Frage von Sharonrose, 100

Warum wollte der Herr Mose töten. 2.Mose 4,24?

Antwort
von nowka20, 28

hat er doch getan, den mose erreicht nicht das "gelobte land"

moses konnte gott NICHT in seinem inneren spüren, sondern war darauf angewiesen äußere proben der gottesäußerungen wahrzunehmen

Antwort
von chrisbyrd, 28

Im Bibelkommentar von Dr. John Walvoord findet sich dazu:

"Die Beschneidung des Sohnes Moses (wohl Gerschom) erscheint befremdlich. In den Jahren in Midian hatte Mose es vernachlässigt, Gottes Geboten gehorchend (vgl. 1. Mose 17,10), seinen Sohn zu beschneiden. Deswegen wollte Gott ihn töten, vielleicht indem er eine schwere Krankheit verursachte. Zippora beschnitt ihren Sohn mit einem scharfen Stein, und Gott verschonte seinen Propheten. Zippora nannte Mose einen Blutbräutigam. 

Die Bedeutung des Wortes ist unbekannt, aber einige meinen, dass er abfällig benutzt wurde, um anzudeuten, daß Zippora diesen Ritus nicht liebte, obwohl sie ihn ausführte, um das Leben ihres Mannes zu retten. Andere nehmen an, dass Zippora in diesem Akt eine Art Erlösung sah, in der das Blut des Sohnes Mose vor dem Herrn wiederherstellte und sie ihn somit als neuen Bräutigam erhielt."

Antwort
von GoodFella2306, 29

Lies doch einfach kurz nach in der Bibel

Antwort
von Abundumzu, 35

Hallo Sharonrose

Vom ersten Buch Mose bis zum letzten Buch der Bibel  (Offenbarung 15:3) wird der Mann Mose über  800 Mal  erwähnt  - und das fast ausschließlich in positivem und sogar in sehr positiven Zusammenhängen.  Nicht ein einziges Ereignis um ihn schildert ein Fehlverhalten dieses loyalen Diner Gottes,  das so gravierend gewesen wäre,  dass er den Tod verdient hätte.

Der von Dir erwähnte Text bildet da eine schwer zu erklärende Ausnahme, zumal nicht alle Übersetzungen diesen Text so eindeutig wiedergeben, dass man daraus auf ein todeswürdiges Vergehen des Mose  schließen könnte.

Der einzige Fall grober Pflichtverletzung ereignete sich etwa im 40ten Jahr der Wüstenwanderung.  Moses und sein Bruder Aaron  hatten es versäumt, ihrer Hauptverantwortung nachzukommen, nämlich Jehovas Namen zu verherrlichen. Sie hatten „pflichtvergessen gegen [Jehova] gehandelt“, und Moses hatte ‘mit seinen Lippen übereilt geredet’.

Was war geschehen?

Das Volk hatte mal wieder gemurrt. Dieses Mal wegen des Wassermangels. Der an sich sehr sanftmütige Mose reagierte diesmal unwirsch – und Jehova missfiel dieses Verhalten.  Deshalb erließ Gott diese Anordnung:  „Weil ihr nicht Glauben an mich bekundet habt, mich vor den Augen der Söhne Israels zu heiligen, darum werdet ihr diese Versammlung nicht in das Land bringen, das ich ihnen bestimmt geben werde“   Moses starb also,  noch bevor er das verheißene Land betreten durfte.  Und damit war dieser Fall erledigt.  Es ist interessant diese Ereignisse im Zusammenhang zu lesen. Man findet sie in 4. Mose 20:1-13; 5. Mose 32:50-52 und Psalm 106:32, 33.

Nach dieser Kurzantwort jetzt etwas ausführlicher und detaillierter:

Wenn biblische Textpassagen nicht auf den ersten Blick verständlich sind, ist es in der Regel hilfreich (1.) den Kontext mit in Betracht zu ziehen und (2.) verschiedenen Übersetzungen miteinander zu vergleichen. Die Bibel selbst empfiehlt diese Methoden u.a.  in Psalm 119:160:   „Die Summe Deines Wortes ist Wahrheit“ (Schlachter Übersetzung).

