Frage von holofoxx, 94

Wie ist ein Argument richtig aufgebaut?

Hallo,

Ich schreibe morgen 3h Deutschklausur (Bayern) und werde eine Textgebundene Erörterung nehmen. Jedoch ist unser Lehrer relativ zurückhaltend was Informationen zu diesem Thema anbelangt.

Aus der 10. Klasse weiß ich noch dass ein Argument mit Behauptung, Begründung, Beispiel (und Bezug zurück) gestaltet ist. Dabei hatte ich aber immer das Gefühl dass die Behauptung immer die gleiche ist. Also z.B. "Schuluniformen sind einzuführen (Behauptung) weil sie den und den Vorteil haben (Begründung) und das sieht man hier und hier (Beispiele)" und dann im 2. Argument wieder: "Schuluniformen sind gut weil xy und das erkennt man hier und hier."

Oder ist meine Behauptung eine andere?

Grüße

holofoxx

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Welling, Community-Experte für deutsch, 76

Diese Frage wird hier ja oft gestellt. Und mir scheint, es herrscht ein wenig Verwirrung. Du hast recht, die Behauptung wäre immer dieselbe. Ein Argument ist die Begründung einer Behauptung. Insofern, meine ich, gehört die Behauptung nicht zum Argument.  Du liegst beim Aufbau des Arguments richtig, also Nennen des Arguments und dann ein Beispiel. Deine Argumentation könnte beginnen: Eine Schuluniform einzuführen wäre sinnvoll, weil...........(und nun das erste Argument mit , s.o.) Ein weiterer Grund ist ........Es wäre also unsinnig, jedes Mal die These zu wiederholen.

Kommentar von holofoxx ,

Super danke das habe ich gemeint :) Meine Lehrerin in der 10. Klasse wollte irgendwie dass man jedes Argument auch ohne den Gesamtzusammenhang verstehen könnte drum hatten wir Behauptung und Bezug zurück immer mit am jeweiligen Argument dran

Kommentar von Welling ,

Das mag in der Phase ja berechtigt gewesen sein, aber bei einer umfassenden Argumentation geht das gar nicht. Dir viel Erfolg!

Antwort
von blueberrybear, 56

Also zuerst einmal ist zu unterscheiden, ob du eine lineare oder eine dialektische Erörterung schreiben musst. Handelt es sich um eine lineare, argumentierst du nur für die eine Seite, also zum Beispiel für Schuluniformen. Wenn es eine dialektische ist, musst du beide Seiten aufzeigen und abwägen. Dazu gehst du am besten zuerst in einem Abschnitt auf die Seite ein, die du am Ende nicht vertreten willst, damit du den Leser in einem zweiten Abschnitt von deiner Seite, also deiner Meinung, überzeugen kannst. Dabei setzt du Begründungen und Beispiele effektvoll ein. Am Anfang steht selbstverständlich eine Einleitung, am Schluss dein Fazit.

Kommentar von holofoxx ,

Danke, wird auf jeden Fall dialektisch werden. Aber meine Behauptung bleibt ja dann schon immer dieselbe oder? 

Kommentar von blueberrybear ,

Gern geschehen. Wie gesagt, bei einer dialektischen Erörterung bringst du im Hauptteil Argumente für beide Seiten vor, stellst sie jedoch in solch einer Reihenfolge vor, dass du am Ende zu einer Schlussfolgerung kommst. Diese bestätigt dann eine Seite, also wie du sagst, eine Behauptung. Zum Beispiel könntest du am Ende zum Fazit kommen, dass man Schuluniformen definitiv einführen sollte.

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