Wie geht eigentlich eine Qualzucht?

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4 Antworten

ganz simpel ausgedrückt: es wird einfach so lange Nachwuchs produziert und mit verschiedenen Kombinationen rumprobiert, bis die gewünschten Merkmale auftreten, ohne Rücksicht darauf, wie es den Tieren mit diesen Merkmalen wohl gehen mag...

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Mit den Worten eines Laien: Qualzucht funktioniert wie normale Zucht: Man verpaart Individuen mit den gewünschten Merkmalen, sortiert die Nachkommen nach den gewünschten Merkmalen aus, verpaart wieder, sortiert wieder aus usw...

Problematisch wird es - nicht nur im Sinne von Qualzucht - beispielsweise dann, wenn das gewünschte Merkmal ein "Defekt" ist oder mit einem Defekt einhergeht bzw. wenn der Genpool der Rasse durch die Zuchtbemühungen (Inzucht) derart verarmt, das generell vermehrt Gendefekte auftreten (und durch die Weitervererbung kultiviert werden)...

Vielleicht lässt sich der Sachverhalt am Beispiel der derzeit so beliebten "Tea-Cup"-Tiere erklären: Aus einem ansich gesunden Wurf geht auch ein viel zu kleines, schwächliches Tier hervor. Da dem Züchter der Minderwuchs gefällt und er auch entsprechende Bestätigung seiner Käufer erhält, die das Tier allesamt recht "putzig" finden, nimmt er genau dieses Tier (schwächlich, klein, unterentwickelt) und begibt sich auf die Suche nach einem entsprechenden "Deckpartner", der über gleichwertige oder ähnliche Eigenschaften verfügt. Er findet ein weiteres zu klein geratenes, schwächliches Tier und leitet die Zucht in die Wege. Aus dem folgenden Wurf (natürlich unter der Annahme, dass das schwächliche Tier die Schwangerschaft samt möglichem Kaiserschnitt überlebt) gehen wieder einige, teilweise noch mikrigere Exemplare hervor. Diese werden nun abermals mit entsprechenden Deckpartnern (oder sogar untereinander) verpaart usw... dass die Tiere dann im Endeffekt so klein sind, dass die Schädeldecke möglicherweise nur dünn wie Papier ist und die Kniescheiben der Beinchen selbst bei der kleinsten Bewegung rausspringen können, stört die potentiellen Käufer nicht - den alles was zählt, ist das niedliche, welpenhafte Aussehen und Verhalten...

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Qualzucht geht wie jede andere Zucht auch, indem man die Individuen mit den erwünschten Merkmalen heraussucht und miteinander verpaart. So wird dieses Merkmal immer ausgeprägter.
Bei Jagdhunden eben die Jagdeigenschaften, bei Hütehunden die Hütefähigkeit, bei anderen Tiere Farbe oder Körperbau.

Die derzeit häufigsten Sphinx Katzen entstammen einer spontanen Mutation in Kanada.

Anstatt das arme Tier lieb zu haben und halt sein Leben leben zu lassen, wurde damit gezüchtet, um weitere solche Mißgeburten zu produzieren.

Die Menschen sind halt bereit, dafür viel Geld auszugeben. Es kann gar nicht abstrus und absonderlich genug sein. Ob die Tiere dadurch leiden, ist völlig nebensächlich.

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Dafür verpaart man immer die Tiere, die das gewünschte Merkmal haben: Bei Perserkatzen entsprechend immer die Elterntiere die die platteste Nase haben, dann die Jungtiere mit platten Nasen raussuchen und die mit anderen Tieren mit dem gleichen Merkmal verpaaren und so immer weiter.
Bei meinem Kaninchen wurde der Kopf/insgesamt Körper sehr klein gezüchtet, dadurch sind die Atemwege enger als normal und sie schnauft dadurch. Sprich sie leidet durch dieses angezüchtete Merkmal.


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Kommentar von BELLaEDELTINKER
17.05.2016, 08:02

Falls du nur ein Kaninchen hast ist das Tierquälerei hol dir ein zweites aus dem Tierheim und informier die über Kaninchen vorher auf zB diebrain

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