Frage von RafaelR, 93

Doktor Who und Torchwood Reihenfolge?

Hallo Gutefrage Community

Doktor Who und Torchwood Reihenfolge

Gibt es eine Richtige Reihenfolge Doktor Who und Torchwood parallel zu schauen? Ich hab Doktor who bis zum Anfang der 8. Staffel geschaut und hab keinen Bock mehr wegen Peter wie auch immer. Bei Torchwood bin ich jetzt Mitte erste Staffel. Von einem Freund habe ich erfahren dass man die Serien auch sehr gut parallel schauen kann, da es immer Anspielungen gibt. z.B. Warum Cpt. Jack nicht sterben kann oder Doktor Who's Hand. Also Wenn einer die Reihenfolge weiß wäre ich sehr dankbar

LG Rafael

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von YukikoAnkoi, 87

Also mal ganz grundlegend: dürfte ich fragen, wieso du keine Lust hast die Staffeln mit Capaldi zu gucken? Und ich hoffe jetzt kommt nicht irgendwas Bescheuertes wie "weil er zu alt ist", sonst vergeht mir hier nämlich gleich die Lust. ;)

Eine konkrete Reihenfolge gibt es nicht, da die Serien eigentlich unabhängig von einander funktionieren. RTD hat die Rechte an Bild- und Wortmarken wie "TARDIS" oder "Doctor Who" leider nicht von der BBC erhalten, weshalb außer der Hand des Doctors kein konkreter Zusammenhang zwischen den beiden Serien existiert. Da beide Serien zumindest am Rande mit Zeitreisen zu tun haben, ist eine konkrete Reihenfolge quasi unmöglich aufzustellen, aber es gibt ein paar Hinweise.
Zum einen solltest du die erste Staffel Doctor Who bis inklusive "The Parting Of The Ways" gesehen haben, bevor du mit Torchwood beginnst. In jener Episode sehen wir nämlich, wie Jack durch Roses "Bad Wolf Mode" unsterblich wird (ups ^^) was ja zu Beginn der Torchwoodserie bereits der Fall ist (wie wir recht schnell daran erkennen, dass er in der zweiten Episode direkt erschossen wird und sofort wieder zu sich kommt).
Dann solltest du die erste Torchwood-Staffel Schauen bis "End of Days" und während dessen die zweite und dritte Staffel Doctor Who bis vor(!) Utopia. Dann schaust du "End of Days" und in direktem Anschluss "Utopia", das führt nämlich die Handlung aus Torchwood fort.
Am Ende von Torchwood Staffel 2 ("Exit Wounds") kommt eine Referenz zu Doctor Who "Aliens Of London" vor, allerdings hast du da ja bereits das "andere Ende" der Referenz geguckt, sodass es für die Reihenfolge nicht weiter wichtig ist. Fall es dir nicht aufgefallen ist, Tosh und Owen unterhalten sich über das "Schwein aus dem Weltraum":

Owen: "Oh, come on, Tosh. There's no way you could've anticipated that power spike. Come on. Besides, you've saved my back so many times in the past. Right from the moment I joined."
Tosh: "Your second week, I had to cover for you. Pretend I was a medic, because you were hung over and unreachable."
Owen: "What was it, Space Pig?"
Tosh: "Space Pig."

Was wir dadurch allerdings bekommen ist ein zeitlicher Kontext: Owen ist offenbar erst sehr kurz bei Torchwood. Erst seit etwa zwei Wochen vor "Aliens Of London".

Danach gibt es eigentlich keine Hinweise mehr über die zeitlichen Zusammenhänge zwischen beiden Serien, sodass man danach eigentlich "ganz nach Bedarf" selbst mischen kann.
Hoffentlich hilft dir das ein bisschen weiter und noch viel Spaß beim gucken wünscht
das schwarze Federvieh

Kommentar von RafaelR ,

Erstmal danke für deine ausführliche Antwort :)

Warum ich Staffel 8 von Doctor Who schlecht finde?

Erstmal zu Peter Capoldi:

Ich finde dass er gar nicht zu dem Carakter Doctor Who passt. Ich muss aber zugeben dass ich nicht mal die erste Folge mit ihm fertig schauen wollte. Weil er dort ziemlich assozial rüberkommt, als er den Bettler anschreit, er solle ihm seine Jacke geben. 

Jetzt zu Clara:

Clara war in der 7. Staffel immer das nette und glückliche Souffle-Girl. Aber als sich der Doktor regeneriert hat, war sie dann immer sehr unglücklich und und hat auch nicht immer so süß gelächelt.

