Frage von Lindaele,

Warum interessieren sich Männer mehr für Technik als Frauen/ Warum studieren mehr Männer Physik oder

Warum interessieren sich Männer mehr für Technik als Frauen/ Warum studieren mehr Männer Physik oder Informatik bzw werden Ingenieur oder derartige Berufe? Und warum sind manche Menschen der Technik so abgeneigt, wollen aber trotzdem keinesfalls auf sie verzichten? Gebt einfach mal eure persönliche (aber ernst gemeinte) Meinung ab, es würde mich echt freuen! Danke!

Antwort von Schreiberlilli,
11 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Es gibt zwei verschiedene Denkweisen.

Die meisten Menschen haben die Denkweise A, die wenigsten verfügen über die Denkweise B.

Die überwiegende Anzahl der Menschheit mit der Denkweise A sind Männer. Die Frauen sind hier in der Minderheit.

Die überwiegende Anteil der Menschheit mit der Denkweise B sind die Frauen. Hier sind die Männer in der Minderheit.

In der Praxis spricht man deshalb von der männlichen und weiblichen Denkweise. Demnach gibt es also auch Männer mit einer weiblichen Denkweise und Frauen mit einer männlichen Denkweise. Das sind dann die Männer mit den berühmten zwei linken Händen, die keinen Nagel in die Wand schlagen können und die Frauen, die im Blaumann und am Professor-Rednerpult in der Physikvorlesung eine wunderbare Figur abgeben.

Die Männerdenkweise funktioniert anders (nicht besser oder schlechter!) als die Frauendenkweise, auch wenn das Ziel das Selbe ist. In der Vergangenheit war es überwiegend so, dass die Aufgaben aufgrund der Rollenverteilung in männliche und weibliche Tätigkeiten aufgeteilt waren. Das ist teilweise auch heute noch der Fall.

Frauen wurden lange Zeit in den "Männerfächern" von Männern unterrichtet. Die Frauen mit der männlichen Denkweise waren die ersten, die es schafften, auch in diesen Domänen zu überleben und konnten so ihr Wissen weitervermitteln. Erst nach und nach setzt es sich durch, dass Frauen selbstverständlich ein technisches Verständnis haben. Nur müssen diese die Methoden erst in eine für sie brauchbare Sprache (Mann-Frau) übersetzen!

Kommentar von Lindaele,

Die Rollenverteilung machts aus! Ich denk manchmal dass es schon von gaanz früher in der Steinzeit den Männern überlassen war, zu jagen, und somit auch die Waffen zu bauen und in dieser Hinsicht kreativ zu sein. Die Frauen waren für Kinder und Familie zuständig, also eher sozial tätig. Und im laufe der Zeit hat sich alles so entwickelt und erst mit der Emanzipation hatten die Frauen auch die Chance auch solche Berufe auszuüben

Kommentar von Schreiberlilli,

Ich glaube, die Frauen hatten schon immer (auch in der Steinzeit) "die Chance", auch außerhalb ihres eigentlichen Berufsfeldes zu agieren. Bis heute hat sich das im Prinzip nicht geändert. Und zwar ist es immer dann der Fall, wenn die Männer nicht anwesend sind. Waren die Männer bei der Jagd verletzt oder gar getötet worden, waren die Frauen auf sich allein gestellt und haben ihre Aufgabe auch erledigen können. Wenn man gedanklich durch die Geschichte wandert, wird man diese Tatsache immer wieder finden. Im zweiten Weltkrieg waren es die Trümmerfrauen, die das Land aufgebaut haben. Heute sind es die vielen alleinerziehenden Mütter, die sowohl weibliche als auch männliche Tätigkeiten verrichten.

Kommentar von user1192,

Absolut. Wenn man noch weiter in der Zeit zurückgeht, gab es keine Rollenverteilung. Beide haben gejagt und beide haben gesammelt...

Kommentar von lesbi,

Frauen können alles!!!