Wendet man allerdings diese bewährte Verfahrensweise auf den von Dir hinterfragten Text an, dann führt das nur zu einem Teilerfolg.  Es fällt nämlich auf,  dass viele Übersetzungen erheblich voneinander abweichen. Bibelgelehrte führen das darauf zurück,  dass sich uns die eigentliche Bedeutung des althebräischen Wortlautes dieses Textes wohl deshalb schwer erschließt,  weil uns nur von wenigen Redewendungen, wie sie vor fast 3 500 Jahren üblichen waren, deren Bedeutung bekannt ist.

Zur Veranschaulichung:  beispielsweise gibt es die deutsche Redewendung mit jemandem „die Klingen zu kreuzen“.  Übersetzt in eine alte Sprache könnte sich das sehr bedrohlich anhören, dabei kann man mit dieser  Aussage auch eine verbale Auseinandersetzung umschreiben.

Daher hilft uns ein Abgleichen verschiedener  Übersetzungen in diesem Fall nicht wirklich weiter.  Selbst unter Verwendung so wortgetreuer

Übersetzungen wie  EB; Lu; NW   und auch anderer  AS; KJ; Mo,  ja nicht einmal aus der Septuaginta ist  die klare Bedeutung erkennbar.

Mit dem Kontext dagegen kommen wir ein kleines Stückchen weiter.  Daraus erfahren wir nämlich, dass sich dieses Ereignis zutrug, als Moses zusammen mit seiner Frau Zippora und seinen beiden Söhnen, Gerschom und Elieser, zurück auf dem Weg nach Ägypten war. 

Allerdings geht aus dem Bericht  –  so wie ihn die Septuaginta und auch einige andere wiedergeben   -   nicht ausdrücklich hervor,  wessen Leben  -  das Leben  Moses oder das eines seiner Söhne  -  da so plötzlich in Gefahr war. Da Moses kurz zuvor den göttlichen Auftrag erhalten hatte, die Israeliten aus Ägypten herauszuführen, und nun unterwegs war, um diesen Auftrag zu erfüllen, dürfen wir vernünftigerweise annehmen, dass es nicht um sein Leben ging (2. Mose 3:10).

Was also tun?

Jetzt hilft uns ein anderer Grundsatz weiter, wie er in einem Rat aus Hebräer 13:7 enthalten ist:

Dort steht:  „Gedenkt derer, die unter euch die Führung übernehmen, die das Wort Gottes zu euch geredet haben [wie bspw. Moses] , und während ihr den Ausgang  ihres  Wandels genau betrachtet, ahmt  ihren Glauben nach.“

Betrachten wir also genau den Ausgang des Wandels eines Mose  -  genauer also,  als  das einleitend schon anklang:

Unter den über 800 lobenden und positiven Bezugnahmen auf  Moses gibt es   -  besonders im NT  -  einige, die rückblickend und unter göttlicher Inspiration besonderes Gewicht haben und die so ganz und gar nicht zu einem herausragenden Anbeter Gottes passen, der derart versagt haben soll, dass ihm die Todesstraße drohte.

Einiges aus  diesen  „Führungszeugnissen“ zitiere ich im folgenden Kommentar:

Kommentar von Abundumzu ,

Hebräer 3:2 

„Er [Jesus] war dem treu, der ihn dazu machte [sein Vater nämlich], wie auch Moses es in SEINEM [Gottes] ganzen Hause war.“       

In diesem Text wird dem Mose die gleiche beispielhafte Treue bescheinigt, wie sie auch Jesus an den Tag legte.

