Frage von philipp2004, 254

Wieso haben so viele Russen deutsche Nachnamen und so viele deutsche russische?

Antwort
von dandy100, 103

Schon mal was von Russlanddeutschen gehört?

Schau Dir mal an, in wievielen Regioen heute noch deutschstämmige Minderheiten leben und lies mal nach, warum das so ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Russlanddeutsche

Antwort
von teafferman, 182

Die heute als Russlanddeutsche bekannten Menschen waren vor rund 300 Jahren mehrheitlich Sklaven ihrer Landesherren. Sie wurden im Austausch gegen Geld für Waffen nach Russland geschickt.Dort sollten sie helfen, das Land aufzubauen, erst mal bewirtschaftbar zu machen. 

Gerade wer den Briefwechsel Katharinas der Großen online liest wird feststellen, dass sich diese Sklaven weigerten, mit der einheimischen Bevölkerung zusammen zu arbeiten. Sie bleiben unter sich, weigerten sich vehement, die landeseigene Sprache zu erlernen, sich mit landestypischen Sitten vertraut zu machen. 

Ein geringer Teil jener Russlanddeutschen waren ausgebildete Handwerker. In D hätten sie keine Arbeitschance gehabt. Denn noch nie in der Geschichte unseres Landes haben wir solchen Wohlstand gehabt wir heute.

Auch die Sklaven waren Hungerleider, die deshalb verkauft wurden, damit der verbleibende Rest der Bevölkerung satt werden konnte. - Auch nachlesbar online. 

Als Adenauer dann das Stalin besuchte, bot Stalin an, alle Kriegsgefangenen UND ALLE Russlanddeutschen kostenlos bis an die deutsche Grenze zu bringen. Adenauer lehnte ab. Er war nur bereit, etwas mehr als 100.000 Kriegsgefangene zurück nach Hause bringen zu lassen. 

Nach dem Mauerfall dann kam Kohl auf die Idee, allen Russlanddeutschen eine Kopfgeldprämie von unseren Steuergeldern finanziert anzubieten, die bereit waren hierher zu kommen. Sie erhielten 20.000,- DM bzw. später 10.000,- Euro pro Person. Es lässt sich online nachlesen, wann dieses Kopfgeld eingestellt wurde. Es lässt sich auch online nachlesen, wie vielen Menschen unsere Steuergelder als Lockmittel gezahlt wurden. 

Für diese Russlanddeutschen wurde dann zum ersten Mal in deutscher Geschichte Deutschunterricht zugelassen. Auch über diese interessante Tatsache lässt sich nachdenken und online recherchieren. 

Mittlerweile ist eine Rückwanderungswelle dieser Russlandeutschen im Gange. Hier haben sie sich von deutschen Behörden massiv fördern lassen um gut bezahlte Jobs zu bekommen. Manche Ortsverwaltung hat für sie extra sogenannte Sozialarbeiter gehabt, die nur für diese Menschen auf Arbeitssuche waren. 

Nun passt diesen Menschen einerseits unser Rechtssystem nicht. Da sind ihnen zu viele Vorschriften. Andererseits mussten sie hier feststellen, dass die Kinder und Enkelkinder unserer Gastarbeiter tatsächlich nicht als Untermenschen zu behandeln sind. Auch dazu wirst Du online fündig. 

Deutscher ist, wer einen deutschen Vorfahren nachweisen kann. So ist es geltendes Recht. Geworden im Rahmen dieser Zuzugswelle. 

Da also ausreicht, eine deutsche Mutter gehabt zu haben, also eine Mutter mit deutschen Wurzeln, versteht sich von selbst, dass eben auch Menschen anerkannt wurden, die einen typisch russischen Nachnahmen haben. 

Es geht hier also um ein wenig deutsche Geschichte. Schadet nicht, sie zu kennen. Durchaus auch detaillierter als ich hier zusammen gefasst habe. Einfach mal die Suchfunktion des Browsers nutzen

Denn wer seine eigene Geschichte nicht kennt, kennt seine Wurzeln nicht. Wer seine Wurzeln nicht kennt, hat keine Identität. 

Kommentar von Wurzelstock ,

Adenauer wurde ja recht alt, aber 300 Jahre hat auch er nicht geschafft. Auch ansonsten ist deine Geschichtsinterpretation ziemlich eigenwillig. Ein klitzekleiner Link  würde dem User vielleicht nützen, etwas Ordnung in das Wirrwarr von Sklavenhaltern, Hungerleidern und Kohlhändlern zu bringen. Zum Beispiel beim Briefwechsel Katharinas: Mit wem? Mit den Skaven oder mit Stalin?

Kommentar von teafferman ,

Ich habe in der Schule Textverständnis gelernt. War es bei Dir verboten, diese Fähigkeit zu vermitteln? Scheint so. Oder Du hast sie verloren. 

Kommentar von Wurzelstock ,

Wir lernten seinerzeit, uns klar und unmissverständlich auszudrücken. Im großen und ganzen gab es dafür zwei Wege: Entweder mit Hilfe der Mathematik und Geometrie, oder mit Hilfe von Grammatik und Synthax.

Beide Wege führten zum gleichen Ergebnis: Der Fähigkeit, mit Hilfe der Dialektik eine eigene Sicht der Dinge geordnet zu Papier zu bringen. Wenn einer so einen Stuss ablieferte wie Du, wurde das vor der Klasse genüsslich zerfleddert. Mehr konnte man damals wie heute nicht damit anfangen - egal, worum es ging.

