Frage von AMenix, 130

FSJ aufgeben?

Hey, ich bin 16 und bin nun seit dem 01.September (ich weiß dies ist nochnicht lange) in einen Kindergarten als fsj-lerin beschäftigt (und hatte diese woche auch meine erste Seminarwoche). Jedoch bin ich tot unglücklich, denn im Seminar komme ich nicht mit den leuten klar und in der Arbeitsstelle wird auf mich alles geschoben was sonst niemand machen möchte (Es wird meist einfach gesagt :,, Lasst das doch unsere fsj-lerin machen, dafür ist sie da"!) Zudem ist das arbeitsklima auch nicht gerade das wahre, denn ich werde größtenteils ignoriert und wenn ich etwas frage kommen meistens genervte antworten, die mich wie dumm dastehen lassen. Ich kann und möchte so einfach nicht weitermachen.

Am liebsten würde ich mein fsj kündigen und auf einen Reiterhof sowas ähnliches wie ein fsj machen. Gibt es da noch eine Möglichkeit für mich oder etwas ähnliches? Kann ich jetzt überhaupt noch mit etwas neuen anfangen?

Bitte helft mit, über jede Antwort bin ich euch wirklich dankbar.

Antwort
von GroupieNo1, 15

Also du urteilst jetzt nach 2 Tagen arbeiten und 2 Tagen Seminar über die Leute?
Gruppenstruckturen, gruppenbildung?! Davon schon einmal etwas gehört?
Du bist in beiden neu, es findet sich eine teilweise neue Gruppe und auch hier müssen erst mal Rangordnungen und alles geklärt werden.
Ja bei uns müssen die fsjler seit Donnerstag auch mittags küchendienst machen weil wir durch Urlaub noch nicht vollzählig sind.
Ja es ist rechtlich verboten, fsj leer alleine mit den Kindern zu lassen, was darauf schießen lässt das die fsj ler andere Aufgaben erledigen.
Du bist keine pädagogische Fachkraft, was heißt, dass du weder Eltern Gespräche machen darfst noch die Kinder in der Eingewöhnung begleiten kannst, und ich gehe davon aus, dass du auch noch nicht alle Kinder deiner Gruppe beim Namen kennst.
Natürlich lässt man dann die Praktikanten erstmal bastelmaterialien vorbereiten, Schilder basteln, laminieren....

Du willst auf einen pferdehof? Gut dann richte dich darauf ein, dass du die ersten Wochen nur die Äpfel der Pferde wegräumen darfst, die Decken waschen, Sattel wachsen etc, denn auch hier wird dich keiner auf oder an das Pferd lassen bevor du nicht einiges dazugelernt hast.

Außerdem wirst du dort wohl auch auf Leute stoßen mit denen du nicht klar kommst, denn so ist das im Leben. Aber wer nach jeweils 2 Tagen schon so eine festgefahrene Meinung hat, muss für sich selber noch so viel lernen und da geht es nicht um spezifisches Wissen sondern um deine persönliche Wahrnehmung, deine Einstellung und deine sozialisation!  

Antwort
von Nordseefan, 82

Acuh auf einem Ponyhof: Das leben ist nun  mal kein Ponyhof.

Du schreibst so schön: SCHON sein 1. September. Das war noch nicht mal eine komplette Woche. Was erwartest du? Das du gleich wie eine voll ausgeblidetet Erzieherin behandelt wirst? 

Du wirst als Neuling überall auch und erst mal ungeliebte Arbeiten machen müssen. Das ist halt so. Und ja unter anderen ist man auch dafür da. Mit der Zeit wird sich das schon einspielen. 

Und auch auf einem Reiterhof: es wird überall Leute geben, die du nicht so magst. Auch später noch. Damit musst du umgehen lernen.

Du darfst das ruhig ansprechen, das es dir so vorkommt als ließe man dich links liegen. Aber achte darauf, das du nicht sagst IHR beachtet mich gar nicht, IHR seid immer genervt von mir, Sonder ICH FÜHLE mich so und so.

Antwort
von LukasAtzl, 2

Ich würde es beenden. Fang besser als reguläre Putzkraft an, verdienst mehr und hast eventuell auch weniger Arbeitszeiten...

