Frage von Wonyeah, 116

Was ist das Problem an Schrödingers Katze?

Hi, Ich habe auf Youtube und im Internet dieses Gedankenexperiment mit Schrödingers Katze gesehen und ich kapier nicht, was das Problem daran ist. Soweit ich weiß bedeutet, dass ein Teilchen in nem quantenmechanischen Zustand ist nur, dass es überall sein könnte, bis man es betrachtet. Man weiß also einfach nur nicht, wo. Und demzufolge weiß man halt auch nicht ob die Katze lebendig oder tot ist. Aber man weiß ja, dass sie nur eins von Beidem und nicht beides gleichzeitig ist.

P.S. Ich hatte das Thema noch nicht in der Schule.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Franz1957, Community-Experte für Physik, 37

Das Problem mit der Katze ist, daß sie von Allen halb tot geredet wird. Daß sie das überhaupt aushält.

Schau mal hier: https://www.gutefrage.net/frage/hilfe-schroedingers-katze

Antwort
von SixthSCTF, 34

Das Thema mit der Katze wird auch häufig falsch verstanden.

Man versteht dieses Gedankenexperiement vielleicht, wenn man es versucht als Gleichnis oder als Paradoxon zu verstehen.

Ich versuche das Gedankenexperiement mal in kurzform zu beschreiben.

  • In einer verschlossenenen Kiste sitzt eine Katze.
  • Neben der Katze (in der Kiste) eine Apparatur, die die Katze töten kann.
  • Der Tötungsmechanismus der Apparatur wird durch einen Quantenmechanischen Vorgang ausgelöst.

Zu der Zeit als dieses Gedankenexperiement seine Runde machte dikutierte man darüber warum der Zustand eines Teilchens so lange unbestimmt ist bis man seinen Zustand misst.

Es ist also nicht so, das man nichts über den Zustand weis weil man es nicht gemessen hat, sondern erst durch "hinsehen" (die Messeung) entsteht der Zustand den Wir messen können. Man kann auch nach der Messsung keine Rückschlüsse daraus ziehen welchen Zustand das Teilchen vor der Messung hatte.

Und jetzt kommt  Schrödingers Haustier in´s Spiel:

Man kann bei verschlossener Kiste zwar nicht wissen welchen Zustand die Katze hat. Wenn man die Kiste aufmacht (Messung) kann man aber  sehr wohl etwas über den Zustand der Katze unmittelbar vor der Messung sagen.

  • Ist die Katze Tor war sie vorher auch Tod
  • Lebt die Katze, lebte sie vorher auch
  • Stirbt die Katze im moment des öffnens war sie vorher lebendig.

Wir können zwar nicht sagen wann die Katze getötet wurde, wir können aber etwas über deren Zustand unmittelbar vor dem öffnen der Kiste sagen.

Und genau das geht bei dem Quantenmechanischen Vorgang, der ebenfalls in der Kiste abläuft eben nicht.

Wenn das Teilchen den Zustand Tod oder Lebendig haben könnte ist es so lange beides, bis wir eine Messung vornehmen.

Die Messung nimmt aber in diesem Falle die Apparatur vor.

Antwort
von ThomasJNewton, 43

Die Frage ist, wo du da das "Betracheten" ansetzt.

Auch eine Katze ist durchaus in der Lage, Dinge zu betrachten. Oder zu beobachten.

Stell dir Schrödingers Assistenten vor, der so dumm ist, dass er nicht beurteilen kann, ob eine Katze tot ist oder nur schläft.

Wenn er Alf heißt und gerne Katzen isst, ist er dann so lange im Schwebezustand zwischen satt und Fleischvergiftung, bis Schrödinger seinen Assistenten beobachtet hat?

Schrödingers Katzte war ein Versuch, die Kopenhagener Interpretation der Quantenphysik ad absurdum zu führen.
Die war von Anfang an absurd, hat sich aber lange gehalten. Und ist bis heute noch in Laienkreisen verbreitet, auch wenn es inzwischen gute Interpretationen gibt.
Schlechte hatte es noch nie gegeben, nach meiner Meinung eine der größten Peinlichkeiten der modernen Naturwissenschaften.

Irgendwamm wird sicher das Stichwort "Dissipativ" fallen, und ein Name.

Schrögingers Katze ist eben gleichzeitig tot und lebendig, bis du nachsiehst.
Daher eben absurd, aber sowas wurde lange gelehrt, an Unis.

