wollen. Erst die Kleinen unterbuttern, bevor sie dann über sich selbst herfallen.

Grusz Abahatchi

Kommentar von HansH41 ,

"auf meiner Uni gibt es einen Gebetsraum "

Welche Uni ist das? Ist sie in Deutschland?

Antwort
von HansH41, 43
nein weil

Nein, deutsche Schulen sind keine Beträume. Sie sollen die Schüler bilden und erziehen.

Das Wichtigste, das Muslime lernen müssen ist, dass sie hier keine Sonderrolle führen und eigene Räume für ihre religiösen Vorstellungen fordern können, die von der Allgemeinheit bezahlt werden müssen.

Dazu können sie ihre Moscheen oder Privaträume benutzen.

Wenn man den Forderungen der aggressiven Muslimen nachkommen würde, dann hätten wir Schulklassen wie im folgenden Bild:

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Sorr für die Einmischung 

** Sie sollen die Schüler bilden und erziehen. **

Die Weiterentwicklung und Bildung eines selbstbestimmten Lebensweges bzw einer individuellen Philosophie, ob von Religion geprägt oder nicht, ist neben der Vermittlung von Allgemeinwissen einer der elementarsten Aspekte in der Persönlichkeitsentwicklung und Bildung hinsichtlich der Lebensgestaltung und daher längst Stoff des Curriculums (darunter philosophische sowie theologische und ethische Konzepte).  

Wie gut, dass "die aggressiven Muslime" nicht die Regel bilden. Mich würde interessieren, wie viele du persönlich kennst. Dank der Schulbildung, die auch deeskalative Methoden behandelt und dem steigenden Bildungsniveau entwickeln sich die Chance, dieser Gruppierung entgegenzuwirken, positiv.

Schönen Abend,MfG

Antwort
von bluestyler, 44
Ja weil

in den Pausen kann man beten und in den Pausen sind viele Klassenräume frei, weshalb man die Nutzen kann.

Kommentar von HansH41 ,

Zum Beten braucht man keinen Raum. Man betet in Gedanken.

Kommentar von ArbeitsFreude ,

DAS finde ich jetzt ausnahmsweise mal gut, liebe Bluestyler! - Doch heißt das für mich auch ganz klar: Es braucht keinen speziellen Gebetsraum - ein gerader irgendwie leerstehender reicht...

Kommentar von Abahatchi ,

Die Kinder haben nicht während der Pausen weiterhin in ihren Räumen zu hocken. Wenn alle auf den Hof gehen, dann gehen alle an die frisch Luft. 

Kommentar von bluestyler ,

Was ist das denn bitte für ein Argument Abahatchi.

In den weiterführenden Schulen ist es sogar SELBSTVERSTÄNDLICH, dass man im Klassenraum bleibt, anstatt raus zu gehen.

Außerdem wer sagt, dass man JEDE PAUSE betet?

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 47
nein weil

Ich bin der Ansicht, das es keinen sinnvollen Grund gibt, weshalb sich der staatliche Bildungsauftrag religiösen Bedürfnissen unterordnen sollte.

Deutschland hat keine Staatsreligion, so dass keine bestimmtes Bekenntnis irgendwelche Vorzüge gegenüber anderen Religionen hat.

Religionsunterricht sollte deshalb auch nicht als religiöse Unterweisung dienen, sondern Wissen über verschiedene Bekenntnisse vermitteln.

Ich sehe in den Forderungen nach Sonderrechten, wie etwa Gebetsräumen, eher den Versuch, gesellschaftlich und politisch Macht zu erlangen.

Ruheraum

Bei uns an der Schule gab es einen "Ruheraum" ohne jede religiöse Symbole, in den man gehen konnte, wenn man eben mal abschalten wollte.

Da waren übrigens praktisch nie Muslime, sondern ich übte dort mit Menschen verschiedener Konfession gemeinsam meditatives Sitzen.

Man sollte aber sicher stellen, dass dieser Raum nicht von einer einzelnen Gruppe "vereinnahmt" wird und sie ihre eigenen Regeln aufstellt.

Es nutzt ja nichts wenn "Ruheraum" draufsteht, aber letztlich jeder weiß, dass sich dort ausschließlich die Muslime dort wieder mal eine Extrawurst (natürlich halal) braten.

Da eine solche "Sicherstellung" der Vielfalt nicht zu gewährleisten ist (es sei denn durch einen Plan, der vorschreibt wann welche Personen dort sein dürfen), gibt es selbst bei Ruheräumen die Gefahr, dass sie machtpolitisch missbraucht werden.

Kommentar von Marvin2909 ,

PEGIDA-Anhänger oder was?

Kommentar von Enzylexikon ,

Das fasse ich fast schon als persönliche Beleidigung auf.

Ich habe mit solchem rechtsgerichteten Pack nichts am Hut.

Ich sehe es lediglich so, dass wirklich liberale Muslime sich ihr Gebet auch während der Schulzeit verkneifen und nachholen können.

Wer schon eine Forderung nach Sonderbehandlung durch Bereitstellung von Gebetsräumen fordert, macht sich meiner Meinung nach nun einmal verdächtig, einen "politischen Islam" zu vertreten und keinen rein religiösen.

