Klaus0808 am 17.06.2008 um 23:19 Uhr
Mein Vater wurde vor neun Wochen auf einem neuen Feld einer Rasendoppelgruft beerdigt. Bei der Beisetzung standen alle, auch nach Meinung des Pastors wie üblich am Fußende des Verstorbenen. Meine Mutter und ich waren ca. 8 Wochen der Meinung das mein Vater so begraben wurde. Dann wurde der Grabstein gesetzt, richtige Richtung aber auf dem leeren Feld was mal für meine Mutter vorgesehen ist. Nach Rücksprache mit dem Friedhofsgärtner sagte mir dieser, er würde sich drum kümmern das der Stein richtig gelegt werde. Zwei Tage später stand der Stein am Fußende. Der Bestatter als auch der Gärtner sagten mir das dies so richtig wäre. Nun zweifeln meine Mutter und ich an der Lage meines Vaters.

Nun frage ich mich ernsthaft, warum ein Pastor, der für die Beisetzung verantwortlich ist, nicht entweder schon bei der Beisetzung eingegriffen hat oder aber für immer geschwiegen hat...
Mein Vorschlag, damit deine Mutter wieder Frieden findet: Lasst den Grabstein ans andere Ende legen und sage deiner Mutter, dass der Vater nun korrekt liegt.
Die Totenruhe wird niemand für diesen Fall aufheben, und wenn deiner Mutter damit geholfen ist, würde ich einfach zu dieser Notlüge greifen...
LG
Wieselchen

Laß Deinen Vater in Frieden ruhen, egal wie rum.
Klaus0808 am 17. Juni 2008 23:30 Der Pastor der für den Friedhof zuständig ist hat mir gesagt das die Beisetzung falsch herum erfolgt ist, meine Mutter ist seitdem in ärztlicher Behandlung. Ich möchte nicht das Sie als nächstes geht.

eine Exhumierung ist nur auf staatsanwaltlichen Antrag und auf richterliche Anordnung hin möglich..alles andere wäre Störung der Totenruhe..nimm es so hin, wie es ist...du sparst Nerven und vor allem Zeit und viel Geld
Klaus0808 am 17. Juni 2008 23:32 Der für den Friedhof zuständige Pastor sagte mir, daß die Beisetzung hätte anders herum erfolgen müssen. Meine Mutter ist seitdem in ärztlicher Behandlung. Möchte Sie jetzt nicht auch noch verlieren.
Wenn es Dir soviel Wert ist, dann mußt Du in den sauren Apfel beißen und die Friedhofverwaltung beauftragen, das Grab zu öffnen. Das hat mit staatsanwaltlich angeordneter bzw. genehmigter Exhumierung nichts zu tun, sondern die Friedhofsverwaltung macht das, solange der Sarg nicht geöffnet werden soll; Umbettungen z.B. finden häufig statt, wenn ein Sarg in eine andere Ruhestätte verlegt werden soll. Dabei gehe ich davon aus, daß Ihr sicher seid, daß Euer Vater richtig herum im Sarg liegt. Was die Graböffnung zwecks dieser Kontrolle kostet, ist bei jeder Gemeinde verschieden, das kommt auf die Kosten drauf an, die örtlich erheblich abweichen können.

Also ich will die Sache bestimmt nicht ins lächerliche ziehen aber die ganze Situation entsteht doch nur dadurch, wenn du und deine Mutter glauben, daß dort wirklich dein Vater liegt. Aber dort liegt doch nur die sterbliche Hülle, die langsam, aber sicher wieder der Erde zurückgegeben wird. Und dabei ist es doch völlig unerheblich, wie sie liegt. Das, was deinen Vater als einmalige und liebenswerte Persönlichkeit mit seiner Individualität ausgemacht hat, nämlich seine Seele, ist schon längst in anderen Bereichen / Dimensionen.
Daran solltet ihr denken, wenn ihr an seinem Grab betet oder seiner gedenket.
Klaus0808 am 18. Juni 2008 10:35 Es ist mir mittlerweilen klar, daß nur jemand der selbst betroffen ist eine subjektive Meinung über diese Sachlage abgeben kann. Fakt ist das meine Mutter mit dieser Situation gar nicht zurecht kommt und der Bestatter als auch der Friedhofsgärtner diesen Fehler vertuschen wollen. Mein Vater wollte nie anonym beerdigt werden denn dann wäre es egal wie und wo er liegt. Ich möchte hier einen fachkundigen Rat und keine persönlichen Meinungen von Leuten, die sich emotional nicht in meine und meiner Mutters Situation reinverdenken können.
pitimas am 18. Juni 2008 21:15 Sorry,-- Akzeptiert !

Also wenn ich das richtig verstanden habe, liegt der Vater jetzt verkehrt herum? Es würde seinen Seelenfrieden sicher mehr irritieren,wenn er jetzt wieder ausgegraben würde, Nicht, dass er schwindelig würde. Aber wenn es Deinen Seelenfrieden nicht stört, würde ich Deine Mutter davon überzeugen, dass er richtig herum liegt. Und dann hat die liebe Seele Ruh. Vielleicht hätte Dein Vater ja das genauso gewollt, weil er etwas besonderes war. Ich kenne jemanden, dem hätte so etwas gefallen, dem hätte aber auch gefallen, dass auf der Trauerfeier Rockmusik gespielt worden wäre, aber das war ja leider nicht erlaubt.
Finde ich auch, dein Vater war etwas ganz besonderes, darum hat er auch etwas aussergewöhnlich besonderes verdient, lass ihn so schlafen wie er liegt, so kann er seinen Stein auch sehen!

