Frage von Bieeene,

Warum ekeln sich "normale" Menschen vor Menschen mit Behinderung?

Hallo zusammen,

ich arbeite nun seit langer Zeit als Heilerziehungspflegerin. Sobald man mich nach meiner Arbeit frage höre ich nur: "Boar sowas könnte ich nicht." "Das ist doch total ekelig, wenn die sich in die Hose machen, sabbern oder seltsame Laute von sich geben!",

Kinder und ältere Leute sabbern, nässen ein etc. dabei ist es nicht ekelig!

Warum ekeln sich "normale" Menschen vor Menschen mit einer geistigen Behinderung? Sie werden ja auch die Behinderten genannt. Da läuft es mir den Rücken runter! Es heißt einfach nicht die Behinderten! Sondern der Mensch mit einer Behinderung.

Ich hätte gerne mal Antworten und Meinungen von Menschen, die sich wirklich davor ekeln.

Danke schön :)

Hilfreichste Antwort von zauberinvonos,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
nein, ich ekel mich nicht vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

Also ich denke mal, dass "gesunde" Menschen sehr oft Angst und damit auch unterbewusst eine Ablehnung von Behinderung haben. Natürlich ist es ekeliger, wenn ein älterer Mensch sich in die Hose macht oder sabbert (weil er ja schon ganz was anderes isst als ein Baby). Und Babys werden insgesamt als natürlich hilflos und hilfsbedürftig angesehen werden, schon wegen ihres Kindchenschemas.

Viele Menschen können ja auch ihre alternden Angehörigen nicht pflegen, weil sie sich dabei im wahrsten Sinne des Wortes "ankotzen". Ich denke man muss da in gewisser Weise "hineinwachsen" (wie das Eltern von behinderten Kindern ja meist tun), oder man braucht ein sehr hohes soziales "Können", also soziale Kompetenz. Ich bin sehr froh, dass es Menschen wie dich gibt, die sich um diese "Randgruppen" von Menschen kümmern und das mit Hingabe. Du bist damit das Bindeglied zwischen Menschen mit Beeintächtigung und "Normalsterblichen". Danke!

Kommentar von Bloodsuckerin,

Ich bin auch in so was "hineingewachsen" (also jetzt nicht speziell Behinderungen, sondern Körperflüssigkeiten und so generell), da meine Mutter von Beruf Krankenschwester ist und mir schon, als ich noch ein kleines Kind war, viel von der Arbeit erzählt.

Kommentar von EngelchenEngel,

Dem stimm ich voll und ganz zu, ich selbst gebe zu, ich könnte das auch nie und ja ich habe auch Angst vor diesen Menschen. Also ich glaub aber auch dass 90 und 10% nie stimmen, das glaub ich nicht.
Mir tun sie eben leid, wennn ich solche Leute sehen oder nur dran denke, dann tut mir selbst alles weh und ich hasse mein leben. Weils mir so gut geht und ich sprechen, laufen, lachen und verstehen kann und die, die sind in einem Rollstuhl und so und das tut einfach nur weh, sowas mit anzusehen. :(

Antwort von Schuhu,
9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ekel ist vielleicht nicht das richtige Wort für meine Empfindung. Es ist absolute Fremdheit und Verunsicherung. Mit "normalen" Menschen umzugehen, habe ich gelernt und es fällt mir leicht, auch wenn sie manchmal sehr wunderlich sind. Mit "Menschen mit geistiger Behinderung" kann ich es nicht, weil ich nicht weiß, was mich erwartet.

Antwort von Komori,
8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich würde nicht sagen, dass ich mich ekel, aber ich hab echt Angst, irgendwas falsches zu sagen oder zu tun, weil ich irgendwie nie so richtig Menschen mit geistiger Behinderung kennengelernt habe. Letztens hab ich einen kleinen Jungen getroffen, der sehr süß und lieb war, aber wäre er erwachsen gewesen, wäre mir der Kontakt schwerer gefallen, weil ich einfach totale Angst habe, dass irgendeine schlimme Reaktion auf meine Handlungen kommen könnte.