Antwort
von 1988Ritter, 25
nein weil

Auf gar keinen Fall.

Meine Ansicht begründet sich aus mehreren Aspekten:

  1. Eine Schule hat grundsätzlich einen Bildungsauftrag. Wenn man bei einem Bedarf einen Religionsunterricht anbietet, dann dient dieser nur der Religionslehre. Eine Praktizierung der Religion, die zudem den Ablauf beeinflussen würde, ist von keiner Religion hinzunehmen.
  2. Versuchsweise hatte man schon Gebetsräume für den Islam angeboten. Leider musste man dann feststellen, dass das Angebot von fundamentalistischen Muslimen missbraucht wurde. Das Experiment wurde als gescheitert angesehen.
  3. Der Islam, auch wenn er ständig bemüht ist sich in den Vordergrund zu stellen, ist eine Religion von Minderheiten. Wenn wir allen hier in Deutschland vorhandenen Religionen eine Praktizierungsmöglichkeit geben würden, dann würde dies wirtschaftlich und gesellschaftlich belasten.
  4. Alle Religionen haben in der Praktizierung Rituale und Zeremonien. Davon wird im Alltagsleben keine Beschwernis wahrgenommen. Nur der Islam behauptet permanent eine Benachteiligung. Wenn die Gesellschaft in Deutschland ein Leben ohne religöse Belastung für den Alltag hinbekommt, dann geht das beim Islam auch.  
Kommentar von bluestyler ,

Frage mich wieso in so vielen Klassenräumen immer noch Kreuze an der Wand sind?

Man sollte erstmal damit anfangen..

In der Schule fokussiert man sich erstmal sowieso auf das Christentum, vor allem in der Grundschule. Da lernt man nichts vom Islam, erst in den weiterführenden Schulen.

Meiner Meinung sollte man Fächer wie Religion, Kunst, Musik abschaffen und eher als ,,AG" wählen können.

Kommentar von 1988Ritter ,

Siehe Punkt 3).

Dieser Staat ist deshalb bei Migranten so beliebt, weil er besonders gute Lebensqualitäten vorweist. Diese Lebensqualitäten sollten die Migranten nicht in Frage stellen, insbesondere wenn es Minderheiten sind, um ihre Vorstellungen zu etablieren. Es könnte ansonsten passieren, dass hier die Verhältnisse entstehen, weshalb man sein ursprüngliches Heimatland verlassen hat.

Antwort
von feinerle, 82
nein weil

Eigentlich sollte in der Schule keinerlei religiöse Unterweisung und/oder Tätigkeit durchgeführt werden, weder Religionsunterricht noch sonstwas.

Freiheit bedeutet, dass sich jeder entscheiden kann, wie er will. Das geht nur, wenn er nicht von Kindesbeinen arglistig zu irgendwas indoktriniert wird.

Idealer Weise sollten auch Eltern auf jegliche Indoktrination verzichten, was jedoch nicht geht, da sie ja immer die Wahrheit meinen gepachtet zu haben.

Antwort
von suziesext10, 33
nein weil

in einem säkularen Staat werden religiöse Örtchen nicht vom Staat gezahlt und eingerichtet. Das ist einer der wichtigsten Lernprozesse für sunnitische Fundamentalisten: sie leben in einem säkularen Staat und müssen ihre Maximalforderungen reduzieren auf ein allgemein verträgliches Maß. Wenn sie das nicht schaffen, müssen sie sich zurück begeben in ihre Gottesstaaten und dort eben in vollem Umfang ihre Vorstellungen ausleben.

Die Religionsfreiheit, die wir Europäer hier gewähren, endet da, wo sie Andersgläubige terrorisiert. Euch wird hier ein Wind entgegen wehen, den ihr euch nicht vorstellen könnt, o ihr Schein-Rechtgläubige.

Kommentar von InternationalKN ,

Was soll da gezahlt werden? Man kann doch ein leeren Raum nutzen?

Kommentar von 1988Ritter ,

Auch ein leerer Raum stellt einen möglichen, ertragsbringenden Nutzungsraum dar.

Kommentar von suziesext10 ,

Beispiel Berlin, Technische Universität. Die TU Leitung hatte ursprünglich die Turnhalle für das Freitagsgebet zur Verfügung gestellt.

Unter anderem trat da aber auch der salafistische Imam Abdul Adhim Kamouss auf, der in der radikalislamischen Al-Nur-Moschee, in der für die Vernichtung der Juden gebetet wurde, als Starprediger galt und auch gern gesehener Gast bei den Neuköllner Hamasanhängern ist.

Einer der Prediger hatte sogar offen mit „Konflikten“ gedroht, würde man den moslemischen Studenten keinen Raum für ihr Freitagsgebet zur Verfügung stellen.

TU-Präsident Christian Thomsen schloß dann den Raum und hatte dies damit begründet, dass wenn die Universität so ein Angebot nur für Moslems hätte, man alle anderen Glaubensrichtungen ausschließen würde. Er sprach sich dafür aus, dass staatliche Universitäten und Religionen getrennte Wege gehen sollten.