Hebräer 11:27  

„Durch Glauben verließ er [Moses]  Ägypten, fürchtete aber die Wut des Königs nicht,  denn er blieb standhaft, als sähe er den Unsichtbaren.“        

Dem Mose wurde also eine Standhaftigkeit bescheinigt, wie sie auch für David oder auch für Jesus charakteristisch war  (Apostelgeschichte  2:25).

Hebräer 11:13 und 12:1   

„Alle diese [unter anderem Mose] starben im Glauben, ohne die Erfüllung der Verheißungen erhalten zu haben, aber sie sahen
sie von fern und hießen sie willkommen und erklärten öffentlich,  dass sie Fremde und zeitweilig Ansässige im Land seien . . . . Da wir denn von einer so großen Wolke von Zeugen umgeben sind [zu der auch Moses gehört], so lasst uns auch allen Ballast und die uns leicht umstrickende Sünde ablegen, und lasst uns in dem vor uns liegenden Wettlauf [wie Moses] mit Ausharren laufen“  (Auch hier empfiehlt es sich Kapitel 11 und den Anfang des Kapitels 12 im Zusammenhang zu lesen)

Deshalb noch einmal:  Nicht in einem einzigen Text wird auch nur andeutungsweise davon gesprochen, dass Mose sich einer Verfehlung schuldig gemacht hätte, die den Tod verdiente. 

Und deshalb besagt „die Summe deines Wortes“  (Psalm 119:160) das es in „Deinem“  Zitat aus 2.Mose 4:24  NICHT darum gehen kann, dass Gott seinen Diener Moses töten wollte.

Kann man trotzdem ehrlichen Herzens sagen, dass diese Erklärung ausreicht?

Ja, das kann man -  aus folgendem Grund:

Würde  der genaue Hergang  des geschilderten Ereignisses  die Gesamtaussage der heiligen Schrift in irgendeiner Form verändern, dann hätten spätesten Jesus Christus  oder die Apostel im NT für Klarheit gesorgt. 

Jesus bspw. liefert in seiner Bergpredigt mehrfach solche erläuternden Ergänzungen  zum  AT und beginnt sie häufig mit den Worten: „Ich aber sage Euch  . . .“   (Siehe Matthäus 5:21-22, 27-30; 33-37 u.a.m.)

Wird deshalb Deine Frage auf ewig unbeantwortet bleiben?

Keinesfalls.  Wie oben aus Hebräer 11:13 zitiert, starben Moses und alle anderen treuen Diener Gottes aus alter Zeit zwar  „ohne die Erfüllung der Verheißungen erhalten zu haben, aber sie sahen sie von fern und hießen sie willkommen . . .“

Sie wussten also,  dass sie zu denen gehören würden,  über die Jesus Christus einst  (jedoch lange nach Mose) in Johannes 5:28, 29 voraussagte:    „Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören  und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben [wie Moses], zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts.“ 

Zusammen mit den Überlebenden der „großen Volksmenge“,  wie sie in der Offenbarung 7:9; 14-17 beschrieben wird,  werden auch Moses, Aaron und alle anderen loyalen Diner Jehovas aus alter Zeit die  „neue Erde“  aus Offenbarung 21:1-4 bevölkern. 

Wenn Du dann  dabei bist, kannst Du Dir von Mose persönlich erklären lassen, was uns seine Worte von damals wirklich vermitteln sollten.

Ist das ok?

Viel Erfolg und  alles Gute

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Kommentar von Sharonrose ,

Hallo Abundumzu,

herzlichen Dank für ausführliches Antwort.

Ich wollte auch weiterhin fragen:

So wie wir wissen, Mose nach seiner Geburt am Ufer des Nils ausgesetzt worden, die Tochter des Pharao habe ihn gefunden . War er schon beschnitten?

Laut das Bund Gottes, zwischen  Abraham, jedes Kind sollte, wenn 8 tage alt waren, beschnitten werden. Wusste Mose von dieses Bund? und war er schon beschnitten , bevor Pharaos Tochter ihn fand?