Ich weiß, das ist eigentlich echt wahnsinnig dämlich von mir, weil ein Mensch mit geistiger Behinderung eben auch ein Mensch ist, aber ich möchte nichts falsch machen und jemanden ausversehen verletzen oder kränken. Mich verunsichert es, wenn man die Reaktion des Gegenübers nicht wirklich einschätzen kann.

Ich verstehe allerdings nicht, warum manche Menschen derart beknackt sind und Menschen mit Behinderung, egal ob körperlich oder geistig, beleidigen oder auslachen. Sowas macht man einfach nicht.

Kommentar von Bieeene,

tolle Antwort :)

Kommentar von Komori,

Danke schön :)

Kommentar von Wunnie,

Jap, da stimme ich zu ! Tolle Antwort ! :)

Kommentar von Komori,

Danke :)

Antwort von Maerzkatze,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Es geht da wohl eher um Angst,

und insbesondere Berührungsangst, und dann gibt es auch noch die Angst sich bspw. bei einem autistischen Menschen (und da sind wahrlich nicht alle geistig Behindert, sondern oft sogar hochintelligente Menschen dabei) anstecken zu können -

  • seinem klugen Charme nicht gewachsen sein zu können
  • seinen pfiffigen und klar auf den Punkt gebrachten Antworten nicht kontern zu können
  • seiner Fähigkeit nicht lügen zu können, nur ein müdes Lächeln abzugewinnen
  • jedoch jede Lüge der anderen sofort zu spüren

aber entschuldige bitte, denn da überkommt mich grad' wieder meine autistische Zerstreutheit...ah, und da ist ja gottseidank wieder der verlorengegangene Faden, und das Hauptthema neben dem erstbenannten Thema...und ich flüstere es jetzt mal besser, das böse und doch so wahre Wort...denn es ist auch

Neid

Antwort von kleinesmadele,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
nein, ich ekel mich nicht vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

hallo, bist du wirklich schon HEP. Neulich warst du in einer Frage erst 19. Bei ca. 4-5 Jahren Ausbildung schon ne Leistung !!! Und das schon lange Zeit!!!

Aber eigentlich müsstest bei deiner Berufserfahrung und der schulischen Ausbildung doch für diese "Berührungsängste" mehr Verständnis haben.

  • Es gibt einfach Menschen die sich vor Körperausscheidungen ekeln. Das ist dann eine ganz natürliche Reaktion, gegen die man nur schwer etwas machen kann.

  • Und der Vergleich mit den Kindern, ist auch nicht 100 % passend. Den es macht durchaus einen Unterschied, ob man dem eigenen Kind oder einer fremden Person eine Windel wechselt.

  • Dei vielen wird es auch die Unsicherheit sein. Sie wissen einfach nicht wie sie einen MmB begegnen sollen. Wie sie damit umgehen sollen, wenn sie von deiner Arbeit hören. Viele kenenn sich mit dem Thema "Behinderung" nicht aus, sie sind sozusagen unwissend. Oder sie haben Angst, Angts vor Themen wie Leid und Tod. Es gibt ja leider viele Menschen die sich gar nicht vorstellen können, das MmB auch glücklich sein können. Sie wissen einfach nicht, wie sie diesem Thema begenen sollen

  • Behinderung ist nicht gleich Behinderung. ich könnte mir vorstellen, das bei diesem Begriff viele an den Menschen mit einer schweren geistigen und körperlichen Behinderung denken. Der nicht alleine essen kann. Das essen eingeben bekommt oder gar mit einer Sonde ernährt wird. Der Windlen trägt oder einen Katheter hat. Vl. weil sie einmal einen Menschen mit so einer behinderung gesehen haben. Dabei wird aus dem Auge verloren, dass es viele Formen der Behinderung gibt.

