Warum ist bei Vollmond nicht die Erde im Weg?

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7 Antworten

Hallo Fritzi2000,

das hast Du alles ganz richtig überlegt.

Der Informationsbaustein, der Dir noch fehlt, ist, dass die Mondbahn um 5° gegen die Ekliptik geneigt ist.

Was ist damit genau gemeint?

Die Ekliptik, das ist die Ebene, in der die Erde die Sonne umläuft. Und damit auch die scheinbare Bahn, die die Sonne von der Erde aus vor dem Hintergrund der Sterne im Jahreslauf ausführt.

Die Ebene, in der die Ellipse der Mondbahn liegt, ist nun gegen diese Ekliptik-Ebene um 5° geneigt. Der Mond befindet sich also die meiste Zeit etwas oberhalb oder unterhalb der Ekliptik. Nur an 2 Punkten seiner Bahn - den sogenannten Knoten - schneidet seine Bahn die Ebene der Umlaufbahn der Erde.

Nur wenn der Mond nahe genug an einem seiner beiden Knoten steht, wenn Vollmond ist, trifft ihn der Schatten der Erde. Ist der Abstand zu groß, geht der Schatten der Erde einfach unter dem Mond durch. Oder obendrüber.

Schau mal hier auf das untere der beiden Bilder, dann ist es vielleicht verständlicher:

http://www.der-mond.org/mondfinsternis/entstehung-einer-mondfinsternis/

Grüße

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Kommentar von uteausmuenchen
13.12.2015, 22:40

Und das Thema "Astrologie" mach ich mal weg. Astronomen werden nicht gerne mit Horoskopschreiberlingen verwechselt...

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Also so genau kenne ich mich auch nicht aus, aber wie du schon angedeutet hast, liegt das an den Winkeln. Wenn die Erde den Mond verdeckt, liegt eine Mondfinsternis vor. Dann steht die Erde genau Zwischen Mond und Sonne, sonst ist der Mond immer etwas oberhalb bzw. unterhalb der Erde.

Ich hoffe, das ich dir zumindest ein bisschen weiterhelfen konnte. 

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Du hättest recht, falls sich der Mond immer genau in derselben Ebene bewegen würde, in welcher die Erde die Sonne umläuft. Dies ist aber eben nicht genau so, sondern die Ebene der Mondbahn (um die Erde herum) ist gegenüber der Erdumlaufbahn (um die Sonne herum) um einen kleinen Winkel von einigen Grad geneigt. Zu einer (vollständigen) Mond- oder auch Sonnenfinsternis kann es nur dann kommen, falls die drei Himmelskörper einmal genau oder fast genau auf der Schnittgeraden dieser beiden Ebenen befinden. Und dies ist eben bei weitem nicht jeden Monat der Fall (wie es wäre, falls die beiden Ebenen nicht gegeneinander geneigt wären).

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die Sonne ist halt so groß, dass der Schatten hinter der Erde nur relativ klein ist und somit bewegt sich der mond meistens außerhalb des Schattens der Erde, nur manchmal wandert er dann eben doch durch den Schatten der Erde, dann kommt es zu einer Mondfinsternis, oder auch zu einem Blutmond.

Ich hoffe ich konnte dir mit dieser Antwort weiterhelfen, wenn noch irgendwelche Fragen offen bleiben sollten, dann frag einfach nach.

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Kommentar von rumar
14.12.2015, 13:44

Hallo kliklu,

ich denke, dass du damit nicht den wesentlichen Punkt triffst, um den es hier geht. Immer wenn Sonne, Erde und Mond in dieser Reihenfolgeexakt in gerader Linie liegen, kommt es tatsächlich zu einer Mondfinsternis. Diese kann dann zwar je nach den aktuellen Distanzverhältnissen unterschiedlich stark ausgeprägt sein und kürzere oder längere Zeit dauern.

Dass es aber längst nicht jeden Monat bei "Vollmond" zu einer Mondfinsternis kommt, liegt daran, dass der Mond meistens nicht durch den Schattenkegel der Erde läuft, sondern darüber oder darunter durchgeht, ohne vom Schatten getroffen zu werden. Wenn der Mond diesen Schattenkegel nur knapp "ankratzt", kommt es zu einer partiellen Mondfinsternis.

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  Die Erdbahnebene heißt ===> Ekliptik ( Griechisch: Finsternislinie; das griechische Wort bedeutet das " Ausbleiben " ( von sonnen-oder Mondlicht. )

  Die Neigung der Mondbahnebene gegenüber
der Erdbahnebene beträgt 5 ° ; das ist viel, wenn du bedenkst: Für uns erscheint der Mond unter einem Winkel von 30 ' ; es ist verhältnismäßig unwahrscheinlich, dass der Erdschatten den Mond trifft.

   Zwei Ebenen schneiden sich in einer Geraden, der ===> Knotenlinie. Im ===> aufsteigenden Knoten seiner Bahn wechselt der Mond von der Süd-auf die Nordseite der Ekliptik; im absteigenden Knoten umgekehrt.

  Mondfinsternis ist nur möglich, wenn der Vollmond nicht allzu weit von einem Knoten entfernt ist; je größer der Abstand, desto kleiner die Phase.

   So eine Totalität dauert höchstens zwei Stunden; hast du übrigens den " Blutmond " gesehen; die Finsternis vom 28.9. ?

  Ich selbst hab mal eine Finsternis gesehen, wo die Mondkugel so schattiert plastisch im Raum schwob, wie du das von den 3D Computerprogrammen mit indirekter Beleuchtung immer kennst.

   Pro Jahr kann es höchstens zwei Mondfinsternisse geben; in den meisten Jahren gibt es übrigens gar keine.

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Bei Vollmond liegt die Erde nicht ganz exakt zwischen Sonne und Mond, sondern ein kleines Stueckchen daneben. Deshalb haben wir eigentlich gar keinen 100%igen Vollmond, den haetten wir nur im Moment einer totalen Mondfinsternis.

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Hä? Die erde steht doch nicht im weg, auf der erde sieht man den mond dann ja.. Hinter der erde würde man ihn dnn nicht mehr sehn.. Oder hab ich die frage falsch verstanden?

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