Dürfen Rechtschreibfehler von den Punkten abgezogen werden?
Mein Sohn geht in die 2. Klasse (Niedersachsen). Nun haben sie einen Test im Fach "Sachunterricht" geschrieben. Dort ging es um das Erkennen von Bäumen, mit Rinde, Blättern und Früchten. In einer Aufgabe hat er sachlich alles richtig beantwortet, nur leider einige Rechtschreibfehler reingehauen. Dadurch wurden ihm 5 (!) Punkte abgezogen. Ist das Richtig? Müssen die Kinder in der 2.Klasse schon so sicher in der Rechtschreibung sein?
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Ich kann dir nur einen guten Rat geben:
Verlier dich doch nicht auf diesem unwichtigen Nebenschauplatz der Noten!
Dein Sohn merkt doch deine verärgerte Stimmung, kann sie nicht logisch einordnen und bekommt dann negative Gefühle gegenüber der Schule allgemein (und Schwierigkeiten auf anderen Gebieten).
Verwende deine Kraft dafür, ihn positiv zu stimmen - das ist das, was ihm wirklich nützt - und lass die Noten Noten sein!
Ehrlich!!!! -
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Ich kann es nur von meiner Grundschulzeit her sagen, da wurden in JEDEM Fach die Rechtschreibfehler mitgewertet. Egal, ob es Deutsch, Sachkunde oder Mathematik war; auf Rechtschreibung wurde größten Wert gelegt.
Und ich kann nur sagen, es hilft. Auch wenn eine "hohe" Fehlerquote etwas bedrückend auf die Kids wirkt; sie sollen ja in der Rechtschreibung her sicher werden und das können sie nur, wenn sie wissen, was sie falsch gemacht haben. Und das lieber früh! Du weißt, was Hänschen nicht lernt...
Stell' dir vor, die Lehrerin würde das wirklich nicht bewerten, wie kommt das bei den Kinds an? Wozu müssten sie sich in den Fächern dann noch um Rechtschreibung bemühen, bzw das Erwachen ist das hart, wenn es ein Jahr später plötzlich gewertet wird.
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1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Wenn es Wörter sind, die er schon schreiben können muss, dann ist das in meinen Augen vollkommen in Ordnung. Sieh es doch mal so: besser jetzt 5 Punkte Abzug und er lernt etwas daraus, als dass er auf der weiterführenden Schule Probleme wegen seiner Rechtschreibung bekommt.
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Das ist nicht so generell zu beantworten. Wenn die Wörter im Unterricht gelernt wurden (Lernwörter, die erklärt und eingeübt wurden), gehören sie zum Stoff. Ggf. können solche "Fehler" auch auf die Rechtschreibnote "angerechnet" werden. In der Regel wird natürlich der Wissensstand überprüft und da geht es vor allem um die inhaltliche Richtigkeit. - Bei einem Aufsatz werden deshalb in der Regel Rechtschreibfehler nicht für den schriftlichen Sprachgebrauch angerechnet. - Aber bei Unklarheiten geben Lehrkräfte gerne Auskunft über die Benotung, da Eltern und Kinder wissen müssen, was von ihnen erwartet wird.
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Antwort von meredithgrey 02.12.2010
NEIN!
Im Kerncurriculum Niedersachsen wird für das Fach Deutsch im Kompetenzbereich Schreiben (Richtig Schreiben) zum Ende des 2. Schuljahres erwartet, dass grundlegende orthografische Regelmäßigkeiten angewendet werden: Punkt am Satzende, Groß- und Kleinschreibung sowie Alltagsbegriffe korrekt verschriften können.
Sachunterricht ist zwar ein Hauptfach, aber solche krassen Abzieher sind echt nicht angebracht!! Unbedingt Rücksprache zum Lehrer halten!!
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Antwort von petschi 05.11.2010
Ich bin Lehrerin in HH und habe eine 2. Klasse. Bei uns ist es nicht zulässig, Rechtschreibfehler in den "Nebenfächern", (dazu zähle ich auch Sachunterricht)mit in die Gesamtnote einzubeziehen! Fachbegriffe wie Ahorn, Birkenstamm etc., gebe ich als Übungswörter vor und schreibe dann ein sogen. Wissensdiktat! Unbedingt noch einmal Rücksprache mit der Klassenlehrerin und den Elternvertretern halten!
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Solange nicht Missverständnisse entstehen, finde ich es nicht korrekt, wenn Punkte für ein Fach abgezogen werden, das zwar auf der Sprache aufbaut, aber es geht ja um Wissensnachweise.
Pädagogisch halte ich es für völlig unsinnig, weil wahrscheinlich kein Mensch noch gerne zur Schule geht, wenn er diese mit Willkür verbindet.
Gut hätte ich gefunden, wenn der Lehrer eine Anmerkung geschrieben hätte, in der er auf die Fehler hinweist und auf die Folgen in einem Diktat.
Letztendlich dürften aber die Vorgaben des Kulturministeriums entscheidend sein.
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Ich denke, das muss jeder Lehrer selbst entscheiden. Wenn es nur so kleine Fehler wie ü, i, oder ä-Striche waren, würde ich mich beschweren. Wenn die Fehler gravierend sind, kann man gar nichts machen. In dem Fall würde ich dem Lehrer einfach tiefste Verachtung zukommen lassen........................................................................................................................... Bitte beste Antwort
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Das ist glaube ich übeall anders,denn bei Tankredis war es ganz anders wie bei mir, bei mir wurden schreibfehler nur in Deutsch angkreidet, aber schon in meiner Parallelklasse war das schon wieder anders.
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Also bei meiner Tochter haben sie in der zweiten Klasse in Sachkunde die Fehler zwar markiert, aber nicht bewertet.
Und selbst wenn: 5 Punkte Abzug ist ganz schön hefitg!
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Eigentlich ist das ja nicht richtig, weil somit nicht das fachspezifische Wissen, um welches es ja eigentlich in dem Test geht, beurteilt wird, sondern die Deutschkenntnisse.
Ich denke, dass es unüberlegt von der Klassenlehrerin war, zumal eine höhere Fehlerqoute ja nicht wirklich motivierend für Kinder ist.
Ein Gespräch mit der Klassenlehrerin kann da evl. helfen.
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5 Punkte sind doch übertrieben! Sicher wird das als Falsch markiert, aber bei mir damals in der 2. Klasse spiele die Rechtschreibung nur in Diktaten die größte Rolle. Sonst war es immer so die Nebensache. Ich finde auch, dass der Inhalt wesentlich wichtiger ist! Bei Kindern (2. Klasse) schon recht !
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Schweinerei, ich hätte dem Kind ne dicke 1 gegeben.
Kommentar von Anna20277Anna20277 03.11.2010na ja, etwas übertrieben, für eine 1 muss schon alles perfekt sein.
Gegen das Antreichen ist absolut nichts zu sagen, aber ich finde, dass das nicht in die Bewertung der Aufgaben mit reingehört. Dann soll man da eben eine extra Bemerkung mit angeben, dass so und so viele Fehler gemacht wurden.