Frage von TinoMino, 230

Denker der Gedanken oder Beobachter Gedanken, steuere ich oder werde ich ferngesteuert, Esoterikblödsinn oder verdrängte Wahrheit?

Hallo leute,

Ich brauch nur Gedanken bei Google eingeben und es werden mir tausende Guru Seiten gezeigt die besagen. Du bist nicht der Denker deiner Gedanken. Du bist der Beobachter. Das Licht. Du bist nur Gewahrsein. Du bist nicht der Handelnde. Alles geschieht durch dich durch. Du wirst gedacht.

Was zum.....

Du musst sagen: ich werde grade gedacht "Ich will einen Kaffee trinken"" und es geschieht durch mich durch das ich jetzt aufstehe und dusche. Das bin nicht ich. Ich kann ja kein Gedanke SEIN......bla bla bla

Ich muss zugeben ich bin extremst verunsichert. Ich dachte das ICH immer denke. Das ich der erzeuger bin. Das DAS mein SEIN ist. Das ich das bin. Wenn diese Gurus recht haben dann werden wir ja alle ferngesteuert von einem Verstand.

Nur weil ich mich beobachten kann wie ich gehe und spreche oder denke kann man doch nicht gleich sagen DU bist der Beobachter. Es gibt extrem viele Anhänger von dieser Theorie. Auch hier bei gutefrage wie z.B der User NichtZwei oder Shinning.

Für mich ist das die höhste Form der Verdrängung und eine garantierte Eintrittskarte in die Schizophrenie. Diese Anhänger reduzieren sich auf einen Beobachter und errfinden den Verstand als Werkzeug. Sie sagen wenn du der Denker bist wieso kannst du nicht aufhören zu denken. Demnach kannst du nicht der Denker sein.

Ps. ich finde es gibt kein denken oder Gedanken. Das was ich denken oder Gedanken nenne bin ich. Schließlich kann ich nicht mein Kopf aufmachen und sehe Gedanken. Ich finde das ist das SEIN

Ich bin verwirrt Leute :(

Antwort
von berkersheim, 78

Das Problem mit allen Vereinfachern ist, dass sie einen einzigen Aspekt aus der komplexen Wirklichkeit herauslösen und als die erleuchtende Wahrheit hinstellen. Das wirkt geradezu magisch auf Menschen, die einfache Lösungen suchen. Soweit es sich um Vereinfachungen handelt, die uns Individuen von aller Verantwortung freisprechen, entsteht eine Sogwirkung auf alle, die gern ihre persönliche Verantwortung im Einzelfall los wären. Ein Trick dabei ist auch, uns Menschen generell als schuldig darzustellen, eigentlich nur noch zum Braten in der Hölle geeignet und dann kommt die große Erlösung: Peng - und wenn Du dies oder jenes befolgst und Dich unterwirfst bist Du alle Schuld los und erlöst, weil ein anderer diese diffuse Schuld bezahlt hat. Das sind alles einfach gestrickte Strategien der Verantwortungs- und Schuldbewältigung. Auf den Punkt gebracht haben soll es Herr Tetzel im Ablasshandel zu Luthers Zeiten: Wenn Du genug Taler in den Ablasskasten wirfst, bist Du wieder ein reiner Mensch, auch wenn Du vorher die Jungfrau Maria vernascht hast.

Ich empfehle das Buch von Richard David Precht zu lesen: Wer bin ich und wenn ja wie viele. Du wirst enttäuscht werden, weil er Dir keine eindeutigen Antworten gibt sondern nur Strukturen aufzeigt, in denen sich ein teils multiples Ich heranbildet. Das Richtige an der Gurulehre ist: Natürlich fallen wir nicht als Individuen vom Himmel sondern werden in eine Kultur und Gesellschaft hineingeboren mit Traditionen, Werten und einer prägenden Sprache. Falsch ist, dass wir dadurch bis in die letzte Faser determiniert wären. Dem steht die Behauptung des Existentialismus z.B. eines Jean Paul Sartre gegenüber: Wir sind zur Freiheit verdammt. Wir können uns der Freiheit von Handlungsentscheidungen nicht entziehen. Auch wenn wir nichts tun, tun wir etwas, was für Sartre in der Zeit der franz. Resistance besonders augenfällig war: Mancher, der geschwiegen hat, hat verraten. Wo die Wahrheit dazwischen liegt, hängt von der Persönlichkeit ab. Es gibt Mitläufer und Trendsetter, und schon das ist eine Vereinfachung.

