Frage von Rikako7991, 85

Pflegeplanung bei Stoma?

Ich soll eine Pflegeplanung schreiben und tue mir grade schwer bei der Zielformulierung.

Die Patientin hat ein Ileustoma welches vom Pfl.-Dienst zuletzt 2h gewechselt wurde. Wie formuliere ich da das Ziel?

Vielleicht kann mir ja jemand helfen :)

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Antwort
von Negreira, 70

Hallo Rikako,

ich habe keine Ahnung, wie man eine Pflegeplanung schreibt, habe aber selbst seit Jahren ein Ileostoma. Deshalb als erstes meine Bitte, Dich schon mal bzgl. jeglicher Rechtschreibung schlau zu machen, damit Du auch weißt, worüber Du schreibst und Dir Gedanken machst.

Mir ist allerdings nicht klar, was diese 2h sein sollen. Natürlich, weiß ich, was das heißt, aber kein Pflegedienst kommt alle 2 Stunden und wechselt eine Stomaversorgung. Bitte schreibt mir doch mal ganz konkret, was Du wissen willst.

Das Ziel einer Stomaversorgung ist immer, dem Patienten ein Leben mit eingeschränkter Darmfunktion, in diesem Fall ohne Dickdarm, so erträglich wie möglich zu machen. Irgendwo muß ja der Stuhl hin, und das geht also in den Beutel. Da gibt es verschiedene Systeme, in vielen Fällen wird ein Pflegedienst hinzugezogen, ich mache es z. B. allein, je nach Gedundsheitzustand des Kranken und wie er in der körperlichen Verfassung ist.

Also, was ich immer Du wissen willst, sag es mir, ich versuche, es Dir so klar wie möglich zu machen.

Kommentar von Rikako7991 ,

Ich will wirklich nicht unfreundlich sein aber: 

1. Als ich die Frage verfasst habe, saß ich bereits 4 Stunden über der Pflegeplanung und entsprechend Müde- Rechtschreibfehler sind/ waren nicht beabsichtigt.

2. Ich bin Azubi zur Krankenschwester, habe jetzt im Juni meine Praktische Prüfung und weiß was ein Stoma ist und wie man dieses versorgt.

3. Es ist mir klar das nicht alle zwei Stunden ein Pflegedienst vorbei kommt- allerdings handelt es sich bei oben gestellter Frage um ein Fallbeispiel. Die Person ist NICHT reell.

Wie gesagt sind meine Antworten nicht böse gemeint sondern dienen lediglich der Aufklärung.

Trotzdem danke ich für Ihre Antwort.

Antwort
von Negreira, 61

Ich schreibe Dir heute nachmittags, wenn es mir etwas besser geht, näheres dazu. Reicht Dir das dann noch? Ich habe es auch nicht als böse aufgefaßt

Kommentar von Negreira ,

Also, um auf das wundervolle Thema Stoma (früher auch Anus präter) genannt, zurückzukommen:Wenn Du einiges zu dem Thema weißt, dann kennst Du ja als erstes die Eintagesversorgungen, die wahlweise eien Ausstreifbeutel haben, oder, wenn sie bereits im Kindesalter engelegt werden müssen, nach dem Toilettengang komplett entsorgt werden müssen.

Dann gibt es Mehrtagesversorgungen, da werden Plattetn afgeklebt, heften bleiben, wenn der Beutel komplett erneuert wird (wir haben das immer als "Tupperteste" bezeichnet, weil die sufgelegten Beutel immer mit einem sog. Tupperklick-verschlossen werden mußten.

Stomaanlagen werden immer dann als notwendig angesehen wenn normale Medizingaben oder Teilresorptionen des Darms keine Besserung und keine Lebensqualität,für für den Papienten bedeuten, <<<<die meisten haben schon einige schwere ´Darm-OPs hintrér sich, manchmal kann man den betroffenen die Hoffnung geben, das Stoma könne wieder zurückgelegt werden. Dies ist in vielen Dingen aber leider nicht mehr möglich, vor allen Dingen dann nicht, wenn es sich um ein sog.ILEOSTOMA handelt. Hierbei wird der Übergang zum Dickdarm komplett entfernt (der Dickdarm natürlich auch), die komplette Verdauung findet im Dünndarm statt und kann dort natürlich nicht die Aufgaben des Duickdarms, nämlich das Eindickens des Stuhls übernehmen,In den Reklameheftchen sieht das immer alles so schon und toll aus, die Leute sind nicht eingeschränkt, die könnten sogar tanzen und fahrradfahren. Papier isr sehr geduldig! In den 2 1/2 Jahren mit meinem Stoma habe ich noch nie einen Abend nicht zu Hause zugebracht, immer mit der Angst lebend, die Versorgung könnte zum 7. oder 8. Mal abplatzen und ich müßte mich erneut von Kopf bis Fuß waschen und umziehen, ein lebenswertes Leben ist das nicht

DerPflegedienst soll diePatienten entweder zur Selbsthilfe anleiten ode ihnen tägliche Hilfestellung bei der Versorgung geben, wobei mir nicht klar ist, wie es behandelt werden soll, wenn wie bei mir die Versorgungen mehrfach am Tag erneuert werden müssen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einige Tipps geben, Fragen Sie bitte, wenn Ihnen etwas unklar ist.

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