Frage von anonymos987654, 71

"Das schmeckt ja gar nicht" - nach der Erstkommunion?

Zur Erstkommunion wird man normalerweise zugelassen, wenn man den Leib Christi von gewöhnlicher Speise unterscheiden kann.

In mehreren Gemeinden, wo ich bei einer Erstkommunion dabei war, kam von einzelnen Kindern als erster Kommentar: "Die Hostie schmeckt ja ekelhaft."

Was läuft bei der Vorbereitung auf die Erstkommunion schief, wenn es den Kindern anscheinend vor allem um den Geschmack geht statt dass man ihnen erklärt hat, dass sie in dem Moment Christus empfangen haben?

Antwort
von omikron, 25

"Kindermund tut Wahrheit kund", heißt es. Will heißen: Kinder sind sehr direkt, und sie sagen ungefiltert, was sie gerade denken. Sinneseindrücke sind ihnen unmittelbar zugänglich, folglich werden sie auch geäußert. Damit ist noch nicht gesagt, dass sie nicht verstanden hätten, worum es hier geht.

Kinder haben manchmal hohe Erwartungen an den Geschmack des Leibes Christi und sind dann enttäuscht, weil so etwas Großes und Wichtiges so ganz normal schmeckt. Aber das kann man ja in der Vorbereitung wunderbar aufgreifen: Jesus ist ein ganz normaler Mensch geworden, z. B. Oder man erklärt ihnen, dass Jesus beim Letzten Abendmahl ganz normales Brot genommen hat und sich bei der Eucharistie weder Aussehen noch Geschmack ändern.

Sicherlich ist es nicht die beste Wortwahl, wenn das Kind sagt: "Der Leib Christi schmeckt ekelhaft." In diesem Fall kannst du die Aussage des Kindes wertlos aufnehmen und durch deine weiterführenden Erklärungen wertvoll machen.

Antwort
von quopiam, 13

Schief läuft, daß die Kinder nicht mit dem, was sie erwartet, vorher konfrontiert werden: Man kann die Hostien auch vorher schon mal essen, um zu wissen, wie das schmeckt. Wenn sie noch nicht konsekriert sind, spricht nichts dagegen. Gruß, q.

Antwort
von irgendeineF, 25

Kinder erwarten halt, dass sowas wichtiges auch gut schmeckt. Wenns das für sie nicht tut, dann wird das eben manchmal geäußert.
Bei meiner erstkommunion wirden die hostien vorher in wein getaucht: was denkst du, wie viele von uns ihr gesicht NICHT verzogen haben, weils einfach eklig war?

Antwort
von butz1510, 20

Ich behaupte, dann hat man bei der Vorbereitung versäumt, den Kindern zu erklären, dass das nicht was Tollem schmecken muss, sondern dass der Sinn dahinter ein ganz anderer ist. Ich würde sagen, den Schuh müssen sich Pfarrer und Katecheten anziehen.


Antwort
von Repwf, 34

Vielleicht sollte man sie einfach nicht anlügen und ihnen erklären das es sich hier um schnödes "Esspapier" ohne Geschmack handelt das nur als Symbol für Christus verwendet wird! 

Ich dachte als Kind auch immer "der hat es gut, darf hier essen und trinken und ich muss abwarten" da macht man sich als Kind dich Hoffnung auf lecker naschen 

Kommentar von omikron ,

So weit ich weiß, sehen die Katholiken das "Esspapier" nicht als Symbol für Christus. Es ist Christus.

Antwort
von ele777, 24

Heutzutage wird leider wenig darauf geachtet. Kindern kann man sogar verzeihen, sie sind da nicht so. Natürlich sollte man ihnen auch die Bedeutung beibringen. Aber solange sie doch Respekt haben ist es nicht so schlimm.

Antwort
von Arrowfighter, 36

Es geht nur um den Geschmack und wenn es Kindern nicht schmeckt kann es sein das diese aufgrund schlechter Erziehung oder anderer Gründe dieses lauthals verkünden.

Kommentar von Arrowfighter ,

es ist nicht höflich aver das wäre auch mir egal zum Glück bin ich Atheist brauche kein heiliges Esspapier...

Antwort
von Thekakwhita, 2

Vielleicht hatten die Kinder ja Gelegenheit, die Hostie im Kommunionunterricht zu probieren oder einmal eine Hostienbäckerei zu besichtigen. Bei dem Gottesdienst bei der Erstkommunion wird wahrscheinlich soviel Weihrauch verwendet, dass der neutrale Geschmack der konsekrierten Hostie darunter leidet. 

 „eine Wolke entzog ihn ihren Blicken“ (Apg 1,9) Es gibt zwei Arten von Hostien: weiße Hostien und sogenannte Brothostien. Beide müssen aus Wasser und Mehl bestehen. 

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