  • die meisten kennen den Sinn, des Speichelns nicht. Sie können sich auch nicht vorstellen warum jemand mit Kot spielt. Der Hep kann das schon

  • Und dann, gibt es noch den Personenkreis, die MmB einfach nur verachten, und ihr Leben als unwert ansehen. Doch von dieser Gruppe werden wir hier wohl kaum sinnvolle Antworten erhalten.

  • Daher ist es wichtig unsere Umwelt darüber aufzuklären und nicht vorschnell zu verurteilen oder zu veralgemeinern

Kommentar von schneckeschnell,

tolle und ausführliche Antwort !!!!!!!!

Antwort von selin65,
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ja, ich ekel mich vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

Ich bin ehrlich , sie tun mir verdammt leid und ich kann mir vorstellen wie gausam so ein leben sein muss und wie gemein es ist komisch angeschaut zu werden aber ich ekel mich selbst davor , ich weiß das sowas schei*e ist..

Kommentar von Schoggi1,

Die müssen dir nicht Leid tun. Die Leiden selbst ja meistens auch nicht darunter.

Kommentar von MysterioserMann,

Ekel und Akzeptanz sind zum Glück zwei verschiedene Sachen. Wenn du sagst, du akzeptierst solche Menschen wie jeden anderen auch, ekelst dich aber davor, dann finde ich das schon in Ordnung, kann man ja nichts für. Oft hilft es aber auch, sich einfach mal mit solchen Leuten auseinanderzusetzen, dann gewöhnt man sich daran und ekelt sich ganz schnell nicht mehr.

Kommentar von selin65,

Also ich würde mich zb. niemals darüber lustig machen weil sie mir leid tun und ich kann mir vorstellen das das schrecklich sein muss aber ekeln tu ich mich schon davor das gib ich auch ganz ehrlich zu.

Antwort von WeiseAlte,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
nein, ich ekel mich nicht vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

Das ist eine Folge davon, dass Menschen mit Behinderung schon von klein auf separiert werden, was man nicht kennt, kommt einem seltsam bis unangenehm vor. Menschen, die schon als Kinder mit behinderten Menschen in Kontakt kommen, zeigen im Allgemeinen als Erwachsene weniger Hemmungen bzw. Ekel im Umgang mit ihnen.

Der Ekel vor den Ausscheidungen anderer Menschen hängt damit zusammen, dass man selbst als Kind den Ekel vor seinen eigenen Ausscheidungen antrainiert bekommen hat, z. B. bei der Sauberkeitserziehung. Ich selbst bin gelernte Krankenschwester und musste auch lernen, meinen Ekel zu überwinden. Das hat bis auf den Ekel vor Sputum ganz gut geklappt.

Antwort von teuto47,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
nein, ich ekel mich nicht vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

Menschen die sih vor Behinderten ekeln sind selbst nicht NORMAL:-((

Kommentar von MichaelSelm,

Ein sehr guter Hinweis. Daher DH.

Antwort von MysterioserMann,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
nein, ich ekel mich nicht vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

Den Satz "Das könnte ich nicht" kann ich halbwegs nachvollziehen, weil es ja auch eine gewisse ethische Belastung ist. Als ich mein Praktikum im Altenheim gemacht habe, habe ich mich auch gefragt, wenn ein Alzheimerbewohner den ganzen Tag nur da saß, nicht gesprochen hat und nichts mitbekommen hat: Ist der glücklich? Würde er lieber sterben? Das ist für den Pfleger schon eine Belastung, weil man nicht weiß, ob man nicht vielleicht sogar diesem Patienten damit was falsches tut.

Bei behinderten Menschen kommt es natürlich ganz darauf an, was für eine Behinderung die Person hat, dass man sich fragen könnte, ob sie noch Lebensfreude besitzt. Aber Ekel an sich ist es schwachsinnig, ich wurde im Altenheim auch mit Pisse und Sabber konfrontiert, na und? Soll ich sie dafür nun verrecken lassen?