Wir sind immer beides: Verursachte und Verursacher. Wir sind Teil eines riesigen Kommunikationsnetzes (wenn wir Handlungen auch mal als eine spezielle Form von Kommunikation ansehen) und wir zapfen nicht nur daraus ab, wir speisen auch ein. Lies mal die ersten Abschnitte von Kants "Was ist Aufklärung". Er sagt: "Habe den Mut, selbst zu denken." Feiglinge lassen denken und geben so den Herrschenden und Vordenkern aller Art einen Resonanzboden. Und die Bequemlichkeit des Mitschwimmens, der Trendanpassung ist eigentlich ein sich feige in der Masse verstecken. Nur nicht die eigene Nase in den Wind halten. Nur nicht widerspenstig auffallen! Wer keine eigene Meinung hat, muss auch zu keiner stehen und kann schnell mal auf den Guru zeigen: Der hat für mich gedacht und wer für viele Anhänger denkt, kann doch nicht falsch liegen. So entstehen z.B. Diktaturen, für deren Untaten hinterher keiner verantwortlich gewesen sein will.

Kommentar von TinoMino ,

Hallo Herr Berkehrsheim. Dieser Text der durch Sie DURCH gedacht wurde von welcher Instanz auch immer versteht mein Verstand nicht. Ich schaue mir Ihren Text an und hoffe das in mir die richtigen Gedanken hochkommen mit denen ich mich identifizieren kann. Es passiert aber kein Verständniss. Daran bin nicht ichSchuld sonder mein Verstand da ICH ja nicht der DENKER BIN. Es versteht es nicht daher kann ich nicht eine Antwort durch mich durch lassen. Das ist was ich als Beobachter grade wahrnehme

Kommentar von berkersheim ,

Oh je, wie wahr.

Antwort
von triunitas3in1, 47

Für mich ist recht einfach "bewiesen", warum ich nicht Denker, sondern nur Beobachter "meiner" Gedanken bin:

Sobald ich auch nur einen Gedanken beobachte, entsteht eine Distanz zwischen mir als Subjekt und dem Gedanken als Objekt. Ich bin dann nicht mit dem Gedanken identifiziert, d.h. ich fühle mich damit nicht eins, ich BIN es nicht. Das ist so, wie wenn ich (als Körper) mit meinen Sinnen vorbeiziehende Wolken am Himmel beobachte oder vorbeirauschende Autos von einer Autobahnbrücke aus. Ich bin dann nicht die Wolken oder die Autos...

Und jetzt kommt der Clou: Das "Ich", das sich im gewöhnlichen Alltagsbewusstsein dür den Denker bzw. Macher und Kontrolleur hält, ist auch nur ein Gedanke, der beobachtet werden kann, wenn man sich mit ihm desidentifiziert, also "Selbstdistanz" gewinnt...

Deswegen muss ich aber nicht davon ausgehen, dass ich "ferngesteuert" werde. Die Gedanken (und andere Objekte) tauchen einfach aus dem Nichts auf und verschwinden wieder ins Nichts. Dieses Nichts ist "etwas", was der denkende Verstand nicht begreifen kann, weil er selbst ein Objekt ist, das vom Nichts beobachtet wird. Sogesehen bin ich selbst dieses Nichts bzw. wahrnehmendes, unbedingtes Subjekt und brauche keine Fernsteuerung von "außerhalb" zu befürchten. Alles erscheint "in mir", dem unbegrenzten Wahrnehmungs- und Beobachtungsraum...

Ich hoffe du verstehst jetzt noch weniger ;-)

Antwort
von Gilbert56, 100

Solche esoterischen Sprüche braucht man nicht, vor allem haben die Esoteriker das nicht erfunden, sondern woanders abgeschaut. Was ist, wie es ist, ist so auch ohne Esoteriker.

"Ich werde gedacht" gefällt mir nicht. Aber "Es denkt in mir". Ich finde das richtig. Denn du steuerst wirklich kaum selbst, was du denkst. Denk mal an Unterbewusstsein, Triebe, Gelenktsein von äußeren Eindrücken.

Du entscheidest nicht, ob du Hunger und Durst hast. Du entscheidest nicht, wie du bei Gefahr für dein Leben handelst. Du entscheidest nicht, ob sexuelle Anwandlungen in dir aufkommen. Du entscheidest nicht, ob in dir Fürsoge für ein Baby aufkommt. Du entscheidest nicht, ob du dich bei 20 Grad Temperatur am wohlsten fühlst usw usw usw

Wir entscheiden nicht wirklich selbst viel.


