Frage von aizio, 57

Ausbildung, lerne nichts vom Ausbilder?

Hallo,

ich mache zur Zeit eine Ausbildung und mein Ausbilder ist der Chef meines Betriebes und hat nichts mit dem Bereich den ich lerne zu tun. Ich werde von dem letzten Azubi und den anderen Kollegen ausgebildet, lerne eigentlich von allen was, außer von meinem Ausbilder. Ich habe nichts mit dem Ausbilder, meinem Chef zu tun und arbeite auch nicht mit ihm zusammen.

Ist das normal oder eher seltsam?

Danke

Antwort
von DerHans, 57

Dein Ausbilder muss nicht PERSÖNLICH deine Ausbildung durchführen. Selbstverständlich kann er diese Aufgabe delegieren.

Dass Azubis auch vom Vorjahresjahrgang ausgebildet werden, ist durchaus üblich.

Der Ausbilder muss das nur angemessen kontrollieren.

Antwort
von herakles3000, 41

Das ist schon eher normal aber wen du gute Kollegen und Leute hast die die was beibringe kamst du ehe schneller und viel lernen als nur vom Chef.Ich hatte einjen sehr guten gesselen der mir alles gut erklären konnte und nach den ersten 3 Monate konnte ich nicht nur mit dem werkzeug- und dem Material umgehen sonder konnte schon theoretisch eine Fehlersuche machen an den Heizungskessel und hatte oft schnell raus was die Standard Fehler sind und die unmöglichsten auch nach einiger zeit  Was eigentlich erst im 2ten dran kamm.

Oft ist es sogar ein vorteil von den ausgebildet zu werden die die Praxis machena ber die müssen dem chef auch sagen wie du dich dort machst.

zb Anekdote Der Chef meinte mal nicht auf seinen Gesselen zu hören end efekt der Chef hat ein Rohr so hart und falsch gedreht bis es gerissen ist und dann hatte wie den Stress..

Antwort
von cub3bola, 45

Häufiger als man denkt ist es leider so. Wichtig ist das du später in sagen wir einer anderen Firma auch klar kommst, sprich die Arbeiten soweit alle mehr oder weniger drauf hast und vor allem deine Gesellenprüfung schaffst.

Sofern deine Kollegen dich da ausreichend ausbilden, ist das eigentlich schon ok. Zumal der Umgang mit den Kollegen gewöhnlich lockerer und vor allem nicht so autoritär ist wie mit dem Ausbilder.

Rede am besten viel mit den anderen Auszubildenden aus der Berufsschule und erkundige dich was so in der Gesellenprüfung abgeht. Wenn du dann merkst dann die Ausbildung durch die Kollegen gravierende Lücken aufweist, sodass du zB Angst hast in der abschlussprüfung durchzufallen - dann kannst du allein oder Sicherheitshalber auch mit den Eltern mal ein Gespräch mit dem Chef führen, wo du darum bittest das man dir da hilft. Das muss nicht der Chef persönlich machen aber er muss halt dafür Sorgen das irgendwer es macht.

Das sind übrigens auch seine Pflichten im Rahmen des Ausbildungsvertrages er wird sich also kaum sträuben wenn du ihn da nett fragst.

Ich habe zB damals meinen Chef auch gefragt ob er mir zeigt wie das mit dem Pflanzenschutz geht (Gärtnerausbildung). Er hat die Gifte nämlich entweder Nachts ausgebracht oder einfach so (bei den harmlosen) ohne jeden Schutz.

Er war dann zwar komisch drauf und sagte das ich unmöglich mit so einem Raumfahreranzug und Gasmaske wie ein ABC-Soldat durch die Gärtnerei laufen kann weil dann die Kundschaft völlig entsetzt wäre aber hat das dann trotzdem gemacht.

Naja ... lief zwar auf Überstunden hinaus und ich konnte bis 20:00 Uhr dableiben und topfen aber dann gabs zwei Trainingsdurchgänge. Schutzkleidung, Spritzbrühe ansetzen, Ausbringen, Reinigung usw.

Kommentar von aizio ,

Danke für die Antwort!

Ja es hat mich nur sehr gewundert das auf dem Vertrag mein Chef steht, als Ausbilder, mit dem ich nicht zu tun habe und er mir nichts beibringt. Das meiste lerne ich vom Azubi, jetzt noch am Anfang und später dann eben von den anderen Fachkräften. Im Endeffekt wurde mir gesagt das ich von allen lernen werde. Denke das ist eigentlich normal so, solange man Jemanden hat der einem das auch Schritt für Schritt beibringt und man auch Nachfragen kann und Hilfe bekommt.

Antwort
von derhandkuss, 45

Oftmals beauftragt der Ausbilder geeignetes Personal in den entsprechenden Abteilungen, den Auszubildenden das Fachwissen beizubringen. Das ist sehr oft so.

Ich habe ursprünglich Industriekaufmann in einem größeren Betrieb gelernt (1200 Mitarbeiter). Meine beiden (offiziellen) Ausbilder waren der Personalchef und der Leiter des Einkaufs. Die hatten aber anderes zu tun als sich den ganzen Tag mit 15 Auszubildenden zu beschäftigen.

Antwort
von Nightlover70, 49

Das war ist zumindest nicht ungewöhnlich

Kommentar von aizio ,

Ich verstehe deine Antwort nicht ?!

Kommentar von Nightlover70 ,

- das war gehört nicht in den Satz - sorry

Oft ist es so, dass der Chef zwar formal der Ausbilder ist, aber im Tagesgeschäft die Mitarbeiter die Kenntnisse vermitteln  

Kommentar von aizio ,

Dann bin ich beruhigt. Es hat mich nur gewundert das auf dem Vertrag der Chef steht der mir eigentlich nichts beibringt.

Antwort
von herzilein35, 31

Ich wurde auch von meinem Ausbilder im Praktikum nicht ausgebildet. Nein ich habe mich selbst ausgebildet. In der Berufsschule war ich wegen meinem Übergewicht Außenseiterin und Mobbingopfer. Selbst nie dicken haben mitgemacht, damit sie nicht gemobbt werden. Hatte somit auch keine Gelegenheit mit anderen zu reden. Da ich jedoch eine schulische Ausbildung gemacht habe, hatte ich jemand in der Bildungseinrichtung.


Antwort
von Xaxoon, 51

Hatte ich auch als ich ausgebildet wurde. Ich wollte Koch werden, und habe 6 Monate nur Müll gepresst und Pommes Frites schneiden dürfen. Lehrstelle gewechselt, das hat dann geklappt.

Kommentar von aizio ,

Ich bekomme schon richtige Aufgaben und mir wird alles super erklärt und beigebracht, allerdings nicht von meinem Ausbilder (Chef) sondern eben von den anderen Kollegen.

Sollte ich deswegen wirklich die Stelle wechseln?

Kommentar von Xaxoon ,

Nö, wieso? Dann passt das schon. DU willst lernen, es geht um DICH! Wenn Du alles lernst was Du wissen willst, ist es doch schnuppe von wem.

Kommentar von aizio ,

Ja es hat mich nur gewundert das auf dem Vertrag eben mein Chef steht obwohl er mir nichts beibringt und ich nichts mit Ihm zu tun habe.

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