Manche Menschen sind einfach zu eitel.

Antwort von Alexandra3008,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
nein, ich ekel mich nicht vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

ich finde behinderte menschen, oh pardon- menschen mit einer behinderung sehr liebenswert, sie verstehen scheinbar mehr vom leben als wir menschen ohne behinderung ;) und ich ekel mich überhapt nicht vor ihnen!

Antwort von MichaelSelm,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
nein, ich ekel mich nicht vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

Du solltest deine Frage konkreter Formulieren. Denn so ist sie nicht allgemein gültig.

Erstens ist es möglich das sich auch unnormale Menschen vor Behinderten ekeln.

Zweitens ist es nicht generell so das Menschen sich vor Behinderten ekeln.

Drittens ist nicht bei allen Behinderten ersichtlich das sie behindert sind.

Und viertens ist das nicht nur bei Behinderten so, sondern auch in vielen anderen Bereichen.

Deine Frage ist aber sehr gut. Und ich halte sie für sehr wichtig. Daher ein DH.

Ich bin überzeugt davon das bezüglich der Behinderten einfach Unsicherheit und Unkenntnis eine sehr große Rolle spielen.

Sehr viele Menschen sind daran interessiert möglichst vieles zu kennen und zu wissen. Aber über diesen Bereich sind die wenigsten konkret informiert.

Kaum einer weis das wir hochintelligente Behinderte haben. Kaum einer weis das es Behinderte in allen Schichten und beruflichen Positionen unserer Gesellschaft gibt.

Die Zahlen Behinderter schwanken je nach Statistik zwischen 8 und 9,6 Millionen. 52 % der Behinderten sind Männlich.

Die Frage ist auch wer als Behindert gilt. Damit meine ich jetzt nicht, wer nach dem Schwerbehinderten Recht als Behindert gilt. Sondern z.B. ob man Analphabeten als Behinderte ansehen / bezeichnen will. 57 Prozent der Betroffenen gehen einem Beruf nach. 32,6 % der 50 bis 64 jährigen zählen dazu.

Menschen mit Erkrankungen, Kinder, Alte und andere Menschen müssen nicht behindert sein. Aber sie entsprechen dem Bild das du angegeben hast. Sie nässen und koten ein.. Und sie haben andere Belange die es erforderlich machen sie zu reinigen.

Ich halte alle diese Umstände für belanglos. Denn sie zu differenzieren ist schwierig.

Krankenschwestern und Pfleger, Altenpflegerinnen und Pfleger und viele andere Berufsgruppen haben damit zu tun. Und werden viel zu wenig geschätzt für diese Tätigkeit. Vor allem auch zu wenig bezahlt.

Arbeiter in der Industrie und anderen Bereichen erhalten besondere Zulagen. Schmutzzulagen und andere Zulagen. Aber Pflegekräfte nicht. Ebenso wenig Familienmitglieder die Angehörige pflegen.

Leider ist es in unserer Gesellschaft so, das (aus meiner Sicht) der soziale Aspekt viel zu wenig zur Geltung kommt. Menschen wie dich kann man nicht hoch genug schätzen.

Und allen anderen muss man die Augen öffnen und ihnen ggf. zeigen wie falsch ihre Einstellungen sind.

Kommentar von Bieeene,

Klasse Antwort, klasse Sichtweise :) :)

Antwort von Eddy63,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
nein, ich ekel mich nicht vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

Finde ich echt super wer so einen Job macht,man soll froh sein das es solche Leute gibt, wer weiss was uns im Alter erwartet und da ist man froh wenn es solche Leute gibt die alte menschen und Behinderte pflegen,da kann ich nur sagen du hast da meinen vollen Respekt.