Kommentar von TinoMino ,

Du redest von Trieben, Gefühlen, Hunger. Davon rede ich nicht! Ich rede davon wer der Denker deiner Gedanken IST. Wer hat grade mir geantwortet? DU oder irgendwas anderes? Wessen Worte sind das? DEINE? Sicher? Hattest du das vollkommen unter Kontrolle? In dir geschah was und du hast es geglaubt und nennst es DEINE Meinung aber es ist nicht DEINE

Antwort
von Enzylexikon, 51

Das Bewusstsein entsteht durch elektrische Aktivität und biochemische Prozesse in Gehirn und Nervensystem.

Das Gehirn schafft somit die Vorstellung eines "Ich", dass sich von anderen Wesen und Dingen unterscheidet. Wenn man beispielsweise bewusstlos ist, dann hat man kein "Ich" weil die entsprechende Hirnaktivität eingeschränkt ist.

Ähnlich wie es die Aufgabe des übrigen Körpers ist, Schweiß und Hormone abzusondern, produziert das Gehirn ständig Gedanken, die teilweise völlig ohne Bedeutung sind ("Tagträume" also Alltagstrancen).

Ich habe mal gelesen, unser Gehirn filtere angeblich bis zu 90 Prozent aller Sinneseindrücke, weil es sonst mit der Verarbeitung überfordert wäre. Man erlebt also nie die ganze  Realität, sondern immer eine subjektive.

Außerdem bewertet das "Ich" ständig alles mit Gedanken - wir sagen "Die Frau ist schön, das Essen lecker und das Auto supercool" - ganz so, als wären das absolute Wahrheiten.

Doch eine andere Person finden die gleiche Frau unattraktiv, hält die gleiche Speise für ungenießbar und findet das Auto uninteressant.

In Wirklichkeit ist die Frau weder schön noch hässlich, oder das Essen köstlich oder ungenießbar - sondern sie SIND einfach nur - alles andere sind Projektionen unseres Geistes.

Dennoch identifizieren wir uns in der Regel absolut mit diesem "Ich" und seinen Bewertungen.

Meditation ist ein Zustand entspannter Achtsamkeit und eine Möglichkeit, diese subjektive, ich-bezogene Haltung aufzugeben und den Moment als  Erfahrung der Gegenwart bewusst zu erleben.

Man empfindet sich nicht mehr als isoliertes "Ich", sondern macht die Erfahrung, das man in diesem Moment einfach Teil des Augenblicks ist - genau wie der Baum, der Vogel und der Wind, oder der Tisch, die Bürolampe und der Bildschirm.

Dann gibt es keine Trennung zwischen einem "Ich" das eine bestimmte Erfahrung macht, sondern man geht völlig in dieser Erfahrung auf.

Auch kann man durch Meditation zu einem Zustand der "Selbst-Beobachtung" gelangen - man lässt die Gedanken vorbeiziehen und wird somit zum "Zeugen" oder "Beobachter", der sich nicht mehr über diese ständigen Gedanken definiert.

Dadurch hat man die Möglichkeit, eigene Beschränkungen und Gedankenmuster, wie etwa Vorurteiler, von einer anderen Sicht aus zu betrachten und sie womöglich aufzugeben.

Wir leben also in einer ständigen Erfahrung des unbewerteten Seins in der Gegenwart, was jedoch durch die ständigen Gedanken gewissermaßen überdeckt wird.

Es geht also nicht darum, dass etwas außerhalb von uns ist, das uns lenkt oder gar denkt, sondern nur darum, dass wir meist ein sehr beschränktes Sichtfeld haben.

Irgendwelches Guru-Gesäusel a la "du bist reines Bewusstsein" oder "Sei einfach" machen das ganze unnötig abgehoben und kommen vor allem aus der hinduistischen Advaita-Philosophie.

Kommentar von Enzylexikon ,

Ich halte also nichts von Theorien über "kosmisches Bewusstsein", oder einen "göttlichen Wesenskern" der identisch mit dem "Göttlichen" ist.

Vielmehr sehe ich das Ganze eher auf einer individuellen "Erfahrungsebene" des Menschen (wobei das auch so ein Begriff ist, der aus der Eso-Ecke kommen könnte)

Kommentar von Enzylexikon ,

Zu den direkten Aussagen

Du bist nicht der Denker deiner Gedanken.

Doch. Das Gehirn produziert Bewusstsein, darunter die individuelle Identität und die Gedanken.

Du bist der Beobachter.

Das ist eine Erfahrung der Selbst-Beobachtung, die man zB während der Meditation machen kann. Ob dieses "Gewahrsein" ein ständiger Zustand ist, wie manche Gurus behaupten, ist nach meinem Kenntnisstand völlig unbewiesen.

Man kann also zum Beobachter werden, aber ob man das auf irgendeiner Ebene immer ist, ist pure Spekulation.

Das Licht.

