Eine Frage zu deutsch// Gedicht?

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2 Antworten

Heute nur mein übliches Hotelgesicht: ein ganz alltägliches, nicht auffallendes, neutrales Gesicht, ohne jede Eigenart.

Im Hotel sind wir anonyme Gäste, keiner kennt den anderen.

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Vielleicht ist der Mann in einem Hotel angestellt als Mitarbeiter. Oder aber er ist da (gerade) Gast...

Irgendwie gefällt mir das Gedicht. Es sieht fast aus, als wäre das Gezeigte nur ein Ausschnitt aus einem längeren Text (die Zeilennummerierung weist darauf hin).

Die Gedankenbilder erwecken den Eindruck eines (innerlichen) Selbstgesprächs, das einen kritischen Denker verrät. Dass er offensichtlich nicht in fataler Selbstbezogenheit schmort, ohne Verankerung in der Wirklichkeit, entnehme ich der realistisch gemalten Erwähnung des Schlittens am Hang.

Ja - jetzt verdichtet sich auch die Vermutung, dass der Autor Gast im Hotel ist, also bei einem Wintersporturlaub anscheinend.
Offensichtlich hat sich der Mann beim Schlittenfahren verletzt.

"Hotelgesicht" deutet nun auf eine individuelle Wortschöpfung des Dichters hin, mit der er anscheinend einer situationsbezogenen persönlichen Empfindung versucht in einem Schöpfungsprozess Herr zu werden. Dieses zusammengesetzte Wort erweckt den starken Eindruck einer Metapher.

Für mich scheint es im Mittelpunkt der Bilderkomposition zu stehen - so, wie es auch in einem guten Gemälde ein Bildzentrum geben muss.

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