Antwort von iwoasaned,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ekeln ist ein falsches Wort. Eklig finde ich die Menschen die sowas eklig finden. Es ist menschlich. Es gibt alte, junge, dünne, dicke, schnelle, langsame Menschen unter uns. Geistig behindert ist doch jeder von uns mal, bewusst oder unbewusst. Unter Verliebtheit machen wir verrückte Sachen, aus Neid macht man verrückte Sachen. Hauptsache ist nicht der Zustand. Hauptsache ist was man aus dem Zustand macht.

Antwort von Ornella06,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo,

Ich denke die Menschen die sich davor ekeln wissen nicht wie sie den behinderten Menschen begegnen sollen bzw. wie sie mit ihnen umzugehen hätten. Somit werden sie als "anders" eingestuft und sie versuchen sich von ihnen fernzuhalten. Ich finde das total schlimm denn es sind doch genauso Menschen nur leider mit einem Handicap.

Liebe Grüße Ornella06

Antwort von Justen222,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Leute ekeln sich nicht davor, sie trauen sich sowas einfach nicht zu und haben Respekt vor solchen Leuten. Aber jeder könnte das wenn jemand aus dem engsten Freundeskreis oder aus der Familie so ist. Ich könnte mir sowas auch nicht vorstellen und habe größten Respekt vor solchen Personen. Genauso wie vor behinderten Leuten. Sie sind wie sie sind und das und weil sie krank sind, sind sie nicht ekliger oder so. Sie tuen mir Leid, das ist einfach alles und dennoch mit so einer Behinderung Spaß am Leben zu haben zeigt uns doch einfach wie gut wir "gesunde" Menschen es haben.

Antwort von Marieschka,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
nein, ich ekel mich nicht vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

Mein Papa ist körperlich behindert und ich wurde schon als kleines Kind mit geistigen und körperlichen Behinderungen konfrontiert und finde es überhaupt nicht ekelhaft!Was ich echt schei*e finde an deine Frage:Was hat das mit Normalsein zu tun?Ist man unnormal nur weil man was mit Behinderten zu tun hat?Muss man auch Angst haben schief angeguckt zu werden?

Antwort von Krause1962,
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nein, ich ekel mich nicht vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

Wir haben wohl ziemlich alle unsere eigenen Vorstellungen von "normal" Das Problem ist, was tolerieren wir noch? Diese sogenannte Toleranzschwelle fährt unsere Gesellschaft immer weiter herunter.

Ein Behinderter oder Alter ist ein nicht unerheblicher Kostenfaktor und schon allein deshalb irgendwie störend. Deshalb gibt es Schuldzuweisungen in Form des Ekels. Die Menschen, die die soziale Kompetenz besitzen und sich auch mit solchen Mitmenschen befassen, werden ja auch irgendwie befremdet betrachtet. Die Entlohnung ihrer Arbeit läßt auch zu wünschen übrig

Die Gesellschaft erkennt weder die Leistung der Pflegenden und Betreuenden an, noch sieht sie diese Menschen als Mitglieder einer Gesellschaft.Sie gehören eben ausgesondert oder weg gesperrt.

Antwort von Lurilein,
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nein, ich ekel mich nicht vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

Ich mache eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin, bin jetzt im ersten Lehrjahr. Ich kann von mir selbst behaupten, dass ich mit "ekel" sehr gut umgehen kann. Den Satz "oh gott, mit "Behinderten", dass könnte ich nicht!", kenne ich nur zu gut. Einen gewissen Ekel, kann ich auch Nachvollziehen, von Menschen die nie mit Menschen mit Assistenzbedarf zutun hatten. Jedoch gibt der Ekel diesen Menschen kein Recht, die Menschen mit Behinderung zu beleidigen, dumm nachzuäffen oder bloßzustellen. Klar kann nicht jeder mit strengen Körpergerüchen, Hintern abbutzen, Waschen des Intimbereichs und sonstigen pflegerischen Tätigkeiten umgehen (mal hart gesagt). Wer es nicht kann, muss es ja nicht machen. Ich persönlich liebe meinen Beruf und liebe die Kunden mit denen ich zutun habe !