Das ist nur ein Euphemismus für "das Göttliche" oder "das Ewige" oder "höhere Selbst" - für mich Eso-Schmeso.

Du bist nur Gewahrsein.

Siehe oben. Man kann Achtsamkeit und Gewahrsein praktizieren - aber als Dauerzustand? Großes Fragezeichen.

geschieht durch dich durch.

Das ist für mich blabla. Man ist kein willenloses Werkzeug des "Göttlichen" sondern trifft aufgrund kultureller und gesellschaftlicher Konditionierungen, Lebenserfahrung und Instinkte selbstständige Entscheidungen.

Du wirst gedacht.

Erneut reines blabla für mich. Nur weil das "Ich" durch das Gehirn erschaffen wird, braucht man nicht so zu reden, als gäbe es eine äußere Instanz.

Antwort
von TimonPasslick, 43

Doch, du kannst aufhören. Selbstmord. Wenn du dich als deine Gedanken definierst, dann bist du selbst für alles verantwortlich, was du aufgrund deiner Gedanken tust. Du kannst deine eigene Anlage komplett steuern, es sei denn, jemand übernimmt die Kontrolle (gewaltsame Bewegungsänderung, Hypnose etc).

Kommentar von TinoMino ,

wie meinst du das jetzt??? Also meinst du das ich die Gedanken denke und der DENKER bin???

Kommentar von TimonPasslick ,

Du bestehst aus deinen rationalen und irrationalen Gedanken und allem, was sie kontrollieren können und allem, was daran festgewachsen ist. Das Ganze bildet eine Einheit. Ein Teil von dir denkt, der andere führt aus. Der ausführende Teil denkt nicht. Er merkt aber auch gar nicht, dass er nicht denkt. Das stellt der denkende Teil fest. Du DENKST also, du denkst nicht?

Antwort
von bundesanwalt, 29

Der Mensch hat ein Bewusstsein, weil es
ihn steuern soll, damit er sich zurechtfindet in dieser Welt, in der
Natur und im Umgang mit seinen Artgenossen, d.h. das ist auch die
Funktion seiner Gedanken. Deshalb haben Dir deine Eltern das Sprechen
beigebracht und mit der Sprache kam das gesellschaftliche Bewusstsein
in Deinen Kopf, das sich mit der alltäglichen Wahrnehmung stetig
erweitert. Marx sagt entsprechend, dass das gesellschaftliche Sein
das Bewusstsein bestimmt. Das Bewusstsein ist also das Ergebnis der
sozialen Interaktion wie auch der eigenen individuellen kulturellen
und biologischen Bedürfnisse des Menschen. Deine Gedanken denkt
niemand, nur Du selber tust das und bist voll dafür verantwortlich,
was Du denkst und wie Du denkst, ob rational, irrational oder
emotional.

Vom naturwissenschaftlichen Standpunkt
betrachtet, ist es einfach nicht möglich, dass Dein Denken durch
andere ferngesteuert werden könnte, weil Deine sozialen und
biologischen Bedürfnisse nicht aufzuheben sind aufgrund der dadurch
erfolgten Determination. Die CIA hat im letzten Jahrhundert
schreckliche Experimente u.a. unter dem Code „MK-Ultra“
durchgeführt und hat versucht, die Bewusstseinsinhalte bei etlichen
Probanden auszulöschen. Die Probanden wurden furchtbaren Qualen
ausgesetzt, um eine komplette Veränderung des Denkens im Sinne einer
Fremdsteuerung zu erzielen. Das wurde einer der grössten Flops in
der Geschichte der CIA. Die Probanden waren hinterher allerdings nur
noch menschliche Wracks, wenn sie die Experimente überlebten.

Antwort
von Andrastor, 40

Du darfst dich von solchen Schwachsinnigen nicht verunsichern lassen. Deine Gedanken sind ganz alleine dein persönliches Erzeugnis. Viele sind bewusst, werden also von dir selbst erdacht, ersonnen und erfunden, andere sind unbewusst und werden von deiner Psyche aufgrund deiner Erfahrungen bereitgestellt.

Was du jedoch aus diesen Gedanken machst ist ganz alleine deine Sache, du bist immer der/diejenige in Kontrolle. Es gibt nichts und niemanden der/die/das dich steuert.

Esoteriker benutzen diese Aussagen gerne um sich leichtgläubige Menschen gefügig zu machen. Auf diese Art reden sie den Menschen ein die einzigen zu sein welche ihre Situation richtig interpretieren können.

Wie Priester einer Religion die meinen die Götter hören zu können.

Du bist im übrigen mehr als deine Gedanken. Du bist vielmehr deine Taten als deine Gedanken, denn Gedanken ohne eine Tat sind passiv.