Antwort
von Mirarmor, 48
nein weil

Religionsfreiheit zwar gut ist, aber staatliche Einrichtungen keine Privilegien für Religiöse bezahlen oder einräumen sollte, die nicht alle Bürger haben.

Trennt Staat und Religion!

Keine Steuergelder von Nicht-Religiösen für Religöse einsetzen!

Antwort
von LyciaKarma, 60
nein weil

..die das Zuhause machen können/sollen. Das hat an der Schule nichts verloren. 

Antwort
von DottorePsycho, 27
nein weil

Ich sehe kein Problem darin, wenn "Ungläubige" zugegen sind, wenn ich bete.

Wenn diese Ungestörtheit von Muslimen für Räume, die der Allgemeinheit zugänglich sein sollen, eingefordert wird, dann ist da schon etwas aus dem Ruder gelaufen. Natürlich ist es angenehm, völlig ungestört zu sein. Aber in einem allgemein offenen Raum bin ich das nunmal nicht. Das geht auch mal.

Vor diesem Hintergrund würde ich "Ruheräume" begrüßen, keine Gebetsräume. Hier kann der eine in Ruhe lesen, der andere meditieren und wieder andere beten.

Meiner Ansicht nach ist die allzu laute Forderung nach Gebetsräumen, die allenthalben aus der muslimischen Ecke tönt, der Versuch, sich bzw. den Islam in Deutschland "breit" zu machen.

Dafür schäme ich mich als Muslim. Dickes Sorry.


Antwort
von Tessa1984, 59
Ja weil

die islamische gemeinde doch recht umfangreich ist. allerdings nicht um jeden preis!

ein solcher Raum MUSS für ALLE schüler offen stehen. natürlich habt ihr ein anrecht darauf, dass schüler, die diesen raum besuchen sich entsprechend verhalten, also schuhe aus, vorher waschen etc...

lg, Tessa

Kommentar von Meatwad ,

ein solcher Raum MUSS für ALLE schüler offen stehen.

Wurde bereits versucht. Hat nicht funktioniert. Hat mit der Natur der Religionen zu tun.

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Nicht funktioniert? Nur weil es in manchen Fällen Probleme gab? Es gibt diverse Beispiele, die voll aufgegangen sind.

Kommentar von Tessa1984 ,

euch ist schon bewusst, dass ihr, wenn ihr euch abschottet, misstrauen und vorurteile den perfekten nährboden bekommen?

Kommentar von HansH41 ,

"weil die islamische gemeinde doch recht umfangreich ist"

Nein ist sie nicht. Es gibt ca 4% Muslime in Deutschland gegenüber 35 % Konfessionslosen, 30 % Katholiken und 39 % Lutheranern.

Sie sind allerdings sehr lautstark, fordern und aggressiv, darum fallen sie unangenehm auf.

Kommentar von Tessa1984 ,

wie viel sind denn 4% von 80 millionen?

Antwort
von Viktor1, 78

Ja, für jede Religion und Konfession einen eignen.
Gleiche Rechte für alle und Religionsfreiheit heißt, daß man jederzeit und überall seine Religion ohne Behinderung pflegen darf - oder ?
Am Arbeitsplatz ? In der Bahn ? Im Flugzeug ? Im Rathaus ?

Kommentar von Marvin2909 ,

Religionsfreiheit heißt auch, dass man uneingeschränkt von anderen Religionen Leben darf. Wird nun ein Raum in einer Schule zu einem Gebetsraum umfunktioniert und nur für religiöse Schüler zutrittlich gemacht, werden die anderen doch deutlich ausgegrenzt, oder?

Kommentar von Viktor1 ,

Nein, jeder darf, muß aber nicht.
Wer nix braucht bekommt nix.

Kommentar von saliksemi ,

Ich habe mal eine frage marvin 2909 wovon sollen sie sich ausgeschlossen fühlen ? was hast du für eine Vorstellung wie si ein raum aussehen würde? wenn christen einen raum um in ruhe zu beten oder budisten einen zum meditiehren kriegen würden würde es mich einfach nicht interessieren TOLL da haben sie halt einen raum vo 2 Teppiche drinliegen wer so etwas beneidet der der ist bemitleidenswert!

Kommentar von Marvin2909 ,

Dann würden die einzelnen Kinder seperiert werden, da es ja, wie du es gesagt hast, Räume für jede einzelne Religion geben würde. Außerdem würde dann das ständige Problem auftreten, dass Räume für eventuelle nicht anerkannte Religionen fehlen würden.

Antwort
von hutten52, 57
nein weil

Nein. Die Schule ist ein staatlicher, säkularer Raum, in dem auf gar keinen Fall Religionen Räume belegen dürfen. Damit würden die religiösen Konflikte in die Schule hineingetragen werden.

Außerdem kann man auch ohne Raum beten. 

Öffentliches kollektives Beten ist im Grunde keine Zwiesprache mit Gott, sondern eine Machtdemonstration. 

Wohin das führt, zeigt die Schließung des Gebetsraums in der Uni Essen, weil Moslems den Raum umfunktionierten.

