Welchen Sinn hat das? Und woher stammt diese "Tradition"?
der Sinn. Für mich liegt er darin, das man schon beim lesen erkennt das es sich um eine Frage handelt undsomit der Satz leichter zu verstehen ist. (Betonung.)

Es ist sogar sinnvoller als die deutsche Version.
Bei uns hebt man bei den letzten Silben verzweifelt die Stimme, wenn wir eine Frage vorlesen. Im Spanischen kann man sich gleich zu Beginn des Satzes seelisch darauf vorbereiten, fragend auszusehen.
ja, das stimmt... aber warum ist es umgedreht?
JackBauerCTU am 14. März 2009 23:47 In einem geschlossenen Text könnte man es sonst nicht zum folgenden oder zum letzten Satz zuordnen.
hmm, die Theorie hat was... (sofern es eine Theorie ist ;-))
Also ICH erkenne eine Frage auch ohne Fragezeichen ...
JackBauerCTU am 14. März 2009 23:55 auch bei Wiederholungsfragen?
Er hat sieben Eier bestellt???
JA gerade dann ! Schonmal was von kontextsensitivem Lesen gehört ? Wer das nicht konnte, kam bei uns nicht mal aus der Grundschule raus.
JackBauerCTU am 15. März 2009 00:03 Kontextabhängiges Lesen setzt das Vorhandensein eines Kontextes voraus. Was machst du mit einer halben Buchseite?
Du wärst aufgeschmissen, ich nicht. ;-)
?!? Du meinst eine halbe lose Seite ? Tut mir leid, komme nicht aus einem dritte Welt Land. Kann ich nicht nachvollziehen. Dann würde es aber immer noch helfen, wenn ich auf Frageworte, Strukturen und so weiter achte und den Satz mit den Augen schon beende, auch wenn das Hirn noch bei Wort #1 ist.
JackBauerCTU am 15. März 2009 00:33 Nicht jede Frage hat eine erkennbare Fragestruktur.
Nicht jede Frage hat eine erkennbare Fragestruktur?
Du verwechselt eindeutig Fragen und dichterische/autorielle Freiheiten ... Ich kann hinter jeden Satz ein Fragezeichen machen wenn ich lustig bin, dass hat aber nichts mit Fragen zu tun.
Beispiel.
Das ist ein Aussagesatz. Das ist ein Aussagesatz! Das ist ein Aussagesatz? Das, ist, ein, Aussagesatz!
Nur weil ich sinnlose und falsche Satzzeichen einbaue, ändert sich nicht die Form des Satzes, nur seine grammatikalische Korrektheit.
JackBauerCTU am 15. März 2009 00:45 Kannst du unsere Sprache eigentlich? Bis auf dein letztes Beispiel mit den sinnlos eingefügten Kommata sind das alles korrekte Sätze.
Das ist keine dichterische Freiheit, sondern stinknormale Anwendung. Wenn du die Sprache aber auf deine Art und Weise reduzieren willst: bitte sehr. In meinem Germanistikstudium haben wir es richtig gelernt.
unterwegs am 15. März 2009 10:04 das sind keine sinnlosen und falschen Satzzeichen. "Das ist ein Aussagesatz?" ist eine vollkommen gebräuchliche entscheidungsfrage.
Soll den Lesefluß fördern und darauf hinweisen das eine Frage folgt.
Um den Fragesatz zu kennzeichnen.
ja, super... das macht man an sich ja schon mit dem Fragzeichen am Ende...und warum ist es umgedreht?
majosandra am 14. März 2009 23:49 Wer sagt denn, daß das Spanische umgedreht ist? Vielleicht ist auch unseres umgedreht? Kommt auf die Sichtweise an!
ja, aber es ist zumindest andersherum als das Fragezeichen am Ende der Frage. Eines davon muss also auf dem Kopf stehen...;-)
unterwegs am 15. März 2009 09:59 es wurde eben bewusst anders gestaltet, damit man auf den ersten blick den anfang der frage vom ende der frage unterscheiden kann.
molinax am 14. März 2009 23:51 Ich sehe es nicht als umgedrehtes Fragezeichen, sondern als ein Fragezeichen, der den Punkt oben statt unten trägt.

andere Länder andere Sitten - ich finde das aber gar nicht so schlecht, man weiß sofort, dass es eine Frage ist

Im Spanischen wird ein Fragesatz zusätzlich durch ein auf dem Kopf stehendes Fragezeichen ¿ eingeleitet. Die arabische Schrift kennt das Fragezeichen ebenfalls. Es ist jedoch an die Schreibrichtung angepasst: ؟. Auch andere Schriftsysteme, wie das chinesische, haben es übernommen.
Ich glaube auch zu wissen, dass es einfach auf den folgenden Fragesatz hinweist und man beim Lesen einen fragenden Ton gleich miteinbeziehen kann.
ok, dann stammt es vom arabischen Einfluss... das ist schon mal interessant. ich wüsste ja gerne, wie das überhaupt entstanden ist, aber das lässt sich sicher nicht feststellen...

wenn ich mir das für und wider hier durchlese finde ich die spanische version auch besser. warum soll man es unnötig schwer machen? ist ja nicht jeder ein vorlese-genie. "nicht mal aus der Grundschule raus." ist ja wohl stark übertrieben. meine tochter ist klassenbeste in der 6. klasse, aber langes lesen ist nicht ihr ding und besonders gut betonen auch nicht. da hilft so eine fragesatz-ankündigung schon. einziger nachteil für uns ist, dass wir uns erst kundig machen müssen, wie man es auf der tastatur eingibt. da muss ich doch gleich mal suchen. die frage gab es hier schon mal.
Von 711 bis 1492 herrschten die 'Mauren' in Spanien; sie schrieben arabisch – von rechts nach links, und das Fragezeichen stellten sie auf den Kopf.

Im Spanischen muß der Schreiber schon vorher nachdenken, was er schreiben will.
Im Deutschen kann man diese wichtige Entscheidung zur Leserführung spannend machen und bis zum Schluß aufheben.
PS: Beispiele für diese These findet man bei gutefrage.net schon in vielen Überschriften. Da fehlt schlicht die Frage!
gute Antwort, aber warum nur im Spanischen?
frag mich nicht, vllt. ist spanien einfach schlauer gewesen?
Weil die Spanier schon immer eine Extrawurst haben wollten. Siehe Abstand der Eisenbahngeleise!
Zudem essen sie ja auch ganz anders: wenn ich nicht irre essen sie um 15 Uhr zu Mittag...
Eisenbahngleisabstand: Das ist bedingt durch die Halbinsellage und Abschirmung durch die Pyrenäen als die ersten Eisenbahnen gebaut wurden. Und sowas setzt sich fest!
Anders Essen: Meinst Du die Uhrzeit? Stäbchen sind mir da nicht aufgefallen.