Frage von abidalop, 78

Argumente gegen den Musikunterricht?

Antwort
von Grobbeldopp, 21

Musik ist für die meisten nur ein Zeitvertreib, eine Liebhaberei. Also privat und es ist diskutabel, wie viel davon zur Allgemeinbildung dazugehört. Für 99,5% der Berufe unwichtig, wenn man die Schule mehr als Vorbereitung fürs Berufsleben sieht.

Ernsthafte Beschäftigung mit Musik ist in 2 Stunden pro Woche kaum machbar, letztendlich lernen die Schüler fast nichts im Vergleich zu dem Wissen und Können, das man als angehender Musiker schon in jungen Jahren sich aneignen kann bzw. im klassischen Bereich aneignen muss.

Schulischer Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen erfüllt also nicht annähernd den Zweck, Kinder in Musik auszubilden (und kann es auch nicht in so kurzer Zeit), dazu bedarf es privaten Unterrichts oder einer musisch ausgerichteten Schule.

Unterricht an der Schule hinkt immer dem aktuellen Kenntnisstand hinterher. Bei Musik dem Zeitgeschmack, also wird den Kindern in der Regel etwas vermittelt, was sie nicht mögen und nicht kennen lernen wollen. Die einseitige Ausrichtung auf Klassik ist totaler Schwachsinn, aber typisch Schule. Das spricht nicht unbedingt gegen Musikunterricht, denn man könnte es besser machen.

Musik ist Geschmacksache und es ist schwer für Sachen zu begeistern, die jemand nicht mag.

 

Expertenantwort
von Torrnado, Community-Experte für Musik, 45

- man muss ggf. vor der ganzen Klasse was vorsingen

- man muss Noten lernen ( viele Schüler tun sich dabei sehr schwer )

Kommentar von krivor ,

Es geht sehr leicht, wenn man das vor der Pubertät mit Spiel und Spaß erledigt.

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Ich rate dazu, den Deutsch-Unterricht abzuschaffen, weil man dazu lesen und schrieben lernen muß, und damit tun sich auch sehr viele sehr schwer...

Antwort
von oetschai, 6

Gegen Musikunterricht ganz allgemein gibt es für mich absolut kein vernünftiges Argument - sehr wohl aber bin ich gegen jeglichen krottenschlechten Musikunterricht (der diese Bezeichnung gar nicht tragen dürfte...), der Kindern und Jugendlichen schon sehr früh alle Lust am Musizieren und Singen durch inkompetente Herangehensweisen (z.B. Benotung von Gesangsqualität in der Regelschule) verleiden.

Singen beispielsweise ist - wie übrigens jede "künstlerische" Ausdrucksform - ein zutiefst persönliches Ereignis. Dieses (v.A. negativ) zu Beurteilen ist meiner Ansicht nach eine Form von Bloßstellung.

Und dass gemeinsames Singen nicht nur wohltuend und "lustvoll" sein kann, sondern darüber hinaus auch gemeinschafts- und identitätsstiftend, zeigen uns im Rahmen der z.Zt. täglichen Fußball-EM-Übertragungen sehr schön die diversen Fangesänge von den Tribünen... ;-)

Antwort
von Shiranam, 47

Unlust, keine Zeit (Alternative vorschlagen z.B. Sportverein)

Antwort
von krivor, 35

Musik und Singen machen intelligent, und das kann unsere Regierung und wer-weiß-schon-wer-da-oben-noch-was-zu-sagen hat, nicht gebrauchen.

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