Wir haben keinen, aber überlegen einen anzuschaffen. Ich habe nur bereits Meinungen gehört, daß diese Blitzableiter auch den Blitz anziehen. Das wäre statt Hilfe eher das gegenteil und nicht angestrebt. Wie sind die Erfahrungswerte?

Ein Blitzableiter ist momentan der größte Schutz, den wir gegen Gewitter haben. Allerdings muß der Blitz 9 Meter tief in die Erde abgeleitet werden. Auch der Sicherungskasten muß geschützt werden. Eine Blitzschutzfirma kann dir das haargenau erzählen. Unser Haus ist vor 8 Wochen vom Blitz getroffen worden, obwohl keine 20 Meter von uns entfernt ein Kirchturm mit Blitzschutzanlage steht. Der ist nicht getroffen worden. Soviel zu deiner Frage. Also wir kriegen eine Blitzdchutzanlage!!!

Ja, durch das "Anziehen" (und Ableiten) des Blitzes schützen sie ja. Man denke an den Faradayschen Käfig (z. B. in Form eines Fahrzeugs), der komplett aus Blitz-Ableitern besteht uns so die Entladungen in eleganter Weise um dich herum leitet. Ist doch besser, als wenn sie sich einen Weg durch dich oder dein Haus suchen, weil du ein geringeres Widerstands-Potential hast?

Der Blitz sucht sich den leichtesten Weg zur Entladung. Ein Blitzableiter bietet diesen leichten Weg. Insofern ist es richtig, daß möglicherweise mal ein Blitz einschlägt, der sich sonst ein paar Meter daneben entladen hätte.
Aber er wird ja durch den Blitzableiter gut in die Erde abgeleitet, ohne daß etwas passiert. Andernfalls kann sich der Blitz im Haus auch andere, weniger ungefährliche Wege suchen. Das harmloseste wäre noch die Wasserleitung.
Wenn man von einem Blitzableiter spricht, meint man natürlich ein ganzes System, das vom Fachmann installiert werden muß. Nur das bietet zuverlässigen Schutz.
Kann nur "fourseasons" beipflichten, denn genau so habe ich es auch erklärt bekommen.
Bin selbst bei Gewitter ein ausgesprochener Angsthase. Überlegen daher schon seit langem, einen Blitzableiter an unserem Haus anbringen zu lassen. Jedoch: Mit welchen Kosten muss man wohl rechnen?

Wenn der Blitz in ein Gebäude einschlägt, so sucht er sich den Weg des geringsten Widerstandes hinunter in die Erde. Wenn kein Blitzableiter da ist, kann der Blitz an feuchten Oberflächen oder metallischen Gegenständen, wie z.B. Dachrinnen und Fallrohren entlangkriechen.
Gefährlich wird es vor allem dann, wenn Menschen in Kontakt mit solchen metallischen Gegenständen kommen können oder wenn leicht brennbare Baumaterialien, wie Holz, Reet oder Stroh in der Nähe sind.
Aber: Der schönste Blitzableiter nützt nur dann etwas, wenn er regelmässig gewartet wird und nicht einafch so jahrelang vor sich hin rostet.
Als zusätzliche Massnahme kann man einen sogenannten Blitzschutz-Potentialausgleich installieren, der im Inneren des Gebäudes dafür sorgt, dass z.B. Wasserleitungen, Heizungsrohre usw. keine Überspannung bekommen können.
Der Blitzableiter heißt ja Blitzableiter, weil er den Blitz ableitet, in die Erde, und ist kein Blitzanzieher. Auf dem Haus bei mir habe ich einen Metallmast, und der ist geerdet. Ob da schon mal ein Blitz abgeleitet wurde, weiß ich nicht. Bei meiner Nachbarin, deren Haus 30 Meter von mir weg steht, ist der Blitz in den Ölerdtank eingeschlagen und hat dort die Elektronik zerstört. Es stimmt nicht, wenn jemand eine Blitzschutzanlage hat, dass im Umkreis von 100 Metern die anderen alle geschützt sind! Der Blitz schlägt ein, wo er will. Wenn man den Blitzableiter selbst installiert, kommt man mit ein Paar Euro aus, der Erder muß nicht 9 Meter tief in die Erde getrieben werden, wenn der Untergrund feucht(leitfähig) ist.

Ja, mehr als gar kein Schutz. Aber es gibt weder einen absoluten Schutz noch schützt der Ableiter vor allen Wetterbedingten Schäden!