Kommentar von holodeck ,


Esoteriker benutzen diese Aussagen gerne um sich leichtgläubige Menschen gefügig zu machen.     

Leidest du an einer Art Verfolgungswahn?  

Kommentar von Andrastor ,

Nicht wirklich, aber ich leide unter einem sehr schweren Fall von Intelligenz, gemischt mit der Fähigkeit logische Schlussfolgerungen zu ziehen. Dazu kommt eine äußerst bedenkliche Leidenschaft sich zu informieren und weiterzubilden.

Ich weiß, das mag schwer zu begreifen für dich sein, aber wenn man unter diesen Dingen leidet, dann erkennt man die Wahrheit hinter Begebenheiten wie dieser.

Antwort
von Gronkor, 8

Natürlich kannst Du "ich" einfach als Sammelbegriff für alle Gedanken und Gefühle, die sich in Deinem Körper abspielen, benutzen.

Wenn Du es allerdings mal genauer betrachtest, wirst Du feststellen, dass sich das, was da in Dir "ich sagt", nur sehr schwer (oder eigentlich gar nicht) fest machen lässt. Es huschen einfach verschiedene Gedanken, Eindrücke und Gefühle durch dich, jeweils aus einer ganz eigenen Perspektive - und nichts davon ist mehr "ich" als das Andere. Ja, mehr noch: es gibt in diesen ganzen wechselnden Perspektiven keine psychische Instanz "ich", die die ganze Zeit die Selbe bliebe. Das eine "Ich" gibt dem anderen die Klinke in die Hand.

Und dieser "Beobachter", von dem Du sprichst, ist genau so wenig das "ich", sondern auch nur eine Instanz, die mal kurzzeitig die Oberhand gewinnen kann.

Setzt Dich mal eine Weile hin, und versuche, zu beobachten, was da von ganz alleine in Deinen Gedanken passiert - dann verstehst Du vielleicht, was ich oder die ganzen Gurus meinen.

Antwort
von Suboptimierer, 70

Nur Gedanken, bei denen du nicht über etwas nachdenkst, sind die deinen. 

Sobald du über etwas nachdenkst, hat das Objekt, über das du nachdenkst, einen Einfluss auf dein denken.

Es ist aber sehr schwer, zu denken, ohne über etwas nachzudenken. So stelle ich mir Meditation vor.

Kommentar von TinoMino ,

Das ergibt keinen Sinn deine Antwort. Nachdenken bin nicht ICH aber denken bin ICH????

Kommentar von Suboptimierer ,

Ich probiere es, einmal anders zu formulieren. Das Schwierige ist, Gedanken vorm inneren Auge vorbeiziehen zu sehen, ohne sich darauf zu konzentrieren. Als Beobachter: "Oh, guck, da ist ein Gedanke." Aber nicht dran klammern, sich nicht am Gedanken festbeißen. Der Versuch, nur wahrzunehmen und sich zu ergründen. Keine Pläne für die Zukunft schmieden, keine Lösungsstrategien erarbeiten, die Vergangenheit ruhen lassen. Im Hier und Jetzt präsent sein. 

Kommentar von TinoMino ,

Zack also sind wir Menschen nicht die Denker unserer Gedanken sondern nur Beobachter. Wir werden also alle gedacht. Das steckt in deiner Antwort drin.

Kommentar von Suboptimierer ,

Wir haben die Fähigkeit, zu reflektieren. Wir können auf verschiedene Weise denken. Immer wenn du eine Stimme im Kopf bewusst wahrnimmst, reflektierst du. Wir können aber auch denken, ohne darüber nachzudenken, dass wir denken.

"Bewusst" habe mich mal extra hervorgehoben, weil das ein entscheidendes Stichwort ist. Unabhängig von deiner Frage ist es ein progressiver Prozess, sich Dingen bewusst zu werden. Bewusstwerden vertreibt Unwissen. Bewusstwerden lässt einen entspannteren Umgang mit der Welt zu. Bewusstwerden schafft Möglichkeiten. Man ist weniger eingeengt. Man verliert sich nicht.

Kommentar von TinoMino ,

Die Stimme im Kopf bist nicht DU. Du bist der BEOBACHTER. Es ist nicht deine Meinung die du hier niederschreibst sondern Gedanken die in dir auftauchen ohne deine Kontrolle und denen du glaubst, mit denen du dich identifizierst. Du kannst nichts anderes tun als nur beobachten und hoffen das in dir der richtige Gedanke hochkommt dem du nachsgehst.