LG Rafael

Kommentar von YukikoAnkoi ,

Zu Capaldi:
Nun, ich weiß nicht ob du Classic Who kennst? Mir kommt es im Gegenteil so vor, als sei der Doctor zum ersten Mal seit Colin Baker wieder IN character. Der Doctor (ich spreche hier jetzt mal vom ersten bis vierten) war eigentlich immer schon ein Alien, dass sich zwar um die Menschen gekümmert hat, weil sie ihn fasziniert haben, der aber auch ganz deutlich gemacht hat, dass er kein Mensch ist (Und auch kein Held, Gott, Demigott oder ähnliches). Der vierte Doctor ist (mehrfach) vom Ort des Geschehens "geflohen", in dem Wissen (und mit seiner Verachtung für dieses Wissen), dass er hunderte oder tausende dem Tod überlässt, aber auch in dem Wissen, dass es nicht seine Aufgabe ist sie zu retten. Dass sie nuneinmal Teil des Geflechts sind, das die Zeit ausmacht, und in das er sich nicht einmischen darf. Der erste Doctor fand seine ersten Companions (Ian und Barbara) als sie unwissentlich in seine TARDIS eindrangen - woraufhin er sie entführt hat und mehrfach ihr Leben riskiert hat mit der bewussten Entscheidung sie nicht zurück nachhause zu bringen. Von ihm stammt auch der Spruch "You can't change history! Not one line of it!" - etwas, woran wohl alle Hartnellfans mit leisem Schaudern gedacht haben, als der zehnte Doctor sich auf einmal entschied, dass Fixed Points für andere zu beachten seien, aber nicht für ihn.
Der neunte Doctor kam mir sehr menschlich vor. Nicht, dass ich was gegen Ecclestons Doctor hätte, aber als ich die Staffel das erste mal gesehen habe (man sollte dazu sagen: ich kannte Classic Who vorher), musste ich schon etwas schlucken. Das war nicht mehr der Doctor, wie er die ersten 45 Jahre der Serie über gewesen ist. Der zehnte war auch sehr "vermenschlicht" und obendrein bekam er noch heldenhafte Züge  und - gegen Ende - Allmachtsfantasien ("I'm the Timelord Victorious!" und so...)
Der elfte hingegen war eine Mischung aus Mensch, Gott und miskoordinierter Katze. Was vielleicht lustig und niedlich ist, aber einfach nicht der Doctor. Ich mill Smith hier keinen Vorwurf machen - ihm fehlte einfach die Erfahrung, um um einige der Klopper und Plot Holes herum zu navigieren, die Moffat ihm vor die Füße geschmissen hat. Aber du kannst dir vorstellen wie froh ich war, als Peter Capaldi als nächster Doctor angekündigt wurde.
Endlich ein Schauspieler im richtigen Alter (das Durschnittsalter der ersten vier Schauspieler, die den Doctor gespielt haben, und die ihn bis heute definieren, war 47,75 bei ihrem jweils ersten Auftritt. Das Durschnittsalter der NuWHo-Schauspieler vor Capaldi war genau 34).
Endlich jemand, der sowohl als Kind selbst Fan war, als auch die Erfahrung, das... Gravitas besitzt, die die Rolle erfordert.
Endlich wieder einer von meinen Doctoren.

Und er hat geliefert. Ich finde seinen Stil sehr ansprechend, so wie der Doctor halt sein sollte. Besorgt um die Menschheit, aber nicht besorgt genug, um das gesamte Universum zu zerstören, nur damit er eine Handvoll Menschen retten kann. Harsch und strikt, weil er weiß wovon er spricht, im Gegensatz zu Clara, die ihn andauernd übervorteilen will, aber eigentlich gar nicht weiß was überhaupt vor sich geht. Empathisch, aber nicht weinerlich, zugänglich, aber nicht menschlich, Alt und weise und irgendwie immer eine Handbreit außerhalb unserer Reichweite.
Eben so, wie der Doctor sein sollte.

Und zu Clara:
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich sie als Charakter noch nie besonders mochte. Sie ist eindimensional und vorhersehbar und seit Staffel acht auch noch ein Kontrollfreak. Sie ist wie dutzende weibliche Companions vor ihr (beginnend mit Martha, die ebenfalls den Fehler gemacht hat sich in den Doctor zu verlieben, aber immerhin wusste, wann es Zeit war zu gehen), über Mel, die immer nur geschrien hat, und Polly, die insgesamt einfach unnütz war (sorry dear) bis hin zu Susan, die dachte sie könne den Doctor herumkommandieren, nur weil sie seine Enkelin ist, und sich dabei letztenendes nur andauernd den Knöchel verstaucht hat. Sie hatte einfach keinerlei Character Development (wie die meisten weiblichen Companions vor ihr) und war allgemein - langweilig. In Name wurde ihre Funktion aufgelöst, wodurch sie auch ihren Nutzen als Plot Device verlor, und eigentlich hätte sie in Time gehen müssen, als ihr geliebter Doctor regeneriert ist. In Deep Breath hat sie den nächsten Ausstiegspunkt verpasst und in Last Christmas hatte sie gleich drei perfekte Abschiedsszenen.
ABER(!) in Staffel neun wird es sichtbar besser. Unter anderem, weil sie häufiger vom Doctor getrennt agiert und dadurch weniger im Fokus steht.

Allgemein kann ich nur sagen: auch wenn ich die Werke anderer Autoren vorziehe, so ist die aktuelle neunte Staffel doch eindeutig Moffats beste Arbeit seit er Showrunner wurde. Und der tolle Doctor und die weniger aufdringliche Clara tragen nur zusätzlich zu diesem Hochgefühl bei. :)

Antwort
von nahmdasbrot, 79

Die erste Staffel mit der dritten Staffel parallel schauen und dann die zweite mit der vierten und den specials, danach ist das egal.

ps. *doctor

Antwort
von mycroftologys, 68

Es lohnt sich auf jeden Fall Peter Capaldi's Doktor anzuschauen!
Und bei Torchwood müsstest du es parallel zum 10. Doktor schauen, denke ich.

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