Lg

Sharonrose

Kommentar von Abundumzu ,

Hallo Sharonrose,

Ob Mose schon beschnitten war, bevor Pharaos Tochter ihn fand, sagt die Bibel nicht ausdrücklich, aber alle Umstandsbeweise lassen den Schluss zu, dass es so war.

Die wichtigsten Gründe nennen ich Dir hier:

Das Gebot der Beschneidung wurde Abraham im Jahre 1919 v. u. Z. von Jehova Gott auferlegt.(1.Mose 17:1, 9-14, 23-27). Bis zur Geburt Mose vergingen noch  gut 300 Jahre, und daher konnten  Abrahams Nachkommen,  zu denen auch  Jọchebed und Amram,  die Eltern Mirjam, Moses und Aarons gehörten,  mit dem Beschneidungsgebot gut vertraut gewesen sein (2.Mose 6:20; 4.Mose 26:59).

Ebenso wie im späteren  mosaischen (von Mose niedergeschrieben) Gesetz formuliert  lautete es: „Am achten Tag [nach der Geburt eines Jungen] wird das Fleisch seiner Vorhaut beschnitten werden“ (3.Mose 12:2, 3). 

Jochebed  -  die Mutter Moses  -  war eine Frau, die fest an ihren Gott, Jehova, glaubte und ihm völlig vertraute. Unter Missachtung des Erlasses Pharaos weigerte sie sich, ihren Säugling, der erst später Moses genannt wurde, zu töten, und erst nach 3 Monaten, als sie ihn nicht mehr zu Hause verbergen konnte, legte sie ihn in ein Kästchen aus Papyrus und setzte es in das Schilf am Nilufer. Pharaos Tochter fand den Säugling und wollte ihn für sich haben, doch wurde, wie es sich ergab, Moses’ eigene Mutter gebeten, ihn zu stillen. Während das Kind heranwuchs, war Jochebed zusammen mit ihrem Mann sehr darauf bedacht, ihre Kinder die Grundsätze der reinen Anbetung zu lehren, was sich in deren späterem Leben dann auch widerspiegelte (2. Mose 2:1-10).

Allein diese familiären Umstände während der Zeit als Moses noch ein Säugling war, lassen darauf schließen, dass der Knabe, so wie es das Gebot vorsah,  beschnitten wurde.

Gut 80 Jahre später geschah es in Hạzeroth, Israels letztem Lagerplatz vor dem Einzug in die Wildnis, dass Mirjam,  Moses Schwester, mit Aussatz geschlagen wurde. Warum?  Sie und Aaron hatten die Autorität ihres Bruders Moses in Frage gestellt  und ihn wegen seiner kuschitischen Frau kritisiert. Außerdem  aber warfen sie Moses noch dies vor:  „Hat Jehova nur durch Moses allein geredet? Hat er nicht auch durch uns geredet?“  

Nun stelle man sich nur einmal vor,  Moses wäre nicht – oder nicht „termingerecht“  beschnitten worden, wie die beiden missgünstigen Geschwister dann , in dieser Situation,   dieses  „Familiengeheimnis“ wohl ausgeschlachtet hätten.  (4.Mose 11:35; 12:1-16; 33:17, 18;  5. Mose 1:1).

Ähnliches  ereignete sich etwas später, als Korah und seine Verbündeten gegen Moses „Alleinherrschaft“ rebellierten.  Der Bericht sagt:  „Und Kọrah, der Sohn Jịzhars, des Sohnes Kẹhaths,
des Sohnes Lẹvis, machte sich dann auf, . . . Und sie gingen daran, sich vor Moses zu erheben, sie und zweihundertfünfzig Männer von den Söhnen Israels, Vorsteher der Gemeinde, Berufene der Zusammenkunft, Männer von Ruhm. So versammelten sie sich gegen Moses und Aaron und sagten zu ihnen: „Genug von euch, denn die ganze Gemeinde, sie alle sind heilig, und Jehova ist in ihrer Mitte. Warum also solltet ihr euch über die Versammlung Jehovas  erheben?“ (4. Mose 16:1-3)  Auch diese Rebellen hätten ganz sicher die Beschneidung thematisiert, wenn es denn in der Person des Mose berechtigte Anhaltspunkte dafür gegeben hätte. Wenn man den Bericht weiter liest, erfährt man, dass Jehova in dieser Sache ein Exempel statuierte  und sich voll hinter „seinen Knecht“ Moses stellte.  