Antwort
von oelbart, 62

So wie ich das verstanden habe:

Das Teilchen kann überall sein, aber in dem Moment, in dem wir es beobachten, beeinflussen wir es. Wir können also nicht beobachten ohne zu manipulieren.

Die Katze kann entweder tot sein oder lebendig (und je nach dem, wie lange sie schon in der Kitze sitzt, ist das sogar gleich wahrscheinlich), aber wir können das nicht überprüfen, ohne dabei das Ergebnis zu verändern. Würden wir eine Messreihe mit 1000 Katzen machen, würden wir als Ergebnis bekommen, dass alle Katzen in diesen Kisten tot sind. (Und es gäbe mächtig Ärger mit Greenpeace)
Das Ergebnis wäre aber eben unbrauchbar, weil die Beobachtung es verfälscht hat.

Kommentar von Wonyeah ,

Ich glaub, ich habs verstanden... Es geht nur um die physikalische Lösung und die ist eben beides. Aber warum beeinflussen wir denn das Ergebnis? Wir "filtern" doch nur alle nicht zutreffenden Lösungen raus.

Antwort
von Nightythehawk, 59

Durch das Messen wird das Ergebnis verfälscht, deshalb kann man es nicht genau bestimmen.  Wodurch ein theoretisch beide Zustände zutreffen.

Antwort
von LaurentSonny, 57

Diese Schachtel, wo die Katze drinnen steckt, die ist so stark isloiert, du kannst nicht herausfinden, wie es der Katze geht, also ob sie lebt oder schon tot ist. Da kommen keine Laute, keine Wärme (=Wärmebildkamera) oder andere Sachen heraus. Diesen Zustand der Unwissenheit über den Zustand der Katze, das ist Schrödingers Beweis zur Einsteins Theorie. Erst wenn die Schachtel wieder geöffnet wird, also das "Teilchen" entdeckt wird, dann kann man sagen, ob die Katze noch lebt oder tot in der Schachtel ist

Antwort
von bubblefisch, 40

Naja...um es kurz zu erklären.
Die Katze kann am Leben oder tot sein, aber man weiß, dass es nur eins sein kann, aber dennoch gibt es zwei Lösungen. Diese findet man aber erst heraus, wenn man die Schachtel geöffnet hat. Also...es gibt zwei Lösungen, aber nur eine ist wahr und um das herauszufinden muss man das Ergebnis sehen.

Antwort
von henzy71, 32

Aber man weiß ja, dass sie nur eins von Beidem und nicht beides gleichzeitig ist.

Das ist genau der springende Punkt: vor die Kiste geöffnet wird, ist die Katze eben beides gleichzeitig: lebendig und tot.

Kommentar von henzy71 ,

und wieder einer ohne Ahnung, der den Pfeil nach unten setzt.... schade, dass das anonym geht.

Antwort
von Loris64, 41

hätte er nicht ein anderes besseres Bild nehmen können als das der Katze, die tot ist und lebendig ist So ein Mist. Einmal tot, immer tot.

und, geht es nicht einfach darum, dass man ohne Beobachtung nicht weiss, ob das "Ding" in der "Box" ein Teilchen oder eine Welle ist? Ich könnte damit leben, das als zwei Möglichkeiten anzunehmen, ohne gwunderig nachzusehen (=beobachten), was ...

Kommentar von henzy71 ,

Mit dem Wellen-Teilchen-Dualismus von Licht hat das überhaupt nichts zu tun!!

Antwort
von Xpomul, 53

Es ist ein Gedankenexperiment. Wir wissen ganz genau, dass die Katze noch am Leben ist. Man braucht die Schachtel nur zu öffnen. Sie ist nicht mal tot, dann wieder lebendig. Was tot ist, wird nicht mehr lebendig.

Kommentar von henzy71 ,

Vor die Schachtel geöffnet wird ist die Katze BEIDES: Lebendig und Tot.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schr%C3%B6dingers_Katze

Kommentar von Xpomul ,

Naja, das glaub ich halt nicht ;-)

Kommentar von henzy71 ,

Das sollst du auch nicht glauben!! Glauben tut man in der Kirche, der Synagoge oder von mir aus auch Moschee. Hier geht es um Physik. Das hat mit glauben nichts zu tun!!

Kommentar von Wonyeah ,

Warum wissen wir, dass sie noch am Leben ist?

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