Braucht "Sie" in Istanbul ein Kopftuch?

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10 Antworten

In den Moscheen ist es Pflicht eine Kopfbedeckung in Form eines Tuches zu tragen. Es gibt am Eingang extra Tücher, für diejenigen, die keines haben. In der Stadt kommt es sehr darauf an wo Ihr unterwegs seid. Im Europäischen Teil im Universitätsviertel sind die meisten Frauen ohne Tuch, im asiatischen Teil würde ich mal eines mitnehmen und bei Bedarf tragen.

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Kopftuch istin Istanbul nicht erforderlich undman sieht nur vereinzelt Frauen mit Kopftuch. Grüsse aus Istanbul und Istanbul-Spezialist. http://www.traways.com

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ich war auch schon in der türkei und da muss man nicht mit kopftuch rumlaufen, esseidenn man hat den glauben dazu! in moscheen wirst du aber kurz angezogen, schuhe, kein kopftuch NICHT reinkommen.. aber in den reiseführern ist das wirklich immer gut beschrieben. ihr seid touristen und keine einheimischen. und so gut ihr euch anpassen wollt: ihr fallt eh immer auf!

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In Istanbul laufen die meisten ohne Kopftuch herum, ich hab sogar bemerkt das die Türken in Istanbul freizügiger sind als die Türken in Deutschland.

QUelle: Eigene Erfahrung.

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Es gibt in der Türkei ein Kopftuchverbot in Schulen, Unis und öffentlichen Gebäuden, Ämtern etc. In Reisefilmen sah ich, daß in den Großstädten soviel wie keine Kopftücher getragen werden, nur in kleinen Dörfern. Als Reisende muß man sich nicht dazu verpflichtet fühlen. Natürlich sollte man in diesem Land wie auch in anderen Urlaubsländern immer angemessene Kleidung tragen.

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Kommentar von jotde01
03.10.2008, 17:04

so isses richtig...DH

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Soviel ich weiß sind Kopftücher in der Türkei doch sogar verboten.

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Kommentar von kaesbrot
03.10.2008, 15:46

quatsch

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Kommentar von LeonardEmpel
03.10.2008, 15:57

Es gab das Kopftuchbverbot für öffentliche Einrichtungen und die Universitäten. Das türkische Parlament hat es mit der AKP-Mehrheit abgeschafft - worum es heftigsten Streit gab.

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In Istanbul selber laufen viele einheimische Frauen selber ohne Kopftuch rum.

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nein, ich war schon in istanbul, und da laufen sehr viele ohne

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In Istanbul tragen weniger türkische Frauen ein Kopftuch als in Deutschland.

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Da läuft 90% ohne Kopftuch rum. Nur wenn ihr eine Moschee besuchen wollt, dann muß sie sich verhüllen.

Außerdem könnte ich bei manchen Vorurteilen kot.zen! In Italien wird man nicht viel weniger blöd angemacht!

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Kommentar von LeonardEmpel
14.10.2008, 12:49

Erfahrungen auf der Reise:

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich Eure Antworten weitgehend bestätigen kann. Angemacht hat uns nirgends niemand. Die Istanbuler der Nachsaison machten einen ruhigen und oft ein bisschen stolzen Eindruck. Sie schienen mir viel zu selbstbewusst, um nicht weltoffen zu sein.

Das Kopftuch ist in den verschiendenen Stadtteilen Istanbuls unterschiedlich oft zu sehen. Aufregung wegen des Kopftuchs haben wir nirgends gespürt, nicht einmal, als in einer TouristInnengruppe in der berühmten und von Touries überlaufenen Blauen Moschee einige Frauen kein Tuch umgebunden hatten.

Dort, wo viele TouristInnen rumlaufen, könnte die Quote mit 90% ohne Tuch hinkommen. Im Nordwesten der alten Stadt Konstantinopel, nahe der Stadtmauer, gibt es aber ein Gebiet mit religiöserer Bevölkerung, Fener/Balat. Dort liegt als Attraktion z.B. die Chora-Kirche und wir haben versucht, zu Fuß das Straßengewirr zu durchqueren, verliefen uns und fanden uns zwischen z.T. sehr armseligen Behausungen unter bärtigen Männern, Schleier und sogar Schador tragenden Frauen wieder und wurden von den Jungs als Fremde erkannt, die uns "Hello, hello" hinterherriefen und uns feixend nachliefen. Dort war mir nicht so wohl - aber eigentlich war auch hier alles i.O., ist nichts passiert. (Ich fand es eine gute Übung: Ignorieren! Meist hat man nach wenigen Momenten wieder seine Ruhe.)

Die Atmosphäre in den MOSCHEEN kann man auch nochmal differenzieren: Der oft hoch ummauerte Vorhof mit dem Brunnen ist ein ruhiger, offener Vorbereitungsbereich. Hier konnten wir uns ganz unreglementiert und frei aufhalten - ein prima Platz, um sich aus dem Stadt-Troubel zurückzunehmen, unter Arkaden zu sitzen, Reiseführer zu lesen, essen, niemanden schien das zu stören o. interessieren. Die Männer waschen sich dort ihre Füße u. Hände vor dem Moscheebesuch, sie machen ihr Ding und kümmern sich nicht groß um Touries oder andere BesucherInnen. Auch gut an diesem Bereich: Hier gibt es meist öffentliche Klos (für die man nicht selten bezahlen muss, so ca. 1 Lira=ca.60 Ct).

Wenn wir in den Hauptraum der Moschee wollten, mussten wir die Schuhe ausziehen und meine Freundin ihren Kopf bedecken. Darauf weisen meist Schilder in mehreren Sprachen deutlich hin, und es werden auch Tücher zur Verfügung gestellt.

Am wenigsten bekopftucht war Beyoglu, sozusagen die "Neustadt" auf der europäischen Seite, das Nordufer des Goldenen Horns.

Zur ganzen Kopftuchfrage fand ich gut, was wir im neuen Marco Polo (ich glaube der wars) Istanbul gelesen haben: Die Türkei sei eine Parallelgesellschaft, heißt es da, auch an der Kopftuchfrage spaltet sich die Gesellschaft. Das durchzieht wohl am stärksten den Gegensatz von Istanbul zur Resttürkei, ist aber auch innerhalb Istanbuls selbst zu merken.

Danke nochmal an Euch fürs Mitdenken und Antworten.

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