Am 12.2016 meldete die WAZ: Nicht-muslimische Studenten wurden von religiösen Eiferern brüsk daran gehindert, während des Freitagsgebets den Aufzug im Gebäude „T04“ zu benutzen. Lapidare Begründung: Der Aufzug, der hinauf zum muslimischen Gebetsraum in der vierten Etage führt, sei während der Gebetszeiten ausschließlich den „Brüdern“ vorbehalten. Selbst muslimische Studentinnen, so heißt es weiter, dürften den Aufzug in dieser Zeit nicht benutzen. Allerdings scheinen die „Schwestern“ mit dieser ungewöhnlichen Form der Geschlechtertrennung wohl keine Probleme zu haben. Damit aber nicht genug: Auch Toiletten nahe dem Gebetsraum sollen vor, während und unmittelbar nach dem Freitagsgebet nicht von „Ungläubigen“ betreten werden dürfen, heißt es.  

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Sorry für die Einmischung

Ich habe während meiner Schulzeit einen solchen Raum genutzt, um über meinen Glauben zu reflektieren. Hätte ich jetzt eigentlich der Schule verwiesen werden müssen oder vor Gericht gemüsst? oO

** Damit würden die religiösen Konflikte in die Schule hineingetragen werden. **

Woher diese dunklen Prophezeiungen? Für gewöhnlich sind gebildete Menschen einer Kompromissbereitschaft und des nötigen Respekts mächtig, die zur Lösung der Sache beitragen. Im langen bestehen des Pendants an meiner früheren Bildungseinrichtung (kein Gebetsraum, er wurde allerdings u.a. dafür genutzt) wäre im entferntesten niemand auf solch eine Idee gekommen, lediglich sind neue Freundschaften entstanden. Auch wenn dir das vermutlich bewusst ist, ist das Bild der IS-Anhänger nicht repräsentativ für alle Moslems. Beispiele wie in dem angefügten Bericht sind traurig, aber nicht die Regel. Der Durchschnitt (gerade in dem Alter) hat Besseres im Sinne als politische Konflikte. 

Wie die Entwicklung ihrer individuellen Persönlichkeit und ihrer Lebensphilosophie, die für einen Charakter mindestens dieselbse Relevanz wie Allgemeinwissen besitzt und die ihn ein Leben lang begleitet Die Wahl und Ausübung eines eigenen Glaubens bzw einer Philosophie trägt für etliche Menschen dabei ein wesentliches Gewicht. Und die Neugewinnung von eigenen Erkenntissen sowie die Erschließung neuer Religionen/Philosophien bzw Perspektiven innerhalb dieser ist der Inbegriff von Bildung für das Leben. Wenn es auch kein objektives Allgemeinwissen ist, das wiederum Thema des Religions -bzw Geschichtsunterrichts ist.

Nein, Beten ist nicht zwangsläufig eine Machtdemonstration. Schon gar nicht unter jungen, gebildeten durchschnittlichen Schülern/Studenten. Macht auszuüben, wäre das entfernteste überhaupt, was mir dabei in den Sinn gekommen wäre. (Und das Lächerlichste obendrein.) 

Das wollte ich nur angemerkt haben. Möglicherweise ist es ein Input, um eines näher zu durchleuchten. Ansonsten wünsche ich nur einen schönen Abend.

Mit freundlichen Grüßen

Kommentar von HansH41 ,

Deine Schulzeit liegt sicher schon einige Jahre zurück. Da gab es noch keine aggressiven Muslime in deutschen Schulen und Arbeitsplätzen, die ihre weltfremden missionarischen Ziele unter dem Mantel der Religionsfreiheit durchsetzen wollten.

Heute schon. Und dagegen wehre ich mich.

Kommentar von Klaraaha ,

Die kleinen Betriebe können sich keine Gebetsräume erlauben und auch nicht immer den Muslimen an ihren Feiertagen frei zu geben. Aber das Gejammere ist groß, wenn dann viele kleine und mittlere Betriebe keinen mehr beschäftigen wollen, denn leider trifft es auch welche die gar keine solchen Absichten hatten.

Kommentar von hutten52 ,

Sehr gut gesagt. Religion ist eben nicht gleich Religion. Christen und Buddhisten wollen keinen besonderen Gebetsraum in Schulen und Unis. 

Kommentar von HansH41 ,

Dazu kommt noch das Gebot der Gleichbehandlung. Ich würde mich in meiner Dienststelle dagegen wehren, wenn aus religiösen Gründen Kollegen eine Vergünstigung erhielten.

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Hans, du hast dich mit den Konditionen deines Jobs doch zufrieden gegeben, als du ihn angenommen hast? Was gehen dich die Geschäfte an, die der Betrieb später mit anderen macht? Solange das Unternehmen keine Richtwerte wie Mindestlohn bzw Tarifverhandlungen verletzt, vergibt es seine Kapazitäten nach Belieben.  

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Hutten, Christen, Buddisten und Moslems befürworten der Erfahrung nach gleichermaßen eine Möglichkeit, diesen Praktiken nachzugehen. Ob davor ein Schild mit "Gebetsraum" davor steht, spielt für den eigentlichen Zweck keine Rolle. 

