Wie meine Transsexualität der Familie Beichten?

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6 Antworten

Ich möchte Dir dringend raten, nach Selbsthilfe für Transsexuelle bei NAKOS zu schauen und online nach Foren für diese besonderen Menschen. Ich erinnere mindestens eine gute Seite für dieses Thema. Da ich selbst nicht zu diesen Menschen gehöre, habe ich mich selbstverständlich dort nicht angemeldet. Aber Das, Was ich so dort lesen konnte, nahm ich als einfühlssam und hilfreich wahr. 

Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz verbietet jegliche Diskriminierung aufgrund von Geschlecht. Dieses Verbot familiär durchzusetzen ist äußerst schwierig. Beruflich aber garantiert Dir Artikel 12 Grundgesetz die freie Berufswahl. 

Ich habe einen Vorschlag: Rufe über die Seite des Deutschen Bundestages mal das Grundgesetz auf. Da findest Du dann auch die Möglichkeit, sich ein Exemplar kostenlos zusenden zu lassen. Nutze da nicht Deine Adresse sondern die eines Elternteils oder Deines Bruders. Das Paket kommt innerhalb weniger Tage. 

Wenn denn blöd gefragt wird, wo das herkommt, dann halte Dich einfach raus aber frage, ob Du es lesen kannst. Und dann fange während gemeinsamer Zeit einfach an, über die ersten 20 Artikel zu diskutieren. Lese jeweils einen Satz vor und stelle Fragen, Wie steht die Familie dazu? Was versteht sie unter dem Satz? 

Es fängt ja damit an: 

Die Würde des Menschen ist unantastbar. 

Was ist Würde? 

Sie zu achten und zu schützen ist Aufgabe aller staatlichen Gewalt.

Was heißt Das denn konkret? Was ist "staatliche Gewalt"?

Und so fort. Stell Dich ruhig sehr dumm an. Die Hauptsache, sie fangen an mal nachzudenken. 

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Kommentar von TJ123456789
16.07.2016, 20:42

Danke für deine Antwort!Bis jetzt konnte ich mit deiner am meisten anfangen:) Das mit der freien Berufswahl stimmt teilweise.Ich darf mir den Beruf Aussuchen,die Ausbildung machen,aber dann geht's zum Polizei Arzt und da ist mein Problem :/ Männer bei der Polizei MÜSSEN einen funktionierenden Höfen haben,der Hormone produziert... Sonst war deine Antwort sehr hilfreich!

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Ich -als MzF transident- war mal in der gleichen Situation wie du und hatte auch geglaubt, ich würde nach meinem Outing meine Eltern verlieren, weil sie es nicht verstehen. Stimmt aber nicht...nachdem ich mich bei meinen Eltern geoutet habe, haben sie sich intensivst mit dem Thema auseinandergesetzt. Sie brauchten Zeit, weil sie sich vorwarfen, in der Erziehung etwas falsch gemacht zu haben. Stimmt aber nicht!

Das ist wirklich der schwierigste Schritt und wenn du das geschafft hast, kannst du richtig stolz auf dich sein. Du brauchst dazu natürlich auch den richtigen Moment dazu. Berede das mit deinen Eltern, wenn ihr absolut ungestört zuhause seid. Deine Eltern werden vllt. auch wie bei mir erstmal einige Zeit (3-4 Monate) brauchen, bis sie dies zu 100% realisiert haben. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie dich nicht unterstützen werden. Du bist schließlich ihr Kind...und Eltern möchten ihr Kind auf gar keinen Fall verlieren.

Danach suchst du nach einem Psychotherapeuten um, der sich auf das Gebiet spezialisiert hat (eine Liste findest du auf http://www.trans-eltern.de/?Wichtig.Adressen%2C_Ansprechpartner.Psychologen_%26amp%3B_Psychiater_%26amp%3B%0A____Gutachter). Der wird dir eine Indikation auf Grundlage deiner Biografie. Und nach der endgültigen Diagnose nach ca. 6 Monaten kannst du dir dann einen Endokrinologen suchen, der dir dann Hormone zur Vermännlichung gibt und um deinen Östrogenspiegel zu senken.

Ich wünsche dir alles Liebe und Gute auf deinem Weg. Sei so, wie du dich fühlst und verstelle dich nicht. Denn so kannst und wirst du ein glückliches Leben führen =)

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Da musst du wohl wortwörtlich ein Mann sein und es offen und direkt ansprechen. Wenn du wirklich davon überzeugt bist und den Anschein machst dass du dir der ganzen Dimension dabei bewusst ist, wird das dein Umfeld vllt. ins Grübeln bringen. Und wenn du konsequent dazu stehst werden sie sich vielleicht auch ändern, wenn sie es nicht zu Anfang tun. Aber das kann auch riskant sein, je nachdem wie deine Eltern drauf sind, kenne sie ja nicht. Möglich dass du danach es noch schwerer hast als jetzt schon.

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Ich würde an deiner Stelle erstmal mit einer Person reden, der du vertraust und von der du auch weisst, dass sie dich akzeptieren würde. Dann solltest du mit deinen Eltern darüber reden und es ist wichtig, dass du dabei selbstbewusst bist und zu deiner Transsexualität stehst. Es könnte ja sein, dass einer deiner Eltern schon was geahnt hat und es gar keine grosse Überraschung ist. Aber ich kenne deine Eltern nicht und weiss daher auch nicht, ob sie streng sind und ob sie sowas unterstützen. Und wenn du mit deinen Freunden redest, hilft es vielleicht erst deinen besten Freund/ beste Freundin einzuweihen und zusammen mit ihr/ ihm das Ganze zu gestehen. Vielleicht hilft es dir auch, erst mit anderen transsexuellen Leuten zu reden und sie fragen, wie sie es ihrer Familie gestanden haben.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.


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Wenn du nicht darüber reden möchtest, könntest du ja erstmal deine Gefühle aufschreiben und ihn deiner Mutter geben oder einer Person der du vertraust. Viel Erfolg!

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Ich kenne ja deine Eltern nicht, daher kann ich nicht vorhersagen wie sie reagieren würden... wenn sie total religiös oder politisch konservativ sind (AfD) hast du wahrscheinlich wirklich keine Chance auf Verständnis. Ansonsten ist es so, dass Kinder ein Recht auf Unterstützung durch ihre Eltern haben. Wenn sie dich diskriminieren oder so, kannst du deshalb auch aufs Jugendamt gehen!

Schau auf jeden Fall mal bei Trans-Ident vorbei: http://www.trans-ident.de/trans-ident-beratungsstelle/kontakt-zur-beratungsstelle

Wenn du sicher bist, dass deine Familie dir das Leben zur Hölle machen würde, musst du vielleicht warten bis du 18 bist und zuhause ausziehst...

Ich wünsche dir viel Kraft, Mut und Glück! :)

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