Kommentar von teafferman ,

Rund 300 Jahre Geschichte hier unterzubringen auf eine Weise, dass auch Oberflächenleser mitkommen, hätte mindestens einen Kommentar von mir noch erfordert. Und dann geht das Gejammere los, es wäre zu viel Text. 

Aber vielleicht habe ich ja auch zu viel verlangt als ich davon ausging, dass es jedem Menschen mit einem Mindesansatz an Allgemeinbildung bekannt sei zu wissen, wann die von mir genannten Menschen gelebt haben. 

Gekrähe nach Links finde ich übrigens abstoßend. Wir alle sitzen an der größten Informationsmaschine der Menschheitsgeschichte. Die darf jeder selbst nutzen lernen. 

Kommentar von Wurzelstock ,

Es geht um die Herkunft von Familiennamen. Nicht um ein Gekrähe nach links oder rechts. Wenn das aber einer mit Gewalt unterbringen möchte, obwohl nicht danach gefragt ist, soll ers wenigstens ordentlich tun. Das heißt in einer logischen Abfolge. Ansonsten, Genosse: Thema verfehlt. Probiers beim nächsten Mal besser zu machen.

Kommentar von teafferman ,

Das Aufzählen von Fakten führt nicht automatisch zu irgendeiner Richtung. Denn Fakten sind unabhängig von irgendwelchen Hirngespinsten. 

Antwort
von fcpeace, 87

Das liegt an der Vermischung der Nationalitäten und den Russlanddeutschen. Aber dann sind die die Deutsche Nachnamen haben Russlanddeutsche und keine Russen

Antwort
von Wurzelstock, 146

Zephyra hat Recht. Es ist nicht nur bei Russen und Deutschen so, sondern in allen Völkern. Es gab immer Zeiten mit verstärkter Migration, die meistens auf einem ökonömischen Gefälle beruhten. Die sozialen Bindungen, die es natürlich auch immer gab, wurden und werden dagegen selten zum augenfälligen Phänomen.

So finden sich bei uns in Deutschland italienische Familiennamen, die auf die Bänker des 18. Jahrhunderts zurückgehen. Polnische Namen, die auf Bergleute des 20. Jahrhunderts zurückgehen. Französische Namen, die auf die Kolonisierungen Friedrichs des Großen zurückgehen. Und englische Namen, die von englischen Wollhändlern stammen. Das sind nur ein paar Beispiele.

Antwort
von JBEZorg, 95

Russlanddeutsche sind eben Deutsche und keine Russen.

In Russland git es Deutsche und deren Nachfahren, die deutsche Namen tragen.

In Deutschland gibt es NAchfahren von Russen, die russsiche NAmen tragen.

Antwort
von Malavatica, 129

Die mit den deutschen Namen sind Russland Deutsche. 

Also ursprünglich mal Deutsche, die vor vielen Jahren zu Zeiten der Zaren, glaube ich, nach Russland angesiedelt haben. 

Viele von denen sind nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nach Deutschland gezogen. Da aber deutsch dort lange verboten war, mussten sie, besonders die Kinder wieder deutsch lernen. 

Und dann gibt es noch die, die Russen geheiratet haben. 

Kommentar von JBEZorg ,

 Da aber deutsch dort lange verboten war, mussten sie, besonders die Kinder wieder deutsch lernen. 

Werhat dir so einen Mist erzält?

Kommentar von diedie ,

Es gibt heute noch Dörfer in Russland, wo vorwiegend deutsch gesprochen wird.

Kommentar von Wurzelstock ,

Vor allem Katharina die Große hat deutsche Siedler ins Land geholt.

Antwort
von Hoegaard, 109

Was für russische Nachnamen haben denn Deutsche? Das sind wohl eher polnische Nachnamen

Kommentar von philipp2004 ,

meine oma heißt zB. Dominikov verheiratet mit jmd der nicht Russisch ist und mein Großcousin mit Nachnamen Gorschkow.

Antwort
von outdoorsummer85, 88

Zum Beispiel?

Kommentar von philipp2004 ,

Bekannte von mir heißen als Russen Schwemmler, Sonnenburg, Hense oder Matzke mit Nachnamen und sagen sie sein Russen ich weiß es aber nicht genau

Antwort
von Zephyra, 125

Ich schätze das liegt an der Vermischung der unterschiedlichen Nationalitäten. Deshalb gibt es auch zB viele Österreicher mit ungarischen Nachnamen und umgekehrt.

Antwort
von karapus001, 145

Es lag an der vermischung verschiedener Völker. Zu Zeiten Katharina die Große wurden z.b. die sogenannten "Wolgadeutschen" an die Wolga angesiedelt. Sie konnten dort ihre Kultur behalten usw. 

Natürlich sind dann noch Kinder geboren und die Kinder haben dann z.b. einen Russen/in geheiratet und haben dann z.b. den deutschen Nachnamen behalten.

In der Geschichte von Russland und Deutschland reisten die beiden Völker viel hin und her. Mal reisten Deutsche nach Russland ein, manche von Russland nach Deutschland.

Fast aktuell sind z.b. nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion einige Russen wieder nach Deutschland umgezogen, die sogar deutsche Wurzeln haben.

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