Klaraaha, in dem Fall, dass sie sich keine erlauben können, wo liegt das Problem? Die Etablierung eines solchen Raumes ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Als Moslem kann ich rein hypothetisch selbst entscheiden, ob mir der Feiertag derart wichtig ist, dass ich diesen einhalten muss und somit einem Jobangebote absage, oder ob ich mich ganz oder kompromissweise nach den Firmenrichtlinien orientiere.

Kommentar von hutten52 ,

Nein, Christen und Buddhisten haben noch nie in Schulen einen Gebetsraum gefordert. Sie brauchen ihn auch nicht, weil z. B. bei Christen das Gebet ein individuelles geistiges Zwiegespräch mit Gott ist, keine kollektive Aktion mit Teppich, Schuhausziehen und Niederwerfung. Der Christ kann überall beten, innerlich, sogar während einer Klassenarbeit oder auf einer Bank auf dem Schulhof. 

Für den Gottesdienst in der Gemeinde gibt es genug Kirchen und Moscheen. 

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Nein, eigentlich liegt sie noch nicht lange zurück. Derzeit stehe ich in relativ engem Kontakt mit diversen Lehrern und Direktoren sowie den örtlichen Behörden für Migration, sodass der Informationsfluss relativ aktuell ist, und derartiges kann ich nicht im Ansatz bestätigen.

Schön, dass du dich gegen falsches Verhalten wehrst. Mit Hilfe von kollektiven Strafen für alle? Das ist die destruktivste Art der Prävention überhaupt und ein Zeugnis von Inkompetenz. Wenn wir die schwarzen Schafe nicht kontrollieren können, metzeln wir einfach alles nieder...

Durch mehr Erfahrung auf dem Gebiet verbessert sich der pädagogische und didaktische Umgang mit  Randgruppen von Jahr zu Jahr. Auch das Bildungsniveau sowie die Aufklärungsrate sind progressiv. Wenn es einen Zeitpunkt gibt, an dem die Chancen derartiger Zentren sich entwickeln, dann heute.

Antwort
von bubenkoenig, 51
nein weil

stell dir vor ein nicht moslem oder ein nicht gläubischer sieht in der schule das erste mal in seinem leben ein moslem der da betet. er spricht ihn an der betende antwortet nicht etc. Ich glaube dass viele schüler durch diese "komischen" Bewegungen seiner muslimischen Mitschüler negativ beeinflusst werden können, auf Welcher Art auch immer.

Kommentar von DottorePsycho ,

Dein Ernst?

Ich kann mir keinen "kopfgesunden" Schüler vorstellen, der nicht erkennt, dass dieser Muslim da grade am beten ist und sich deshalb "komisch" bewegt. Soviel Intelligenz traue ich jedem Nicht-Muslimen zu.

Da gibt es sicherlich andere Gründe, die dagegen sprechen (siehe andere Antworten).

Kommentar von DottorePsycho ,

Und wieso beantwortest Du Deine eigene Frage?

Antwort
von Dovahkiin11, 74
Ja weil

Die Diskussion wird doch längst auf Bundesebene geführt... Es muss kein Raum sein, der nur für diesen Zweck gemacht ist. Ein Raum, in dem man in stille diese Praktikum ausüben kann oder einfach in Ruhe reflektieren kann, sollte in jeder Schule vorhanden sein. Unsere damalige Schule hat nur davon profitiert.

Kommentar von bubenkoenig ,

du meinst es soll einen raum geben, der nicht so stark benutzt wird, wo schüler beten können. und das ohne dass sich andere schuler gestört fühlen richtig? also könnte man den raum zum beten benutzen aber nicht offiziell als gebetsraum sehen.

Kommentar von Marvin2909 ,

Dann teilt sich die Schülerschaft. Eventuelle "Ungläubige" werden ausgeschlossen, da sie den besagten Raum ja nicht betreten dürfen.

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Nein, tut sie nicht und ist in jahrelangem Bestehen noch nie aufgetreten. Stattdessen kamen diverse Bedankungen und Komplimente für diese Möglichkeit. Menschen, die eines respektvollen Umgangs mächtig sind, finden durchaus eine Einigung, mit der alle Parteien zufrieden sind. 

Kommentar von Abahatchi ,

@ Dovahkiin, nicht alle Religionen beten in Stille. wenn also den Einen zugestanden wird, in einem Ruheraum zu betten, dann müssen aber auch andere Religionen die Möglichkeit bekommen, angemessen, ihrer Religion entsprechend beten zu können. Meine Urenkel müszten dann in der Mitte des Raumes ein Feuer entfachen und es bei Beschwörungsgesängen umrunden. Natürlich darf ein Gebet nicht unter drei Stunden dauern. Dem zu Folge müssen dann noch die Unterrichtsstunden verlegt werden. Bei Gebeten unter drei Stunden würden sie sonst nach ihrem Tode in den Metaschmerz der Glücklosigkeit kommen. Könnt Ihr doch nicht wollen oder?

