Frage von janaxgray, 164

Sollte das Wahlrecht durch eine Wahlpflicht ersetzt werden?

Das ist das Thema, über das ich in einer Woche debattieren muss. Würde gerne verschiedene Meinungen hören, am besten mit Begründungen oder Beispielen, vielleicht sogar Studien als Beleg Vielen Dank :)

Antwort
von Interesierter, 85

Ich halte das für keine gute Idee.

Damit eine Wahlpflicht kein zahnloser Tiger wäre, müssten Verstöße unter Strafe gestellt werden. Das alleine ist schon absurd.

Weiter ist es jedem freigestellt, welche Partei bzw. welchen Kandidaten er wählen will. Wenn nun ein Wähler keinen der Kandidaten bzw. Parteien wählen will, dann muss man ihm letztlich diesen Willen auch lassen.

Ich halte es in einer Demokratie auch für vollkommen ausreichend, wenn jeder das RECHT hat, zur Wahl zu gehen. Wem das wichtig ist, der soll seine Stimme abgeben. Wem es nicht wichtig ist, der soll es lassen. Diese Freiheit ist ein hohes Gut und sollte nicht durch weitere unnütze Vorschriften eingeschränkt werden.

Kommentar von Pestilenz2 ,

Gute antwort, aber auch gezwungen kann ich "nicht" wählen.

Kommentar von Interesierter ,

Das stimmt natürlich, denn es macht ja wohl keinen Unterschied, ob du gar nicht zur Wahl gehst oder absichtlich einen ungültigen Stimmzettel abgibst. 

Schon aus diesem von dir genannten Grund macht eine Wahlpflicht keinen Sinn. Die Wahl ist geheim. Damit ist es die freie Entscheidung eines jeden Wählers, ob er nun einen gültigen oder einen ungültigen Zettel abgibt.

Antwort
von HelmeSchmidt, 95

Das einzige was bei einer Wahlpflicht passieren würde, wäre meiner Meinung nach ein Anstieg der ungültigen Stimmen oder noch schlimmer ein Anstieg des Stimmenanteils der rechten Parteien.

Das kann nicht gut gehen. Also nein ich bin strikt gegen die Einführung einer Wahlpflicht.

Antwort
von voayager, 41

Warum sollte es eine Wahlpflicht geben, für was wäre denn das gut. Man würde doch so nur die Leute verprellen. Viele würden aus Protest den Stimmzettel mit ungültig ausfüllen.


Antwort
von Hobbiehelfer187, 48

Wir leben in einer Demokratie mit demokratischen Wahlen. Diese sind dadurch gekennzeichnet, dass sie allgemein (ab 18), geheim, unmittelbar und FREI sind. Jeder hat das Recht zu wählen, muss es aber nicht. Eine wahlpflicht würde dem entgegenwirken und den demokratischen grundsatz gefährden. Eine Pflicht erinnert mich stark an die Führung der DDR....

Antwort
von dieMasterin, 95

Es wäre für die repräsentativität sicher von vorteil aber würde nicht mehr der demokratie entsprechen, weil ja jder die freiheit hat zu wählen oder eben nicht

Antwort
von herakles3000, 59

N ein das ist sinlos den Das nichtwählen ist eine aussage der Büger zu der Politik die gemacht wird den Bei einer Wahlpflciht gibt es zufiele die dan aus unzufriedenheit entwerd ungültieg oder Rechts wählen werden oder zu einer der nichtparteine wie nein sager partein wählen würde die stimmen werden dan doch noch von den politikern die dahinter stecken dan abgesahnt.

Will man alle zum Wählen bekommen mus eine Bessere Politik gemacht werden und auch die Wahllokale /()Örtlichkeiten Besser ereichbar sein.Und ncicht nur eine sache die nur den arbeitgeber nutzt den das machen unsere politiker seit Ende Ära Kohl Die rechte zu beschneiden.

Antwort
von Farbton2, 69

Nein, wenn dieser "Druck", nämlich die Pflicht da ist, dann wird es zur Qual und viele (leider viele) wählen dann nur noch als Trotz und es wird nicht mehr ernst genommen. Viele haben ja dann auch gar keine richtige Ahnung von den Wahlgeschehnissen und kreuzen irgendein "hübsches Kästchen" an.
Manche Jugendliche, die gerade ihr Wahlrecht bekommen haben, machen das auch oft. Sie wollen sich dann beweisen und cool wirken, indem sie zB nur aus "Jux" rechte Parteien wählen.
Wählen ja, aber keine Pflicht.

Antwort
von TheAllisons, 75

Nein, den wir leben in einem "freien" Land, und eine Wahlpflicht wäre die Tendenz zu einer Diktatur, und das kann man beim besten Willen nicht wollen

Antwort
von Wuestenamazone, 48

Nein jeder kann das doch selbst entscheiden bei uns herrscht doch keine Diktatur

Expertenantwort
von earnest, Community-Experte für deutsch, 35

Nöh. 

Falls mich jemand zwingen wollte, würde ich krank. Oder würde mal eben nach Amsterdam fahren. Zwang macht widerpenstig.