Und nicht zuletzt kann man davon ausgehen, dass jenes Ereignis, das Dich zu Deiner Frage oben (ganz oben) veranlasst hat, möglicherweise anders geschildert worden wäre. 

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Bei alledem sollte man allerdings die viel wichtigere und tiefere Bedeutung des Gebotes der Beschneidung im Sinn behalten.  

Römer 15:4  macht darauf aufmerksam:  „Denn alles, was vorzeiten geschrieben wurde, ist zu unserer Unterweisung geschrieben worden, damit wir durch unser Ausharren und durch den Trost aus den Schriften Hoffnung haben können.“ 

Es ist deshalb auch kein Wunder, dass  unser himmlischer Vater wiederholt aufzeigt,  wie viel mehr er an der symbolischen Bedeutung des Beschneidungsgebotes  interessiert ist.  Nicht  erst den Christen sondern schon den  Israeliten gab er den eindringlichen Rat, ‘die Vorhaut ihres Herzens beschneiden zu lassen’ (5.Mose 10:16; 3.Mose 26:41; Jeremia 9:26; Apostelgeschichte 7:51).

Was bedeutet das?

Kommentar von Abundumzu ,

Das Stichwort „Herz“ hilft uns da weiter:

„Jehova, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden müssen . . .,“   -  warum?  der Text fährt fort:  „. . .  damit du Jehova, deinen Gott, liebst mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, um deines Lebens willen
(5.Mose 10:16; 30:6).

Unter der „Beschneidung des Herzens“ ist demnach die Entfernung irgendwelcher Neigungen oder Beweggründe zu verstehen, die unserem Schöpfer Jehova missfallen, die in seinen Augen unrein sind und die das Herz unempfänglich machen – und die nicht zuletzt zu unserem eigenen Schaden gereichen.

Auch von Ohren, die unempfindlich oder unempfänglich sind, wird gesagt, sie seien „unbeschnitten“ (Jeremia 6:10; Apostelgeschichte  7:51).

Besonders deutlich sind Jesu Worte zu diesem Thema:   „Das, was aus einem Menschen hinausgeht, ist es, was einen Menschen verunreinigt;  denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, gehen schädliche Überlegungen hervor: Hurereien, Diebstähle, Mordtaten,  Ehebrüche, Taten der Habsucht, Bosheiten, Betrug, ein zügelloser Wandel, ein neidisches Auge, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. Alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen einen Menschen.“ (Markus 7:20-23)

Solche Neigungen durch eine symbolische Beschneidung zu entfernen kann im Moment schmerzlich sein  -  aber langfristig bedeutet es Leben.

Und deshalb noch einmal  die ernste Ermahnung:  „Jehova, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden müssen . . .,“   -  warum?  der Text fährt fort:  „. . .  damit du Jehova, deinen Gott, liebst mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, um deines Lebens willen“ (5.Mose 10:16; 30:6).