Ach, übrigens. Die Kinder einer meiner Bekannten haben ja dann noch eine andere Religion. Die sind aber recht leise, bei ihren Gebeten. Sie nehmen nur ein Kaninchen, brechen es nach Weidmanns Sitte auf und führen dann nach Vorgabe der Windungen der Eingeweide, dies sie ordentlich und in Stille auf dem Boden ausbreiten, ihr Gebet aus. 

Wenn man erst einmal angefangen hat, den "vorsintflutlichen" Ritualen aus dem Mittelalter namens Beten, für Geistwesen in Schulen statt zu geben, dann musz man es auch allen anderen und nicht nur abrahamitischen Religonen zu gestehen,. 

Hokuspokus hat an Schulen nichts zu suchen. Das Beschwören oder anbetteln von imaginären Geistwesen kann jeder für sich zu Hause machen, nach oder vor der Schule. Die Schule ist eine Schule und kein Irrenhaus.

Grusz Abahatchi

Kommentar von bubenkoenig ,

es könnte ein weniggenutzter raum im keller sein, wo "ungläubige" sowieso nicht reingehen würden ich mein wer geht einfach so in den keller in der pause. ausserdem könnte man den raum abschlie0en und die ungläubigen würden es nicht einmal merken, dass da leute beten,

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Wo der Raum liegt, ist letztendlich relativ egal, solange er menschenwürdig und im Sinne des Zwecks ist. Abschließen ist keine gute Idee, da dies nur unnötig Stress bei manchen auslöst und nicht Sinn der Sache ist. Wenn jemand unbedingt kurzzeitig allein sein möchte, findet sich mit Respekt und Freundlichkeit immer ein Weg. 

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Ja, in vielen Einrichtungen gibt es so etwas schon. Wie bereits gesagt, hat unsere örtliche Schule seit Jahren so einen Raum und bisher ausschließlich positive Rückmeldung erhalten. Was schadet es auch, wenn man die Möglichkeit hat, sich freiwillig dem Chaos, Lärm und Stress für einige Zeit entziehen zu können? Richtig, da bekommt einer mehr als ICH, und das können wir Deutschen ja gar nicht ab... 

Antwort
von josef050153, 18
nein weil

Deutschland hat keine Staatsreligion. Wenn man das einer Gruppe erlaubt, muss man es für die etwa 4 000 größeren anderen auch.

Antwort
von kasva, 55
Ja weil

Gebetsräume werden in den Pausen zur Verfügung gestellt. Und wer was wo wann macht, sollte niemanden kümmern! 

Antwort
von ArbeitsFreude, 12
nein weil

...wir in einem Laizistischen Staat leben - und weiterhin leben wollen...

Antwort
von TimeTraveller0, 53
nein weil

Religion hat in der Schule nicht das Geringste zu suchen. 

Antwort
von Zicke52, 24
nein weil

Sonst noch was? 

Wozu gibt's Kirchen/Moscheen/Synagogen?

Antwort
von Fredderred, 40
Ja weil

das beten rein psychologisch nichts schlechtes ist, das ist das beste an jeder Religion. Ich glaube zwar nicht, dass beim beten von außen etwas geschieht aber es ist halt eine Form von Meditation, gut für die Konzentrationsfähigkeit etc. Ich finde sogar man soll einen allgemeinen Gebetsraum machen, keinen der irgendeiner Religion entspricht. Bilderlos(damit meine ich die konkreten Christlichen Bilder) einrichten. Parallel dazu sollte ein Ethikunterricht in der jede Religion abgehandelt wird, geben. .......... Nun zur Realität:Das wird alles nichts bringen. Diese Diskussion existiert überhaupt nur wegen den Muslimen und die werden ihren glauben so oder so durchsetzen. Die Frage ist eigentlich : Dürfen Muslime beten? Ja, dass darf ihnen kein Mensch verbieten.

Antwort
von Pandafreundlich, 56
nein weil

Das gehört woanders hin 

Kommentar von bubenkoenig ,

wie waere es zum beispiel mit dem islam? da ist es pflicht zu beten 5 mal am tag. man könnte das in einem unbenutzten raum in der schulpause machen. wie stehst du dazu?

Kommentar von Pandafreundlich ,

Da wird es ja von der Religion vorgeschrieben, für die Verhältnisse hier undenkbar, für die Leute dort denke ich eine Lösung.

Kommentar von bubenkoenig ,

jup aber hier gibt es auch muslime.. die könnten doch auch in einem raum beten in der pause und keiner müsste es wissen oder sich gestört fühlen

Kommentar von Ranzino ,

es ist nicht Aufgabe der Schule, dafür zu sorgen.  Punkt.

Antwort
von earnest, 27
nein weil

Nein.

Religion ist Privatsache.

Und, falls die Schule das anders sieht: Bitte auch einen Gebetsraum für die Adepten des Fliegenden Spaghettimonsters.

Gruß, earnest


Kommentar von Ranzino ,

Korrekterweise müsste die Schule nur noch aus Gebetsräumen bestehen, bei all den vielen Glaubensrichtungen.

Antwort
von Marvin2909, 76
nein weil

Die Schule ein Ort der Bildung ist und Religion nichts in den Schulen zu suchen hat. Außerdem kann man dagegen Klage einreichen.