Bloß bitte gewöhnt euch ab das Wort "behindert" als Synonom von "scheiße" zu verwenden ! ;)

Antwort von CuffedKim,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
nein, ich ekel mich nicht vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

Es ist nicht wirklich ekel was wir empfinden, es ist aber ungewohnt für die meisten Menschen wenn sie einen geistig Behinderten sehen. Die behinderten Menschen können da nichts für aber wir wissen auch nicht wie man mit Ihnen umgehen soll. Das hat sich gesellschaftlich so "eingebrannt".

Antwort von jolieoupas,
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ja, ich ekel mich vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

die erste reaktion auf behinderte menschen ist wahrscheinlich bei vielen erstmal abneigung.

wenn man diese menschen kennenlernt , lernt man sie moegen oder aktzeptieren oder lieben. ich glaube das liegt an der fortpflanzung. wie man inzischen aus jeder seifenoper weis, verlieben sich die meisten leute beim ersten blick! auf den ersten blick verliebt sich wohl wenige menschen in eine n behinderte n . genauso wenig wie in einen besondes haesslichen menschen. oft hab ich spaeter nicht mehr verstanden, warum ich diese menschen haesslich fand!. es war nur die erste reaktion! und oft hat sich meine erste wahrnehmung ins gegenteil verwandelt, und ich fand sie schoen und total liebenswert.

Antwort von rudeboy69,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
nein, ich ekel mich nicht vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

Ich denke was du mit Einnässen etc ansprichst, ist bei jedem Mensch so. Da kommt es nicht auf Behinderung oder nicht an, die meisten ekeln sich einfach vor sowas. Ansonsten sind es wahrscheinlich die Klischees und Trugbilder in den Köpfen der Menschen, von Schwerbehinderten im Rollstuhl mit schrägem Mund und langem Sabberfaden oder ähnlichem. Hab in den Ferien selbst mit Behinderten Menschen gearbeitet und meine Mutter arbeitet seit 11 Jahren mit Menschen mit Behinderung. Wenn man so den Leuten näher gebracht wird "ekelt" man sich natürlich auch nicht vor ihnen, sondern lernt sie als normale Menschen zu behandeln. Es liegt hierzulande einfach an der mangelnden Integration der behinderten Leute. Die Heime liegen meist außerhalb der Stadt, die Werkstätten auch. Begegnungsorte gibt es hier leider noch nicht viele, da das ja eine recht "neue" Idee in Deutschland ist. In der Nähe bei uns gibt es z.B. ein Restaurant, in dem fast nur behinderte Menschen arbeiten, die eben etwas fitter sind; einmal im Jahr gibt es in na größeren Disco ein "Fest der Begegnung" oder sowas, wo ganz viele behinderte, aber auch viele nicht behinderte Menschen hinkommen. Würen solche Ideen mehr gefördert und wären verbreiteter, würde sicherlich auch diese Schwelle zwischen den Leuten geringer werden. In anderen Ländern sieht es da schon ganz anders aus.

Antwort von perlenmaedchen9,
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ja, ich ekel mich vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

ich muss es schon zugeben, aber ich kann es nicht ändern. ich ekle mich eigentlich weniger als ich unwissend bin. ich sehe sie nur und ich habe noch nie mit einer geistig behinderten person gesprochen. wenn ich eine person mit behinderung sehe, dann schau ich weg, denn ich würde es auch nicht wollen wenn man mich anglotzen würde. ich glaube sie wären ganz zufrieden wenn die leute ihnen nicht immer aufzwängen würden, dass mit ihnen was nicht stimmt.

Kommentar von liesmich,

was hälst du davon dich mal mit einem geistigbehinderten zu unterhalten du wirst sehen nicht jeder geistigbehinderte ist d.....f man kann sich durchaus auch mit denen unterhalten muss ja nicht gleich über z.b. pfilosophie sein denn das würde ich ja auch nicht umbedinkt verstehen

Kommentar von perlenmaedchen9,

ich finde geistig behinderte nicht doof, ich habe eben nur nich so viel erfahrung mit ihnen..

