Frage von Fredchen21, 58

Deepin 15.1 64bit auf externe Festplatte installieren?

Halli Hallo ich wollte mal Deepin 15.1 64bit auf meine usb festplatte installieren... wie mach ich das am besten? :P Hab noch nicht so viele Erfahrungen mit Linux gemacht...

Mein Bruder sagt man könnte mit Win32Imager die ISO da drauf kopieren, was dann die Installation ersparen würde... Hat bis jetzt nicht geklappt... hab die Festplatte mit nem extra Programm auf fat32 formatiert (750GB).

Also wie bekomme ich Deepin auf die festplatte?

Expertenantwort
von LemyDanger57, Community-Experte für Linux, 42

Mein Bruder sagt man könnte mit Win32Imager die ISO da drauf kopieren, was dann die Installation ersparen würde...

Sag Deinem Bruder, er hat keine Ahnung. Win32Imager kann, wie Unetbootin oder ähnliche Programme bootfähige USB-Sticks erzeugen, das erspart aber keine Installation!

 Hat bis jetzt nicht geklappt..

Wundert mich nicht, siehe oben.

hab die Festplatte mit nem extra Programm auf fat32 formatiert 

Wie kommst Du jetzt darauf, dass man Deepin auf einer Fat32 formatierten Partition installieren könnte?  Das ist ein Windows-Format, Linux benutzen andere Dateisysteme.

Du hast doch hier schon nach der Installation von anderen Linux-Distributionen gefragt und auch Antworten bekommen. 
Und genau nicht anders wird auch dies Distribution installiert. Wenn Du mit dr Anleitung von Ubuntu nicht klar kommst, kannst du ja mal bei Debian nachsehen, da gibt es auch Anleitungen auf deutsch.

Kommentar von Fredchen21 ,

ja dann hab ich ihn falsch verstanden... hab aber trotzdem ned geklappt... Und seit wann benötigt Linux kein Fat32?!

Kommentar von Fredchen21 ,

PS: Linux Live USB Creator formatiert auch immer auf FAT32.... und da konnte ich immer booten ohne Probleme...

Kommentar von LemyDanger57 ,

LiLi installiert aber nicht (genau so wenig wie Win332Imager), sondern erzeugt einen bootfähigen USB-Stick. Hast du den Unterschied immer noch nicht verstanden?

Und Linux-Distributionen verwenden andere Dateisysteme, wie ext2/3/4 oder ReiserFS, auch wenn sie Fat und NTFS nutzen können.

Kommentar von Linuxhase ,

@Fredchen21

PS: Linux Live USB Creator formatiert auch immer auf FAT32.... und da konnte ich immer booten ohne Probleme...

  1. Diese "Linux Live USB Programme" brauchen ein FAT32 System weil sie mit/auf Windows arbeiten und das kann nun einmal keine Dateisysteme außer der eigenen lesen & schreiben.
  2. Diese Software schreibt einen Syslinux Bootloader auf dem Datenträger und legt die ISO-Datei darauf ab.
  3. Innerhalb dieses Abbildes existiert natürlich ein Linux-Dateisystem weil andere Dateisysteme die unixoiden Systemrechte nicht speichern können.

Linuxhase

Kommentar von Fredchen21 ,

wait? LiLi installiert aber nicht...... ja aber Linux kann auf fat32 laufen... ...weil sie mit/auf Windows arbeiten... des musst du mir genauer erklären... :P

Kommentar von LemyDanger57 ,

 ja aber Linux kann auf fat32 laufen... 

Nein, zum Henker, kann es nicht, und tut es auch nicht! Linux-Systemen können FAT-Dateisysteme lesen und schreiben, ja.

weil sie mit/auf Windows arbeiten... des musst du mir genauer erklären... 

Unter welchem Betriebssystem erzeugst Du denn den Live-Stick?

Genau, unter Windows.

Und was benutzt Du dafür? 

Richtig, ein Windows-Programm, LiLi oder Win32Imager. Und da Windows keine anderen Dateisysteme außer FAT und NTFS erkennen kann/will, muss das Ziellaufwerk halt mit einem davon formatiert sein, in der Regel erwarten diese Programme FAT32.

Den Rest kannst Du im Kommentar von Linuxhase nachlesen.

Kommentar von Linuxhase ,

@Fredchen21

ja aber Linux kann auf fat32 laufen.

Ich kann mich erinnern das es vor etwa 20 Jahren noch Distris gab die man tatsächlich auf fat32 installieren konnte.  Guckst Du hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/File_Allocation_Table#UMSDOS

oder auch:

linux.voyager.hr/umsdos

Und/oder lies mal das Readme zu dieser Software:

-------------------------------------------------------------------------------------

What is UMSDOS

UMSDOS stand for "Unix in MSDOS" file system. UMSDOS is a
full feature unixlike file system for LINUX. It operates within the limits (and semantics) of a normal MSDOS FAT file system. chkdsk won't complain at all. No dirty tricks.
UMSDOS DOES not use MSDOS (the OS) to run. In case anyone
wonder. Using a special file in each directory ("--linux-.---"), UMSDOS simulate the full UNIX semantic (I hope :-) ):

  • Long file name
  • case sensitive
  • free format file name like "This.is.a.sample"
  • Permissions and owner (user and group)
  • Links (hard and symbolic)
  • Device special and pipe

UMSDOS is powerful enough to act as a ROOT file system for
LINUX. From a Linux kernel standpoint, this is a true filesystem. Compile a kernel with UMSDOS, put it on a disquette, use rdev to specify the proper root partition (Any msdos partition with linux in it), and boot. In the following document, the --linux-.--- will be named EMD (Extension to Msdos Directory).

-------------------------------------------------------------------------------------

Das ist möglicherweise auch heute noch technisch umsetzbar, aber dann ganz sicher nicht mehr mit einer Standard-Distribution bzw. einer Standard-Installationsroutine.

Die andere Alternative wäre einen Datenträger zu verwenden, was aber ebenso wenig Standard wäre, aber technisch machbar.

Linuxhase

Kommentar von LemyDanger57 ,

@Linuxhase: Sehr interessant, aber heutzutage sicher nicht mehr relevant, gibt es dafür doch wesentlich komfortablere Möglichkeiten wie VM oder Virtual Box.

Aber trotzdem Danke, wieder was gelernt..

Kommentar von Linuxhase ,

Entschuldigung!

Mein:

Die andere Alternative wäre einen Datenträger zu verwenden, was aber ebenso wenig Standard wäre, aber technisch machbar.

Sollte heißen:

Die andere Alternative wäre ein Container, einen virtuellen Datenträger zu verwenden, was aber ebenso wenig Standard wäre, aber technisch machbar.

@LemyDanger57

komfortablere Möglichkeiten wie VM oder Virtual Box.

Das ist aber doch nicht das selbe wie ein natives System auf fat32

Ich kann mir gut vorstellen das man ein / benutzen könnte das kein Logging benutzt und so auch auf nicht unixoiden Systemen lauffähig wäre. Aber wer will sowas schon haben - Ich nicht.

wieder was gelernt..

Das sind doch die besten Momente :-)

Linuxhase

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