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Zwar ist das bis hierher etwas mehr als Du  -    Sharonrose  -  eigentlich wissen wolltest  -  aber es gehört nun einmal zu der  „gründlichen Erkenntnis“ dazu, von der in 1.Timotheus 2:3,4  gesagt wird,  „. . . dass es  vortrefflich und annehmbar in den Augen
Gottes, unseres Retters ist,  dessen Wille es ist, dass alle Arten von Menschen gerettet werden und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Alles Gute

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Kommentar von Sharonrose ,

Herzlichen Dank Abundumzu

ich glaube nicht dass Gott den Mose umbringen wollte, sondern es war eine züchtigung und ein  übersetzungs fehler. Es kann sein dass er die Beschneidung seine Söhne verzögerte!

wenn ich denke über die Bibelstelle bzg auf dem Berg der Verklärung; der Mose war dabei genau so als ein einzige man Gottes ,  war er auf dem Berg Sinai der Gott angesicht zu angesicht gesehen dürfte in dem er auf dem Felsen(der Christus) standen und Gottes Herrlichkeit gesehen hat! Warum ausgerechnete Mose? 

Gott sagte : Der Mose war sanftmütigste man auf der Erde.

weitere frage:Wie kann man sanftmutig sein und warum oder wie der Mose so sanft geworden..sanftmütig war?

war das seine Eigenschaft gewiesen oder  das war eine Ergebnisse von der Behandlung des Gottes mächtige Hand?

Lg

Sharonrose

Kommentar von Abundumzu ,

Hallo Sharonrose

Deine weitere Frage, wie man so sanftmütig sein kann, wie Moses es war und warum oder wie der Mose so sanftmütig geworden ist,  lässt sich mit dem  was wir über Milde, Sanftmut und den Mann Moses aus der Bibel erfahren,  gut beantworten.

Deine  Frage ist schon deshalb interessant, weil Jesus in der Bergpredigt  ankündigt, dass  „ . . .  die Mildgesinnten,  die Erde erben werden . . .“  (Matthäus 5:5).  Jesus zitiert in diesem Fall  -  wie so oft  -  aus den hebräischen Schriften (dem AT), diesmal aus  Psalm 37:11  „. . .Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, Und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens.“

Das also ist es,  was unser Schöpfer mit seiner Erde vorhat!

Kein Wunder daher, warum Moses als einer seiner besonders loyalen Diener sich durch Sanftmut auszeichnete.

War das aber ein Wesensmerkmal, dass ihm in die Wiege (oder
in das Kästchen aus Papyrus) gelegt worden war? 

Offenbar eher nicht,  aber er ließ sich durch seinen großen Töpfer formen (siehe dazu bitte Jesaja 64:8).

Zur Begründung dieser Annahme ein paar Momentaufnahmen aus seinem Leben: 

Nachdem Mose am ägyptischen Hof „in aller Weisheit der Ägypter unterwiesen worden war“  wollte er   -  inzwischen 40 jährig  -  eines Tages wissen, wie es seinen Brüdern, den Söhnen Israels, erging.  Als er beobachtete, wie ein Ägypter einen Hebräer misshandelte, „rächte er den Misshandelten“  und  erschlug den Ägypter.  Menschlich zwar verständlich aber sanftmütig war das gerade nicht  -  oder?   (nachzulesen in Apostelgeschichte 7:21-25; Hebräer 11:24, 25).

Als dieser  Vorfall im ägyptischen Königshaus bekannt wurde, betrachtete man Moses als Rebellen und es blieb ihm nichts anderes übrig, als zu fliehen (2. Mose 2:11-15).

Angesichts dieser seiner angeborenen Wesenszüge, war das was sein Schöpfer mit ihm vorhatte, eine Herausforderung der besonderen  Art:  Er sollte in einem  Millionenvolk die Führung übernehmen  -  konsequent und loyal  -  gleichzeitig aber ein Musterbeispiel an Sanftmut werden,  ein Spagat,  der trainiert werden musste.

Damit Gott ihn also wirklich gebrauchen konnte, musste Moses offensichtlich die Denkweise Jehovas noch besser kennen lernen. Der schon erwähnte Vergleich mit dem Töpfer lehrt uns jedoch, dass zum Gelingen eines brauchbaren Gefäßes zwei gehören:  der Töpfer und der Ton, und zwar ein Ton,  der sich formen lässt.  Interessant dazu ist der Bericht in Jeremia 18:1-6  und der Psalm 25:9.