Gruß, earnest

Kommentar von PeVau ,

Und jetzt raten wir alle mal, was du in Amsterdam machen würdest. ;-)))

Kommentar von earnest ,

https://www.google.de/maps/uv?hl=de&pb=!1s0x47c609ed3c25194b:0x4fd3caab9141ac0a!2m5!2m2!1i80!2i80!3m1!2i100!3m1!7e1!4s//plus.google.com/photos/photo/104808372114553786171/6248454847702219650!5sHeineken+Experience+-+Google-Suche&sa=X&sqi=2&ved=0ahUKEwjyvrOJqrbLAhVHQJoKHTvrBhUQoioInAIwCg

Kommentar von PeVau ,

Ja, das auch!

Kommentar von earnest ,
Kommentar von PeVau ,
Kommentar von earnest ,

Danke! 

De tulp - en spannende inspiratiebron.

Kommentar von earnest ,

Seriöser Nachtrag. 

Ich habe den Irrsinn einer besonderen Spielart der Wahlpflicht in Griechenland erlebt. Die Zwangswähler MUSSTEN, wenn ich mich recht erinnere, in ihrem Geburtsort wählen.

Das führte dazu, dass sich Yannis aus Thessaloniki auf den Weg nach Chania, Kreta machen musste. Und Evdokia aus Chania reiste gen Thessaloniki.

Wie damals - bei der "Schätzung" von Maria, Joseph und Co.

Antwort
von Gwennydoline, 83

Nö... einfache Begründung: Wenn ich mit keiner Partei zufrieden bin und mich von keiner vertreten fühle sehe ich es auch nicht ein eine wählen zu müssen.

Kommentar von Gwennydoline ,

Würde mir die Person, die einen Daumen runter gegeben hat mal sagen, was es an dieser Ansicht zu kritisieren gibt?

Ist nicht böse gemeint - mich würde es nur interessieren

Kommentar von Treueste ,

Wahrscheinlich, weil nicht wählen die schlechteste aller Alternativen ist.  Damit gibst Du Deine Stimme genau denen, denen Du sie nicht geben möchtest.  Und dann ist das Geheule groß, wenn die "falschen" Parteien mit im Bundestag verteten sind. Und das sind genau die Parteien, die ihre oder neue Wähler mobilisieren kann.

Also gebe Deine Stimme der Biertrinkerpartei (ist nur ein Beispiel)

Der Daumen ist aber nicht von mir.

Kommentar von Gwennydoline ,

Das sehe ich absolut genauso! Und das ist auch korrekt.

Aber wenn ich zu keiner einzigen Partei vertrauen habe (nicht mal sehr gering), dann müsste ich allen eine Stimme geben können und nicht nur einer um das auszugleichen. Ein Wahlzwang ist für mich absolut undemokratisch.

Ich danke dir aber für deine Antwort :)! Wenigstens einer, der sich zu Wort meldet

Antwort
von atzef, 52

In der Bundesrepublik wäre das nicht möglich, da es verfassungswidrig wäre. Diese "Idee" ist eben totalitär und daher antifreiheitlich.

Unsere Verfassung schützt ja selbst ein verfassungsfeindliches Bekenntnis vor Strafverfolgung - wieso sollte da ein unpolitisches unter Zwang gestellt werden...?

Antwort
von Sachsenbruch, 57

Mündige Bürger äußern sich bekanntlich nicht gerade am bereitwilligsten, wenn man sie dazu zwingen will. Sie tendieren dann im Gegenteil zur Bockigkeit. Aus den unterschiedlichsten Motiven, darunter durchaus gute.

Antwort
von ProfDrPrivDoz, 64

Das würde gleichwohl auch eine Pflicht bedeuten sich mit Politik auseianderzusetzen. Man muss akzeptieren das es (auch wenn nicht nachzuvollziehen) Menschen gibt denen Politik egal ist. Wo führt es hin Menschen zum Wählen zu zwingen wenn Sie von den Parteiprogrammen etc.. keine Ahnung haben? Es sollte beim Recht statt der Pflicht bleiben. Und solange die die auch etwas durch Ihre Wahl bewegen wollen (z.b. weil Sie unzufrieden mit der politischen Situation sind) weiter wähle gehen ist alles in ordnung

Antwort
von Schneekorn93, 64

Es müsste mal eine Partei geben die auch ein sinnvolles Programm hat. Dann wäre Wahlpflicht sinnvoll.

Antwort
von Gerhardraet, 58

Wahlpflicht würde kaum was bringen, denn es ist ganz schwer zu kontrollieren, was ein Zwangswähler in der Wahlkabine tut. Er kann ja die Papiere ohne Kreuz abgeben. D.h man bräuchte eine technische Einrichtung zur Kontrolle, ob gültig gewählt wurde. Das alles bringt ein Staat wie der Unsrige nicht auf die Reihe.

Würden unsere miserabligen Politiker "Politik für die Bürger" machen, dann hätten sie viel eher deren Unterstützung als durch Zwangsmaßnahmen.

Antwort
von ririririri, 28

Nein.. menschis die sich nich für politik interessieren? Is doch blöd.. entweder die fangen dann streiks an (jayy, streiks) oder die wählen einfach iwas ohne grund

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