Frage von joerg2868, 83

Betonplatten auf Terasse verlegen?

Hallo, ich würde gerne auf meiner Terasse Betonplatten 40x40 verlegen. Unter der Terasse befindet sich noch ein Raum. Die Terasse besteht zur Zeit nur aus einer Betondecke ohne gefälle. Wie sieht der Bodenaufbau aus? Muss ich die Betondecke erst mit Bitumenbahnen abdichten, darauf einen Gefälleestrich verlegen und darauf die Betonplatten oder reicht es aus, den Betonboden mit bItumenbahnen abzudichten und darauf eine Schüttung mit Betonplatten im Gefälle ? Der zuerst genannte Aufbau mit Estrich würde zu hoch werden...

Antwort
von Bo877, 81

Ist denn die Bodenplatte bisher nicht abgedichtet? Und gab es bisher keine Probleme?

Also der Ordnung halber würde ich in jedem Fall wenn du schon offen hast 2-fach bituminös abdichten. Bleibe dabei aber im System, denke an Voranstrich, PU-Keil im Bereich der Aufkantungen etc. Ist kein Hexenwerk, kann man auf kleinen Flächen gut selbst machen. Dennoch entsprechend informieren vorher !

Hinter genügt eine Schüttung aus Rusel, Splitt o.ä. um die Platten zu verlegen. Ein Estrich ist hier aus mehreren Gründen nicht vorteilhaft. Besorge dir 2 Rundeisen die du im Untergrundmaterial entsprechend ausrichtest. Auf diesen kannst du dann das Material mit einer Setzlatte sauber abziehen.

Antwort
von findesciecle, 67

Schwierig! Ein guter Freund von mir ist Maurermeister und deswegen kann ich sagen, er hat bei mir als Freundschaftdienst nichts unnötiges gemacht, aber sowohl das leichte Gefälle wie auch die Schweißbahn-VErsiegelung war ihm total wichtig!!! Aber im Unterschied zu Euch war bei uns nach Oben Platz für neuen Estrich auf den Beton, dann die Schweißbahn!

Mein erster Gedanke  wäre, das Gefälle schlicht in die jetzige Betondecke einzufräsen - es genügen ja null-komma- irgendwas-% Gefälle, das sind zwischen den Außenkanten eurer Terasse nur so 1-2 cm. Die Maschine dafür kann man sich leihen. Dann die Schweißbahn.

Ich habe noch eine Anregung: Die Steine muss man nicht mehr unbedingt auf eine Schüttung legen - es gibt schon lange ein System, wo man die Platten auf Gummi-Puffer direkt auf Beton oder Schweißbahn legt (Ohne Kies und Splitt). Ich war zuerst skeptisch, aber mein Freund - der Maurermeister - hat das bei uns verlegt und es besser und pflegeleichter als eingesandete Platten!!!!       


   

Kommentar von Bo877 ,

Wenn man die Betondecke abfräst -was ein irrer Aufwand und wirklich unnötig ist- so kann es sein, dass man die obere Bewehrungslage freilegt, die dann munter vor sich hinrostet. Wozu soll der Estrich gut sein ? Den braucht es nicht. Man kann die Platten selbst im Gefälle verlegen. Selbst wenn diese kein Gefälle haben passiert nichts... Was stimmt ist, dass man sie nicht is Rusel oder Splitt legen muss. Die Gummi-Puffer die du meinst sind sog. Stelzlager. 

Kommentar von findesciecle ,

Bei 1-2 cm abtragen als Maximum am äußersten Ende!! stößt man nicht auf die Bewehrung. Selbst, wenn man die am äußersten Niedrigpunkt freilegen würde, könnte man sie dauerhaft versiegeln. Außerdem finde ich nicht, dass das Abschleifen mit Maschine ein "irrer Aufwand" wäre! Der Fragesteller sagt eben, dass er nicht höher kommen darf - das ist das Problem!  

Natürlich können Platten im Gefälle verlegt werden - das ist doch sein Anliegen....   

zit.: "Selbst wenn diese kein Gefälle haben passiert nichts..."  
Doch! Wenn Wasser auf Beton steht, diffundiert es ein! Deswegen ist es widersprüchlich, wenn Du einerseits findest, dass durch ein minimales Abschleifen der Decke, die Bewehrung freigelegt würde, anderseits die Betondecke stehendes Wasser verträge. Das ist ein Widerspruch in sich! Die angeblich so knapp unter der Betondecke liegende Bewehrung würde schnell rosten, damit Spannungen und Risse erzeugen und nicht mehr ihren stabilisierenden Zweck für den Überbau erfüllen.

Kommentar von Bo877 ,

Das Problem mit der Höhe tritt nur bei einem Einbau eines Estrichs auf wie ich das verstanden habe. Nochmal...ein Estrich wäre unnötig in allen Bereichen.

Stehendes Wasser wäre in dem Fall auf den Betonplatten, und da passiert genau gar nichts. So wie es eindiffundiert, diffundiert es auch wieder raus ! 

Kommentar von findesciecle ,

Also bei uns (es ging damals aber die Terasse mit Bodenfundament - nicht um eine Dachterasse) war damals der Estrich notwendig, weil die Handwerker, die 20 JAhre vorher am Werk waren, nicht genau gearbeitet hatten: kein gleichmäßiges Gefälle. DAs Wasser stand auf den Mörtel-verfugten Fließen! Dann war neuer Beton darüber eben die günstigste Lösung zum Ausgleichen.

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