Kommentar von Suboptimierer ,

Die Stimme in meinem Kopf ist Teil von mir, genauso wie der, der sie wahrnimmt. Bitte zieh das jetzt nicht ins Lächerliche, als hätten wir alle eine gespaltene Persönlichkeit, aber wir können mit uns selbst in den Dialog treten. Das sind alles wir.

Hmm :/ Womit könnte man das vergleichen? Kennst du dich etwas mit dem Christentum aus? Dort wird Gott als Vater im Himmel, als Jesus und als Heiliger Geist gesehen. Trotzdem sind alle Gott.

Dann hat man versucht, Parallelen zu ziehen. Seele, Geist und Körper sind du. Das aber nur nebenbei. Es geht hier jetzt um die innere Stimme, wie die einzuordnen ist.

Man kann sich der Antwort auch versuchen, aus der Gegenrichtung zu nähern. Wenn die innere Stimme nicht du bist, wer ist sie dann?

Ich finde das faszinierend. Selbst wenn man ein in der Leere schwebendes Gehirn ohne Kontakt zur Außenwelt wäre, so gäbe es eine Unterscheidung. "Das bin ich und ich denke gerade über mich nach."

Antwort
von pingu72, 89

Wenn ich von solchen Gurus gesteuert werden würde könnte ich jetzt nicht denken: das ist kompletter Schwachsinn! Dann würde ich denen doch Recht geben, oder?

Du bist verwirrt weil du dich verwirren lässt! Und genau das ist der Punkt: wenn dir jeden Tag jemand eintrichtert du wärst dumm glaubst du es irgendwann....

Kommentar von TinoMino ,

wieso denkst du automatisch an einen rosa Elefanten wenn ich das hier schreibe? Denk nicht daran!! Zack du hast es dir grad vorgestellt. Also bist du nicht der Denker weil du NULL Einfluss drauf hast was du als nächstes denkst.

Wieso kannst du das denken nicht abstellen? Weil DU nicht denkst sondern es passiert ohne deine Kontrolle durch dich durch

Kommentar von Huflattich ,

Habe während des Lesens mir eigentlich den rosa Elefanten nicht vorgestellt . ....

Kommentar von TinoMino ,

Sage mir was du in 5 sekunden denken wirst oder stell mal dein denken ab wenn du der Denker bist. Viel glück dabei. Es geht nicht

Kommentar von Huflattich ,

Natürlich geht das - Stichwort  - Meditation 

Kommentar von pingu72 ,

Muss dich enttäuschen, ich habe mir keinen Elefanten vorgestellt... Und ich kann das Denken abstellen

Kommentar von TinoMino ,

dan bist du ein Wunderwerk Gottes. Okay denk mal 10 sekunden nicht. Zack in die kam ein Gedanke. und wieder....zack schon kam wieder ein Gedanke.....es geht nicht. Es taucht immer in dir etwas auf und verschwindet wieder. Merkst du es nicht? Das führst du ja nicht willentlich herbei. Alles Illusion

Kommentar von pingu72 ,

Meditier mal, könnte dir helfen...

Kommentar von TinoMino ,

Du bist lustig! Denn beim meditieren geht es ja darum nur der Beobachter zu sein und dich mit deinen aufkommenden Gedanken nicht zu identifizieren weil du gedacht wirst

Kommentar von pingu72 ,

Danke ;) Sinn der Meditation ist es GAR NICHT zu denken. Wenn du das nicht kannst machst du was falsch... 

Kommentar von TinoMino ,

Libeste Pingu. Weißt du eigentlich was denken ist??? Merkst du denn nicht das alles was du vor dem inneren Auge siehst in Bilder oder wenn dir der Gedanke kommt ich muss schnell zu Edeka DAS DAS denken ist und das kannst du nicht abstellen weil du nicht der Denker  bist

Kommentar von pingu72 ,

Und wer ist unser Denker, gibt es für jeden Einen, haben wir alle denselben, ist es er oder sie oder was denkst du? 

Kommentar von Huflattich ,

Nein beim meditieren geht es darum Bewusstsein die Gedanken verdrängen zu lassen .Raum erleben ein Gefühl wie Lähmung sich nicht mehr bewegen können und doch da sein - kann man schlecht beschreiben  

Kommentar von pingu72 ,

Wie auch immer.... Ich zumindest meditiere um den Kopf frei zu bekommen wenn ich Stress habe. Und ich denke dann an gar nichts.