Mein Beileid zum Tode Deines Vaters, aber ist es nicht egal wo vorne oder hinten ist?
Klaus0808 am 17. Juni 2008 23:33 Wenn es Ihr Vater wäre würden Sie anders denken
dock69 am 18. Juni 2008 02:35 Wenn es meiner wäre, wärs mir egal, genauso wie ihm selbst auch. Wofür soll das auch wichtig sein!? Ich kann nur schwer nachvollziehen, dass Deiner Mutter und Dir mehr zu schaffen macht, wo Kopf oder Füße liegen, als der Tod des Vaters selbst. Warum lasst Ihr ihm nicht seinen Frieden? Hätte sich Euer Vater so ein Drama um seine Lage gewünscht?
Klaus0808 am 18. Juni 2008 10:45 Also diese Zeilen haben mir bisher am wenigsten geholfen, wenn Du bisher alles gelesen hättest würdest Du mich vieleicht verstehen, hast Du schon ein Elternteil verloren?

Haben gestern den 24.06. im beisein des Friedhofverwalters einen Teil des Grabes öffnen lassen und festgestellt das mein Vater laut Friedhof und Bestatter richtig herum beerdigt wurde. War ne unangenehme Sache, aber nun weiß ich und meine Familie wie mein Vater liegt. Das öffnen hat in diesem Fall nichts gekostet weil der Friedhofsgärtner den Fehler verursacht hat. Egal, jetzt haben alle Beteiligten, vor allen Dingen mein verstorbener Vater seine Ruhe.
gibts nicht vielleicht ein Foto der Trauergemeinde auf der die Lage zu sehen ist? Oder was sagen die anderen Trauergäste, wo sie gestanden haben? Ansonsten hast du keine Chance das zu erfahren.
Klaus0808 am 17. Juni 2008 23:34 Ich habe den Pastor, der von einer anderen Gemeinde ist als Zeugen
Das Problem ist das der Friedhofsgärtner, der über die Lage bescheid wusste an diesem Tag nicht anwesend war und der Bestatter uns nun damit vertösten will in dem er sagt das mein Vater über Kopf beerdigt wurde wegen Platzmangel, was aber nicht so ist. Fakt ist, mein Vater wurde falsch herum beerdigt, was der Pastor der Gemeinde ( nicht der Pastor der die Bestattung vollzogen hat ), nachvollziehen kann. Der Bestatter gewährt mir keinen Einlass ( Videoüberwachung ), der Friedhofsgärtner verleugnet sich. Was kann ich tun?
Warum bittest du nicht den Pastor, deiner Mutter zuliebe zu bestätigen, dass er sich geirrt hat und dein Vater so, wie er nun liegt, richtig liegt? Natürlich ist das alles sehr unschön, aber es geht doch nun einfach darum, dass es deiner Mutter wieder besser geht. Und das sollte der Pastor doch auch einsehen können. Ich glaube, einen Riesenwirbel mit Exhumierung und Rechtsstreit und allem wäre für deine Mutter eher kontraproduktiv, im Endeffekt will sie doch nur die Bestätigung, dass ihr Gatte in Frieden richtig herum im Grab ruhen kann.
LG
Wieselchen
LG
Wieselchen
Das Problem ist, meine Mutter kommt mit der Situation nicht klar, Sie hatte vor 4 Jahren eine Hirnblutung von der Sie sich mit Hilfe meines Vaters richtig gut erholt hat. Dann ist mein bis dahin gesunder 69 Jahre alter Vater plötzlich und unerwartet in Ihrem beisein an Hezschwäche gestorben, 1 Woche vor seinem 70` Geburtstag, 1 Jahr vor der goldenen Hochzeit. Meine Mutter hatte sich fast gefangen bis die Sache mit der Grablage angefangen hat. Meine Mutter kommt nicht klar damit, daß Sie nicht 100% weiß wie oder wo Sie hinschauen kann, wenn Sie Ihren Mann am Grab besucht. Ich habe auch ein Problem damit. L.G.
Wenn nun aber der Pastor "zugeben" würde, dass er sich geirrt hat, gäbe es doch für deine Mutter kein Problem mehr. Und du weißt doch, dass er "falsch herum" liegt, weißt also auch, wohin du schauen musst.
Ihr werdet wegen einer eventuellen Falschlage keine Exhumierung durchbekommen. Also suche andere Wege, deiner Mutter zu helfen.
Es tut mir wirklich leid für euch, aber - es hilft nichts. Du musst lernen, damit zu leben und du musst versuchen, mit allen möglichen Mitteln deiner Mutter zu helfen.
LG
Wieselchen
Du meinst also es gibt keine rechtliche Möglichkeit die Wahrheit herauszufinden. Ich muß mit ansehen wie meine Mutter daran zugrunde geht? Das kann doch wohl nicht sein? Es muß doch eine Lösung zu finden sein, der Sarg meines Vaters muß doch nicht geöffnet, sondern nur freigelegt werden. LG Klaus
Nein, ich glaube nicht, dass es da rechtliche Möglichkeiten gibt. Und nein, ich glaube nicht, dass deine Mutter daran zuGrunde gehen muss, warum willst du denn unbedingt einen Rechtsstreit daraus machen? Meinst du wirklich, dass das der Weisheit letzter Schluss ist? Ich habe dir doch Möglichkeiten aufgezeigt, wie du vorgehen könntest. Manchmal sind Notlügen gnädiger. Aber am Besten gehst du zum Rechtsanwalt und lässt es dir von ihm auch noch mal sagen.
LG
Wieselchen