Edwinson am 24.03.2009 um 19:37 Uhr
Hej, wer kennt dieses Gemüse ? Kleine Weiskrautköpfe, D so bis 15 cm, werden im Steinguttopf eingelegt, ähnlich wie Sauerkraut, mit Gewürz und mit Wasser bedeckt und beschwert mit Deckel und Stein. Wenn die Milchsäuregärung dann vorbei ist, kann man die einzeln entnehmen, aufschneiden und so roh essen, oder auch kochen. Schmeckt ganz toll. Wer kennt dieses Gemüse, wie lautet das Rezept, wie lange dauert die Gärung und was muss man noch beachten ? Bei uns im Volksmund wurde es Kompes genannt. Habe in der Familie leider niemanden mehr, den ich fragen könnte. Freundliche Grüße, Edwinson.
Hallo ... ich habe Dir die >> Ergebnisse << der Suche geschickt. Es gruesst Floriheidi89

DIESE Variante kenne ich nicht, auch nicht den Namen Kompes. Aber sauer eingelegt ist sauer eingelegt. Wir schneiden Sauerkraut, lassen es im Topf 14 Tage bei Zimmertemperatur in der Wohnung stehen, dann kommts in den Keller. Nach nochmal ca. 4 Wochen ist das Sauerkraut fertig. Das dürfte bei diesem "Kompes" kaum anders sein. Was mich nur etwas stört, ist, dass die Köpfe GANZ eingelegt werden. Wie also kommt die Gärung in Gang? Denn das Sauerkraut wird gestampft, so dass die Zellflüssigkeit austritt. In dieser Flüssigkeit beginnt dann die Gärung - zusammen mit dem hinzugegebenen Salz. Aber nur in Wasser (mit Salz?) einlegen bedeutet nicht Gärung. Da "fehlt" noch was. Aber was? Wer weiß mehr?
Edwinson am 25. März 2009 18:23 @ungererbad: Hast Recht, die Milchsäuregärung läuft ab wie bei Sauerkraut, kommt aber auch ohne gestampftes Kraut in Gang. Einfach Topf füllen, 40-50 gr Salz pro Liter Wasser, Deckel drauf und nicht zu kalt stellen, das hat mir ein weitläufiger Bekannter aus meinem Heimatort verraten. Die Köpfe sind nach 4 -6 Wochen fertig, d.h. richtig mürbe, aber noch bissfest.
Hallo ... Es war ein >> Schreibfehler << Es gibt verschiedene Schreibweisen, die immer eine andere Bedeutung hatten: Kompees --> derSchlesische Brotaufstrich Kombes --> die kleinen Krautköpfe Kompes --> Schlesischer Brotaufstrich es gruesst Floriheidi89
Hallo ... wer suchet der findet unter >> eingelegte Weiskohlköpfe >> habe ich es gefunden .... sehr viele Rezepte - ursprünglich muss das Rezept wohl aus Rumänien stammen - es gruesst Floriheidi89
Edwinson am 25. März 2009 18:33 @Floriheidi89: Danke für den Tipp, ich schaue mal nach.
Edwinson am 25. März 2009 19:21 Habe ich gerade gegoogelt:
Hier sogar die Anleitung, wie man das Kraut als ganzen Kopf selber einlegen kann:
Das Problem der eingelegten Kohlköpfe ist einfach zu lösen: Und zwar nimmt man einen Kohlkopf, schneidet den Stiel, "das Herz" heraus, so dass die Blätter noch abfallen. Da legt man 1-2 Lorbeerblätter, 4-5 Pfefferkörner, ein ca. 2-3 cm großes, geschältes Meerrettichstück und Dill rein. Wasser (kalt) mit Salz (1 L Wasser + 3 Esslöffel Salz) drüber gießen und mit einem Stein, der gut abgewaschen ist beschweren. Ein Stück geröstete Brotscheibe darauf legen und bedecken. In einem Raum, z.B. im Keller wird der Säuerungsprozess in einigen Tagen beginnen.
Gruß Edwinson
Hallo ... in welcher Region wurde >> Kompes << überhaupt gemacht. Vielleicht finde ich dann etwas in den Kochbuechern. Es gruesst Floriheidi89
Edwinson am 25. März 2009 18:31 @Floriheidi89: Wie eben gesagt, Kompes kommt aus Thüringen. Bei uns in der Rhön wurden die Köpfchen in Scheiben geschnitten und zu Linsen- u. Erbsensuppe gegessen. Klingt komisch, aber schmeckt tatsächlich prima. Schmeckt auch zu Rippchen und Eisbein.

Kennen tu ichs schmecken tuts mir auch aber wies gemachthabe ich nur eine Ahnung. Wahrscheinlich genau wie Sauerkraut nur wird vielleicht gleich Milchsäure zugefügt.
LG Sikas
ich kenne das als Sarma, das kommt aus Jugoslawien.
http://www.natur-forum.de/forum/viewtopic.php?f=3&t=500&start=0&st=0...
Versuch doch mal, ob du das fertig beim Türken bekommst
Hallo Happy ..ich habe unter Sarma nachgesehen - das sind Krautwickeln - ich habe diese kleinen Kohlköpfe gesucht - bisher nichts gefunden unter Kompees habe ich gefunden: Brotaufstrich aus Quark, Eiern und Zucker aus Schlesien
Edwinson am 25. März 2009 18:27 @50happy: Dein Link ist sehr gut. Ob es sowas in der türkischen Küche gibt, weiß ich nicht. Ein Händler aus Erfurt hatte den Kompes auf einem Bauernmarkt hier bei uns im Vogtland, ist ja auch logisch: Kompes gibt es in Thüringen und ich stamme aus der Rhön.