Antwort
von Hemerocallista, 71

nun schon seit dem 01.September in einen Kindergarten


wow.. das sind noch keine 4 arbeitstage!


du solltest mehr durchhaltevermögen beweisen... in der arbeitswelt kannste auch nicht nach 4 tage alles hinwerfen, wenn du miete zahlen musst! 


meinst du, i-wer bietet dir einen neuen platz an, wenn er in deinem zeugnis liest, dass du nach knapp 3 tagen (!!) hingeschmissen hast?


Kommentar von SirGeforce ,

Es geht um ein FSJ. Das ist Vollzeit-Arbeit für einen Stundenlohn von unter 5€. Man macht es freiwillig und dafür kann man doch etwas Dankbarkeit erwarten. Und: Auch in der Arbeitswelt kann man nach 4 Tagen kündigen, wenn man entsprechende Referenzen hat und nicht auf den einen Arbeitgeber angewiesen ist. :)

Kommentar von Hemerocallista ,

Man macht es freiwillig und dafür kann man doch etwas Dankbarkeit erwarten.

man/n macht es i. d. R. freiwillig, weil man nichts anderes gefunden hat...  und sollte dankbar sein, dass man was gefunden hat... 

Kommentar von SirGeforce ,

Das ist doch völlig aus der Luft gegriffen. Ich habe es z.B. trotz besserer Alternativen freiwillig gemacht und die meisten auf den Seminaren auch, einfach für die Erfahrung.

Antwort
von M1603, 92

Und du meinst, auf dem Ponyhof waere das anders? Als die Neue, die darueberhinaus keine Erfahrungen hat und auch keine gleichwertige Kraft ist, ist ganz klar, dass du zunaechst einmal nur die Hilfsarbeiten machen musst. Das ist auch Arbeit, die regelmaessig gemacht werden muss -- so etwas hat man in jedem Job und einen grossen Teil davon machen normalerweise die Kraefte, die ganz unten stehen. Nach ein paar Tagen wird man dich da nicht die grossen verantwortungsvollen Aufgaben machen lassen, bei denen bei einem Fehler sonst was passieren koennte.

Was dein Nicht-Klarkommen angeht: Ich wuerde mit so einer negativ eingestellten Person auch nicht klarkommen wollen. Bemuehst du dich ueberhaupt vernuenftig mit den anderen Leuten in Kontakt zu kommen? Und ob und wann bestimmte Fragen angebracht sind, sollte man auch abwaegen koennen.

Bevor du da jetzt alle Zelte abbrichst, solltest du vielleicht erstmal deine Einstellung ueberarbeiten, denn wenn sich da nichts aendert, dann ist auch ein FSJ auf dem Ponyhof kein Ponyhof. ; )

Antwort
von kugel, 85

Sorry...

Bei derartigen Fragen grüble ich echt, ob es statt Muttermilch Weichspüler gab *augenroll*

"Schon seit dem 1. September..."

Halloooohooo! Wir haben heut den 6. September!

Noch nicht mal eine Woche im Dienst und Du ziehst eine Fr.... ähm Gesicht!?

Egal wo Du neu beginnst, Du bist erst mal immer nur "Hilfspersonal" und nicht der Held des Tages. Es gibt Azubis, die stehen die ersten VIER WOCHEN nur mal am Kopierer und Scanner.

Du machst ein FREIWILLIGES SOZIALES Jahr. Du gehst da erst mal hin und schaust Dir alles an. Ja, auch niedere Arbeiten müssen gemacht werden - egal ob von der Chefin oder von der FSJler.

Klar, wer lieber auf nem Pony... sorry Pferdehof arbeiten möchte und schon vor dem eigentlichen Beginn der Tätigkeit eine Schnute zieht, der darf sich auch nicht wundern, wenn die Kollegen ebenso reagieren und mit Freundlichkeit nicht wirklich großzügig sind.

Du bemühst dich ja noch nicht mal.

Fällt mir nicht mehr dazu ein 

Antwort
von SirGeforce, 89

Schau erstmal, ob du dich vielleicht versetzen lassen kannst. Wenn es dann besser wird, überlege es dir nochmal, es abzubrechen.

Kommentar von AMenix ,

Das problem ist nur, das ich selbst bemerkt habe das es im Kindergarten nich wirklich etwas für mich ist.

