Frage von Lenab000111, 156

Ausbildung gefällt mir nicht, was soll ich nur machen?

Ich mache zurzeit eine Ausbildung zur Arzthelferin in einer Facharztpraxis. Ich fühle mich in meiner Praxis nicht ziemlich wohl.. obwohl die Kollegen eigentlich ganz Nett sind.. Ich kann meinen Feierabend nicht genießen weil ich weiß gleich nach dem schlafen musst ich zur Arbeit.. Ich fang Freitag Abends schon an die Stunden genau zu zählen wann ich am Montag wieder ins Geschäfft muss.. Meine Aufgaben sind immer die gleichen, wie bei meinen Kollegen auch: EKG's schreiben, Ergos fahren, Patienten annehemen, Karteikarten raussuchen. Die Ausbildung ist so langweilig und macht mir überhaupt keinen Spaß. Ich bin vor lauter Frust schon ziemlich unfreundlich zu den Patienten weil mich einfach alles ankozt:( Jeden Tag das gleiche: von 07.00-18:30 arbeiten, um 19.30 heimkommen, essen, ins Bett, wieder arbeiten...

Was soll ich so Mitten im Jahr machen? Aus der Probezeit bin ich ja auch schon raus... Habt ihr Ideen??

Liebe Grüß Lena

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von thund3rstrike, 129

Ich weiß, dass es schwer ist die Ausbildung abzubrechen, aber du wirst danach (höchstwahrschienlich) dein ganzen Leben in diesem Bereich arbeiten. Besser du tust es jetzt, als dass du dich dein ganzes Leben lang ärgerst, dass du es nicht getan hast.

Vielliecht versuchst du aber auch einfach es bis zum Ende auszuhalten und wechselst nach der Ausbildung die Praxis, vielleicht gefällt es dir dort ja besser ;)

Kommentar von Carlystern ,

Nein man muss nie in einem erlernten Beruf bis zur Rente arbeiten. Das ist Schwachsinn.

Antwort
von LordofDark, 64

Hi Lena,

schauen wir uns mal die rechtliche Seite an:
das BBiG sagt in §22:

(1) Während der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis jederzeit ohne Einhalten einer Kündigungsfrist gekündigt werden.

(2) Nach der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis nur gekündigt werden

1. aus einem wichtigen Grund ohne Einhalten einer Kündigungsfrist,
2. von Auszubildenden mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen, wenn sie die Berufsausbildung aufgeben oder sich für eine andere Berufstätigkeit ausbilden lassen wollen....

Meint: Wenn du noch in der Probezeit bist kannst du - und auch der Arbeitgeber bzw. Ausbildungsbetrieb jederzeit ohne Frist (zum Schichtende ist die Regel) kündigen und das Thema ist dann durch. 

Danach kannst du mit einer 4-Wochen-Frist kündigen wenn du die Ausbildung aufgeben - sprich den Beruf nicht weiter lernen - willst. Dann kannst du allerdings den von dir gewählten Ausbildungsberuf ohne weiteres nicht mehr lernen und musst dich anderweitig um Arbeit oder Ausbildung (dann in einem anderen Berufsbild) bemühen. 

Da du - wie du schreibst - die Probezeit bereits hinter dir hast kannst du also nur dann das Thema für dich beenden, wenn du damit auch deinen Berufswunsch aufgibst und dich anderweitig um Ausbildung (in einem anderen Beruf) oder Arbeit bemühst. 

Umgekehrt nehmen wir mal die persönliche und soziale Seite:

Mal ganz blöd gefragt: Wie lange bist du denn schon in dieser Ausbildung? Stehst du noch am Anfang oder hast du schon eine gewisse Zeit hinter dir. Bei der Überlegung, ob man abbricht oder sich durchbeißt ist das ja ein wesentlicher Punkt.
Und andererseits: Hast du denn grundsätzlich Bock auf diesen Beruf oder hat sich in deiner Wahrnehmung des Berufes einiges gewandelt, sodass du wirklich - auch mit der Konsequenz, dann dein Leben komplett in eine andere Richtung lenken zu müssen und evtl. erst mal einige Schwierigkeiten (Jobsuche, Arbeitsamt, Geldverlust, Imageschaden im Lebenslauf etc.) zu haben - aus der Nummer raus willst?

Kannst du denn nicht mal ein Gespräch mit deinem Ausbilder bzw. deiner Ausbilderin führen und schauen, ob du nicht auch die interessanteren Aufgaben deines Berufes mal lernen kannst? Schließlich gibt es ja auch einen Ausbildungsrahmenplan für deinen Beruf, der sicherlich nicht nur Karteikarten sortieren und "Patientenschubsen" enthält.

Ich habe in meiner Ausbildertätigkeit oft erlebt, dass sich Probleme in einem vernünftigen Gespräch mit den Beteiligten irgendwie lösen lassen, insbesondere wenn ich als einerseits Vorgesetzter des Azubis, aber auch Verantwortlicher für die Ausbildung vermittelnd eingegriffen habe. Geht da denn nichts bei Euch?

Ganz davon ab: Es gibt gesetzliche Regelungen hinsichtlich der Arbeitszeit. das Arbeitszeitgesetz sagt "max 8 Stunden pro Tag, höchstens 10 in Ausnahmefällen bei zeitnahem Ausgleich.."... Bist du bereits über 18 oder noch darunter? Dann würde noch das JArSchG für dich greifen - mit entsprechend strengeren Regelungen. 

Liebe Grüße,

Matze



Antwort
von Wippich, 74

Ich würde mir was anderes suchen.Warum weiter machen wenn man genau weiß das dies nicht geht.

Antwort
von Carlystern, 81

Such dir was anderes oder arangiere dich mit dem Beruf.  Aber erst kündigen wenn du was neues hast.Warum hast du dich denn überhaupt beworben? Das der Alltag fast immer gleich ist, ist auch logisch. Ich würde alles dafür geben MFA lernen zu dürfen.


Antwort
von striepe2, 79

Tja, so ist das Berufsleben, fast ein Leben lang. Du fährst besser, wenn du deinen  Beruf gerne ausübst und fröhlich zur Arbeit gehst.Nette Kollegen hast du ja schon. MACH DAS BESTE DRAUS Man kann wirklich an seiner tgl. Arbeit auch Freude haben. Wie hattest du dir das denn vorgestellt? Hingehen, nach lust und Laune? Geh alles positiv an und schraub dich nicht selbst ins Negative.

Antwort
von Antraxxx, 78

Tja, jeden Tag das gleiche hast Du in ziemlich jeden Job. Also eine Arbeoit die Dich auf dauer an ödet, bringt niemand was.

Du quälst Dich eine Zeitlang und kündigst am Ende doch.

Du solltest versuchen raus zu kriegen was nervt. Ist es vielleicht nur die Praxis? und Du solltest die wechseln. Du sitzt doch an der Quelle, wenn Du mit anderen Praxen telefonierst ( Termine, Blutwerete usw.) frage doich einfach mal nach ob die möglichkeit besteht zu wechsel. Dann verseumst Du nichts also Berufschule und so.

Oder aber Du willst was ganz anderes machen. Dann informiere Dich und mache ein Praktikum bevor Du Dich fest legst.

Aber wie gesagt auf Dauer verschwendest Du wahrscheinlich nur Zeit

Antwort
von MaggieSimpson91, 71

Du musst wirklich 11 1/2 Stunden arbeiten?

Kommentar von Lenab000111 ,

Nur 11h. Hab dazwischen 30 Min. Pause.

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