Kommentar von TinoMino ,

`du kannst nicht an nichts denken. Das unmöglich. Merkst du denn nicht wie gegen dein Willen immer ein Gedanke in dir auftaucht? Das macht dein Verstand automatisch. Diese Stimme im Kopf bist nicht DU

Kommentar von Huflattich ,

Doch das kann man  lernen - trainieren 

Antwort
von acidfairy, 83

also zu aller erst muss man wissen dass sich der Mensch in drei Teile unterteilt: Körper Geist und Seele.
dein Geist steht zwischen den beiden und ist die Partie, die Gefühle und Emotionen wahrnimmt.
diese Emotionen, die du in gewissen Situationen empfindest, sind das Ergebnis von deiner Psyche & Vorallem deinem Unterbewusstsein!

zB reagiert nicht jeder Mensch gleich, wenn zB dein bester Freund sich gut mit einem anderen Freund versteht.
manche währen da direkt neidisch, andere denken sich nichts dabei.

Das ist deshalb bei jedem unterschiedlich, weil jeder andere vorerfahrungen hat und eine andere Erziehung genossen hat. durch diese ergeben sich schöne und schlechte Momente. später dadurch positive Eigenschaften als auch welche, die defizitär sind.
diese unbewussten Defizite lebt man in den späteren Reaktionen, im Charakter aus.
manche durch Neid, andere durch Offenheit ... je nach dem was man erlebt hat sozusagen.

deswegen wird auch gesagt, dass man gesteuert wird sozusagen:
weil man selbst eher "Opfer" seiner eigenen Psyche ist. du kannst ja nichts dafür dass du manchmal neidisch bist oder sonst was, obwohl das gar nicht sein muss objektiv betrachtet.
das was du lediglich dann machst, ist diese Gedanken zu denken bzw in Worte zu fassen :
" der Typ ist blöd, wieso mag ihn mein bester Freund überhaupt"
Aber dahinter steckt eine viel tiefere Wahrheit.

deine Gedanken machen dein ich aus. und mit ICH meine ich dein EGO. also der geil, den du bewusst als den größten Teil von dir bezeichnest. der irdische Teil mit deinem Charakter, deine Gedanken, deinem stolz etc ...
dein WAHRES ICH allerdings ist der Teil von dir, der mehr ist als das. es ist der unendliche Teil von dir, der universell ist und in jedem von uns steckt. quasi die Wurzel der Energie. die Energie, die alle Lebewesen mit Leben erfüllt. das ist der Teil , der für Esoteriker relevant ist und von denen die immer sprechen.

Kommentar von TinoMino ,

bla bla blaaaa

Kommentar von acidfairy ,

dumm ?

Kommentar von TinoMino ,

wieso schreibst du dumm? Du hast dich mit den falschen Gedanken der in dir gedacht wurde "Ursprung" Ego identifiziert. Das bist nicht DU

Kommentar von acidfairy ,

ok ja dumm

Antwort
von fusselchen70, 40

Ojeh, das ist ein Thema!!!

Also ich selbst versuche mich nicht als (oder über) meine Gedanken zu identifizieren. Wohl jeder kennt es das man auch ziemlich doofe, merkwürdige oder auch abartige Gedanken hat. Ist ja nicht alles schön und konstruktiv oder produktiv was da so abgeht. Und ich bin mir absolut sicher, das ich ein guter Mensch bin, der niemanden etwas Böses will.

Wie passen da also diese komischen Gedanken rein? Ich meine, wenn diese Gedanken ICH sind (so wie du es in deinem letzten Absatz schreibst) dann hätte ich das Problem, das ich halt auch böse, psychopathisch, gemein usw. bin. Bin ich aber nicht und will ich auch nicht sein :)

Dann dieses Beobachterding: Wenn ich mir bewusst bin, das eben jetzt Gedanken stattfinden oder geschehen, wer ist dann dieses ich aus dem ersten Teil des Satzes? Also für mich ist offensichtlich, das dieser Gedanke zwar in mir stattfindet aber da ICH ihn als Gedanken wahrnehmen kann, kann nicht ICH der Gedanke bzw. der Denkende sein. Also kann ich für mich nicht (so wie du es tust) sagen: "Das was ich denken oder Gedanken nenne bin ich."

Antwort
von StefanTr, 89

Also medien können deine Gedanken sehrwohl beeinflussen.

Kommentar von TinoMino ,

Das mit den Medien weiß ich mein Bester. Es geht mir nur darum BIN ich der Denker meiner Gedanken oder Beobachter. Nach der Theorie der Gurus sind alle schwerverbrecher unschuldig weil sie sich mit den falschen Gedanken die Ihnen automatisch kamen identifiziert haben.

Antwort
von Lexa1, 76

Dazu fällt mir ein Spruch ein:

Wenn du denkst, das du denkst, denkst du nur, das du denkst. Denke nie gedacht zu haben, denn das denken Der Gedanken ist gedankenloses Denken.