Kommentar von Hyde4,

Wenn die meisten Menschen A haben und die wenigsten B, aber die überwiegende Anzahl bei A Männer sind und bei B Frauen, müsste es dann nicht viel mehr Männer auf der Welt geben, damit der erste Satz erfüllt wäre? Oder sind deine Mehrheiten so gering?

Kommentar von Schreiberlilli,
  1. Nein
  2. Nein
Kommentar von Studium2010,

Schreiberlilli, du hast meine uneingeschränkte Zustimmung. Besser kann man es nicht ausdrücken!

Antwort von user1192,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Anerzogen. Frauen können durchaus auch technische Berufe machen, aber in unserer Gesellschaft sind sie eher für die sozialen Berufe zuständig. Es wird ihnen einfach kein technisches Verständnis zugetraut.

Auf die Annehmlichkeiten der Technik möchte keiner verzichten, möchte sich aber nicht jeder damit beschäftigen.

Kommentar von Lindaele,

Ungefähr so denke ich auch, vielen Dank für deine Meinung!

Kommentar von Hyde4,

Es gibt ja auch einen großen Unterschied zwischen MP3-Player bedienen und genau verstehen, was darin abläuft. Viele kapieren technische Sachen auch einfach nicht und wollen es auch gar nicht, aber die Nutzung macht ja Spaß und macht einiges bequemer.

Kommentar von Lindaele,

Stimmt. Ich hab schon ein paar meiner Verwandten und Bekannten das selbe gefragt, und wenn ich die Ergebnisse so vergleiche fällt mir auf das tatsächlich viele die selben Meinungen bzw Gründe nannten wie ihr hier. Ich selber denke auch so, ich glaube manche fühlen sich auch ein Stück weit überfordert von der komplexen Technik zB eines stinknormalen Handys, mit Internet, Bluetooth, Kamera, Infrarot, Apps und und und...

Kommentar von Schreiberlilli,

Es gibt genügend Anwender beider Geschlechter, die hier spielend mit diversen technischen Geräten zurechtkommen, ohne zu wissen, wie genau diese funktionieren. Und das ist in dem Fall auch gar nicht erforderlich. Wer allerdings einen technischen Beruf ergreift, sollte sich für die Hintergründe interessieren. Und diejenigen Männer UND Frauen, die einen solchen Beruf erlernen, tun das auch. Der Anteil der Frauen steigt langsam in diesen Berufen. Und das ist erwünscht. Und zwar, WEIL die weibliche Herangehensweise sehr gefragt ist.

Antwort von Jouten,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ach kommt schon das hat nichts mit Diskriminierung zu tun. Männer haben ein besseres räumliches Vorstellungsvermögen als Frauen, weswegen ihnen das Lösen von mathematischen oder geometrischen Problemen leichter fällt. Beispielsweise fällt es Männern leichter aus einem Labyrinth zu finden oder ein drei dimensionales Objekt im Geiste zu drehen.

Kommentar von Schreiberlilli,

Diskriminierend ist das sicher nicht. Deine Aussage würde ich geringfügig abändern in: "DIE MEISTEN Männer haben....!" Demnach heißt es: "Die wenigsten Frauen haben...!"

Kommentar von Jouten,

Jaja das meine ich ja, is ja schon klar, dass damit nicht jedes Individuum gemeint ist^^. Man muss ja nicht immer so 100% politisch korrekt sein, wenn man mal schnell antworten will.

Kommentar von Studium2010,

Ich bin weiblich und habe ein sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen und finde garantiert super schnell aus einem Labyrinth heraus oder drehe alle möglichen 3-D-Objekte im Kreis. Nun passe ich aber gar nicht in das Klischee! Oder fast nicht. Denn Frauen können meiner Meinung alles viel besser erklären. Und ich muss mir am Montag wieder so ne Vorlesung in Fachchinesisch anhören. Dann frag ich mich, warum müssen Männer sich eigentlich immer so kompliziert und unverständlich ausdrücken?

