Vorteile und Nachteile bei Solarthermie in der wüste?

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3 Antworten

Außer dem, was Dompfeifer sagte, noch dies.

Vorteil: In der Wüste ist fast immer klarer Himmel. Das bedeutet, daß das Licht nicht diffus auf die Erde fällt, sondern aus einer eindeutigen Richtung, direkt von der Sonne. Dadurch ist es möglich, Konzentratoren wie z.B. Parabolspiegel zu verwenden, und durch sie ist es möglich, Temperaturen von einigen hundert Grad zu erzeugen, wie man sie benötigt, wenn man Turbinen oder Stirlingmotoren mit gutem Wirkungsgrad laufen lassen will. Bei uns hier in Mitteleuropa gibt es Woken und Dunst und darum würden solche Anlagen hier die meiste Zeit stillstehen. Deshalb verwendet man bei uns stattdessen Photovoltaikanlagen, denn die können auch diffus einfallendes Licht verwerten.

Nachteil: In der Wüste ist das Wasser knapp, das man auch zu Betrieb einer Solaranlage gut gebrauchen kann: Zum Waschen der Spiegel, auf denen sich ja Staub absetzt, und als Kühlmittel.

Nachteil: Im ungünstigsten Fall müßte das Personal des Kraftwerks an einem abgelegnen, unwohnlichen Ort leben, wo man ihren Familien keine akzeptable Umgebung bieten kann. Man müßte sie hin- und her pendeln lassen müssen wie die Besatzungen von Offshore-Bohrinseln. Das wäre teuer.

Kompromiß: Die Solarthermie-Anlage nicht direkt in die Wüste stellen, sondern etwas weiter draußen, wo man ein fast ebenso trockenes Klima, aber auch preisgünstiges Wasser und eine wohnliche Umgebung hat und die Abwärme der Anlage sinnvoll verwenden kann, z.B. zur Meerwasserentsalzung.

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Vorteil: viel Sonne - Nachteil: keine Stromkunden in der Nähe

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Die Wüste hat den Nachteil das dort nichts beständig ist, im schlimmsten Fall treten die Wanderdünen auf. Die aufgeständerten Module sind ein Hindernis an denen sich der Sand ablagert und in kürzester Zeit sind die Module unter dem Sand verschwunden.

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Kommentar von Franz1957
19.02.2016, 01:43

Die Marokkaner haben sicher gut daran getan, das Kraftwerk Ouarzazate nicht in die offene Sahara, sondern in eine Hochebene des Atlasgebirges zu bauen, über 1000 m hoch. Der Stausee El Mansour Eddahbi liegt nur wenige km entfernt. Soweit ich auf Google Maps sehen kann, sind die nächsten Dünenfelder jenseits einer Gebirgskette, etwa 300 km weit weg. Aber man weiß ja, daß der Wind den Saharastaub Tausende von km weit trägt...

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