Kommentar von SirGeforce ,

Es gibt viele Berufe im sozialen Bereich. Ich habe z.B. am Flughafen mein FSJ gemacht und behinderte/alte/kranke Menschen durch den Flughafen begleitet und sie wenn nötig mit Tragestuhl ins Flugzeug getragen. Das war eine sehr schöne Arbeit. Vielleicht gibt es ja andere Orte, wo du arbeiten kannst außer im Kindergarten.

Antwort
von Pauli1965, 67

Auf einem Reiterhof würdest du noch mehr Drecksarbeit machen dürfen.

Ställe ausmisten ist ja wohl auch nicht so der Bringer.

Antwort
von SchokoLolly, 50

Ich kann dich verstehen, bin selber seit dem 1.9. FSJlerin in einem Krankenhaus und mir gefällt es überhaupt nicht.
Vielleicht kannst du mal bei deinem Träger anrufen und fragen ob es die Möglichkeit gibt zu wechseln in eine andere Einrichtung (Pferdehof geht natürlich nicht, aber vllt ein anderer Kindergarten oder so).
Oder du redest einfach mal mit deinem Chef bzw. wenn der keine Einsicht zeigt erkläre es deinem Träger, damit die mit denen mal reden.

Kommentar von M1603 ,

Oder du redest einfach mal mit deinem Chef bzw. wenn der keine Einsicht zeigt erkläre es deinem Träger, damit die mit denen mal reden.

Normalerweise darf man davon ausgehen, dass von Seiten der Arbeitsstelle niemand unfair behandelt oder etwas falsch gemacht wird. Hier stimmen ganz einfach die Vorstellungen der FSJler (so beispielsweise sicherlich auch deine) nicht mit dem realen Arbeitsalltag ueberein.

Das ist auch erstmal nicht verwunderlich, denn wer sein bisheriges Leben lang nur in der Schule war, steht im Berufsleben light vor ganz neuen Herausforderungen, auf die man sich erstmal einlassen muss.

Was gefaellt dir denn im Krankenhaus so ueberhaupt nicht? Nervt es dich, dass du noch keine OP leiten durftest oder nicht den ganzen lieben langen Tag mit der Oma von Zimmer 203 reden darfst?

Kommentar von SchokoLolly ,


Normalerweise darf man davon ausgehen, dass von Seiten der Arbeitsstelle
niemand unfair behandelt oder etwas falsch gemacht wird.

So sollte es natürlich sein, aber es ist nun mal Fakt, dass nicht alle Menschen immer nur nett und freundlich sind und sich manche auch nicht immer an die Regeln halten. Und auch wenn sie "nur" eine FSJlerin ist, gibt es niemandem das Recht, sie unfreundlich oder respektlos zu behandeln. Wir beide kennen die Fragestellerin nicht und können somit auch nicht beurteilen ob das Geschriebene nun der Wahrheit entspricht oder ob sie übertreibt. Natürlich kann man nach so kurzer Zeit nicht wirklich urteilen ob es einem gefällt, aber wenn sie weiterhin nur herablassend behandelt wird braucht sie sich das auch nicht gefallen lassen. Und wenn sie die Einsatzstelle dann doch wechselt oder etwas ganz anderes macht wäre das auch nicht schlimm, denn sie ist noch sehr jung und in dem Alter ist es ganz normal, dass man noch nicht so genau weiß was man eigentlich will und dass man auch mal falsche Entscheidungen trifft.



Was gefaellt dir denn im Krankenhaus so ueberhaupt nicht? Nervt es dich,
dass du noch keine OP leiten durftest oder nicht den ganzen lieben
langen Tag mit der Oma von Zimmer 203 reden darfst?

Nein. Mich macht es einfach sehr fertig jeden Tag die ganzen alten Menschen, die teilweise gar nichts mehr selber machen können, leiden zu sehen, denn ich bin ein sehr emotionaler Mensch. Ich dachte halt ich würde damit fertig werden.
Hinzu kommen noch ein paar andere Kleinigkeiten aber das tut jetzt hier nichts zur Sache und würde den Rahmen sprengen.


Antwort
von Julihelferan, 73

http://meine-kuendigung.de/fsj-kuendigen/

Und einfach deine Gründe angeben:)

Sie kennen die Antwort?

Fragen Sie die Community