Kommentar von Jouten,

Das ist der Vorteil den die Frauen dann dafür gegenüber den Männern haben^^ Sie sind normalerweise besser in Sprachen und ihrer Artikulation, weil sie mit beiden Gehirnhälften gleich arbeiten (bei Männern wird normalerweise eine mehr benutzt als die andere, das ist normalerweise Linke). Sie können sich beispielsweis gleichzeitig in eine Person hineinversetzen und sich eine Antwort ausdenken. (Man hat auch angenommen, dass sie dadurch besser Multitaskingfähig sind, aber ich bin mir nicht sicher, ob das schon wieder widerlegt wurde...) Bei Sprachtests schneiden Frauen jedenfalls normalerweise besser ab als Männer.

Antwort von dudelduu,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Weil Männer rationaler denken als Frauen. Ich habe eine Aversion der Technik gegenüber, aber nicht gegen alles. Manches ist einfach total sinnlos.

Kommentar von user1192,

Das stimmt nicht. Wenn sie rational denken würden, würde es weniger Zoff geben.

Kommentar von Lindaele,

Auch eine interessante Sichtweise, aber was meinst du genau mit rationaler?

Kommentar von user1192,

Für mich bedeutet rational denken nicht: Ich hau dir dir Rübe kaputt, weil du meine (!!!) Frau angeguckt hast!

Kommentar von dudelduu,

Frauen sind eher emotional, Männer eher pragmatisch^^ Kennt Ihr sie nicht, die Klischees?;D

Kommentar von emaxba123,

Seit wann sind Realitäten Klischees?

Kommentar von user1192,

Jo, Klisches sind immer wahr, denn sie werden imm bestätigt, aber wenn es nicht stimmt, fällt's keinem auf ;)

Kommentar von Studium2010,

Ich würd das nicht verallgemeinern. Denn das ist es, was in der Öffentlichkeit ankommt.

Antwort von ponyfriend166,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

ICH werde Physik und Maschinen Bau studieren und bin weiblich!

Antwort von Studium2010,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ich fand Mathe und Naturwissenschaften schon immer spannend und habe jetzt auch ein Physikstudium angefangen. Allerdings habe ich das Gefühl, ich bin im falschen Film. Was der Prof da redet, kommt mir vor wie chinesisch. Solche Typen können Frauen dann diese Mathe, NaWi und Technikfächer verleiden.

Kommentar von Hyde4,

Das liegt meiner Meinung nach eher daran, dass der Mist, den man in der Schule macht, mit der wirklichen Mathematik oder Physik schlicht nicht so viel zu tun hat. Und das Schulniveau sinkt immer weiter. Eher ein Bildungspolitisches Problem. Der Typ würde es doch Männern auch genauso verderben..

Kommentar von Schreiberlilli,

Das Bildungsniveau in Deutschland sinkt. Die Schulen erfüllen ihren Auftrag längst nicht mehr. Und dann kommen die Leute an die Uni und bekommen das heulende Elend. Aber das ist nicht nur bei den Naturwissenschaften der Fall - obwohl es hier am schlimmsten ist. Dennoch hat dieses ganze Desaster nichts mit den unterschiedlichen Denkweisen von Männern und Frauen zu tun. Es gibt Studienabbrecher beider Geschlechter - auch in den Naturwissenschaften.

Kommentar von Studium2010,

Ich stand Mathe und Physik 1. Und es war bestimmt kein Mist! Aber Oberstufenstoff und Studiumstoff ist ein Unterschied. Die Bildungspolitik ist Müll, das sehe ich auch so. Trotzdem hat das nichts damit zu tun, dass unser Prof überhaupt nicht in der Lage ist, vernünftig zu erklären. Und hier gehen sogar die Männer gehen laufen! Manche Männer können auch besser erklären. Aber Frauen sind hier ganz anders (besser!) drauf! Die Erfahrung hab ich gemacht.