Kommentar von TinoMino ,

Der Spruch ist falsch. Denn du denkst nicht sondern wirst gedacht das du denkst. Du wirst gedacht nie gedacht zu haben ......

Kommentar von Lexa1 ,

Der Spruch ist schon richtig, denn auf so ein Gurugeschwätz kann man nichts geben. Außerdem ist der Spruch älter als so mancher Guru.

Antwort
von Huflattich, 37

Eigentlich bist Du meiner Meinung nach alles. Der Gedanke und derjenige der ihn beobachtet.Du bist der Steuerer und der Fern-steuerer.

Alles ist eins - kollektives Bewusstsein.

Gedanken kann man nicht sehen sie sind frei.Vielleicht noch am ehesten mit Empathie spüren .

Ich bin der ich bin  

Abbild dessen, der oder das uns erschaffen hat .

Kommentar von TinoMino ,

Die Wahrheit für mich ist das die ganze Menschheit fremdgesteuert wird. Wir sind nur GEWAHR SEIN. Kein freier Wille. Kein Denker. Das wars.

Kommentar von Huflattich ,

Es geht hier nicht um dein Ego das denkt, sondern um dein Bewusstsein das gedankenfrei dich lenkt.

Du atmest z.B. unbewusst, konzentriere Dich auf deinen Atem und Du verlierst deine Gedanken - öffnest "den Weg - die Türe" in eine andere Dimension das ist erlebte Meditation. .

Kommentar von TinoMino ,

Deine Antwort wird grade durch dich gedacht. Du bist nur ein Medium. Nicht du schreibst. Du wirst geschrieben. Nicht du denkst. Du wirst gedacht. Es wird grad in mir gedacht deine Antwort nicht zu mögen. Ich kann nix dfür es passiert durch mich durch

Kommentar von Huflattich ,

Nur dein Ego mag die Antwort nicht .Gehst Du hingegen in die Meditation, wirst Du letztendlich feststellen, dass dein Ergebnis das selbe sein wird.

Antwort
von Aleqasina, 66

Könntest du bitte mal eine klare Frage formulieren?

Kommentar von TinoMino ,

Steht doch oben. Bin ich der Denker oder Beobachter meiner Gedanken? Was ist das SEIN?

Kommentar von Aleqasina ,

Du denkst (hoffentlich) selbst.

Würdest du nicht denken, dann gäbe es die Gedanken nicht.

Das Wahrnehmen der eigenen Gedanken ist das Bewusstsein.

Kommentar von TinoMino ,

wieso denkst du automatisch an einen rosa Elefanten wenn ich das hier schreibe? Denk nicht daran!! Zack du hast es dir grad vorgestellt. Also bist du nicht der Denker weil du NULL Einfluss drauf hast was du als nächstes denkst

Kommentar von Aleqasina ,

wieso denkst du automatisch an einen rosa Elefanten wenn ich das hier schreibe?

Das ist nicht Denken, sondern Visualisierung von Worten.

Im übrigen habe ich mit keinen rosa Elefanten vorgestellt.

Kommentar von TinoMino ,

Was ist denken und was ist GEDANKEN? Was oder WER bin ich? DER DER das denkt?? Wieso kann ich es dann nicht abstellen

Kommentar von Huflattich ,

Kannst Du ja - Du musst es halt nur trainieren und vor allem zulassen .

Kommentar von TinoMino ,

kein Mensch kann nicht denken. Das ist völlig unmöglich. Das was du trainierst ist es dich quasie auf Null zu stellen also so als seist du tot. Das wirst du in 364627 Leben nicht schaffen

Kommentar von Huflattich ,

Also macht sich Leben durch Gedanken bemerkbar ? 

MMn ein Irrtum, Du musst nicht denken, um zu leben .

Kommentar von Aleqasina ,

Was ist denken und was ist GEDANKEN?

Um bei dem Beispiel mit dem rosa Elefanten zu bleiben: Die reine Visualisierung ist noch kein Denken, auch wenn es sich im Gehirn abspielt. Denken ist ein dynamischer Prozess. Er beginnt z. B., wenn ich überlege, wie sich eine Elefantenherde angesichts eines rosa Elefanten verhalten würde. Würden sie ihn wie andere Elefanten auch behandeln oder anders? Würden sie ihn ausgrenzen? Wäre es ethisch vertretbar, ein Experiment durzuführen und dazu einen wildlebenden Elefanten rosa einzufärben?

Kommentar von Aleqasina ,

Was oder WER bin ich? DER DER das denkt?

So würe es vielleicht Descartes betrachten.

Ich komme ohne solche Überlegungen aus. Oder besser gesagt, mein Denken und meine Denkweise sind nur ein Teil meiner Identität.

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