Es brauchte also weitere 40 Jahre:  Moses Leben wurde zunächst einmal komplett auf den Kopf gestellt,  er verlor seine fürstliche Stellung, musste im Exil leben und sein Dasein als Hirte fristen  —  einen  Beruf, den die Ägypter verabscheuten (1. Mose 46:34). Und obwohl unter diesen deprimierenden Umständen so viele Jahre vergingen, ohne dass ihm irgendeine Anerkennung zuteil wurde, ließ er sich bereitwillig von Jehova formen, ließ sich nicht verbittern, sondern ertrug alles, was Gott zuließ.  Er lernte Bescheidenheit, Geduld, Ausdauer und eben Sanftmut, zumal ihn auch seine eigen Landsleute, schon wegen seiner ehemals engen Beziehung zum Königshof,  nicht besonders schätzten  (2. Mose 2:11-22).

Dennoch – und keinesfalls als Selbsteinschätzung, sondern unter dem Einfluss des heiligen Geistes Gottes durfte er etwa weitere 38 Jahre späte schreiben:  „Der Mann Moses war bei weitem der sanftmütigste aller Menschen, die es auf der Oberfläche des Erdbodens gab“  (4. Mose 12:3).

Diese Entwicklung war  also   -  um Deine Worte zu gebrauchen  -  „ein Ergebnis der Behandlung durch  Gottes mächtige Hand“   -   allerdings nicht in Form einer Zwangsmaßnahme sondern als Resultat der ganzherzigen Mitarbeit, Bereitschaft und Geduld  des Mannes Mose.

Daraus ergibt sich  -  wie Du zu Recht folgerst  -  die Frage:  Wie kann man  -  können wir  -  so sanftmütig werden?

Das ist in der Tat eine sehr ernste Frage.

Schon durch seinen Propheten Zephanja  lässt uns unser himmlischer  Vater auffordern:  „Sucht Jehova, all ihr Sanftmütigen der Erde, die ihr SEINE [Gottes] eigene richterliche Entscheidung ausgeführt habt. Sucht Gerechtigkeit, sucht Sanftmut. Wahrscheinlich könnt ihr am Tag des Zornes Jehovas geborgen werden.“  (Zephanja 2:3)

Sanftmut ist eine Eigenschaft,  die nach Jakobus 3:13 zur Weisheit gehört.

Sanftmut zu suchen und sich dennoch nur  „vielleicht“ oder "wahrscheinlich“ einer Aussicht auf Rettung sicher sein zu können,  macht uns deutlich, welche hohe Anforderungen unser Schöpfer an seine „wahren Anbeter“ stellt.  Und so ähnlich werden wohl die Überlegungen gewesen sein, die Jesu zu einigen sehr gleichartigen  Aussagen veranlasst haben:

Beispielsweise sagte er in Johannes 4:23-24   . . .

Kommentar von Abundumzu ,

Beispielsweise sagte  er in Johannes 4:23-24   

„Aber die Zeit kommt . . . in der die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit  anbeten. Der Vater sucht Menschen, die ihn so anbeten. Denn Gott ist Geist; deshalb müssen die, die ihn anbeten wollen, ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“  (Neues Leben. Die Bibel)  Sie gibt es offensichtlich selten – man muss nach ihnen suchen.

Ebenso unterscheidet er in seiner Bergpredigt zwischen Anbetern und „wahren Anbeteten“:

„Geht durch das enge Tor! Denn das Tor zum Verderben ist breit und ebenso der Weg dorthin! Viele Menschen gehen ihn.  Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dorthin ist schmal. Deshalb finden ihn nur wenige

oder

"Nicht, wer mich dauernd 'Herr' nennt, wird in Gottes neue Welt kommen, sondern nur wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.“  (Matthäus 7:13 und 21  Gute Nachricht Bibel)

Wird dadurch die Hürde zu einem ewigen Leben für uns unvollkommene Menschen unüberwindlich?