Antwort von Ollii,

Übereinstimmung gibt es hier mit der Wirtschaftswissenschaftlerin Barbara Bierach, die in ihrem Buch "Das dämliche Geschlecht" die Frage stellt, wo "die Frauen nach zehn Jahren Trainee- und Frauenförderungsprogrammen geblieben" seien. Ihre Antwort: Die Frauen haben schlicht andere Pläne. Sie studieren bevorzugt Geisteswissenschaften statt karriereorientierter, technischer oder betriebswirtschaftlicher Studiengänge, lesen statt Fachliteratur lieber Belletristik und ziehen sich spätestens ab Mitte dreißig als Ehefrau eines gutverdienenden Mannes zurück, statt sich selbst dem zermürbenden, aufreibenden Gerangel um Macht und Karriere auszusetzen. Im März 2006 wurde schließlich das Ergebnis einer Studie der Universität Bonn veröffentlicht, dem zufolge Frauen beim Gehalt sehr stark auf Nummer sicher gehen: "Haben sie die Wahl zwischen einem Fixgehalt und leistungsabhängiger Bezahlung, entscheiden sie sich weit häufiger als ihre männlichen Kollegen für ein festes Einkommen. Dies gelte selbst dann, wenn Frauen ansonsten mehr verdienen könnten."

Wenn man gleiche Bezahlung von Frauen und Männern erreichen will, wäre meines Erachtens die Grundlage dafür, dass Frauen dasselbe verdienen, dass sie dieselben erwerbsbiographischen Entscheidungen treffen.

Warren Farrell, der sich in gewisser Hinsicht als Männerrechtler und Feminist zugleich betrachtet, widmet sich dieser Frage in seinem Buch "Why Men Earn More: The Startling Truth Behind the Pay Gap - and What Women Can Do About It“, herausgegeben von der American Management Association. Darin erläutert Farrell, dass die schlechtere Bezahlung von Frauen nicht auf Diskriminierung, sondern auf Lebensstil-Entscheidungen der Frauen selbst zurückzuführen sei. Um eine Frau mitzuversorgen, die sie lieben, sind Männer weit eher bereit Überstunden auf sich zu nehmen, eine weitere Fahrt zum Arbeitsplatz, Berufe, die mit einem finanziellen oder körperlichen Risiko, mit weniger Kontakt zu anderen Menschen oder mit besonderen Unannehmlichkeiten verbunden sind: Insgesamt führt Farrell 25 solcher Entscheidungen bei der Berufswahl auf. Frauen entscheiden sich im Gegensatz dazu eher für erfüllende Aufgaben und eine flexible Zeiteinteilung in einem angenehmen Umfeld.

Antwort von softair5602,

ist halt so.

Antwort von CaroAs,

Also ich habe folgende Erfahrung gemacht:

Es stimmt, dass Männer bei technischen Themen in der Praxis einen Erfahrungsvorsprung besitzen (meist aus der Bastel-Kindheit, was den Mädchen oft verweigert /wurde und leider noch wird) und den im Studium voll auskosten, z.B. Laborversuche in der Elektrotechnik und die Frauen dürfen da eher zugucken, weil sie nicht das praktische Vorwissen haben und sich eher zurückhalten. Aber wenn es um theoretische Grundlagen und Zusammenhänge geht, wissen die meisten Männer genauso wenig wie die Frauen und da habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Bastelerfahurng von Männern überhaupt keine Vorteile für das technische Know-How in der Physik/Technik bringen, aber viele Männer glauben, dass sie das schon können... Die Prüfungsergebnisse sprechen da aber eine andere Sprache. Ich musste viel nacharbeiten, da ich weder praktische noch theoretische Kenntnisse VOR dem Studium in der Technik hatte (ich habe Technomathematik studiert: Mathe, Informatik, Elektrotechnik (Mikroelektronik)), aber viele Männer waren aus meinem Semester überhaupt nicht zu den Prüfungsklausuren erschienen bzw. haben nicht besser als ich abgeschnitten!

Ich habe insgesamt gelernt, dass ein gesundes Maß an Selbstvertrauen und nicht zuviel Zurückhaltung in den technischen Themen den Männern gegenüber ein gute Mischung ist, sich in den Bereichen genauso zu behaupten.

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