Kommentar von bubenkoenig ,

jup aber wie schauts aus wenn du in der pause betest, wo du freizeit hast? in einem raum, der nur für betende zu betreten ist zb.

Kommentar von Marvin2909 ,

Art. 4GG schützt davor, dass der Bürger in einem staatlich geschaffenen Pflichtraum (Schulgebäude) dem Einfluss eines bestimmten Glaubens ausgesetzt wird, ohne sich diesem entziehen zu können. 

Selbst wenn die betroffenen Schüler nur in der Pause und nur in diesem Raum beten, existiert er trotzdem und verstößt somit gegen Artikel 4 des Grundgesetzes. Beten hat mit erholen, wofür die Pause vorgesehen ist, nichts zu tun.

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Und wieso kann er/sie sich diesem nicht entziehen? Die Beanspruchung ist ein rein freiwilliger Prozess. Wann und ob ich das will, entscheide ich jederzeit selbst.

Doch, für Millionen Menschen bedeutet Beten Erholung, auch wenn du das augescheinlich nicht nachvollziehen kannst. Der berühmte Tellerrand.

Kommentar von Marvin2909 ,

Eine weitere Folge wäre, dass eventuelle "Nicht-beter", die den Raum laut Aussage des Fragenstellers nicht betreten dürften, von den anderen Schülern abgegrenzt und eingeschränkt werden.

Kommentar von AntwortMarkus ,

Für Dich hat beten vielleicht nichts mit Erholung und Ruhe zu tun. Aber genau das ist ein Teil des Betens.

Man kommt runter, hält inne, ist in Gedanken bei Gott. Nicht umsonst sind Geistliche auch Seelsorger.

Kommentar von Marvin2909 ,

Beten hat auch nichts mit Erholung zu tun wie es die Hofpause vorsieht. Man soll sich mit den Freunden unterhalten und sich eventuell auf den nächsten Unterricht vorbereiten, nicht in einen stickigen Raum, wie man es eh schon den ganzen Tag war, gefangen sein.

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Eben. In Ruhe den Glauben bzw meine individuelle Lebensphilosophie auszuleben, ist reine Erholung für mich. 

Kommentar von Marvin2909 ,

Beten hat auch nichts mit Erholung zu tun wie es die Hofpause vorsieht. Man soll sich mit den Freunden unterhalten und sich eventuell auf den nächsten Unterricht vorbereiten, nicht in einen stickigen Raum, wie man es eh schon den ganzen Tag war, gefangen sein.

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Und nochmals... Niemand ist dort gefangen. Ich komme und gehe wann und so oft ich selbst will, und niemand zwingt mich im Ansatz zu dieser Entscheidung. Wie ich meinen Lebensweg gewählt habe und wie ich mich folglich am besten erholen kann, bestimme ich selbst. Wenn ich einen Moment der Ruhe und auch der Erholung brauche, in dem ich dem Stress entfliehen kann, ist das eine völlig legitime und selbstbestimmte Entscheidung, und das wird dir jeder Psychologe bestätigen. Der einzige Zwang besteht darin, mich Nonstop dem Stress auszusetzen, ohne mir die Möglichkeit eines Ausgleichs zu bieten. 

Mit Freunden kann ich mich in anderen Pausen oder sonst wann so oft unterhalten, wie ich will. Was für mich Erholung bedeutet und was ich in diesen paar Minuten mehr brauche, obliegt mir und weiß ich selbst wohl am besten. Wenn ich mein Leben z.T. meinem Glauben widme, ist es für mich auch üblich, den 6-9 Stunden in Gemeinschaft einige wenige Minuten mir selbst zu geben. Und wenn ich spontan lieber wieder rausgehe- wer hindert mich daran? 

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Sicher hat sie das. Die Religion ist einer der Grundsteine der Geschichte und der heutigen Kultur und spielt eine erhebliche Rolle in der Entwicklung nahezu jedes Staates. Die Aufklärung über aktuelle sowie historische Prozesse ist nichts Anderes als Bildung. Darüber hinaus ist die Erschließung individueller Lebensphilosophien, die auch durch Religion beeinflusst werden, ein elementarer Apspekt in der Persönlichkeitsentwicklung, wenn nicht der Wichtigste, da sie die Quinessenz eines gesamten Lebenszyklus ist.

Klage einreichen gegen etwas, das niemandem schadet, sicher... Der ewige Hass, wenn andere Gruppen zusätzliche Rechte zugesprochen kommen... 

Kommentar von Marvin2909 ,

Ich kann mich nur wiederholen: 

,,Art. 4GG schützt davor, dass der Bürger in einem staatlich geschaffenen Pflichtraum (Schulgebäude) dem Einfluss eines bestimmten Glaubens ausgesetzt wird, ohne sich diesem entziehen zu können."

Das Kruzifix-Urteil von 1995 verbat es, Kruzifixe (Jesuskreuze) in Klassenzimmern aufzuhängen, weil es gegen die Verfassung war. Warum sollte man jetzt nochmal das selbe tun, wenn man schon weiß, dass es eh verboten ist?