Das Beispiel Moses lehrt uns das Gegenteil und macht uns Mut  - 
vorausgesetzt wir orientieren uns an Beispielen wie Moses oder auch Jesus

Außerdem versichert uns Jehova in Psalm 25:9,  dass er  „ . . .  die Sanftmütigen gemäß  seiner richterlichen Entscheidung wandeln lassen wird, Und er wird die Sanftmütigen seinen Weg lehren.“ Eine interessante Aussage.  Sie erklärt nämlich, warum so  unendliche viele Menschen,  trotz aller Bemühungen, Gottes Wort nicht verstehen“:  Es mangelt ihnen an Sanftmut.

Wie Moses und andere Beispiele zeigen, ist mangelnde Sanftmut allerdings ist kein unabwendbares Schicksal und auch keine Geheimwissenschaft.  Nach Epheser 4:20-24 setzt es lediglich die Bereitschaft voraus sich durch den  -  schon erwähnten  -  großen Töpfer formen zu lassen.

Ein solch notwendiger  Persönlichkeitswandel wird in dem angegebene Text so formuliert:   

„Ihr aber habt bei Christus etwas anderes gelernt!  Oder habt ihr seine Botschaft etwa nicht gehört? Seid ihr etwa nicht in seiner Lehre unterrichtet worden, in der Wahrheit, wie sie in Jesus ´zu uns gekommen` ist? Darin wurdet ihr aber auch gelehrt, nicht mehr so weiterzuleben, wie ihr bis dahin gelebt habt, sondern den alten Menschen abzulegen,  der seinen trügerischen Begierden nachgibt und sich damit selbst ins Verderben stürzt.  Und ihr wurdet gelehrt, euch in eurem Geist und in eurem Denken erneuern zu lassen und den neuen Menschen anzuziehen, der nach Gottes Bild erschaffen ist und dessen Kennzeichen Gerechtigkeit und Heiligkeit sind, die sich auf die Wahrheit gründen.“ (Neue Genfer Übersetzung)

Ähnlich, aber mit etwas anderen Worten  aus Jakobus 1:21:  „Deshalb legt alles ab, was euch beschmutzt, alles Böse, was noch bei euch vorhanden ist, und geht bereitwillig auf die Botschaft ein, die euch ins Herz gepflanzt wurde und die die Kraft hat, euch zu retten.“

Wohlwissend, dass zu diesem gründlichen Umdenken, der einer Persönlichkeitsentwicklung zu einem christusähnlichen Charakter vorausgehen muss,  nur wenige bereit sein werden,  prophezeit er in den oben zitierten Texten den schmalen Weg, den nur wenige gehen werden  und betont, dass nicht jeder, der ihn als seinen Herrn bezeichnet, allein deswegen einmal auf einer heilen Erde werden leben dürfen.

Oder um es auf den schon erwähnten Punkt zu bringen:  

„ . . die Sanftmütigen; sie werden die Erde als Besitz erhalten.“  

Und niemand sonst!  (Matthäus 5:5  Neue Genfer Übersetzung)

Danke für Deine interessanten Fragen

 und

weiterhin alles Gute.

   

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Antwort
von Accountowner08, 8

Weil er seinen Sohn nicht beschnitten hat, sagen manche Kommentatoren.

Antwort
von KaeteK, 25

https://www.bibelkommentare.de/index.php?page=qa&answer_id=399

Ich hoffe, deine Frage ist damit beantwortet. lg

Kommentar von Sharonrose ,

Danke Kaetek, ich kannte diese HP..bin aber nicht ganz überzeugt. Gott konnte direkt Mose sagen dass Er seine Kinder beschneiden soll stattdessen ihn überfallen!!!

übrigens, war Mose beschnitten?

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