Antwort von d3xter,
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nein, ich ekel mich nicht vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

Der Mensch hat immer Angst vor Unbekanntem und vor Erscheinungsbildern die er nicht einordnen kann. Oft nutzt es schon einmal über seinen Schweinehund zu springen und mit einem MmB zu reden, dann merkt man dass viele von Ihnen sehr herzlich und freundlich sind und sich noch nicht vom öffentlichen Konkurrenzdenken und Neid haben anstecken lassen.Wenn jemand vorbehaltslos freundlich ist ohne Hintergedanken dann viele dieser Klienten!

Antwort von Bloodsuckerin,
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nein, ich ekel mich nicht vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

Ich glaube, dass sich manche davor ekeln, weil sie einfach vor allem, was "anders" ist (das ist jetzt nicht beleidigend gemeint!), Angst haben. Genau aus diesem Grund sind übrigens auch Rassismus, Ausländerfeindlichkeit sowie Hexen- und Werwolfsverfolgungen hervorgegangen bzw. gehen immer noch hervor.

Antwort von SpacePionier,
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ja, ich ekel mich vor Menschen mit einer geistigen Behinderung
Kommentar von liesmich,

was ekelt dich an einem Menschen mit einer behindertem Behinderung es sind MENSCHEN. Vergiss nicht schon durch einen Unfall kannst auch du dazugehören

Antwort von SpacePionier,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
ja, ich ekel mich vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

Ja ich "ekel" mich vor behinderten bzw. besser ausgedrückt erzeugt es ein ungutes gefühl bei mir wenn ich sie sehe. Natürlich schaue ich nicht angewiedert weg oder verachte sie für ihre behinderung aber gegen dieses unangenehme gefühl kann ich nunmal nichts machen. Ich könnte mir vorstellen das dass auch etwas mit der evolution zu tun hat und dieses Gefühl zustande kommt weil dich dein körper vor "schlechten" Genen warnt.... . Nur so ein gedanke keine Ahnungs obs stimmt. Lg

Kommentar von liesmich,

versuch mal kontakt mit einem Menschen mit geistiger Behinderung aufzunehmen, du wirst sehen es tut nicht weh und kann durchaus spaß bringen

Kommentar von SpacePionier,

oh ja das glaub ich dir auch und ich finde es auch wirklich gut das es Menschen gibt die das bereits tun.... . Du darfst meine Antwort auch nicht so verstehen das ich Behinderte irgendwie für Minderwertig halte. Es ging mir nur drum die Frage ehrlich zu beantworten und die Wahrheit ist nunmal, dass ich ein ungutes Gefühl bekomme wenn ich einen Behinderten sehe. Mag sein das sich dieses Gefühl abschaltet wenn ich irgendwann einmal mehr mit diesen Menschen zu tun haben sollte aber bislang ist es eben da.... . lg SpacePionier

Antwort von Bloodsuckerin,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
nein, ich ekel mich nicht vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

Ich finde das auch total gemein... Wenn man so was ekelig findet, sollte man sich mal Folgendes fragen: Was, wenn ich geistig behindert wäre? Würde ich so eine Reaktion toll finden?

Antwort von ChrisCK56,
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nein, ich ekel mich nicht vor Menschen mit einer geistigen Behinderung
Antwort von Kosmokatze,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
nein, ich ekel mich nicht vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

Nein, das ist sicher nur die Scheu vor dem Unbekannten, und wiel sie net wissen, wie sie damit umgehen sollen.

Antwort von Schweizgeld,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
nein, ich ekel mich nicht vor Menschen mit einer geistigen Behinderung

Ekel wäre das falsche Wort, man fühlt sich vielmehr oftmals leicht belustigt!

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