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Und ich wiederhole mich: Wieso kann sich die Person dem nicht entziehen? Wer das Angebot nicht in Anspruch nehmen will, muss dies auch zu keinem einzigen Zeitpunkt tun. Aber wenn ich eine Auszeit von dem schulischen oder anderweitigen Stress und dem extremem Lärm haben will (was heute elementarer ist denn je), dann kann ich freiwillig diese Möglichkeit allein für mich beanspruchen und wieder gehen, wann ich will. Da ist für gewöhnlich kein IS-Propagandist, der im Dunkeln des Raums auf kleine Kinder wartet. Und die Möglichkeit, sich psychisch temporär erholen zu können, wird nicht grundlos von dem Großteil der Psychologen geschätzt. 

Kommentar von Marvin2909 ,

Man kann sich der Schule nicht entziehen, weil es eine SCHULPFLICHT gibt, die vorsieht, DASS man in der Schule ist, DASS man im Klassenzimmer ist!

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Hier geht es aber nicht um den Unterricht, sondern einen Gebetsraum, den man in der Freizeit aufsuchen kann, wann man will.

Darüber hinaus hat die Schule entgegen deiner Information nicht den Zweck, Menschen zu indoktrinieren, sondern ihnen verschiedene Informationen und Perspektiven darzubieten, um ihnen auf Basis dessen die Wahl der individuellen Philosophie zu erleichtern. 

Die Offerte verschiedener Gesichtspunkte ist das Gegenteil von Indoktrination, sie ist der einzige Weg, eine kritische und breit aufgestellte Haltung einzunehmen, da der Informationsfluss nicht monoton ist. Nirgends konnte ich derart viele mögliche Lebenswege und Philosophien kennen lernen, aufgrund derer ich mir heute völlig selbstbestimmt meine eigene Haltung bilden konnte. Selbst in der Diskussion mit diversen Psychologen im Bekanntenkreis konnten wir nur herausstellen, wie elementar die Aufklärung über theologische Orientierungen den geistigen Horizont erweitern kann.

Kommentar von Marvin2909 ,

Ein Glück, dass du in Deutschland nichts zu sagen hast.

Kommentar von Dovahkiin11 ,

** Ein Glück, dass du in Deutschland nichts zu sagen hast. **

Das ist deine Art der Argumentation?

Aber du hast recht. Diese ekelhaften Individualisten, Philosophie und psychologische Fakten... Weg mit den Rechten, ordnet euch dem System und der Masse unter. 

Ich bin auch froh, keine repräsentative Funktion einnehmen zu müssen, aber habe zumindest genügend Stunden mit solchen verbracht, die Fragen wie diese beruflich kritisch breit aufgestellt von allen Perspektiven durchleuchten, um eine Betrachtung gefunden zu haben, hinter der ich stehen kann und mit der ich auf Seiten etlicher Pädagogen, Psychologen und Philosophen und derer stehe, die Rechte erhalten würden, ohne dass anderweitig Schaden entsteht. Diese Thematik sollte bereits in der Mittelstufe und nicht erst in der Oberstufe unterrichtet werden, was Situationen wie dieser entgegenwirken würde...Glücklicherweise haben sie an meiner ehemaligen Schule schon lange diese ausnahmslose Bereicherung etabliert.

Dem letzten Kommentar entnehme ich, dass auf objektiver Ebene kein weiterer Diskussionsinput mehr zu erwarten ist. Dann verabschiede ich mich.

Kommentar von AntwortMarkus ,

In unserer Schule ist  jedem Raum ein Kreuz. Im Rathaus im Sitzungssaal ebenso.

Für einen Atheisten kann es ja keine Bedrohung sein. Schließlich ist für ihn ein Kreuz an der Wand nichts weiter als ein bedeutungsloser Wandschmuck.

Nur der Teufel hat Angst vorm Kruzifix aber doch wohl nicht der Ungläubige 😉

Man kann ja auch genausogut Karo Tapeten in öffentlichen Räumen gesetzlich verbieten. Wer weiß was da für ein Aberglaube hinter steckt 😂

Kommentar von Zicke52 ,

@AntwortMarkus: Es geht nicht darum, dass sich Atheisten von einem Kreuz bedroht fühlen. Sondern dass der Staat seine Neutralität bewahren soll: für ihn sollte es nur Bürger geben. Keine Christen, Juden, Atheisten, CDUler, Kommunisten. All das ist Privatsache und geht den Staat nichts an. 

Indem der Staat Kreuze in seinen oeffentlichen Gebäuden aushängt, suggeriert er, dass er selbst eine Religion hat, bzw. eine Religion bevorzugt.

Kommentar von Marvin2909 ,

Danke!

Kommentar von HansH41 ,

In bayerischen staatlichen Schulen und in den bayerischen Gerichten hängen normalerweise schlichte Kreuze. Sie werden abgenommen, wenn sich jemand dagegen beschwert.

Die Statistik zeigt, dass sich kaum jemand dagegen beschwert. Ich auch nicht, obwohl ich konfessionslos bin.

Antwort
von Korrelationsfkt, 28
nein weil

Seinen Glauben/Ideologie kann man bei sich zuhause ausleben.

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